RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#26 von Tscharlie , 17.06.2017 09:53

Kein Grund hier rumzuschreien.
Jede moderne Technik hat auch ihre eigenen Tücken, die gibts bei Wasserstoff auch zuhauf.
Wenn Strom schon mal entstanden ist, verwendet man ihn am Besten sofort.
Z.B. die Bahn kann das nutzen oder "Oberleitungsfahrzeuge", das ist am günstigesten, nicht speichern sondern gleich verbrauchen.
Wenn irgendwas umgewandelt (Wasserstoff) oder gespeichert (Akku) werden muss, sind die Verluste hoch.
Ein reines Wasserstoffauto könnte auch Bremsenergie nicht zurückgewinnen.

Doris hat gerade ein Perpetuum mobile bestellt: vello bike, man tritt etwas mehr als man auf der Geraden braucht und kauft sich damit Energie ein wenns mal bergan geht.

Auch Autos gabs schon: Wenns nur darum geht Menschen von A nach B zu bringen. Twike

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#27 von JaH , 17.06.2017 10:33

Zitat von Tscharlie
......Jeder LKW macht zum Beispiel das mit der Bremse und der elektrischen Energie schon seit Jahrzehnten. Nennt sich Retarder (Wirbelstrombremse) man müßte die Energie nur noch speichern. Da LKW aber extrem sparsam sind, der Diesel billig, lohnt das nicht.
.......



Das ist doch genau das, was ich beschrieben habe. Ein Retarder ist vom physikalischen Wirkprinzip her auch nichts anderes als ein Generator. Und genau die Umwandlung in Strom habe ich als fehlend moniert. Es gibt aber funktionierende und auch sinnvolle Rekuperationssysteme bei E- oder Hybrid-Bussen im ÖPNV, die ständig anfahren und abbremsen. Weil das Abbremsen häufig im Fahrzyklus erfolgt und die bewegte Masse so groß ist, kommen dort wirklich verwertbare Strommengen zusammen. Für einen PKW im üblichen Fahrzyklus ist das unsinnig, weil zu selten gebremst wird.

Zitat von Tscharlie
.....Klar braucht die Wärmepumpe Strom, aber eben nur ca 1/3 der Heizung. Klar wird der E-PKW an der Stromquelle vorgeheizt.
Ich sage damit nicht, dass E-Autos besser sind als andere. Nur viel Technik gibt es schon und funktioniert.
.......



Also, wenn man 1 KW reinsteckt und 2 KW rausbekommt, dann ist das nicht 1/3. Das ist im Übrigen im Vergleich zu Wärmepumpen im häuslichen Bereich eine mickrige Ausbeute. Dort liegt der Faktor im Schnitt deutlich über 3.

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#28 von MacMike ( gelöscht ) , 26.08.2017 19:19

Zitat von JaH
Naja, ich erlaube mir schon, auch Verfahren zu hinterfragen, von denen andere behaupten, sie würden funktionieren, wenn mein technisches Verständnis zum Verständnis der Technik nicht ausreicht.
Ich habe beispielsweise meinen VW-Händler gefragt, wie die in einem Prospekt beschriebene Rekuperationvon elektrischer Energie beim Bremsen funktionieren kann, wenn die Bremswirkung über Bremsscheiben erfolgt und nicht über einen - nach meinem Verständnis in diesem Fall dafür notwendigen-Generator. Beim Schubbetrieb wäre es mir erklärlich, weil dabei die Lichtmaschine angetrieben wird. Das ist aber ein alter Hut und von der Energiemenge her eher vernachlässigbar. Beim Bremsen wird die Energie durch die Reibung jedoch in Wärme umgewandelt und verfliegt. Daraus kann man dann keine elektrische Energie mehr gewinnen.
Auf die Antwort, die der Händler beim Werk einholen wollte, warte ich übrigens noch heute

Und so richtig funktioniert wohl die Wärmepumpe auch noch nicht. Diesen Eindruck kann man zumindest gewinnen, wenn man sich die Kommentare (ganz runterscrollen) auf einer Renault-Werbeseiteansieht.

Renault erklärt auch nicht, wo die Wärme herkommen soll. Dafür soll innerhalb einer (!) Minute der kalte Wagen mollig warm sein.... und man kann ja beim Laden den Wagen schon mal vorheizen
Wenn man sich etwas tiefer in die Materie einliest, dann kann man finden, dass prinzipiell als einzige im E-Auto betriebsbedingt vorhandene und von der anfallenden Wärmemenge her nutzbare Wärmequelle, die Abwärme der Batterien bei der Entladung genutzt werden kann.
Allerdings reicht die Wärmepumpe im Winter offenbar nicht aus, sodass zumeist noch ein "normaler" Heizlüfter mit eingebaut wird.
Und eine Wärmepumpe läuft ja auch nicht zum Nulltarif. Man muß dort erst Energie reinstecken, die natürlich aus der Batterie kommt. In der Renault Werbung wird genannt "bis zu 2 kW Heizleistung – der hierzu benötigte Energieaufwand beträgt jedoch lediglich 1 kW." 2kW sind allerdings nicht viel für ein Auto. Man muß ja nur mal an die ersten modernen Diesel denken, die später alle ab Werk eine Zusatzheizung erhalten haben, weil die Abwärme des Motors nicht ausreichte und die Fahrgäste im Winter froren.
Da Batterien bei Kälte stark an Leistung verlieren, müssen sie sogar aufgeheizt werden, damit die Energie auch in der gewünschten Menge entnommen werden kann.

Also mein Fazit: ich glaube nicht, dass das Problem der Heizung bei E-Autos schon gelöst ist.
Die Energiedichte von Diesel/Benzin ist einfach immer noch wesentlich höher als die von Batterien.



Das sehe ich momentan genauso. Ich glaube aber, dass die E-Autohersteller in Zukunft derart starke Batterien herstellen werden, dass die Energiedichte von einem 70 Liter Benzintank aufgeholt werden kann. Langfristig sollte das im Bereich des Möglichen liegen

MacMike

RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#29 von HD , 26.08.2017 20:51

Warum denke ich gerade an den 2 CV, den ich im Winter mit Parker und Handschuhen fuhr?
Aber Hauptsache ich fuhr.
HD

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#30 von Winni , 26.08.2017 20:54

Jo.
ich hatte mehrere R4....wasserkühlung....warme füsse

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#31 von Tscharlie , 27.08.2017 06:20

Wie schon mal geschrieben, das Heizproblem ist gelöst.

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#32 von tomruevel , 27.08.2017 14:51

Moin,

Zitat von Mephisto
(die Post baut Autos!)


Das ist eigentlich nichts neues.
Immer wieder, zu Reichspost- und später zu Bundespostzeiten, wurde spezielle Fahrzeuge oder Fahrzeugeinrichtungen gebaut. Die Ideen kamen von zentraler Stelle in Darmstadt, dort gab es schon lange so etwas was man heute neudeutsch "Thinktank" nennt.
Eine deiser Entwicklungen war der Fridolin:https://de.wikipedia.org/wiki/VW_Fridolin

Unverständlcih ist für mich allerindgs warum man sich um eine Neuentwicklung bemüht.
Es gibt doch schon fix und fertig eine Fahrzeuge was paßt. Den Nissan NV 200 mit elektrischem Antrieb.

Zitat von Mephisto
Dann sind die Fahrzeuge für die Handwerker kein Problem mehr. Folge ist noch mehr Verkehr in der Stadt, aber ohne Stickoxide.

[/quote][/quote]
Norwegen, unsere Presse nach das E-Auto Land schlechthin hat schon etwas interessante festgestellt. Durch die sehr umfangreiche Förderung der E-Autos (wegfall von Luxus- und Mehrwertssteuer, kostenlose Parkplätze, kostenloses Nachladen) hat die Nutzung des ÖPNV abgenommen udn gleichzeitig die Nutzung des PKW (=E-Auto) zugenommen.
In so einer Metropole wie Bergen sind die Staus also nicht kleiner geworden, nur die Fahrzeuge sind andere.
Man hat zwar ein Problem gelöst oder verschoben ( das mit dem Abgasen), die verstopften Straßen sind aber eher noch voller.

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#33 von Mephisto , 27.08.2017 17:50

Zitat von tomruevel
Moin,

...Eine deiser Entwicklungen war der Fridolin:https://de.wikipedia.org/wiki/VW_Fridolin

Unverständlcih ist für mich allerindgs warum man sich um eine Neuentwicklung bemüht.
Es gibt doch schon fix und fertig eine Fahrzeuge was paßt. Den Nissan NV 200 mit elektrischem Antrieb. ...



Wichtig war es den Erbauern die Ergonomie zu verbessern, das Ein- und Aussteigen ohne Klettern und Rutschen und ein quasi werkzeugfreier Wechsel von Karosserieteilen sowie Wartung ohne mehr auszubauen als das was kaputt ist. Das sind nach einem Bericht den ich mal gelesen habe die Hauptpunkte der Eigenentwicklung gewesen.

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#34 von Winni , 28.08.2017 08:31

Moin,
hätte der Spinner von Verkehrsminister die Sache mit dem Wechselkennzeichen ordentlich gemacht, dann würden sich viele einen E-Flitzer für die stadt kaufen ohne Reichweitenproblem, und die gewohnte Kiste für lange Fahrten behalten. Und dann steckt man das kennzeichen nach Bedarf um. Aber nur eine steuer, ein versicherungsvertrag. Und im urlaub kommt's ans wohnmobil. Und ab und zu mal an den oldie.

Warum ist ein versicherungsvertrag nicht personenbezogen? Der Fahrer ist doch das Risiko, nicht das Auto? Und den vertrag hat man, egal womit man fährt. Dann kann man auch über einen twizzy nachdenken.

Was dieser verkehrsheini so alles verbockt hat, unglaublich.

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#35 von Tscharlie , 28.08.2017 08:51

Ich mache es nicht gerne, aber Herr Dobrindt kann nichts dafür. Das mit den "Wechselkennzeichen" war lange vor seiner Zeit.

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#36 von Winni , 28.08.2017 10:06

Er wollte es vereinfachen, war klares ziel.

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#37 von Tscharlie , 28.08.2017 11:55

Politiker wollen was vereinfachen?
DER Witz ist gut!

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#38 von tomruevel , 28.08.2017 14:05

Moin,

bei dem was E-Autos an Steuern sparen, die sind sowieso erst mal 10 Jahre steuerbefreit, insofern.

Und die Haftpflichtversicherung beim Auto.
Nicht die Person ist das Problem was zur Haftung führt sondern die Maschine Auto. Die auch ganz alleine Schäden verursachen kann, die irgendwie geregelt werden müssen. Wessen fahrergebundene Versicherung soll z.B. dann zahlen, wenn das Ding beispielsweise Feuer fängt und dadurch etwas anderes beschädigt wird?

In dem Zusammenhang ist es bestimmt spannend zu erfahren welche Versicherung wohl den Schaden zahlt, wenn der abgehängte Caravan einen Schaden verursacht.
In D ist der ja zwingend versichert, aber in NL und F beispielsweise nicht.

 
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RE: Führerscheinerleichterung für E- Transporter

#39 von HD , 28.08.2017 14:56

Der HALTER eines Autos ist haftpflichtversichert (nicht der Fahrer) auch wenn das Auto abbrennt und ein nebenstehendes Auto mitbeschädigt.
Das eigene Auto ist dabei aber nicht versichert, es sei denn, man hat dafür eine Kaskoversicherung.

HD

Im Falle des WW für NL und F vielleicht die Privathaftpflicht?

 
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