RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#1 von Duebs , 20.06.2008 15:37

Reisebericht SoFe08 / 31.5.-20.6


Das Wohin ist wohl die Mutter aller Fragen wenn es denn um die Urlaubsplanung geht. So stand bald einmal fest, dass wir Frankreich untreu werden. Österreich soll’s sein.
Überraschenderweise sind viele Hompages der austrianischen CP’s spärlich mit Info’s versehen. So fehlen doch auf etlichen Seiten die Platzpläne. Umso mehr verwunderte mich auf die telefonischen Anfragen, die entgegen-fragenden Antworten nach einem Faxgerät, mit der Absicht den Platzplan per Fax zu überstellen. Wie auch immer, der Entscheid wurde gefällt.

In schöner Regelmässigkeit stellen sich immer wieder die selben Fragen über die Menge an Material das mitsoll. Um eventuellen vor – Urlaubs-Stimmungs-Schwankungen der Gattin vorzubeugen, verkniff ich mir das Rätseln über Überflüssiges. So wurde fleissig gepackt und gleichzeitig der Entscheid über die Abreisezeit gefällt. Der Wecker, den es eigentlich gar nicht gebraucht hätte, wurde auf 02.00 Uhr gestellt.

Die Fahrt führte uns nach Schwyz über den Sattel nach Pfäffikon, mit der Absicht die Autobahn bis zur Grenze bei Feldkirch nicht mehr zu verlassen. Nach einer Grenzkontrolle, die eher einer KeinInteresseNichtKontrolle ähnelte, hatte unser Gespann um ca. 04.30 Uhr, österreichischen Autobahnasphalt unter den Rädern. Das obligatorische Pickerl und der mehr als nur nicht einleuchtende eierähnliche CH-Aufkleber waren angebracht.

Kopfschüttelnd und mit einem spitzen Lächeln nahm ich den Schilderwald, der uns begleitete zur Kenntnis. Als die Beine müde und die Augenlieder schwer wurden, zwang sich kurz vor Innsbruck eine Pause dazwischen, die mit der obligaten Gespannkontrolle endete.

Um ca. 09.30 Uhr verliessen wir die Autobahn mit der Abfahrt die, grösser beschildert wäre kaum noch möglich gewesen, die Zufahrt zum Wolfgangsee bezeichnete. Kurze, eher manchmal steilere Hügel galt es zu nehmen, die aber flott bewältigt wurden. Bis auf das eben kleine Dorf, wo ein Bauer mit seinem Trekker die zügige Weiterfahrt zu behindern wusste. Stur wie ein Esel stresste er seinen Steyr vor uns her, kurzzeitige Rückblicke dienten wohl aber eher dazu, seinen überdimensionalen Mähzetter im Auge zu behalten. Sicherlich kaum in der Absicht die fast kilometer – lange Blechschlange per Ausstellen vorbeiziehen zu lassen.

Zielgenau leitete uns unser Navi vor die Reception des CP Birkenstrand. Geschafft ! Das Gespann wurde ausgestellt, und mit einem Platzplan bewaffnet inspizierten wir den CP auf der Suche nach einem Plätzchen. Erste Zweifel über die Distanz zum Sanitärgebäude kamen auf, und der Stellplatz der uns gefiel wurde durch den etwaigen befürchteten Campertraffic beim Zugang zum See nicht gerade hilfreicher in der Entscheidung. Im Wissen, über noch 2 Plätze in der Nähe und einer gutgemeinten Beratung eines Rentners der krampfhaft sein Fahrrad festhielt, aber bei genauerem Hinfragen plötzlich gar nichts mehr zu wissen schien, entschieden wir uns da zu bleiben. Mit der Option im Hinterkopf, morgen das Gespann ev. auf den nächsten CP zu verschieben.

Dieses Vorhaben verblasste am anderen Morgen, alsbald wir per Velo die anderen CP’s unter die Lupe nahmen. Die nächtliche Ruhe und der Seeblick liessen uns bleiben. Frisch- und Abwasser direkt am Platz und das neu renovierte Sanitärgebäude taten ihr Übriges. Sauberkeit und Ordnung auf dem Platz waren auf der Prioritätenliste eher oben angesiedelt, und so wird der fehlende Lebensmittelladen wohl kaum ins Gewicht fallen. Frische Brötchen können nach Bestellung am anderen Morgen beim Empfang abgeholt werden.

Am Samstag wurde es etwas hektischer um uns herum. Die einen Nachbarn brachen auf, um wohl einer Ikone der Stammgäste Platz zu machen. Sein Gespann stand oben bei der Einfahrt bereit, um den sofortigen Bezug des Stammplatzes zu vollziehen. Wie ein Tiger hinter den Gittern, der kurz vor der Fütterung stand, zappelte er kasperlartig herum. Kaum in der Lage abzuwarten, bis die Vorgänger endlich das Feld räumten. In seiner Verzweiflung wurden vorab die Fahrräder vom Träger gelöst, und in die nähe seines Platzes gebracht.
Es muss wohl, wie der gute Befund beim Zahnarzt nach alljährlicher Kontrolle, gewesen sein die seiner Nervosität nach hingestelltem WW den Garaus gemacht hat. Er war die Ruhe selbst, und mit einem tiefbayowarischem „Habe die Ehre“ kam es dann auch zum Grusse.

Die „Hektik“ beschrieb sich dann in der Form weiter, als Anrainer und Weekendaufenthalter den mehr als nur schönen und sauberen See per Strand aufsuchten. Subjektiv gefühlt, kam keiner der Gäste an unserm Nachbarn vorbei. Ein jeder musste ihn wohl kennen und heroisch grüssen. Ein Massenauflauf vor deren WW war gelinde gesagt untertrieben. Eine durch uns quasi fluchtartige Bewegung Richtung Wasser folgende Inspektion des Strandes wurde durch eine Bemerkung eines Jungen mit „Na.... wiäds heit wohl nix mit dem Wossa hää ?“ beim Zurückgehen unterstrichen. Wir mussten lachen, und versprachen ihm morgen Folge zu leisten. Das taten wir dann auch, bei 20° Wassertemperatur war das bei schwülwarmen 30°Luft eine Herrlichkeit. Der blonde ca. 8jährige Junge quittierte trocken unser baden mit „ iss fei schee, gell ?“

Etliche CP’s versprach der allerseits geliebte und zugleich verhasste ADAC – Campingführer, seien hier in der Region zu finden. Also machten wir uns auf, um andere Plätze zu besuchen und zu befunden. Die Wirklichkeit, so kam es uns jedenfalls vor, schlug uns mit voller Härte die virtuelle Faust vom Internet ins Gesicht. Analog solchen Erkenntnissen in Frankreich, stellten wir abermals fest, das nur die körperliche und geistige Anwesenheit, einen subjektiven Eindruck verschaffen kann. Die Differenz von Internetauftritten zu den realen Ergebnissen waren etwa so diskrepant, wie Reden von Politikern im Gegensatz zu deren Handlungen. Eine weitere Bestätigung für uns, den richtigen CP angefahren zu haben.

Es war unser GSB (Günter Sonntags böse) der uns den Besuch vom Haus der Natur in Salzburg empfohlen hatte. So machten wir uns auf, um Salzburg unsere Ehre zu erweisen. Mein 2. Eindruck war nach wie vor rechtens, denn die Altstatt ist voll auf die Touristen-Taler ausgerichtet. Jeglich erdenkbarer Gegenstand war mit Mozarts-Geiste verziert, so wunderte ich mich, nicht noch Klo-Papier mit Mozart-Aufdruck gefunden zu haben.

Die Munition, mit der sich ein berühmter Komponist erschossen hatte:

Die Mozartkugel !

Solch ein Nonsens schleicht einem leise und still ins Gehirn, weil man mit dem Anblick von solchen kleinen Kalorienbomben bei nahezu jedem zweiten Schaufenster malträtiert wird. Als ob es sein müsste, waren gerade die Sehenswürdigkeiten wie historische Denkmäler und Brunnen etc. mit gewaltigen komerziellen Reklamen und Gerüsten der Euro 08 eingepackt, und nicht zu bestaunen. Auch das Haus der Natur war wegen „Baustelle“ nicht zugänglich. Zumindest mein Geist fuhr in dem Gefühl zurück zum CP, als wäre ich nicht dort gewesen, nichts gemeint verpasst zu haben. Ausser den Schnappschuss von Diego Armando Maradona der sich, für mich als ja fast Anti-Fussballer, auf wundersame Weise unbehelligt durch die Gassen torkelnd, durch mich fotografieren liess.

Um noch einmal auf die Kalorienbomben zurückzukommen, möchte ich auf die kulinarischen Köstlichkeiten hinweisen. Und dabei tat sich für mich ein schier fast unlösbares Rätsel auf. Würde ich hier leben, dann käme das der Öffnung der Büchse der Pandora ähnlich. Einen wie mich würde die hiesige Gastronomie auf noch unbekannte Masse aufblähen ja schon fast aufblasen. Der CP-Chef in seiner hageren Gestallt mitsamt seiner Familie lässt mich arg daran zweifeln, das sie lokale Kost geniessen. Entgegen den USA (mal Florida ausgenommen) sieht man hier mit wenigen Ausnahmen fast nur magere gut konditionierte Menschen.
Was mich unweigerlich zu der Frage führt:

Wie geht denn so was überhaupt ?

Auf Anraten des (in der business – Sprache) CEO vom Camping, suchten wir den „Kirchenwirt“ in Strobel auf. Was für ein Fehler ! In der Unsicherheit in der wir uns bewegten, sicherlich was gutes zu Essen vorgestellt zu kriegen, gingen wir in die Falle.
Das Walhalla der hiesigen Gastronomie zeigte sich im Unerbarmen unserer Fähigkeit, Dem zu entfliehen. Unsere Schweiz musste noch meilenweit beim Gastro-Staffellauf hinterher hinken, ja sogar kriechen.
Auf meine Antwort, auf des Kellners verlegene Mitteilung das die Küche soeben erst geöffnet habe, und es ein wenig länger dauern würde, „WIR HABEN ZEIT“, öffneten sich seine Augen dermassen, als würde er die schönste und weiblichste Frau zum ersten male nackt erblicken. Sowas waren sie offenbar nicht gewohnt.
Angefangen vom äusserst freundlichen nicht künstlich aufgesetzten Kellner, der mit der wohl eher unabsichtlich aber durchaus ernst gemeinten Phrase: Braav, ois z’samputz, meinen leeren Speise- und Salatteller wegräumte. Überspitzt dargestellt, war es wohl wie von der CIA beschattet zu werden. Es war immer eine Servicekraft da, der oder die das Geschehen im Gartenrestaurant akribisch beobachtete und auf jede noch so kleine verbale oder nonverbale Handlung sofort reagierte.

Für mich, der Kümmel scheut wie manche Katze das Wasser, war es zur Herausforderung geworden, was zu finden das nicht mit Kümmel verseucht war. Brot, Salat, Würste ja sogar Käse waren kontaminiert. Die Erinnerung an den letzten Besuch in München stieg unweigerlich wieder auf.

Mein Lehrlingsausbildner beschrieb, ev. bedeutsame aber nicht datumsbenennende Ereignisse, die eintreffen werden als Tag X. So kam er dann auch, DER TAG X an dem Doris und Tscharlie uns besuchten. Für mich als Forenmitglied das erste mal, an dem wir andere Forenmitglieder persönlich kennen lernten. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen, bis auf das, das wir mit Doris und Martin einen interessanten und unterhaltsamen Nachmittag-Spätabend verbrachten.

Diverse mit Unverständnis gefüllte Mitcamper-Blicke sind zu registrieren, als ich dabei bin, den Reisebericht über die Tastatur in die Festplatte zu hämmern. Wie kann man nur....So ganz nebenbei nehme ich noch das befreite Lachen unseres bayowarischen Nachbars wahr, begleitet von der Stimme einer am Wasser stehenden Holländerin deren Stimme einer krächzenden Krähe glich. Wie die quietschende Kreide an der Wandtafel, so ähnlich dringt deren Stimme in unser Hirn. Doch das erneute Lachen von Nachbarn lenkt davon ab. Bedrückend dagegen ist die Geschichte die er mir beim Abwasch erzählt hatte. Ein Kriegsveteran vom 2. WK war er, der eben noch so „frei von Allem“ gelacht hatte.

Eines der vermeintlich über jeden verheirateten Mannes hängenden Damokles-Schwert, ist eines dessen das mit SCHMUCK bezeichnet werden könnte. Welcher verehelichte Mann kennt nicht den Begriff: Swarovski ! Wenn nicht, schaut zu dass es so bleibt. (Ironie)
Im Wissen, dass wir morgen nach Wattens fahren, um das Mekka des Adrenalins das die Frauenherzen höher schlagen lässt zu besuchen, und des heftigen Gewitters wegen, das hier gerade tobt wie der tasmanische Teufel bei Buggs Bunny, beende ich mein Geschreibsel für heute. Neben mir steht eine bedrohlich zu neige gehende Flasche Marillengeist, na dann gute Nacht.


„Zu den Kristallwelten“ verhiess ein immer, auf jeder Kreuzung in Wattens, zu erblickendes Schild. So quälten wir uns also durch den Parkplatzdschungel, und fanden Eingangs – nahe ein Plätzchen. Kurz bei der Kasse zwei Tickets um €9.50 ergattert, und es ging los. Dunkle Räume die durch Gänge und Treppen miteinander verbunden, und durch schwere Textilvorhänge abgetrennt waren, galt es zu duchschreiten. Anfangs galt die Aufmerksamkeit eher unseren Tritten als den Attraktionen. Anwesende waren nur dank dem Display ihrer Digitalkamera, die da zwaztelnd so vor sich hinleuchteten, zu orten, und in dem Falle auch sicher, nicht angerempelt zu werden.
Was eigentlich zu sehen gewesen wäre, denn irgendwann lähmte mich mein Desinteresse dermassen, war nicht sonderlich imposant. Es glich eher der Selbstbefriedigung der austellenden Künstler, als man einen ordentlichen Bezug zu den Kristallen auf die Reihe kriegen konnte.

Kunst ist, die Kunst des Künstlers zu verstehen. Etliche Objekte wie, „durch die Luft fliegende Hemden“, singende Operndivas, verknotet leuchtende Neonschlangen oder das Zebra das gampfend im roten Stöckelschuh sass, oder etwa die übergrosse Handorgel (Heimwehkompressor), liessen mich im Unvermächtnis des Verstehens dieser Kunst rätseln.
Wie bei einer wüsten Prügelei von Hooligans, der dem am Boden liegenden noch schnell einen Klapps verpasst hat, so fühlte ich mich „am Boden liegend“, als wir die Kristallwelten verliessen und in den grossen Verkaufsraum am Ende der Welt angelang waren.
Dutzende adrett gekleidete Verkäuferinnen schwirrten zwischen den unzählbaren Glasvitrinen hin und her. Mein vor mich her gestammeltes „Ojeoje“ verstummte im Anblick meiner Gattins leuchtenden Augen. Um das Geschreibsel hier nicht noch mehr in die Länge zu ziehen: Ja natürlich, habe ich meiner Frau was gekauft J

Da war doch noch der CP Zell am See, für den wir uns interessierten. So entschlossen wir uns den Heimweg über Zell am See anzutreten. Nach 4 ½ Std. Fahrzeit wieder am Birkenstrand angekommen, wussten wir, auch dieser CP hat unser Camperherz nicht zwingend höher zum schlagen gebracht. Aber eine Erkenntnis schien sich doch noch bestätigen:
In der Schweiz werden innerorts-Bereiche mit der Tafel „Generell 50“ bezeichnet, umso mehr rasselte ich, der austrianischen Beschilderung unverstehend, mit 80 in ein Dorf hinein. Wieder Ausserorts fahrend, fallen einem immer wieder die absolut penetranten Drängler auf, denn wir sind uns 100 Ausserorts nicht gewohnt (80). Halb im Sitz liegend, mit einem Mobile am Ohr, wurden wir des öfteren auf die eben erwähnte freundliche Art, darauf hingewiesen mehr Gas zu geben. Unterstrichen wurde das Unverständnis dann noch mit Lichthupe und klar verständlicher einhändiger Gestik. Eigentlich fast wie in Frankreich....


Nicht etwa ein Kurzschluss, nein, ein Kurz-ent-schluss, wurde noch so nebenbei gefällt. Die Nähe zu Kärnten bot sich an, den Burgstaller und andere angegliederte CP’s aufzusuchen. So warfen wir entschlossen unseren Diesel an, der nach ca. 2 std. Fahrzeit auf dem gegenüber liegenden Parkplatz vom Burgstaller, sein Leben per Zündschlüssel aushauchte. Was wir da vorfanden war unser Inbegriff von einem sauberen und modernen Camping. Sehr schöne aber eher etwas kleinere Stellplätze mit allem Pipapo galt es zu erspähen. Etwas später kamen dann doch noch die etwas grösseren Plätze zum Vorschein. Der Besuch eines der Sanitärgebäude hielt, das per Internet Versprochene. Kurzum, wir waren und sind begeistert. Arndt der auch schon unser Forum besuchte, bekam dann auch glatt per Duebs einen Camperfriends-Gruss zugestellt. Der CP Brunner vermochte sich dann auch nicht aus dem Schatten seines Vorgängers hervorzuheben. Im Gegenteil, er war für uns sogar eher etwas enttäuschend. Im Wissen um einen für uns fast perfekten CP erspäht zu haben, fuhren wir über die absolut mühsame Tauernautobahn wieder zurück. Inkl. 2 x €9.50 für Tunnelmaut.


Der Tag danach:
Ein Krähe ist selten alleine. Diese These stellte sich als grausame Realität heraus, denn die holländische Krähe hatte Verstärkung bekommen. Ein Ehepaar deren Alter mit 50 Lenzen geschätzt wurde, quetschte sich noch in die von der Krähe besetzten Ecke. Des Ehemannes Unfähigkeit, in normaler Lautstärke zu sprechen und zu lachen, ging mir gelinde gesagt auf den Sack. Gerade eben war es doch noch so schön ruhig. Die Extrovertiertheit hatte der mit Löffeln hineingewürgt bekommen. Zumindest war er wohl einer der ersten, in eben dieser Reihe, in der Gott diese Gabe verteilt hatte. Andererseits kann Unsicherheit ebenfalls ein solches Gehabe auslösen. Als wäre das nicht genug, zog er noch eine orange Fan-Perücke über. Die mussten wohl alle mal bei der Artillerie gedient haben, denn die Lautstärke nahm stetig zu. So was kenne ich von Jägern die vom Geballere das Gehör geschädigt hatten, und ein normal gesprochenes Wort kaum mehr verstanden.
Bei der orangen Fan-Perücke hängen geblieben, komme ich kurz auf Fussball zurück. Das eine oder andere Spiel wollte sich meine Frau nicht entgehen lassen. Da mich das eigentliche Spiel nicht sonderlich interessierte, machte ich mir einen Spass daraus, Gestik und Mimik von den Akteuren zu beobachten. Die daraus nicht allzu ernst zu nehmende Folgerung:

Die Duebs-Gleichung: Ball = Rund = Mozartkugel = Nonsens.

Nonsens = Wie erkenne ich den einzigen Fussballer unter 100 gleichgekleideten Menschen heraus:

Man nehme einen Gummihammer und haue Jedem dezent eins auf die Rübe. Der gesuchte fällt sofort hin und hält sich den Unterschenkel mit verzerrter Miene fest, schaut sich nach dem Schiedsrichter um, und nachdem er den nicht findet steht er auf, und reiht sich lächelnd wieder ein. Fände er den Schiedsrichter, dann läge der noch heute am Boden.

Hätte, würde, könnte sind aus den Rechtfertigungen der Verlierer zu hören. Das schöne daran sind die menschlichen Entscheidungen vom Schiedsrichter, mit denen der eine oder andere kaum Leben kann. (x : x) ist die Gleichung, die alles Gerede überflüssig macht. Die der Gleichung abgewandten Diskussionen scheinen sehr wohl einen übermächtigen Stellenwert einzunehmen, was das Ganze scheinbar so interessant macht.

Da wäre noch so einiges zu erzählen. Von den Griechen in St.Wolfgang, von den Russen in Strobl usw., aber man will ja den geneigten Leser nicht überstrapazieren.

Bevor uns das mehr als nicht urlaubs-konforme Wetter und das holländische Krähennest, die Urlaubsstimmung versauen, werden wir aufbrechen. Der Donnerstag und Freitag wird zuhause bei schönem Wetter verbracht. Auf in die heimischen Gefilde, wo Haus und Hof, nicht zuletzt auch noch die Arbeit warten.

Zusammengefasst war es für uns ein sehr schöner und erholsamer Urlaub. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die österreichischen Dienstleistungen fortwährend von sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen vollzogen wurden. Einfach gesagt: Wir Campertouris haben uns immer mehr als nur willkommen gefühlt.

Möge die Schweiz in manchen Dingen noch viel lernen.

 
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RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#2 von morgenröte , 20.06.2008 17:00

Leute gucken macht Spaß. Bei schlechtem Wetter gibt es nichts Besseres in der Lesepause. Was für Wetter hattet ihr?

Gruß Andrea

 
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RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#3 von Duebs , 20.06.2008 18:23

Hallo Andrea

Das Wetter ? gelinde ausgedrückt - sehr ungünstig !
Von den 18 Tagen waren nur gerade mal 3 Tage dabei, die wettersichere Ausflüge erlaubten. Ansonsten Regen und z.T. heftige Gewitter. Nicht viel anders als in vielen anderen europäischen Ländern.

 
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RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#4 von Tscharlie , 20.06.2008 18:53

Einen Nachmittag haben wir schönes Wetter nach Ösiland gebracht

Martin

 
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RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#5 von ben ( gelöscht ) , 20.06.2008 18:54

Hallo Duebs,

danke für deinen Reisebericht. Aber sag mal: Was veranlasst einen flexiblen Camper bei mäßiger Wettervorhersage ins Schnürlregengebiet zu fahren, wenn über Nord- und Ostee vier Wochen konstant die Sonne scheint und nahezu Dürre herrscht?

Gruß
ben

ben

RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#6 von Duebs , 20.06.2008 19:34

Servus Ben

Ganz einfach, weil bei 3 Wochen Urlaub nur eine Tagesreise drin liegen muss. Der Schnürlegen war nicht salzburgerisch, sondern österreichisch. Bücher und PKW-Ausflüge machten es ertäglich. Tscharlie hat uns ja die Sonne kurz zurückgebracht.
Wir verbrannten so um die 560 € Diesel bei 1.41€ pro Eurogallone. Das stösst uns eh an die Grenze des Budgets.
Deine Prosa war eher eine Vorsa (Vorhersage). Macht nix, weil es war fei schee....

Nächstes Jahr....gerne wieder. Duebs

 
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RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#7 von wombiroo ( gelöscht ) , 20.06.2008 20:56

schöner Bericht, werter Duebs´ler - fahr doch mal öfter in Urlaub!

Und natüerlich "welcome back" hier im chaotischsten Forum unter dieser Campersonne...

wombiroo

RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#8 von steyr ( gelöscht ) , 22.06.2008 18:01

Hallo Duebser
Der zu langsame Schweizer verteilt Seitenhiebe auf Steyrfahrer , wenn das mal nicht die Retourkutsche (im Voraus) für "Das schleichen der Schweizer" war . Unterhaltsamer Reisebericht , die Burgstallerbesichtung finde ich gut , ich hätte mir auch kein anderes Resultat der Besichtigung von dem Platz mit diesen engagierten Platzbetreibern erwartet .

Es wäre sicher interessant wenn mehr Urlauber CP's , die den einen oder anderen interessieren , unterwegs unter die Lupe nehmen könnten und darüber berichten , das könnte einigen viel Ärger ersparen .

steyr

RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#9 von Camper94 ( gelöscht ) , 22.06.2008 18:44

Hallo Duebs,

vielen Dank für deinen interessanten und lustigen Reisebericht.

Camper94

RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#10 von Michi ( gelöscht ) , 22.06.2008 19:33

Hallo Duebs,

ein schöner kurzweiliger Reisebericht - hoffentlich machste bald wieder Urlaub

Den CP Burgstaller und Brunner hatte ich letztes Jahr nicht besucht, aber der Millstätter See
bietet auch noch den ein oder anderen kleinen CP an für einige Tage aufenthalt.

Gruß Michi

Michi

RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#11 von Duebs , 22.06.2008 20:36

Hallo CF's

Es freut mich, wenn der Reisebericht was zur Unterhaltung beiträgt...Danke.

Ich möchte aber dennoch kurz zur Vorsicht raten, denn die Bewertungen der CP's durch uns sind SUBJEKTIV, d.h. bei dem einen oder anderen können durchaus Abweichungen gegenüber UNSEREN Feststellungen entstehen.

Urlaub ? Immer wieder gerne, 3 von 4 Wochen sind verprasst. :/

Duebs

 
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RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#12 von steyr ( gelöscht ) , 22.06.2008 22:50

Zitat von Duebs

Ich möchte aber dennoch kurz zur Vorsicht raten, denn die Bewertungen der CP's durch uns sind SUBJEKTIV, d.h. bei dem einen oder anderen können durchaus Abweichungen gegenüber UNSEREN Feststellungen entstehen.



Ich schätz das mal so ein . Wenn Du den Platz als Duebsfähig einstufst wir er unseren Anforderungen um Längen gerecht . Wir sind da nich sooo pingelig .

steyr

RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#13 von Wintercamper , 23.06.2008 07:41

Endlich Zeit gefunden, deinen witzigen Reisebericht zu lesen - Danke dafür!

 
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RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#14 von campingburgstaller ( gelöscht ) , 23.06.2008 16:02

Hallo Duebs!
Da haben wir uns doch nicht mehr zu Gesicht bekommen....
Ich hatte leider den Anruf unserer Rezeptionistin mißverstanden und nicht gecheckt, daß Du nur auf der Durchreise bist. Ich saß ja gerade beim Mittagessen und sagte Ihr, daß wir uns ja bestimmt eh nachher noch sehen würden, da ich fälschlicherweise annahm, Du wärst ein paar Tage hier. Das tut mir jetzt schon leid - hätte ich's gewußt, wäre ich natürlich schnell einen Sprung runtergekommen. Sorry vielmals!!!
Naja, vielleicht ja ein andermal...
Jedenfalls viele Grüße und danke, daß wir in Deinem Reiseberich so gut wegkommen
Arndt

campingburgstaller

RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#15 von Duebs , 23.06.2008 20:10

Zitat
Ich schätz das mal so ein . Wenn Du den Platz als Duebsfähig einstufst wir er unseren Anforderungen um Längen gerecht . Wir sind da nich sooo pingelig .



Das kann man verstehen wie man will

@Arndt
Ja schade, aber halb so schlimm. Weil nächstes Jahr finden wir vielleicht den Weg zu Dir. Nur über die Gage von meiner "Werbung" müssen wir uns noch unterhalten.

Duebs

 
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RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#16 von steyr ( gelöscht ) , 23.06.2008 20:54

Das ist ganz einfach Duebs . Bei uns ist ein CP schon absolut Klasse wenn der oder die an der Rezeption nicht schreiend davon laufen wenn Sie Steyr von weitem erblicken . Wenns so ist wie in Frankreich letztens , dass die Betreiberin des CP winkend und lächelnd am Empfang steht , dann ist für uns alles Top .

Wenn dann ein pingeliger Schweizer sagt CP ist für uns OK , dann passt es auch für den nicht so anspruchsvollen Luxemburger .

steyr

RE: Abersee am Wolfgangsee...der etwas andere Reisebericht

#17 von Duebs , 23.06.2008 21:02

Zitat
Wenn dann ein pingeliger Schweizer sagt CP ist für uns OK , dann passt es auch für den nicht so anspruchsvollen Luxemburger .



Na eben, sag ich doch....

 
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