RE: parc naturelle vosges du nord - z.B. für eine Woche

#1 von HD , 02.05.2006 15:43

Parc naturelle voges du nord - Es ist das nördliche Elsass, das südliche ist einen eigenen Reisebericht wert.
Der Naturpark Nordvogesen, ein Grenzland, ein Land der Burgen, der Sagen, der
zauberhaften Flusstäler der Sauer, der Lauter, des Steinbaches, Fachwerk und historische mittelalterliche Ortskerne, der Maginotlinie, ein Grenzland heute und früher, ein Land der Zweisprachigkeit, der Wasgau bzw. der Pfälzer Haardt.
Auch einer der berühmtesten deutschen Reiseführer war schon da, Goethe – in Dichtung und Wahrheit besungen.

Natürlich kennen die Pfälzer, die Badener und Saarländer diesen schönen Teil der Nordvogesen – wie ihn die Franzosen nennen, - des Wasgaues oder Pfälzer Waldes wie das Mittelgebirge bei
uns heisst, denn es liegt nördlich der Vogesen, nördlich von Saverne, das eigentlich den Pfälzer Haardt von den Vogesen trennt. Geologisch herrscht der Buntsandstein vor.

Ich erreiche dieses Gebiet locker in einer Tagesreise, denn es sind nur 100km Fahrt bis dorthin, was Wunder, dass ich nicht viele CP aus eigenem Anschein kenne, Aber ich kenne etwas das Land und weis etwas über die Geschichte.

Wollt Ihr also wieder einmal mit mir kommen in den Naturpark Nordvogesen? Dann sei es also.

Was sollte man gesehen haben:
Nun, da wäre die Stadt Wissembourg (auf deutsch Weissenburg) ein Städtchen mit Festungsmauer und einen sehr schönen mittelalterlichen Altstadtkern mit Fachwerkhäusern, Restaurants direkt an der Lauter, die durch Wissembourg fliesst, einem schön gestalteten Marktplatz, sog Fosses (Waschhäuser) an der Lauter, einer schönen gotischen Pfarrkirche. Das Städtchen lädt mit seinen hübschen Cafe’s, Bars (eine normale Kneipe ist eine Bar), Konditoreien und allerlei Fachgeschäften zum Bummeln ein. Wissembourg ist eine der schönsten Städte des Elsass – rund um die Stadtmauer zieht sich der Park. Das Städtchen lohnt wirklich.

Das Örtchen Lembach ebenfalls mit Fachwerkhäusern. Viel kleiner als Wissembourg, aber einer Sehenswürdigkeit, dem Kalkofen – nein, kein Ofen in dem Kalk gebrannt wird, sondern einem gigantischen unterirdischen Festungswerk der Maginotlinie. Der Kalkofen kann mit Führung besichtigt werden, wirklich imposant mit Kraftwerken, Pumpen, autarker Versorgung für Monate, dem Kampfstand – 600 Mann Besatzung hatte der Kalkofen (eine Aliasnamen wegen Funkabhörung durch die Deutschen)

Bei Lembach findet ihr die Höhenburg „Fleckenstein“ (Chateau de Fleckenstein) eine Auffahrt führt direkt unten vom Badeweiher und Campingplatz (Camping Fleckenstein) hoch bis kurz vor die Burg. Die Burganlage ist sehenswert, eine Ruine zwar, aber mit herrlicher Aussicht.
Hier gibt’s mehr zu lesen:

Dann direkt gegenüber die Ferme/Auberge „Gimbelhof“, eine Ausflugsgaststätte, man kann vom Fleckenstein hinsehen und hinüberlaufen (20 min.) ca. 2km zum Gimbelhof, Er hat ein hübsches preiswertes Restaurant und auch außen Gästebewirtung auf Bänken u. Tischen auch unter Dach.
Es gibt preiswerte elsäss. Spezialitäten, Bier vom Fass ( pression) der Vin rouge ordinäre für 1,70 das Viertel ist sehr gut. Keine Angst, man spricht einwandfrei Deutsch. Ein hübsches Ausflugsziel zum Ausruhen, etwas rumspazieren und verweilen. Bin ich in der Gegend, fahre ich zum Gimbelhof hoch, unweit der Auffahrt zum Fleckenstein hat der Gimbelhof eine extra Auffahrt, einfach der Wegweisung „Gimbelhof“ nachgehen oder nachfahren.

Direkt dabei die beiden Orte Obersteinbach und Niedersteinbach, sie liegen an der Strasse hintereinander. Hübsche Ortsbilder und in Obersteinbach ein sehr bekanntes gutes Restaurant „Chez Anthon“ – jeder Saarländer der gerne gut isst, kennt den Anthon in Obersteinbach.

Auch direkt dabei das kleine Städtchen Niederbronn-les-Bains (Bain steht für eine Heilquelle, Bad Niederbronn also – folglich gibt es einen Kurpark, ein Kasino und man kann Heilwasser trinken.
Schon die Römer kannten Niederbronn und auch Goethe. Sitz der Fabrikantenfamilie De Dietrich,
die rum um Niederbronn Eisenschmelzen betrieben, Öfen, Herde, Küchengeräte und die Schienen des TGW fabriziert De Dietrich noch heute – aber nicht nur in Niederbronn.

Nicht weit La Petit Pierre (zum kleinen Stein) ebenfalls ein sehr hübsches Örtchen mit einem „Oberdorf“ um die Burg herum. Die Burg Chateau) kann man besichtigen (großer Parkplatz beim Oberdorf, Office de tourime auch dort) man kann um den natürlichen Felsriegel, auf dem die Burg steht schön herumlaufen. Cafe’s Restaurants natürlich auch dort und ein CP.
Die Burgen? – Ach ja, hier mal die in euere unmittelbarer Umgebung liegenden:
http://www.pfaelzerburgen.de/page.htm - klickt das Viereck zwischen Wissembourg und Niederbronn an, das ist die direkt Umgebung.

Fahrt Ihr von La Petit Pierre Richtung Imsthal kommt ihr ins Grauftal mit seinen Felsenwohnungen,
auch ein hübscher Abstecher. In Imsthal bei der Auberge de Imsthal (gutes Restaurant) gibt es auch einen einfachen CP.

In etwas weiterem Umkreis liegen ungezählte – seht selbst.
Fahrt einmal der Strasse mit dem Wegweiser „Wengelsbach“ nach, die Strasse steigt zu einem Pass an, dort ein Parkplatz, der Wengelsbacher Hals. Von hier führt ein Spazierweg zum Zigeunerfelsen (er ist unter den Burgen mit Bild aufgeführt) – aber fahrt mal weiter nach dem kleinen verschlafenen Wengelsbach, dort kommt man über die grüne Grenze nach den hübschen (pfälzischen) Ludwigswinkel (auch mit CP)
Das sind so die kleinen Seitenstrecken, die ihr mal abfahren sollt, hier entdeckt man wirklich Ungewöhnliches.

Knapp 30km entfernt ist die Stadt Bitche, mit ihrer aussergewöhnlichen Festung,(vom Festungsbauer Vauban Louis quatorze – der auch Saarlouis gebaut hat z.B.) die man natürlich besichtigen kann und dem hübschen Umland von Bitche.
http://www.bitcherland.de/dt/index.htm

Campingplätze – meist mit 2 Sternen, daher billig – gibt es einige, aber die müsst ihr selbst herausfinden, ich selbst kenne nur vom Ansehen den in dem (deutschen) Ludwigswinkel und den direkt unterhalb der Fleckenstein (Camping Fleckenstein) mit Badeweiher. Es gibt aber genügend andere, nur hab ich sie mir nicht angesehen.
Den ADAC Führer könnt ihr dabei vergessen, viel besser ist der franz. Guide officiel de camping et caravaning.
Auch im Internet unter: http://www.campingfrance.com.
Ihr seid übrigens im Departm. Bas Rhin. (Autonummer 67) Nachbardepartements sind Haute Rhin(6 und Moselle.(57)

Hier die CP’s in Bas Rhin: http://www.campingfrance.com/recherche_l...ep=67&Ville=all

Geht auf die Hauptseite zurück, es gibt noch ein paar in den Bergen und auf Bauernhöfen.
Region Alsace anklicken, dann Bas Rhin.
Ihr seht, es gibt sogar welche ohne Klassifizierung für Minimalcamper.

Hier noch ein paar Links:
http://www.tourisme67.com/de/chateau/un_peu_dhistoire.php
http://www.click2day.com/Burg_Schloss/El..._geschichte.php
http://www.ot-lembach.com/de/accueil.html
http://www.ot-paysdelapetitepierre.com/index.php?Lang=DE
http://www.tourisme.fr/office-de-tourisme/wissembourg.htm
http://www.niederbronn.com/index.php?mod...ang&lang_tag=DE

Nun, Lust auf den Regionalparc Vosges du nord??
Eine Woche genügt schon um alles zu sehen.
Viel Spass, gutes Wetter und viele Grüsse von HD
ps.
ach ja, direkt dabei Dahn mit dem Junfernsprung, das Dahner Felsenland, Bad Bergzabern und natürlich Annweiler und der Trifels, (auf deutscher Seite der Grenze)
südlich dann Saverne, das Tor zum südlichen Elsass und den Südvogesen - aber das ein anderes Mal.


 
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RE: parc naturelle vosges du nord - z.B. für eine Woche

#2 von sunshine , 02.05.2006 17:46

Danke HD für diesen schönen Bericht über das nördliche Elsaß.
Macht richtig Lust auf einen Ausflug dorthin.

Von uns aus fahren wir meist eher in den südlichen Teil zum Wandern und ab und an mal noch bis Saverne zum Hausboote gucken.

Ja, das Elsaß ist ein schönes Fleckchen Erde, schon wenn man über die Grenze fährt, bekommt man dieses besondere Urlaubsgefühl, selbst wenn man nur einen Abstecher zum Einkaufen macht...

Sind alle Bilder wieder aufgehängt? Ist doch ein schönes Gefühl, wenn alles so blitzeblank ist - genieße ich auch gerade...


 
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RE: parc naturelle vosges du nord - z.B. für eine Woche

#3 von HD , 02.05.2006 19:50

Na prima, Iris, das Südelsass ist nun Dein Part. Es gibt im Nordelsass halt ne Menge Burgruinen, schön für die Kinder die Gänge mit Taschenlampen zu erforschen und das unterirdische Fort Kalkofen ist für Kinder auch ein Highlight. Deutsche Führung gibt es natürlich auch.
Ja, fast alles hängt wieder und ne Umzugskiste ist übrig, werde mal Ebay bemühen. Alles sauber und adrett. Kann so langsam losgehen nach Corse.
Gruss HD


 
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RE: parc naturelle vosges du nord - z.B. für eine Woche

#4 von Taubi , 02.05.2006 20:45

Moin,
HD schöner Bericht.Wir haben uns hier mal über das Elsass ausgelassen unterhalten.Darauf habe ich einen Reisführer "Elsass" besorgt.Dort steht es genauso drin wie du beschrieben(formulierung hin oder her.).
Ende September fahre ich hin und schaue mir das ganze an.Von Neben-nebenstrassen schreibst du,genau das mache ich.
Aber erst mal geht es nach Dänemark aber das ist eine andere Geschichte.

Ist mir mal wieder ein Danke wert.
Taubi...hat Fernweh. :smokin


 
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RE: parc naturelle vosges du nord - z.B. für eine Woche

#5 von HD , 02.05.2006 21:07

Nun, Taubi, ich schreibe einen Reisebericht ohne großartige "Formulierungen" ich war gestern mal wieder dort - und ich bin öfter dort - und so, wie ich es gesehen habe, habe ich es geschrieben, da ich die DigiCam nich dabei hatte, hatte ich keine Bilder, da kamen mir die Internetlinks gerade recht um bildlich etwas zu vermitteln. Ich bin dort langlelaufen, gefahren, wie ich es beschrieben habe, ich habe meine Lieblingsorte wie Weisseburg, den Gimbelhof, den Zigeunerfelsen, die romantische Burgruine Wasigenstein und den Fleckenstein. Im Fort Kalkofen war ich auch nur einmal mit einem Betriebsausflug (Führung für Umme) Es ist über die Woche eine sehr ruhige und gemütliche Ecke, Sonntags ist etwas mehr los, vor allem über lange Wochenenden, das Gebiet liegt halt nicht weit von Rastatt, Karlsruhe, Primasens, Kaiserslautern und dem Saarland.
Ein fast Geheimtip ist über die Woche halt La Petit Pierre und das Graufthal, dort hat man wirklich seine Ruhe, aber auch die anderen Orte sind über die Woche sehr beschaulich.
In den Nordvogesen wächst kein Wein, das Klima ist rauher als im südlichen Elsass, aber zum Wandern, sich was ansehen, Burgruinen im Wald versteckt zu entdecken, kleine verträumte Weiher und saubere Bäche, ziemlich unberührte Natur, gutes Essen - da hat das Gebiet was - und natürlich nicht so touristisch überlaufen wie das südliche Elsass mit den Weinorten. Noch ein Vorteil, fast überall wird deutsch gesprochen und ruck-zuck gibts über der deutschen Grenze auch genug zu sehen.
Was mich betrifft, ich mag den Naturpark Nordvogesen sehr.
Gruss HD


 
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