RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#1 von delfin , 06.01.2010 15:04

In den Weihnachtsferien habe ich endlich Zeit gefunden meinen Reisebericht über unseren Urlaub im Baltikum fertigzustellen.
Nachdem wir schon zweimal in Polen waren und es uns dort sehr gut gefallen hatte, beschlossen wir mit unserem Gespann ins Baltikum zu fahren um diese wenig bekannten europäischen Länder kennenzulernen.
Wir sind mit unserem Gespann 5.824 km gefahren und haben 623l Diesel gebraucht.

An 16 Orten haben wir übernachtet und von dort aus die Umgebung mit Auto und Fahrrad erkundet.

A Innsbruck
B Hausleiten, Niederösterreich
C Krakau, Polen
D Augustow, Polen
E Vilnius, Litauen
F Babrusai See, Litauen
G Jürmala bei Riga, Lettland
H Sigulda, Lettland
I Nina am Peipsisee, Estland
J Vosu Lahemaa Nationalpark, Estland
K Tallinn, Estlabd
L Insel Saremaa, Estland
M Skulte, Lettland
N Nida, Kurische Nehrung, Litauen
O Beldany See, Masuren, Polen
P Poznan, Polen
Q Moritzburg bei Dresden, Sachsen, Deutschland

 
delfin
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#2 von morgenröte , 06.01.2010 15:17

Sieht nach einer interessanten Route aus! Gibt es einen Link zu deinem Bericht?

Gruß Andrea

 
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#3 von delfin , 06.01.2010 16:14

Donnerstag 11.Juni 2009:
Die erste Etappe unserer Reise führte uns von Innsbruck ins Weinviertel, wo wir vor dem Haus meines Onkels im Wohnwagen übernachteten.

Freitag 12. Juni 2009:
Hausleiten – Krakau:
Für die Fahrt nach Krakau entschlossen wir uns, die Route über Bratislava zu nehmen, da diese fast gleich weit ist, wie die Strecke über Tschechien und die Slowakei bereits den Euro hat und die Autobahn auch etwas billiger ist.

Die Fahrt nach Krakau war ziemlich anstrengend, da es auf der Autobahn in der Slowakei viele Baustellen gab und auf der Weiterfahrt auf der vom Routenplaner vorgeschlagenen Stecke Kanalbauarbeiten im Gange waren. Auf einer Strecke von ca, 15 km Kilometern wurde die gesamte rechte Fahrbahn auf gegraben. In Polen war die Straße zwar besser, es gab jedoch keine Autobahn und so kamen wir erst um 20.00 beim Campingplatz an, dem Campingplatz Krakowianka im Süden von Krakau.
http://www.camping.info/polen/kleinpolen...akowianka-20082

Der Campingplatz ist recht schön, neben einem Park und einem Schwimmbad gelegen, die Sanitäranlagen sind jedoch nicht nach westlichem Standard. Wir sollten jedoch im Laufe der Reise darauf kommen, dass sie im Vergleich zu den Anlagen im Baltikum doch recht gut waren. Der Preis von 80,-- Zloty ist für Polen relativ hoch, zu diesem Preis bekommt man schon ein Zimmer im Zentrum. Der Campingplatz ist ziemlich grün, es gab viele Linden, die leider noch nicht blühten.

Nachdem wir aufgebaut hatten, fuhren wir noch mit der Straßenbahn ins Zentrum. Wir fanden eine nette Pizzeria, mussten aber feststellen, dass auch die Pizzas in Polen anders, als bei uns schmecken. Wir aßen eine Hauspizza, die mit Selchfleisch und Essiggurken gemacht war, jedoch überraschend gut war.

Krakau ist eine interessante aktive Stadt und so war auch an diesem Abend ein Konzert am Hauptplatz. Da es jedoch ziemlich kalt war, schlossen wir den Tag lieber in einem gemütlichen Café ab.


Samstag 13. Juni 2009 – Besichtigung der Stadt Krakau

Wir verbrachten fast den ganzen Tag mit einem gemütlichen Bummel durch die schöne Stadt Krakau.
Am interessantesten ist der Hauptplatz, der sicher einer der größten Plätze Europas ist. In der Mitte stehen die im Renaissancestil gebauten Tuchhallen.
Auf diesem Platz herrschte reges Treiben. Am Vormittag fand eine Mercedes-Oldtimer-Parade statt, viele Straßenkünstler traten auf und auf zwei Bühnen wurden unterschiedliche Vorführungen angeboten (moderne polnische Musik und traditionelle Volkstänze). Die Atmosphäre dieses Platzes ist phantastisch und man kann stundenlang hier verweilen.
Sehr schön ist auch die Marienkirche mit einem gotischen Flügelaltar von Veit Stoss.

Sonntag 14. Juni 2009:
Nach dem Frühstück fuhren wir gleich zum Wawel, dem polnischen Königsschloss. Dies ist wirklich eine beeindruckende, riesige Schlossanlage im Zentrum von Krakau auf einem Hügel gelegen.
Zuerst gingen wir in die Kathedrale, wo gerade eine feierliche Messe mit dem Bischof und 3 weiteren Priestern stattfand. Wunderschöne Kirche, tolle Atmosphäre und man spürt den tief empfundenen Glauben der Polen. Es war ein sehr beeindruckendes spirituelles Erlebnis und man kann sich wirklich vorstellen, dass sich im Wawel einer der sieben heiligen Steine der Chakren des Hinduismus befindet.

Wir bummelten etwas durch das Schloss und besuchten anschließend die königlichen Gemächer. Die Eintrittskarte hatten wir schon kurz nach 10.00 Uhr für 12.15 gekauft. Wenn man daran interessiert ist, den Wawel innen zu besichtigen, sollte man die Karten am besten bereits am Vortag kaufen, da man ansonsten eventuell keine Karten mehr bekommt und die verschiedenen Einlaßtermine über den ganzen Tag verteilt sind.

Die königlichen Gemächer waren recht schön mit Kassettendecken und vielen Gobelinstickerein, haben mir allerdings nicht sonderlich gefallen.

Die Anlage des Schlosses und die Kathedrale sind sehr beindruckend, auf die Besichtigung der Innenanlagen hätte ich jedoch verzichten können und wir waren froh, dass wir nicht mehr gebucht hatten, da sonst der ganze Tag verplant gewesen wäre.

So bummelten wir noch durch Kazimierz,das jüdische Viertel von Krakau und aßen in einem jüdischen Lokal. Das Essen hat uns jedoch nicht vom Hocker gehauen.
Interessant war eine Synagoge mit einer Ausstellung über das Judentum. Wir sahen Bilder vom jüdischen Leben im alten Krakau, Kultgegenstände und eine gute Erklärung der jüdischen Feste.
Im Judenviertel herrscht eine nette Atmosphäre mit vielen Lokalen und einigen gut erhaltenen Synagogen.

Den verbliebenen Nachmittag verbrachten wir gemütlich auf dem sonnigen Campingplatz.

 
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#4 von delfin , 06.01.2010 16:31

Hallo Andrea!

Der Bericht kommt so nach und nach.

Zuerst muss ich jetzt das Schispringen schauen, dann geht es weiter.

LG
Claudia

 
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#5 von donalfredo , 06.01.2010 17:43

Da hätt' ich mal ne ganz bescheidene Frage:

Beherrscht ihr die jeweiligen Sprachen, oder habt ihr euch so durchgemogelt?

 
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#6 von delfin , 06.01.2010 20:24

Hallo Donalfredo!
Für das tägliche Leben kommt man sehr gut mit deutsch und englisch zurecht.

Für die Kommunikation mit den Einheimischen wären die baltischen Sprachen ab und zu hilfreich, aber es geht auch so. Die meisten Balten sprechen zwar russisch, wird aber teilweise nicht mehr gerne gesprochen. Das war uns aber gleich, da ich mir zwar schon einige Zeit vornehme russisch zu lernen, dies aber noch nicht geschafft habe.

Lg
Claudia

 
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#7 von delfin , 06.01.2010 20:49

Montag, 15. Juni 2009 - Weiterfahrt nach Augustow:
Wir fuhren gleich in der früh los, weil wir wussten, dass wir eine lange Fahrt vor uns hatten und das war auch gut so, da sich die Fahrt endlos hinzog. Zuerst brauchten wir schon sehr lange, bis wir endlich Krakau hinter uns gelassen hatten und dann ging es über Landstraßen nach Warschau, wo wir wieder 1 ½ Stunden benötigten, bis wir die Stadt umrundet hatten.

Aber dann wurde die Straße besser und so kamen wir am Abend endlich in Augustow an und fanden einen kleinen gemütlichen Campingplatz auf einer Wiese. Viele Mücken, wir saßen aber trotzdem noch einige Zeit vor dem Wohnwagen und genossen das schöne Wetter.

Dienstag 16. Juni 2009:
Eigentlich hatten wir vorgehabt einen Tag Pause einzulegen und eine Radtour am Kanal von Augustow, bis zur weissrussischen Grenze, zu machen, aber leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wir wurden in der Nacht vom Regen geweckt, der den ganzen Tag anhielt.
So fuhren wir nach Litauen weiter und kamen am frühen Nachmittag City Camping in Vilnius an.

Der Campingplatz besteht nur aus einer großen asphaltierten Fläche und hat mir überhaupt nicht gefallen, obwohl die Sanitäranlagen gut waren. Er ist jedoch meines Wissens nach der einzige in Vilnius und wir sollten auf unserer Weiterreise noch mehrere solche Stadtcampingplätze kennenlernen.

Trotz des strömenden Regens machten wir dann noch einen Bummel durch die Stadt Vilnius, die uns an diesem Tag jedoch nicht sehr begeisterte.

 
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#8 von delfin , 06.01.2010 21:02

Mittwoch, 17. Juni 2009 - Besichtigung von Vilnius:
Das Wetter war wieder schön. Wir besichtigten Vilnius und bei Sonnenschein hat uns die Stadt gleich viel besser gefallen, als am Tag davor.

Vilnius ist eine Barockstadt mit unzähligen pastellfarbigen Gotteshäusern, die jedoch leider noch nicht alle renoviert wurden. Sehr beeindruckt haben uns jedoch auch die gotische Annenkirche und eine sehr interessante russisch orthodoxe Kirche.

Selbstverständlich stiegen wir auf den Gediminas, einen Turm auf dem Burgberg von Vilnius, von dem wir eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt hatten.

Am Nachmittag trafen wir uns noch mit einer litauischen Dolmetscherin, die ich vom Chefkoch-Forum her kannte. Wir unterhielten uns sehr nett und sie zeigte uns einige Besonderheiten von Vilnius, wie das Innere der Universität mit Bildern aus der litauischen Mythologie, die sonst für Touristen nicht zugänglich sind.

 
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#9 von delfin , 06.01.2010 21:42

Donnerstag, 18. Juni 2009 - Europapark - Camping am Bauernhof
In der Früh war das Wetter strahlend schön und so beschlossen wir, nicht am Betoncampingplatz zu frühstücken, sondern zum Europapark weiterzufahren. Dieser gilt, laut Berechnungen von französischen Geografen, als der Mittelpunkt Europas.

Da in der Früh noch sehr wenig los war und die Umgebung nett ist, frühstückten wir gleich auf einer Wiese, am Parkplatz des Europaparks.
http://www.lithuanialive.eu/litauen-s-europapark.html

Dann bummelten wir durch den Park. Landschaftlich sehr schön und total interessant. Wir sahen viele moderne Skulpturen, die jedoch nicht alle unserem Geschmack entsprachen. Am besten hat mir das “Requiem an ein verstorbenes Pony” gefallen.

Wir fuhren weiter nach Norden und durch einen Irrtum kamen wir zu einem Campingplatz auf einem Bauernhof. Wunderschön an einem kleinen See gelegen, aber ohne jegliche Sanitäreinrichtung (Plumsklo, wir hätten eventuell im Bauernhaus duschen können). Außer einem Paar aus Litauen waren wir die einzigen Gäste.
Wir verbrachten einen gemütlichen Nachmittag am sonnigen Campingplatz, zum Schwimmen war es leider noch etwas zu kalt.

 
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#10 von delfin , 06.01.2010 21:59

Freitag 19. Juni 2009: Bebrusaisee
Wir verließen den Platz am Bauernhof und fuhren einige Kilometer weiter. Da der von uns ausgesuchte Campingplatz Mindunai leider geschlossen hatte, fuhren wir zum Campingplatz Paparitz am Bebrusai See.
http://www.campingpapartis.lt/apie_mus.asp?l=EN

Wieder sehr schön gelegen, aber es gab auch hier nur Duschen im Freien und ohne jeglichen Sichtschutz, was bei den doch noch sehr niedrigen Temperaturen nicht so angenehm war und so verzichteten wir abermals auf eine Dusche.

Zuerst waren wir alleine am Platz, aber dann kamen noch zwei Wohnmobile.

Das Wetter war schön, aber sehr windig und so machten wir einen Spaziergang und eine Radtour.

 
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#11 von delfin , 06.01.2010 22:21

Samstag 20. Juni 2009:
Nach einem gemütlichen Frühstück ging's weiter Richtung Lettland. Auf der Fahrt besuchten wir den Berg der Kreuze. Hier haben Litauer Kreuze für die nach Sibirien Verschleppten aufgestellt. In den 1960er Jahren wurden die Kreuze einige Mal von den Russen entfernt, der Berg der Kreuze entstand jedoch gleich wieder und ist seitdem für Litauen ein nationales Symbol und noch heute ist dieser Berg ein Wallfahrtsort, der vor allem bei Hochzeiten und Taufen aufgesucht wird und es kommen immer wieder neue Kreuze hinzu.
Auch an den Souvenirständen werden Kreuze verkauft und so haben auch wir ein kleines Kreuz aufgehängt.

In Lettland besuchten wir das Schloss Rundale. Dies ist ein sehr beeindruckendes großes Schloss im Stil von Versailles. Da wir keine Zeit für eine Besichtigung hatten, schauten wir das Schloss nur von außen an, kann sein, dass wir etwas Schönes versäumt haben. Im Reiseführer lasen wir, dass das Restaurant beim Parkplatz sehr gut und preiswert sein soll und wir haben es ausprobiert und es hat uns wirklich gut geschmeckt.

Dann ging weiter zum Camping Nemo in Jürmela.
Dies ist ein schöner Platz mitten im Kiefernwald, direkt an der Ostsee und nicht weit von Riga entfernt. Uns hat es gut gefallen und wir können ihn sowohl für einen Tag am Strand, als auch für die Besichtigung von Riga empfehlen.
http://www.nemo.lv/DE/kempings.htm

 
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#12 von delfin , 07.01.2010 15:59

Sonntag 21. Juni 2009 Besichtigung von Riga::
Wir fuhren mit einem kleinen Privatbus nach Riga. Dies funktioniert sehr gut: Man stellt sich an die Haltestelle und hält den Bus auf. Zuerst waren wir etwas misstrauisch, da kein Fahrplan aufgehängt ist, aber die Busse kommen in kurzen Abständen und wir waren in ca. 30 Minuten in Riga, da die Busse mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren und am Sonntag relativ wenig Verkehr war.

Wir kamen am Hauptbahnhof an und gingen gleich in die Markthallen, die auch am Sonntag geöffnet haben. Der Markt ist riesengroß. Er ist in 5 ehemaligen Zeppelinhallen untergebracht, aber auch im Freien sind Stände. Es werden dort fast nur Lebensmittel verkauft und die Auswahl ist gigantisch. Es war interessant zu sehen, wie sich die lettischen Lebensmittel von unseren unterscheiden, so wird das Fleisch anders geteilt und ist auch viel fetter. Man kann auch offene Milch, Molke und verschiedene Arten von Topfen kaufen und es gibt auch einen riesigen Fisch- und Gemüsemarkt. Es machte sehr viel Spaß durch die Hallen zu bummeln, wir konnten jedoch leider nicht sehr viel kaufen, da wir es nicht den ganzen Tag durch die Stadt tragen wollten.

Anschließend besichtigten wir die Altstadt. Es gibt viele schöne Häuser und große Plätze, die Stadt hat uns jedoch nicht so gut wie Vilnius und Krakau gefallen.

Im Dom besuchten wir einen Gottesdienst und hörten die größte Orgel der Welt. Zum Abschluss genossen wir noch Kaffee und Kuchen in einem netten Café und fuhren dann nach Jürmela zurück, wo wir noch mit dem Rad am Strand entlang fuhren und einen wunderschönen Sonnenuntergang bewunderten. Der Sand an diesem Ostseestrand ist so hart, dass man sehr gut mit dem Fahrrad fahren kann.

 
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#13 von delfin , 07.01.2010 18:22

Montag 22.6.2009:
Nach einem gemütlichen Frühstück und einer kurzen Radrunde am Meer fuhren wir nach Sigulda im Nationalpark Gauja zum Camping Siguldas pludmale. Wir mussten am Parkplatz stehen bleiben, da am nächsten Tag Nationalfeiertag und Johannisfest war und deshalb viele Camper erwartet wurden. Da wir Tisch und Stühle auf den Rasen stellen konnten, machte uns das nicht viel aus.
Der Gauja ist ein wunderschöner, naturbelassener Fluss, an dem viele Menschen paddeln. Ich machte am Nachmittag noch eine kurze Radrunde durch den Wald und am Fluss entlang. Am Abend waren im Wald schon viele Letten mit Zelten, die Sonnwend feierten.


Dienstag 23. Juni 2009 – Nationalfeiertag:

Am Vormittag machten wir eine Radtour entlang des Gauja. War sehr schön, aber für uns eher anstrengend, da der Weg durch den Wald und ziemlich steil auf und ab ging. Wir machten in Krimulda eine kurze Kaffeepause. Dort sieht man die Reste einer Burg und ein Schloss im klassizistischen Stil. Von der Ferne sahen wir die Burg von Turaida.

Zum Mittagessen kauften wir uns ein Fleisch, das wie ein Grillhähnchen ausschaute. Es war jedoch eine Art geräuchertes Formfleisch und schmeckte ziemlich eigenartig,

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand und am Campingplatz. Rudi ging auch kurz in den Fluss schwimmen.

Sehr viele Letten feiern den Nationalfeiertag indem sie campen und grillen. Am Campingplatz und auch im Wald stehen viele Zelte. Die Letten tragen Laub- und Blumenkränze und auch ihre Autos sind geschmückt.

Am Abend fuhren wir mit dem Sessellift ca. 150 Höhenmeter (Hier kann man im Winter sogar schifahren) zu einer großen Mittsommernachtsfeier. Am Festplatz gab es eine große Bühne und viele Imbissstände. Die Veranstaltung wurde auch im lettischen Fernsehen übertragen. Die Musik war rein lettisch und ziemlich volkstümlich, dies gefiel interessanterweise auch den jungen Menschen und auch uns hat es gefallen, weil es einfach zu diesem Tag passte. Tolle Stimmung, es war sehr interessant das größte lettische Fest mitzuerleben.

 
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#14 von delfin , 07.01.2010 18:34

Mittwoch 24. Juni 2009:
Nach einem gemütlichen Frühstück, bei dem wir auch für unsere netten lettischen Zeltnachbarn, Kaffee machten und dafür einen guten lettischen Käse bekamen, gings weiter Richtung Estland, zum Peipsi See.

Am Weg besuchten wir noch Cesis, eine kleine Stadt am Gauja, die schon sehr alt ist und früher eine Hansestadt war. Wir sahen die Ruinen einer mittelalterlichen Burg des deutschen Ordens.

Eigentlich wollten wir zu einem Campingplatz in der Nähe von Tartu ausgesucht, den Camping Waide bei Elva, der sich jedoch als eine Wiese neben der Straße bei einem Motel herausstellte. Um ca. 15.00 war noch kein einziger Gast anwesend. Uns hat es überhaupt nicht gefallen und so fuhren wir weiter zum Peipsisee, obwohl wir in unseren Reiseführern keinen Campingplatz in diesem Gebiet gefunden hatten. (Später lernten wir Camper kennen, die auf dem von uns besichtigten Platz gestanden hatten und die sehr zufrieden waren)

In der Nähe des Peipsisees fanden wir ein nettes Lokal indem wir gut und preiswert aßen.

Anschließend fuhren wir direkt zum See und wir hatten großes Glück, denn der erste Strandplatz, den wir fanden, eignete sich gleich zum Übernachten. Es war ein schöner Badeplatz auf einer kleinen Halbinsel, von dem wir auf drei Seiten Blick auf den See hatten. Als wir ankamen verließen gerade die letzten Badegäste den Platz und wir glaubten hier allein zu sein, es stellte sich jedoch heraus, dass dieser Platz der Treffpunkt des ganzen Dorfes war, aber niemand beschwerte sich, dass wir da standen. Wir hatten eine nette Unterhaltung mit einem russigstämmigen Esten, der im See fischte und uns gleich die Fische schenken wollte.

Da wir als Wohnwagenfahrer selten frei stehen, war es für uns ein bisschen abenteuerlich, aber wunderschön.

 
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#15 von delfin , 07.01.2010 21:37

Donnerstag 25. Juni 2009:
Um ca. 3.50 wurden wir geweckt, da sich einige Jugendliche den Sonnenaufgang ansehen wollten und so bewunderten auch wir das Aufgehen der Sonne und nutzten die Gelegenheit um Fotos zu machen. Da wir auf diesem Platz allein standen, hatten wir unsere Jalousien nicht geschlossen und so konnten wir die estnischen weißen Nächte so richtig genießen. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn es zwar dämmrig, jedoch nicht richtig dunkel wird.

Den Vormittag verbrachten wir noch auf unserem schönen Stellplatz, ich ging sogar einmal schwimmen, dann fuhren wir jedoch weiter Richtung Nationalpark Lahemaa, wo wir in einem Restaurant bei einer Fischzucht eine gute, erst in unserer Anwesenheit gefangene, Forelle aßen.

Wir fanden dann sehr schnell den Camping Eesti, einen netten Platz, der von einem estischen Verein betrieben wird, direkt an der Ostsee liegt und uns sehr gut gefiel.
http://www.eurocampings.de/de/europa/est...karavan-116968/

Am Nachmittag schwammen wir im Meer, das ziemlich flach ist und darum relativ warm war und machten dann noch eine kurze Radrunde.

Freitag 26. Juni 2009:
Wieder war herrliches Wetter. Wir fuhren mit dem Rad nach Palme. Dort gibt es einen schönen Gutshof, der wie ein Schloss aussieht. Bei der Nationalparkinformation erhielten wir eine Landkarte und besuchten eine interessante Ausstellung über Nationalparks und Naturschutzgebiete.

Dann fuhren wir durch die Wälder zur Halbinsel Loksa. Landschaftlich sehr schön, viel unberührte Landschaft, ähnlich wie in Skandinavien (wir sind hier auf gleicher geographischen Höhe wie Stockholm und St. Petersburg).
Am Heimweg fuhren wir auf einer schnurgeraden Straße ca. 16 km durch einsame Wälder und das war für meinen Geschmack zu wenig abwechslungreich und etwas langweilig.

Am Nachmittag schwammen wir noch im Meer und Rudi ging dann noch am Abend mit einem Deutschen, der in Estland lebt und einigen Esten in die platzeigene Sauna. Saunas gibt es auf fast allen Campingplätzen ins Estland. Sie ist streng nach Geschlechtern getrennt und es gibt keine Aufgüsse.

Ich surfte währenddessen am platzeigenen Computer im Internet. Wir haben ja weder Computer, noch Fernseher dabei und wissen somit gar nicht, was in der Welt passiert.

 
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#16 von delfin , 07.01.2010 21:49

Sonntag 27. Juni 2009:
Das Wetter war leider nicht so gut, aber es regnete nicht und wir machten trotzdem eine schöne Fahrradtour zur östlichen Halbinsel des Nationalparks. Wir fuhren zu zwei Kaps mit einsamen Küsten. Dies hat mir landschaftlich weit besser gefallen, als die endlosen Wälder.

In einem Hotel mir schöner Aussicht, aber einfacher Küche, aßen wir zu Mittag. Zum Abschluss machten wir noch eine kleine Wandertour am sogenannten Biberpfad, der an einem Fluss entlanggeht, wir sahen die Bauten der Biber, jedoch keine Tiere.

 
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#17 von delfin , 07.01.2010 22:10

Sonntag 28. Juni 2009: Besichtigung von Tallinn:
Am Morgen war das Wetter noch schlecht und wir fuhren nach Tallinn zum City Camp. Dies ist, so wie der Platz in Vilnius, eine asphaltierte Fläche im Messegelände.
http://www.tallinn-city-camping.ee/index...hit=esileht_ger

Tallinn ist wirklich wunderschön. Die Altstadt ist mittelalterlich, mit fast vollständig erhaltenen Stadtmauern. Sie ist aber auch eine richtige Fremdenverkehrsstadt mit allen positiven und negativen Auswirkungen. Tolle Lokale mit Preisen wie bei uns, man sieht in der Innenstadt fast nur Touristen, aber kaum Einheimische. Für uns ist Tallinn aber trotzdem die schönste Stadt des Baltikums.

Wir gingen zuerst durch die Oberstadt und den Domberg, sahen die orthodoxe Kirche, die vielleicht nicht ganz in die mittelalterliche Stadt passt, uns aber trotzdem gut gefallen hat und hatten einige schöne Ausblicke auf die Stadt.

Dann hinunter in die eigentliche Altstadt. Dort beeindruckt vor allem der Hauptplatz mit dem schönen gotischen Rathaus, aber es gibt auch viele nette Gassen mit alten Häusern, wie dem Schwarzhäupterhaus. Von einem Park hat man einen schönen Blick auf die wirklich beeindruckende Stadtmauer mit ihren vielen Türmen.

Am Campingplatz war wieder eine Gruppe Österreicher vom Campingclub Austria, die eine geführte Reise durch das Baltikum machten. Wir unterhielten und mit einigen Teilnehmern, es war wirklich eine lustige Truppe.

 
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#18 von delfin , 07.01.2010 22:12

Hier noch einige Bilder von Tallinn:

 
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#19 von delfin , 08.01.2010 16:25

Montag 29.6.2009:
Weiter gings zur Insel Saaremaa. Zuerst mit der Fähre zur Insel Muhu, wo wir beim Vorbeifahren die Kirche von Liiva, eine gotische Kirche ohne Turm, besichtigten. Dann fuhren wir zu einem sogenannten Freilichtmuseum. Dies ist ein altes Fischerdorf, indem die Häuser noch im ursprünglichen Stil erhalten sind, die Grundstücke durch bemooste Steinmauern begrenzt sind, das jedoch noch immer bewohnt ist. Die Häuser waren sehenswert und auch das Mittagessen war gut und preiswert.

Wir übernachteten am Camping Mändjala in der Nähe der Inselhauptstadt Kuressaare. Dies ist ein Platz direkt am Meer, mit Stellplätzen unter Föhren und es gibt deshalb nur sehr wenige Plätze für Wohnwägen und Wohnmobile. Landschaftlich sehr schön, jedoch wenig Komfort, es gibt keine Möglichkeit zum Geschirrwaschen, keine Entsorgungsmöglichkeit für chemische Toiletten und vor allem einer ziemlich chaotischen Verwaltung und Platzführung. So muss man, wenn man sich über die Aufenthaltsdauer nicht festlegen will, jeden Tag hingehen und extra bezahlen. Als wir einmal nicht hingingen und dann für 2 Tage bezahlten, wunderte sich die Receptionistin, sie hatte keine Ahnung, wie lange wir schon da waren.

Das Meer ist total seicht, man braucht ca. 10 Minuten, bis es endlich so tief wird, dass man Schwimmen kann, aber dafür ist es ganz warm.

 
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#20 von delfin , 08.01.2010 17:46

Dienstag, 30. Juni 2009:
Das Wetter war wieder wunderschön und so begann ich den Tag mit einem Bad im Meer.

Am Vormittag machten wir eine Radtour zur Halbinsel Sorve, zuerst an der Ostküste der Asphaltstraße entlang, dann an der Westküste auf der Schotterstraße, es kamen aber Gott sei Dank nicht viele Autos, dafür war es landschaftlich wunderschön und die Straße ging am Strand entlang.

Am Nachmittag genossen wir einen herrlichen Badetag am Campingplatz.


Mittwoch, 1. Juli 2009:

Das Wetter war in der Früh wieder super, so begann ich meinen Tag wieder mit einem Bad im Meer und am Vormittag fuhren wir mit dem Rad zur Inselhauptstadt Kuressaare, wo wir die Burg besichtigten. Dies ist eine vollständig erhaltene Burg des deutschen Ritterordens und sie ist wirklich sehr beeindruckend, man kann durch verschiedene Geheimgänge steigen und die Aussicht von den Zinnen der Burg genießen.

In der Burg ist das Museum der Insel Saaramaa untergebracht, hier gibt es alles Interessante von dieser Insel zu sehen. Angefangen von einem Heimatmuseum, bis zu verschiedenen alten Gegenständen, wie einer alten Schreibmaschine mit eigenen Tasten für die Großschreibung, einem handbetriebenen Bohrer und vielen Dokumenten und Erinnerungsstücken, wie alten Zeugnissen und Plakaten. Auch wird die Geschichte der Insel, besonders die Invasion durch die Deutschen im 2. Weltkrieg und die Flora und Fauna Saaremaas sehr gut dokumentiert.
Anschließend bummelten wir noch durch den Ort und aßen in einem ganz modernen Lokal wirklich gut zu Mittag.
Leider war am Nachmittag das Wetter nicht mehr so gut, wir schwammen aber trotzdem einmal im Meer.

 
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#21 von delfin , 08.01.2010 17:53

Donnerstag, 2. Juli 2009:
Nun war es Zeit langsam die Rückreise anzutreten:
Wir fuhren nach Lettland zum Kempings Laucu Akmens bei Skulte.
http://www.laucakmens.lv/main.php
Dieser Platz liegt direkt an der Ostsee ca. 60km nördlich von Riga. Es ist ein netter kleiner Campingplatz mit schönen Sanitäreinrichtungen in einer kleinen Pension. Wir waren die einzigen ausländischen Gäste und es war total erholsam.


Freitag 3. Juli 2009: Gemütlicher Urlaubstag am Campingplatz
In der Früh machte ich einen Spaziergang am Strand, leider war es noch ziemlich schattig, da die Sonne sich noch hinter dem Wald versteckte.
Den Vormittag verbrachten wir mit anstehenden Arbeiten wie Wäsche waschen, aber auch mit Strand liegen und Schwimmen. Am Nachmittag wurde das Wetter leider etwas schlechter, sodass wir nicht mehr ins Wasser gehen konnten, so machten wir noch einen schönen Strandspaziergang.

 
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#22 von delfin , 08.01.2010 18:30

Samstag 4. Juli 2009: Fahrt zur Kurischen Nehrung:
An Riga vorbei fuhren wir auf ziemlich guten Straßen nach Klaipeda. Auf der Fahrt machten wir in einem netten Ausflugslokal mit litauischer Küche Pause und aßen gut und wirklich sehr billig. Es war nur schade, dass es zu regnen begonnen hatte.

Mit der Fähre gings von Klaipeda zur kurischen Nehrung (120 Litas für die Fähre und nochmals 70 Litas Mautgebühren). Wir wussten bereits, dass die Fahrt ziemlich teuer werden würde, wollten aber unbedingt die einzigartige Landschaft erleben.

Die Kurische Nehrung ist eine 98 km lange und max. 3,8 km breite Landzunge zwischen Ostsee und kurischem Haff. Die Hälfte gehört zu Litauen und die andere Hälfte zu Russland. Landschaftlich wunderschön mit Dünen und Wald.

Wir fuhren zum Campingplatz in Nida, dem einzigen Platz auf der Nehrung. Ziemlich teuer, aber wirklich einer der schönsten Plätze des Baltikums, auch wenn die Stellplätze eher klein sind.

Am Abend machten wir noch eine kurze Radrunde. Zuerst machten wir einen kurzen Abstecher auf die große Düne. Landschaftlich wirklich einmalig. Man sieht auf einer Seite das Haff, auf der anderen Seite die Ostsee und dazwischen ist der Sandberg, der Wald und die Trockenwiesen.

Danach besichtigen wir noch den schönen Fischerort Nida. Viele nette alte Häuser, aber ziemlich touristisch und sehr viele Menschen.

 
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#23 von delfin , 08.01.2010 18:53

Sonntag, 5. Juli 2009: Kurische Nehrung:
In der Früh machten wir einen ausgiebigen Spaziergang auf die große Düne. Die außergewöhnliche Landschaft ist die Reise (und die Eintrittsgebühren) wert.

Dann unternahmen wir noch eine Radtour in den Nachbarort Preila, wo wir Räucherfisch kauften, der hier bei vielen Privathäusern angeboten wird. Der Weg ging durch Kiefernwald, ein Abstecher führte uns zur Ostsee, wo wir einen fast leeren Stand fanden, da man zu diesem Strandabschnitt nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad hin kommt.

Am Nachmittag fuhren wir noch an den Strand von Nida. Der war schon etwas voller, aber im Vergleich zu den Stränden am Mittelmeer auch noch ziemlich einsam. Leider wehte jedoch ein ziemlich starker Wind. Rudi ging trotzdem ins Wasser und genoss die schönen Wellen.

 
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#24 von delfin , 08.01.2010 21:33

Montag 6. Juli 2009: Unser letzter Tag im Baltikum:
Da es aber wieder geregnet hat, fiel uns der Abschied nicht so schwer.
Weil man für die Fahrt über Kaliningrad ein ziemlich teures Visum braucht und es auch sonst nicht ratsam erscheint durch Russland zu fahren, mussten wir die Strecke rund um Kaliningrad nehmen und so brauchten wir fast den ganzen Tag, da wir einen Umweg von 350 km machen mussten.
Gegen Abend kamen wir am Rusca Camping in Wygryny bei Ruciane Nida in der Nähe von Mikolajki an.
http://www.horstkruska.com/GER/CAMPINGGer/CAMPINGGer.php.htm
Dies ist ein kleiner gemütlicher Platz auf einer Wiese direkt am Beldany-See. Die meisten Gäste sind Dauercamper oder Stammgäste aus Deutschland. Die Sanitäranlagen sind im Vergleich zum Baltikum recht gut, war total fein in einer Dusche mit Tür und nicht nur mit Duschvorhang zu duschen.

Da das Wetter etwas besser geworden war, beschlossen wir den Tag mit einem Bad im herrlich warmen Beldany-See und einem gemütlichen Abend am Campingplatz, der jedoch von einem Gewitterregen gestört wurde.


Dienstag 7. Juli 2008:
In der Früh war das Wetter wieder wunderschön und so begann ich den Tag wieder mit einem Bad im See. Nach einem gemütlichen Frühstück mit “Brötchen” vom Bäcker (die ersten auf unserer Reise!!) machten wir eine schöne Radrunde nach Mikolajki und durch das Seengebiet und konnten auch am Nachmittag noch einmal schwimmen gehen, bevor wir wieder vor einem Gewitter in den Wohnwagen flüchten mussten. Diesmal war das Unwetter so stark, dass es sogar zu einem Stromausfall kam, aber wir hatten ja unsere Batterie im Wohnwagen.

 
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RE: Polen, Litauen, Lettland, Estland, Deutschland

#25 von delfin , 08.01.2010 21:48


Mittwoch 8. Juli 2008:

Nachdem es wieder geregnet hat, machte es uns nichts aus, dass wir die Masurische Seenplatte schon nach einem Tag verlassen mussten.
Die Fahrt nach Poznan war allerdings ziemlich anstrengend, da unsere Route nur über Bundesstraßen ging und wir wegen der vielen Ortsdurchfahrten und dem schlechten Wetter (Gewitter) nur sehr langsam vorwärts kamen und so erreichten wir unser Ziel erst am Abend.

In Poznan fanden wir jedoch einen sehr schönen Campingplatz den Camping Malta am gleichnamigen See.
http://de.infocamping.com/campings-Posen...-Nr.-155-Poznan
Dieser Platz liegt im Grünen in einem Freizeitgebiet und trotzdem ziemlich zentral. Nachdem wir in Vilnius und Talin nur auf asphaltierten Plätzen gestanden sind, waren wir postiiv überrascht.

Wir konnten die Umgebung aber nicht lange genießen, da wir gleich in die Stadt fuhren. Die Außenbezirke von Poznan sind nicht sehr schön, die Altstadt mit dem großen Platz Stary rynek hat uns aber ausgesprochen gut gefallen. Der Platz ist ziemlich groß, die Häuser alle restauriert, bzw. nach der Zerstörung durch den 2. Weltkrieg originalgetreu aufgebaut und in der Mitte steht das wunderschöne Rathaus.

Zum Abschluss unserer Reise durch Polen haben wir ein gutes Restaurant gefunden, indem wir herrlich polnisch gegessen haben. Ich aß Pierogi ruskie, die wie Schlutzkrapfen ohne Butter geschmeckt haben und sehr gut waren.

 
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