RE: Es regnet mal an der Cote d'Argent - Tagesausflug gefällig?

#1 von HD , 15.03.2006 22:10

Tagesausflug: Lacaneau - oder auch Hourtin - egal - nach Soulac, Royan, Blaye zurück durch ein Teil des Medoc
Wir verlassen dabei bei Soulac das Departement "Landes" und wechseln in die Charente maritim - Lohnenswerte Mitbringsel: Cognac und Pineau de Charentes - ihn gibt es trocken und süss. (sec, doux) Genaugenommen liegt Cognac nicht mehr im Dptm. Charente-Maritim, sondern im Dptm. Charente, auch Poitou-Charente genannt. Allerdings Jonzac schon - und in Jonzac gibt es diesen "guten Weinbrand" natürlich auch.

Am Atlantik, wir befinden uns in Lacaneau l'Ozean, regnet es, also entschliessen wir uns zu einem Tagesausflug, es werden wohl so etwas über 100km werden.
Vom CP aus führt uns der Weg über die D6 nach dem alten Örtchen Lacaneau, von hier aus nehmen wir die D3, vorbei am Lac d'Hourtin nach den alten Ort Hourtin, fahren die D101 Richtung Montalivet/Soulac.(nicht die D3 weiter nach Lesparre Medoc). In Soulac fahren wir dem Hinweisschild "Pont der Grave" nach und kommen an dem Fähranleger an, wir fahren in die Warteschlange und nehmen am Ticketkiosk ein Ticket. Die Fähre fährt alle Stunde, reservieren nicht möglich, wer zuerst kommt "fährt" zuerst. Die Überfahrt über die Girondemündung dauert etwa eine halbe Stunde, bevor wir in Royan ankommen sehen wir schon die weissen Kalkfelsen von St. Georges de Didonne und Meschers. Von Royan aus fahren wir an der Strandpromenade, mit noch vereinzelten schönen viktorianischen Häusern, vorbei, folgen der D145 Richtung St. Georges de Didonne, Meschers. Haben wir Mittagshunger??? Nun kurz vor St. Georges de Didonne
sehen wir rechterhand an der Strasse ein Restaurant "Le cardinal du mer" - Eines der Besten in der Gegend - nicht sehr teuer, spezialisiert auf Fisch und Meeresfrüchte. Wir fahren die Strandpromenade von St. Georges de Didonne entlang nach Meschers, die Strasse führt durch einen Pinienwald, dadurch verlieren wir das Meer bzw. die Girondemündung aus den Augen, rechts an der Strasse gehen kleine Wege durch den Piniewald zum Strand,(wir halten, lassen das Auto rechts am Strassenrand stehen und folgen dem oder den Waldweg(en) zum Strand nicht weit, vielleicht 100m
wir befinden uns nun am Sandstrand, hinter uns die Kreidefelsen. Der Hund kann natürlich mit.
Etwas Baden gefällig? wenig Wellen und warmes Wasser - nicht so salzig wie der Atlantik - die Gironde drückt das Süsswasser der Dordogne und der Garonne hier in den Atlantik - durch den Sand sieht das Wasser etwas trüb aus - keine Bange, es ist sehr sauber.
Zurück zum Auto und weiter nach Meschers.
Wie gesagt: Nur ein kleiner Wald mit drei Badebuchten trennt Meschers von Royan und Saint-Georges, den großen Ferienorten an der Girondemündung.
Meschers kann mit prähistorischen früher bewohnten Höhlen in den Kreidefelsen aufwarten - auch heute gibt es dort noch ein Hotel mit Kreidefelszimmern
Die höhlen waren noch bis Anfag des vergangenen Jahrhunderts bewohnt, ein kleines Museum beim Felshotel/Restaurant zeugt davon. Man nennt diese Felshöhlen "Grottes" oder "Falaises" und 2 kann man besichtigen - die "Grottes des Regulus" und die" Grottes des Nonnes" Hinweisschilder an der Strasse führen Euch per Auto hin.
Unten, an der Gironde, reihen sich die für die Gegend typischen Hebenetze – ein Postkartenmotiv. Einen kleinen Fishreihafen und Yachthafen hat Meschers auch - hier einige sehr preiswerte Restaurants.
Baden:
Drei Sandbuchten laden zwischen Saint-Georges und Meschers zum Bad in der Gironde. Von Süden nach Norden:
Plage de Suzac. Hinter einem Wäldchen , wir sprachen eben davon. Es gibt Drei Campingplätze (1 bis 3 Sterne) ganz in der Nähe.
Plage des Vergnes. Größerer Strand, ideal auch fürs Sonnenbad – man kann sich anschließend in den dahinter liegenden Waldgürtel zurückziehen.
Plage des Nonnes. Schöne Lage am Ende des Kreidefelsens mit Snackbar und Blick auf Royan. Knapp oberhalb findet man zwei Campingplätze mit je
2 Sternen. Viele Parkplätze hier oben an den Campingplätzen - eine Treffe führt runter zum Strand, Snackbar und Restaurant.
Wir verlaasen Meschers in Richtung Mortagne auf der D145 und kommen 3km hinter Meschers nach dem Örtchen TALMONT - In den Ortskern können wir nicht mit dem Auto, davor ist ein großer Parkplatz, wir parken hier, wenn Saison ist kostet er ein wenig. Wir gehen zu Fuss in das wirklich sehr hübsche und pittorekske Talmont mit seiner schönen Kirche auf einem Felsen hart am Abrund - 11. Jahhundert, romanisch, Name: Saint Radegonne - HD liebt Talmont. Bei der Kirche am Klippenweg träumt HD schonmal vor sich hin.
Zum Auto und weiter nach Mortagne
Das Städtchen, von der Gironde etwas zurückversetzt, war einst ein eigenes kleines Fürstentum und Gerichtssitz für die umliegenden Gemeinden. Einen
Stopp lohnt Mortagne allenfalls, um in den Kreidefelsen südlich des Orts die Eremitage des heiligen Martial aufzusuchen. Den Zugang findet man
von der Polderstraße D 245 aus. Die von Martial im 2. Jahrhundert auf zwei Etagen in den Felsen gehauenen Kammern waren noch bis zur Französischen
Revolution von Mönchen bewohnt. Neben den kargen Behausungslöchern führt eine enge Treppe durch einen Spalt im Felsen hoch auf das Plateau.
Südlich von Mortagne führt die D 145, später D 146, dann D 255 durch eine ziemlich öde Polderlandschaft bis nach Blaye, das mit einer großartigen
Zitadelle von Vauban aufwartet. Nun, wir fahren zum Fähranleger, reihen uns in die Warteschlange ein und es geht mit der Fähre wieder über die Gironde nach den gegenüberliegenden Lamarque. Hier führt uns die D5 wieder über Castelnau de Medoc, St. Helene nach Lacaneau - wir fahren durch das Weinbaugebiet des Medoc.
Habt Ihr etwas mehr Zeit, ist ein Umweg über Jonzac und Cognac immer empfehlenswert - In Cognac seht Ihr schon die Hinweisschilder (Symbol "P" Besucherparkplatz von Remy-Martin, der größten Destillerie Frankreichs. Meldet Euch zu deutscchsprachigen Führung durch die Destillerie, Fassmacherei, Lagerhäuser an, sehr sehenswert, was zum Probieren - was Gutes - gibt es auch.. Die Häuser in Cognac sind schwarz, kommt von einem Pilz, der hier auf den Fassaden "wohnt", hunderte Liter Alkohol verdunsten jedes Jahr in Cognac - man riecht das auch - davon lebt der Pilz.

Nun denn, einen Tag hatten wir für einen Ausflug. - Wenn es an der Cote d'Argent regnet, muss es in Merschers nicht unbedingt regnen.
Und wenn es Euch gefallen hat, dann fahren wir vielleicht mal zusammen einen anderen Tagesausflug - er wird uns wieder über Soulac-Royan, aber von Royan über den großen Bon Anse Plage bei La Palmyre, einem Vorort von Royan mit dem Phare de la Cubre nach Marennes und die Ile d'Oleron führen, vielleicht mit einem Besuch von La Rochelle. (Toby und Franzi werden die Augen glänzen) Die Brücke nach der Ile d'Oleron ist nicht kostenpflichtig.
Und hier in Chateau, dem ersten Ort der Oleron essen wir einmal ein Dutzend der besten Austern, mit Weissbrot und Weisswein - habt Ihr Lust????
HD


 
HD
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