RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#1 von Wintercamper , 28.10.2006 16:43

Die entsetzten Blicke unserer Freunde und Bekannten brauchten keinen weiten Interpretationsspielraum um sie zu verstehen: In den HARZ??? Manchmal möchte sie hinter unserem Rücken tuscheln hören… „Zuerst schleppen sie diese Blechkiste quer durch Frankreich und ´wohnen´ darin! Und jetzt wollen die … in den HARZ! Nee, echt, wat spießig!!!....“

Und klasse, der Harz!

Eine Woche Septemberurlaub sollte investiert werden, um möglichst viel dieser, für uns noch völlig unbekannten, Mittelgebirgsregion zu erkunden.
Ganz ohne Beziehung war die Gegend, zumindest für mich, nicht, denn zwei meiner Urgroßväter stammten aus der Gegend um Clausthal-Zellerfeld, wo sie vor vielen Jahren an der dortigen Bergschule das Bohrhandwerk erlernten. Mit diesen Kenntnissen zogen sie vor dem 2. Weltkrieg immer wieder hinaus in die Welt, um Bergbauschächte niederzubringen. Tja, und irgendwo am Niederrhein, wo beide an demselben Projekt arbeiteten, lernten sich jeweils Sohn und Tochter des anderen kennen: Meine Großeltern! Na, wenn das allein nicht Grund genug sein sollte, zumindest einmal im Leben seinen „Wurzeln“ hinterhergereist zu sein!

Wie es sich gehört, haben wir uns auch diesmal gut auf die Reise vorbereitet. Der aus unseren Erfahrungen in der Bretagne hochgelobte „Baedecker“ hat uns diesmal zwar wieder gute Dienste geleistet, konnte aber mit dem vorgenannten Band keineswegs mithalten! Insbesondere Ortsangaben sind oft sehr vage beschrieben und man sucht sich teilweise den „Wolf“ nach irgendwelchen Abzweigungen oder Zuwegungen – und DAS im Zeitalter von Navigationsgeräten!

Eine empfehlenswerte Adresse im Internet lautet http://www.harzinfo.de. Unter dieser Adresse kann man unter anderem eine kleine Campingbroschüre bestellen, in der eigentlich alle nennenswerten Campingplätze zu finden sind.

Die Reise startete am Samstag, den 2. September. Die rund 300 km lange Anreise wurde in einem Rutsch bewältigt. Erstes Ziel war das „Harz-Camp“ in Göttingerode. Dieses Camp hatten wir aufgrund seiner „unmittelbaren“ Nähe zum Ort Bad Harzburg ausgewählt und der vermeintlichen Fahrraderreichbarkeit von Goslar…. Nun: Beides weit gefehlt! Da wir beide nämlich keine Hardcore-Fahrradfanatiker sind, mussten wir schnell einsehen, dass wir uns die Mitnahme von Fahrrädern hätten sparen können. Es ist allgemein einfach zu hügelig und selbst die zahlreichen Stauseen haben im Regelfall keinen Rundweg. Die Ausnahme machte der Schluss unserer Reise, aber dazu später mehr.

Schon bei der Anfahrt des „Harz-Camps“ stellten wir fest, dass die „großen Events“ im Harz – sollte es denn solche tatsächlich geben – um diese Jahreszeit gelaufen sind. Beschaulichkeit, Erholung und Natur – das sind die Dinge die man erwarten und schätzen sollte!
Das Schöne daran ist, dass man sich seinen Lieblingsstellplatz wirklich noch aussuchen kann. Wir hatten viel Platz in unserer Wahl-Ecke am Spielplatz. Aufgrund des durchwachsenen Wetters bei warmen Temperaturen, haben wir sogar unser Sonnensegel aufgebaut, um draußen sitzen zu können.

Das Essen in der kleinen Kneipe des Camp-Wirtes war preiswert und wirklich eine Schau: Ein Riesenschnitzel mit gemischten Waldpilzen – ich wette, die sind selbst gesammelt – dazu ein Berg von Bratkartoffeln… SO mag ich´s!

Am Sonntag gab es in Bad Harzburg so eine Art Bio-Trödelmarkt. Die Leute verkaufen an kleinen Ständen Selbstgemachtes, von Honig über Konfitüre bis hin zu hausgemachter Wurst. Alles Bio – oder was? Auf jeden Fall nett.

Der Nachmittag wurde teilweise genutzt, um die schöne Stadt Goslar zu inspizieren. Herrliche Fachwerkhäuser, verwinkelte Gässchen – Romantiker kommen hier auf ihre Kosten. An einem Verkaufsstand bot ein Händler überraschenderweise frisch gesammelte Steinpilze an. Riesendinger und völlig frei von Maden, wie man sie leider an den meisten Steinpilzen zu beklagen hat. Ich darf vorweg nehmen, dass die abendlichen Tagliatelle in einer reichhaltigen Steinpilzsauce mit Kalbshack SO was von gut ankamen…..

Die Beschäftigung mit dem Abendessen war dann auch eine willkommene Freizeitbeschäftigung während der spätnachmittaglichen „Dichtigkeitsprüfung“ unseres Knaus! Also, WAS für ein Regen!!! Spätestens hier liest selbst der hartgesottenste Wohnwagen-Toiletten-Verweigerer die Bedienungsanleitung seiner Thetford Toilette…
Dazu gesellte sich in der Nacht ein Sturm, der – wie uns der Campwart am nächsten Morgen berichtete – mit knapp 100 km/h den Brocken hinauf fegte. Der Wohni wackelte nicht schlecht bei dem Wind, gemütlich! Weniger gemütlich fand es meine automatische Sat-Antenne, die ich leider vergaß, herunterzufahren. Damit war das Schicksal dieses teuren Reliktes unseres WW-Vorbesitzers leider zunächst mal besiegelt...

Der Montag begann mit Regen. Das richtige Wetter für unsere Mission „Bergbau“. Was der liebe Gott sich gedacht hat, als er den Harz erschuf, weiß ich nicht. Jedenfalls muss man sich den gesamten Harz (nur dreimal so groß wie Hamburg) als Mikrokosmos für Bodenschätze jeglicher Art vorstellen. Edelmetalle, Schwermetalle, Edelsteine, ja sogar Kohle, Kalk und Salz – alles vorhanden! Eine wahre Schatzkammer der Natur. Kein Wunder, dass die Wiege des deutschen Bergbauhandwerks hier im Harz angesiedelt ist.
Heute ist freilich von den Bodenschätzen nach jahrhunderte langer Förderung nicht mehr viel übrig. Der ganze Harz ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Viele der stillgelegten Bergwerke dienen heute als Museum. Es gibt so viele davon, dass man unmöglich alle besuchen kann. Eine Broschüre des Fremdenverkehrsverbandes (siehe Internet-Adresse oben) hilft bei der Auswahl, je nach Interessenslage.

Unser Bergwerk sollte das Weltkulturerbe Rammelsberg sein. Die Zeche befindet sich in einem sehr gepflegten Zustand und bietet insgesamt drei verschiedene Exkursionen in die Tiefen des Berges zur Auswahl an.
Unsere Wahl fiel auf den „Roederstollen“, der eigentlich nur mittelbar mit dem Bergbau zu tun hatte. Er diente nämlich zur unterirdischen Wasser Zu- und Ableitung. Mit dem Wasser wurden im Inneren des Berges riesige Wasserräder angetrieben, und mit denen wurde vor 200 Jahren, als man noch keine Elektrizität kannte, die Seilfahrt ermöglicht. Unglaublich, wie effizient sich die Ingenieure damals mit den technischen Gegebenheiten zurechtfanden! Unbedingt sehenswert! Wer die Führung mitmacht, sollte allerdings gut zu Fuß sein und besser nicht von klaustrophobischen Anwandlungen heimgesucht werden.

Nun ging es nach Clausthal-Zellerfeld, der Heimat der ehemaligen Bergschule und heutigen Universität. Neben der Uni und einer alten Apotheke hat der Ort keine spektakulären Sehenswürdigkeiten zu bieten. Trotzdem fand ich die „Stimmung“ sensationell! Die Institute sind in kleinen Gebäuden kreuz und quer über den Ort verteilt, dazwischen immer wieder Fachwerk, schöne Sträßchen und wieder Fachwerk. Eine Sekunde stelle ich mir Heinrich Manns „Untertan“ in seinen Studentenjahren durch die Gassen flitzen – und sollte ich im nächsten Leben Regisseur werden, wird der Stoff genau HIER verfilmt! Aber ganz im Ernst: Da ich lange im Bergbau gearbeitet habe, kenn ich viele die hier studiert haben und sich ein Leben lang mit verklärtem Blick an ihre schöne Studi-Zeit in CZF zurückerinnern. Ja, es „hat“ was!

Eigentlich sollte unser Campinglager am Ende dieses Montages nach Schierke, am Fuß des Brockens, verlagert werden. Aber der Platz erschien in der CP-Broschüre mit einer geschotterten Fläche, was uns nicht behagte. Solche Flächen finden wir nur im Winter gut. Ansonsten mögen wir lieber Wiese.

So haben wir dem Ort Schierke an diesem Abend nur „indirekt“ gewürdigt… Nämlich durch den ausgiebigen Konsum von „Schierker Feuerstein“, ein leckerer Kräuterlikör, für den im Harz überall geworben wird.

Dienstag morgen, 6:00 Uhr. Abfahrt nach Schierke. Himmel strahlend blau aber sehr frische Temperaturen. Schierke ist eine von drei Möglichkeiten, den 1142 m hohen Brocken zu besteigen. Wir haben diesen Ort deshalb gewählt, weil man von hier aus gleich die Namensgeber des am Vortag verkosteten Elixiers besuchen kann, die Schierker Granitklippen („Feuersteine“). Wir haben direkt neben dem verschmähten Campingplatz geparkt, allerdings „geschickt“ neben der ausgewiesenen Fläche (teuer!). Dem Platz haben wir eventuell ein wenig „Unrecht“ angetan, denn wie Tenere mir auf dem letzten Treffen berichtete, ist der Platzverwalter sehr nett. Nachts soll er seinerzeit sogar Wild aus dem Wald auf den Platz gelockt haben, so dass man es direkt aus dem Wohni beobachten konnte. Aber das gehört in Teneres Reisebericht…

Vom CP aus wandert man zuerst an der historischen Brockenbahn mit seinen Dampfloks vorbei, die hatten wir aber nur für den Rückweg eingepant! DIE 400 Höhenmeter sollten wir wohl zu Fuß schaffen! Schließlich hatte ich mir extra Schwiegervaters Wanderschuhe ausgeliehen! An den Granitfelsen vorbei geht es zunächst über gut befestigte Wege immer der Schmalspubahn entlang. Ab und zu schnauft die alte Lok vorbei und würzt die sonst kristallklare Luft mit einem Dampf-Koksgemisch – lecker, sagt ein Eisenbahnfan!

Irgendwann wächst der Anspruch an den Wanderer. Buchstäblich über Stock und Stein muss man hüpfen, immer wieder Rinnsale, die aus allen Ritzen hervorzusprudeln scheinen, überwinden. Ab und zu türmen sich große Felsen drohend am Wegesrand vor einem auf und es fällt nicht schwer sich vorzustellen, wie der Brocken zu seinen Schauergeschichten, Hexen und Gnomen gekommen ist… nachts wollte ich hier nicht rumhüpfen!

Das unwirtliche Klima des Brockens hat dazu geführt, dass die Baumgrenze hier früher erreicht wird als üblicherweise. Dadurch ist die oberste Kuppe baumfrei. Ein schneidender Wind muss für die tolle Aussicht in Kauf genommen werden. Wohl dem, der eine gescheite Goretex-Jacke hat, sonst ist die Erkältung vorprogrammiert!

Zu dem Ärgernis, dass wir unseren Rucksack zu Hause vergessen hatten(So sind die Amateur-Wanderer…), kamen nun leider etwas „unzivile“ Preise für Bier und Bratwurst dazu – wir haben jedenfalls spontan beschlossen, das Geld zu sparen! … Zum Beispiel als „Anzahlung“ für die Talfahrt mit der Brockenbahn: Schlappe Eur 16,- / Person dürfen einem nicht leid tun, um zum lukrativen Betrieb der Museumsbahn beizutragen.

Nach der kostspieligen aber lohenswerten Fahrt musste unser Finanzbudget selbstverständlich wieder ausgeglichen werden! Und wo spart man mehr, fragt schon der Volksmund, als am Essen? Die Lösung heisst: Kukki´s!

„Kukki“ ist ein regionales Original, der irgendwann damit angefangen hatte, seine Erbsensuppe aus einer alten NVA-Feldküche feilzubieten. Inzwischen findet man seine Gulaschkanonen rund um die Gegend von Schierke überall und in der Selbstwerbung wird stolz behauptet, man liefere Kukkis Suppe sogar bis Amerika!
Nun, sensationell fanden wir die Suppe nicht. Aber der Preis war mit weniger als 2,- Eur inkl. Würstchen wirklich in Ordnung! Überhaupt sollten wir später bemerken, dass die Ostseite des Harzes preislich spürbar günstiger liegt als die Westseite. Eine typische Wurstbude (nicht unterschätzen: Hier wird oft hausgemachte Bratwurst angeboten, super!) bietet z.B. eine Bratwurst mit Brötchen für EINEN Euro oder wenig mehr an!

Über 1000 Umleitungen – die zahlreichen Baustellen sind WIRKLICH ein Ärgernis – fuhren wir schließlich wieder ins Harz-Camp zurück.

Mittwoch war nun endgültig Platzwechsel angesagt.

Die freundliche Wirtin vom „Camping Elbingerode“ führt ein strenges Regiment! Alles hat seine Ordnung und Regeln sind dazu da, dass man sie einhält! Nach Platzbezug haben wir zunächst mal die absolute Stille genossen. Keine dämliche Durchgangsstraße, die uns am Harz-Camp doch etwas gestört hatte, einfach nur Ruhe – hier wird Campen zum kontemplativen Erlebnis! Wohl dem, der damit umzugehen weiß… andere Möglichkeiten bleiben nämlich weitgehend aus *lach*. Wandern, Natur, Ruhe, Erholung. Ich hatte es schon an anderer Stelle gesagt…

Der Ausflug nach Wernigerode war eine Sensation für mich! Schon zu DDR-Zeiten als „Vorzeigeort“ in exzellentem Pflegezustand gehalten, glänzt die Flaniermeile mit unglaublich schönen Häusern und Straßenzügen. Ich habe immer Bamberg für meinen Favorit, was solche Stadtbilder angeht, gehalten – Wernigerode bringt mich diesbezüglich aber ins Grübeln! Diese Stadt MUSS man gesehen haben! Das garantiert sehenswerte Schloss hatten wir diesmal leider nicht geschafft. Aber wir kommen wieder, keine Frage.

Nachmittags tauchte auf unserem Campingplatz ein auffällig riesiges Wohnmobil auf. Zuerst waren zwei Mann mit dem Ding beschäftigt, später tauchte ein Großraumtaxi auf und erhöhte die Anzahl auf insgesamt 6 Herren. Wie ich mir die so ansehe, sage ich zur Bordfrau: „Das sind garantiert irgendwelche Event-Fuzzis, Künstler oder Werbeleute! Frisuren und Klamotten sind klischeekonform!“…

Wie ich abends vom Spülhäuschen komme, finde ich eine total „aufgekratzte“ Bordfrau vor:

„Du glaubst es nicht, plötzlich kommen da zwei Mann mit leuchtenden Scheinwerfern, zwei Kameras und zwei Mann mit riesigen Mikrofonen aus dem WoMo heraus und DIREKT auf mich zu!!!“

„Ja, und DU???“

„Ich bin ganz schnell rein, Tür zu und – ratsch - Gardine zu!“

Nein, sooooooo eine verpasste Gelegenheit, was für unser Camping-Klischee zu tun, oder? Nun waren die Sechs (!) vom Kamerateam des Südwestfunks allesamt im Wohni des benachbarten Dauercampers verschwunden. Durchs Fenster konnte man das ballonseidene Pärchen in ihrem grell beleuchteten Innenraum sehen. Das Team hatte sich offenbar komplett im hinteren Bereich zusammengequetscht und ihre Aufnahmen gemacht.

Diese wurden noch kreuz und quer über dem Platz mit den Leuten fortgesetzt und ich bin gespannt, ob ich irgendwann mal zu sehen kriege, was die dort gefilmt haben!

Donnerstag haben wir eine größere Rundreise gemacht. Blankenburg, Quedlingburg und Halberstadt.
Was soll ich immer wieder die gleichen Dinge erzählen? Fachwerk, gemütliche Braustübchen (Schon mal „Knottenfurz“ getrunken? Achtung: Nebenwirkungen...!) und romantische Ecken hier und dort. Die Ausnahme macht vielleicht Halberstadt. Wenn man die anderen Orte gesehen hat, erscheint diese Stadt mit seiner Plattenbau-Peripherie eher blass…

Freitag fuhren wir über Stolberg und Nordhausen unsere letzte Etappe, Kelbra am gleichnamigen Stausee, an. Die Bordfrau bestand auf einen Einkaufsbummel in der modernen Stadt Nordhausen und der Wintercamper ärgerte sich über den Tiefstand urbaner „Bratwurstkultur“…. „Mann, waren DIE oben im Ostharz dagegen lecker, bei den einfachen Leuten am Wegesrand…*schwärm*“

Der Campingplatz lag traumhaft schön direkt am See. Da ein heftiger Wind wehte, beobachteten wir stundenlang, wie sich wahre Könner mit Surfbrettern und Katamaranen ein Profi-Stelldichein gaben! Super muss das sein, wenn man so was kann!
Leider konnten uns die Sanitären Anlagen des überwiegend von Dauercampern frequentierten Campingplatzes nicht wirklich überzeugen. Zur Entsorgung der Thetford muss man, je nach Stellplatz, irrsinnig weite Wege in Kauf nehmen. Trotzdem hat der Platz aufgrund seiner Lage direkt am See seinen Reiz. Hier kann man auch dann mal mit dem Fahrrad fahren, wenn man einen anderen Hausarzt als Jan Ulrich hat – wenn nicht gerade so ein Wind weht! Der Harz liegt auf der gegenüberliegenden Seite und hinter einem der Kyffhäuser. Samstag Morgen stand Dampf über dem See, nachdem der Wind in der Nacht eingeschlafen war und der klare Himmel ermöglichte beim Frühstück einen gigantischen Ausblick auf die im Hintergrund liegenden Berge…

Tja – Das war´s!

„Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz?“ – Nun ja…schließt denn das eine das andere aus? - Probiert es doch selbst mal…………!


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#2 von wombiroo ( gelöscht ) , 28.10.2006 16:56

Herrlicher Bericht! :thum

Wann machst Du wieder Urlaub? Nur, daß man sich schonmal auf den nächsten Report freuen kann... :zw


wombiroo

RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#3 von Taubi , 28.10.2006 17:01

Moin,
schöner Reisebericht.Wenn einer eine Reise macht,dann hat er was zu erzählen.

Danke.


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#4 von sunshine , 28.10.2006 17:15

Zitat
„Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz?“



Also, Winni behauptet ja immer, es geht beides...

Aber im Ernst - toller Bericht. Macht richtig Lust auf einen Besuch dieser Gegend, und das, obwohl wir mit dem Wohnwagen eigentlich immer die Grenzen Deutschlands weit hinter uns lassen. Danke für dieses kurzweilige Stimmungsbild.


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#5 von Killerdackel , 28.10.2006 17:18

:huld: :thum
Dackel bedankt sich speziell
Viele der von Dir auf der Harzostseite besuchten Orte kennt Dackel aus eigener Anschauung - war mit ner Gruppe von Eisenbahnfans entweder 90 oder 91 einige Tage in dieser tollen Gegend.
Zum Austausch von Körperflüssigkeiten schreibt Dackel nix - da ist er schon zu alt für.


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#6 von ben ( gelöscht ) , 28.10.2006 17:26

Hallo Wintercamper,

klasse Reisebericht! Ich glaube, mit dem Rammelsberg in Goslar habt ihr euch sicherlich das interessanteste Bergwerk ausgesucht. Wir waren vor zwei Jahren dort. Nur die Treppe am Ende der Führung durch den Röderstollen . Wenn ich mich richtig erinnerte, ein paar Hundert stufen fast senkrecht nach oben. Also ich hab mich nicht mehr umgedreht.

Gruß
ben


ben

RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#7 von Wintercamper , 28.10.2006 17:44

Zitat von ben
Wenn ich mich richtig erinnerte, ein paar Hundert stufen fast senkrecht nach oben. Also ich hab mich nicht mehr umgedreht.



Wir hatten einen sehr alten Herrn in der Gruppe. ICh hab beim Aufstieg immer nur an den gedacht, weil der vorher schon so kurzatmig war. Komischerweise hat der mitgehalten.

Ich frage mich nur, was passiert, wenn da mal einer runterfällt...?! Domino???


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#8 von HD , 28.10.2006 19:02

Chapeau!!!!! Mehr Lob geht bei HD nicht als: Chapeau!!!!!
Und vielen Dank - sagt ich auch noch.
Viele Grüße von der Saar und von HD


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#9 von Winni , 28.10.2006 19:22

Als ich liebe beides, den Harz und .......Danke für den tollen Bericht.
Der Schotter in Schierke hätte euch nicht schrecken sollen, der Platz ist trotzdem sehr naturnah, es gibt nicht mal Sat-empfang und der Platz liegt immerhin 900 m hoch, der höchste im Harz, die Aussicht sensationell!!! Der Campingwirt arbeitet als Wtterkundler auf dem Brocken, müßte also ben kennen !! Wenn ihr das nächste mal Sex habt, ähhh, Quatsch, ops: wenn Ihr das nächstemal im Harz seid, dann quäk mal durch, dann komm ich mal rum, oder ihr hier...
Wenn dir Wernigerode gut gefallen hat, dann plan beim nächstenmal die Stadt Quedlinburg ein, die ist noch schöner und Weltkulturerbe. Ansosnten hast du aber schon die richtigen Ecken ausgesucht. Essen gehen immer im Ostharz, ist rustikaler und preiswerter.
Winni
>
PS: Nachtrag zur Anfangsfrage: spießig ist neuerdings nicht mehr der Harz, sondern mehr sowas wie Malle oder Seychellen!! Nachdem die Promis jetzt den Umweltschutz entdecken, Second-Hand kaufen und Wanderurlaub wieder "in" ist, wird sich da bald das denken ändern!!!
Außerdem weiß jeder, dass Wandern die Durchblutung der beckenrgion anregt, das ist nicht nur gut für die Verdauung, sondern auch sonst :huepf1: :huepf1: :love04:


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#10 von piefke ( gelöscht ) , 28.10.2006 21:12

Hallo Herbstcamper,
sehr schöner Bericht. Ich kenne das zwar alles, aber wir wollen seit drei Jahren trotzdem noch Mal hin. Na, nächstes Jahr wird es klappen.
Aber glaubst du wirklich, dass Werner Peters, eh, Quatsch, der Fatzke von Untertan in Claustal studiert hätte? Der doch nicht!
Wieder einmal mit neidischen Grüßen
Lothar


piefke

RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#11 von Tenere ( gelöscht ) , 28.10.2006 21:41

Hi Wintercamper,

toller Bericht, toll geschrieben!! Wirklich super, ich könnte direkt wieder in den Harz.

Wie wäre es denn mir einem Winterwochenendetreffen im Harz? Wir wären sofort mit dabei.
:thum

Gruß Ulf


Tenere

RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#12 von Wintercamper , 29.10.2006 08:11

Zitat von Tenere

Wie wäre es denn mir einem Winterwochenendetreffen im Harz? Wir wären sofort mit dabei.
:thum
Gruß Ulf



Ja, darüber haben wir ja schonm mal diskutiert. Der Vorschlag fand keine allgemeine Zustimmung. Aber es muss ja nicht immer jeder auf jedes Treffen kommen - wir könnten ja eins für die Winterfraktion machen!

Sollen wir es denn dann machen, wenn auch Schnee liegt?


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#13 von daf43 , 31.10.2006 09:53

Hallo wintercamper,
Frage: darf man auch trotz Sex in den Harz? Dann habe ich genau auf so einen Bericht gewartet; der Harz steht auf meiner "Wunschliste" derzeit weit oben.
Vielen Dank für die interessanten Details, habe ihn mir kopiert.
daf43


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#14 von Winni , 31.10.2006 10:07

Moin Dieter,
mach es. Der Harz ist voll erotisch!!!! Scheint an der Luft zu liegen, und nicht umsonst haben da Heine und auch Goethe ihre liebesschwangere Poesie geschrieben.................
>
Hier zwei Verse aus "Die Ilse", wobei Heine eigentlich das schöne Ilsetal beschreibt, aber scheinbar auch seine Oralfantasie....
>
In meinen weißen Armen,
An meiner weißen Brust,
Da sollst du liegen und träumen
Von alter Märchenlust
>
Es rauschen die seidenen Schleppen,
Es klirren die Eisensporn,
Die Zwerge trompeten und pauken,
Und fiedeln und blasen das Horn.

>
Hi, hi, Interpretation ist alles!!!!!
ev02 ev02 :hs


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#15 von Wintercamper , 31.10.2006 10:11

Zitat von daf43
Hallo wintercamper,
Frage: darf man auch trotz Sex in den Harz?



Tja.... der Antwort von Winni ist ja wohl nix hinzuzufügen! Man merkt, dass er schon oft dort war

Nee - Der Harz ist eben alles andere als spießig!


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#16 von Winni , 31.10.2006 10:21

Moin, okay, nochmal im Ernst. Bis zur Wende 1990 war der Harz eigentlich mehr so ein Paradies für alte Leute. Ruhige Wanderwege, gute Höhenluft, Kurorte an jeder Ecke, also eher langweilig.
Mit der Wende wurde der Harz Nationalpark und unter besonderen Schutz gestellt. Der Ostharz war bis 1990 kaum besiedelt ( zu nah an der Grenze) und großflächig militärisches Sperrgebiet, auf dem Brocken saßen die Russen und horchten in den Westen. Das wurde alles aufgegeben und besonders der Ostharz zeigt sich nun absolut naturnah, wild, ohne Bausünden und ganz behutsam dem Tourismus geöffnet. Das hat auf den Westen abgefärbt, auch hier wurden und werden der Natur wieder größere Chancen gegeben. Durch behutsame Ansiedelung von sogenannten Trendsportarten ( Biken, Wildwasser, Freeclimbing etc.) hat man in den letzten Jahren junge Leute in den Harz gelockt und die "Szene" hat ihn für sich entdeckt, Harz ist in HH oder Hannover absolut trendy, und die sieht man dort viel. Dieses Oma-Kur-Flair gibts noch in Braunlage oder etwas in Bad Harzburg, im gesammten Ostharz aber gar nicht. Und wenn ich da die Mädels in ihren engen Trikots zum Brocken raufradeln sehe, also erotischer als Higheels allemal!!!!
versuch macht kluch!!
Winni ( der euch besuchen kommt, wenn wer im Harz hockt, zum Brocken gucken kann ich von hier bei guter Sicht)


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#17 von morgenröte , 07.11.2006 12:41

Bei mir um die Ecke, unser ab und zu Halbjahresplatz ist Göttingerode.

Toll zu lesen, vieles kennen wir auch.

Übrigens hat Winni recht, es geht beides.

Ein Winterweochenende wäre mal was!

Gruß Andrea


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#18 von Yeti ( gelöscht ) , 07.11.2006 15:19

Danke für den tollen Bericht,
solche persönlichen, mit Humor gewürzten Berichte, ließt man doch echt gerne.

(Nach dem lesen würde man am liebsten gleich anspannen.)

Wir waren 2005 an den meisten beschriebenen Orten, und ich kann alles nur bestätigen. Leider hatten wir zu der Zeit noch keinen Wohnwagen, aber der Harz ist schon fest eingeplant für eine weiteren Urlaub.
Als großer Eisenbahnfan muß ich doch noch die anderen Strecken mit den Dampfloks fahren (Obwohl? 2 mal auf den Brocken! Warum nicht!!)

Yeti


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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#19 von Killerdackel , 07.11.2006 18:27

@Yeti wegen Eisenbahnfan:
Dackel hat auf seiner nickpage einige links dazu und nen Bericht hier:
http://www.camperfriends.de/forum/viewtopic.php?t=2243


 
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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#20 von Yeti ( gelöscht ) , 07.11.2006 18:55

Danke KD

wie der Zufall es so will, war die von dir beschriebene Schweiztour unser zweiter Urlaub im Jahr 2005.

Furkabahn, Albulabahn und als Höhepunkt die Rothornbahn.

Yeti


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RE: Haben Sie noch Sex oder campen Sie schon im Harz...?

#21 von Killerdackel , 07.11.2006 18:59

Yeti - kommst auch ganz schön was rum. :thum


 
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