Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#1 von bieber , 22.07.2020 20:49

Eigentlich wollten wir ja nach Salzburg, das hat nun nicht geklappt. Trotzdem machen wir uns zum 1. Mal auf um über Österreich nach Slowenien zu fahren, bisher ein weißer Fleck auf unserer Landkarte.
Nachdem wir schon eine Zwischenübernachtung auf einem Stellplatz am Tauber eingelegt haben und nach Rothenburg geradelt sind, besuchen wir noch Freunde auf der Schwäbischen Alb und fahren von dort weiter zum Stellplatz Friedburg in Neukirchen am Großvenediger.



Hier kann man schon eine ganze Menge unternehmen. Wir radeln durch den Nationalpark Hohe Tauern auf dem Tauernradweg zu den Krimmler Wasserfällen.






Stellplatz Friedburg von oben. Im Gasthof kann man lecker essen, zB Bratkartoffeln mit Tiroler Speck.

Wir wandern im Stubachetal zum Grünsee rauf und wieder unten bekomme ich im Gasthof bei Uttendorf meinen Original Kaiserschmarrn und Bieber seinen Strudel.




Auf der Fahrt zurück nach Neukirchen kommen wir durch Mittersill, wo diese beiden hier den Kreisel verschönern



Wir gehen nach 3 Tagen in Vorderkrimml auf den Camping Viktoria für 1 Nacht, weil Friedburg leider keine Sanis anbietet und wir duschen möchten. Den Platz hatten wir im Vorbeifahren entdeckt, er liegt direkt an der Straße. Die Sanis sind wie geleckt und der Verkehr legt sich am Abend. Für 1 Nacht ist Viktoria wirklich empfehlenswert.



Am nächsten Morgen geht es auf den Großglockner. Das Ticket für die Panoramastraße haben wir schon zuhause beim ADAC bestellt, ebenso wie das Pickerl für die österreichische Autobahn. In Slowenien brauchen wir kein Pickerl, da kann man Landstraße fahren.




Die Landschaft ist schon sehr beeindruckend. Die Berge sind locker 3000m hoch und hier und da gibt es zum Entzücken von Nili noch kleine Schneefelder. Murmeltiere kann man beobachten und immer wieder Wahnsinns Ausblicke. Touristen sind hier immer unterwegs, man schiebt sich mit den bald bekannten von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt bis zur Kaiser-Franz-Josph Höhe hinauf. Irgendwann geht es wieder abwärts und Bieberman fürchtet um seine Bremsen. Er schaltet einen kleinen Gang ein und versucht, so wenig wie möglich zu bremsen. Trotzdem riecht es bald verdächtig und wir legen eine Zwangspause ein, damit die Bremsen wieder abkühlen können. Wir machen so lange einen Spaziergang und bewundern, was da alles so blüht. Die Landschaft erinnert plötzlich an die schottischen Highlands.






Schon von oben sehen wir den CP Heiligenblut im Tal liegen und er gefällt uns auf Anhieb. Große terrassierte Wiesen, viel Platz. An der Rezeption fragt der Mann grinsend: „Und? Bremsen noch heile?“ Ja, Bieber hat aufgepaßt. Viele müssen wohl hier erst mal in die Autowerkstatt, sollte mich nicht wundern, wenn die an Bremsen alles da haben...





Abends laufen wir noch durch den Ort, schön hier. Leider bleiben wir nur eine Nacht. Ich glaube, nicht die letzte!



Diese Schuhe hat übrigens der Fuchs geklaut. Wer seine Schuhe vorm Wohni stehen lässt, hat morgens oft nur noch einen. Den andern hat der Fuchs in den angrenzenden Wald geschleppt. Ein Camper kennt den Bau und holt die geklauten Schuhe morgens wieder. Heute waren es 3!



Wir füllen noch unsere Vorräte auf und machen uns über den Wurzn Pass auf nach Slowenien. Der Trigalev Nationalpark soll sehr schön sein, den wollen wir uns anschauen. Der Wurzn ist für mich sehr viel „spannender“ als die Großglocknerstraße. Die Kehren sind eng und kommen mir viel steiler vor.





Camping Klin bei Bovec liegt direkt an der Soca.



Der Fluß erinnert stellenweise an die Verzasca in der Schweiz. Der Campingplatz ist zweigeteilt. Man kann direkt am Fluß oder auf einer Obstbaumwiese stehen. Wir wählen zunächst das Flußufer. Es gibt kleine Badestellen, aber mir ist das Wasser zu kalt. Nachts steigt der Nebel aus dem Fluß und malt impressionistisch.






Inzwischen sind auch in Österreich Sommerferien und zum nächsten Wochenende füllt sich der Streifen am Fluss merklich. Das wird uns zu eng und wir ziehen um auf die Obstbaumwiese.



Die Tage verbringen wir mit Wanderungen an der Soca, radeln die Passstraße hoch und klettern an Wasserfällen entlang.





Diese Hängebrücken gibt es dort oft. Bei der ersten dieser Sorte mussten wir mit den Rädern queren. Als ich ca 6 Meter weit geschoben hatte, fing sie an zu wippen. Mein erster Impuls war: zurück. Aber mit dem Rad auf einer schwankenden Brücke rückwärts ist ja noch viel unmöglicher als Augen zu und weiter. Mir zitterten die Knie, aber ich hab es überlebt (war kein Kunststück, in den folgenden Tagen hab ich mir einen Spaß draus gemacht auf der Brücke extra ein wenig zu wippen...)

Und immer wieder diese herrliche Blumenwiesen, die es bei uns kaum noch gibt. Entsprechend sieht man hier auch wieder Schmetterlinge, bei uns auch rar geworden.




Nach 5 Tagen machen wir uns auf, die Soca ist sehr schön, aber wir wollen noch ein wenig mehr von der Gegend sehen. Wir kommen durch Kobarid, Tolmin (Einkaufsmöglichkeit) und Most nach Zelezniki- Sorica, eine Passstraße hoch.




Einsame Wald-Wiesen-Berglandschaft und plötzlich ein Restaurant am Straßenrand mit dazugehörendem Stellplatz. Hier ist Wintersportgebiet, im Sommer nix los. Wir fragen, ob wir übernachten können, 23,28 €, Keiner da, ein pfuschneues nach Holz duftendes Sanihäuschen mit Duschen und WC, makellos sauber. Wir können unser Glück nicht fassen, und das in der Hauptsaison!




Wir befinden uns auf 1200m Höhe bei strahlendem Sonnenschein und gehen sofort noch wandern bis zum Gipfel hoch.





Am nächsten Tag geht es mit großem Bedauern weiter Richtung Bleder See. Wir werden wiederkommen! Am See tummeln sich die Touris und wir fahren nur durch.





Wir wollen nach Kranjska Gora zur Sprungschanze in Ratece. Hier fanden die olympischen Winterspiele statt und man kann mit dem Womo übernachten. Es kostet 12 € für 24 Stunden. Ein Parkstreifen ist dafür eingerichtet, mit Strom, Der ist uns aber zu eng und wir fahren auf dem riesigen Gelände weiter hoch und stellen uns auf den großen Platz direkt an den Sprungschanzen.




Abends gesellen sich noch 3 Womos dazu und wir werden eine sehr ruhige Nacht verbringen. Aber zunächst mal sitzen wir in der 1. Reihe und beobachten bei einer Tasse Kaffee die Skispringer. Die Schanzen werden beregnet, so dass man sie auch im Sommer zum Training nutzen kann. Erst fliegen Mädchen, dann Jungs nach Alter gestaffelt. Cool!


Den restlichen Nachmittag radeln wir den Berg hoch zu einem Restaurant beim Wasserfall Tomar und trinken auf der Terrasse ein Bier und eine Cola.
Abends kommt ein Ticketkontrolleur zum Womo und morgens wieder einer, Zeche prellen ist hier nicht.


Frühstück an der Sprungschanze

Heute verlassen wir Slowenien wieder über den Wurzn Pass nach Österreich. Das Bunkermuseum auf halber Höhe lassen wir auch diesmal aus, zu finster.




Über Hermagor geht es nach Kals am Großglockner. Zum Campingplatz in Kals geht es wieder steil den Berg hinauf.




Auch dieser Platz ist terassenförmig angelegt. Zum 1. Mal auf dieser Reise werden wir gefragt, ob wir reserviert hätten. Haben wir nicht, aber es ist noch etwas frei.



Im Laufe des Tages füllt sich der Platz dann sehr, die Hauptsaison hat uns eingeholt. Vor allem Familien mit Kindern jeden Alters sind hier gut aufgehoben. Es gibt auf dem Kalser Talweg einen tollen Spielplatz mit kleinem Weiher für die Kleinen und eine Bogenparcour für die Größeren. Das habe ich zu spät gelesen, denn beim Hundespaziergang am nächsten Morgen ist mir das Herz stehen geblieben, als mich dieser Geselle aus dem dunklen Tann unverwandt anstarrte:



Es hat viel zu lang gedauert, bis ich begriff, dass das ein Plastikwolf war, der zum Bogenparcour gehört! Ich hatte wirklich Angst, weil der so gar nicht zurückwich!



Nach Deutschland fahren wir durch den Felberntunnel (mautpflichtig, ca 10 €) über Innsbruck-Imst-Fernpass zu unsern Freunden auf der Alb.




Am nächsten Tag gönnen wir uns noch einen Zwischenstopp am Tauberradweg und radeln die andere Richtung nach Creglingen. Erst am späten Nachmittag machen wir uns schließlich auf um staufrei auf der Autobahn heimzukommen.

Fazit:

Sowohl Austria als auch Slowenien haben uns sehr gut gefallen und wir wollen gerne mehr davon sehen. In beiden Ländern waren die Sanis jeweils vorbildlich gepflegt und die Menschen alle sehr freundlich. In Slowenien haben wir hier und da einen Hinweis in irgendeiner anderen Sprache als Slowenisch vermisst. Als ob man nicht mit ausländischen Touristen rechnet! Wenigstens die Speisekarte oder den Aushang am Waschhaus könnten sie übersetzen. Aber wir waren ja auch nicht in den Touristenhochburgen, vielleicht liegt es daran.

Zum ersten Mal haben wir auch fast eine Woche lang keinen Strom genommen. Wir haben so viele Batterien an Bord, dass Bieberman ausprobieren wollte, wie lange wir ohne stehen können. Der Kühlschrank lief die ganze Zeit auf Gas und hat die Pfütze in der Gasflasche schon wieder nicht geschafft. Dass der so wenig braucht, hat uns sehr gewundert. Die Sog Toilette hat sich auch bewährt. Wir sind jetzt rundum zufrieden mit dem Pössl und freuen uns sehr auf neue Touren.


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#2 von Susanne , 22.07.2020 21:06

schöööööön, einiges davon kenn ich auch aus früheren Fahrten. Den Wurzen sind wir in den 70igern mit Wowa gefahren, heute ist das glaub ich verboten. Danke fürs Mitnehmen.


Campergruß Susanne
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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#3 von bieber , 22.07.2020 21:10

Mit Hänger wär ich gestorben. Die Kehren waren immer gerade lang genug für den Pössl. Abwechselnd habe ich ein Auge geschlossen, je nachdem, welche Seite gerade beängstigender war


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#4 von nova , 22.07.2020 22:02

Danke für die schönen Bilder und für‘s Mitnehmen.

Die Krimmler Wasserfälle sind schon, wenn sie viel Wasser führen, ein imposantes Erlebnis.
Von Slowenien kennen wir eigentlich nur Bled und den See sowie Postojna, die Tropfsteinhöhle und die Burg.


Grüße aus der Kurpfalz
Wolfgang

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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#5 von donalfredo , 22.07.2020 22:09

Ich danke auch für die Reisemitnahme - Slowenien fehlt noch auf unserem Speisezettel ...


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#6 von sunshine , 22.07.2020 22:32

Danke für's Mitnehmen, Monika!

Das war bestimmt eine tolle Reise - die Bilder sprechen für sich.
Das mit der Sprache ist uns in Kroatien auch aufgefallen, zumindest außerhalb Istriens. Besonders spannend fand ich diesbezüglich immer das Einkaufen. Am Kühlregal konnte man nie sicher sein, ob man Joghurt, süße Sahne oder saure Sahne erwischt hatte. In Schweden empfand ich das ähnlich, während ich in Frankreich, Italien oder Spanien kaum Probleme damit hatte.

Dein Schmetterling ist übrigens ein Kaisermantel - den habe ich hier schon länger nicht mehr gesehen.


Grüße aus dem Schwarzwald!
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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#7 von Kast , 22.07.2020 23:00

Ein für mich spannender Reisebericht. Danke fürs Mitnehmen und die schönen Bilder!


Gruß Karin

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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#8 von buddy_joe , 22.07.2020 23:11

Vielen Dank für den schönen, sehr informativen Bericht und die schönen Bilder!👍

LG Wilfried


Spare in der Not, dann hast du Zeit dazu!

 
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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#9 von Winni , 23.07.2020 08:38

Wunderbar, ach ja, bei den Bildern bekomme ich direkt lust auf Berge, Ösiland und Kaiserschmarrn...


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#10 von donalfredo , 23.07.2020 08:46

Zitat von Winni im Beitrag #9
Wunderbar, ach ja, bei den Bildern bekomme ich direkt lust auf Berge, Ösiland und Maultäschle allerorten ...



Bildschirmfoto 2020-07-23 um 08.44.43.png - Bild entfernt (keine Rechte)


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#11 von Winni , 23.07.2020 08:57

Maske ist doch überall Standard, schon in Fleisch und Blut übergegangen. Komme ich gut mit klar. Ich war gestern 5 Stunden mit meiner Klientin zusammen , durchgängig die Maske auf, überhaupt kein Problem


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#12 von bieber , 23.07.2020 11:01

17 Tage maskenfrei gehabt. Nur 3 mal (Rezeption und Einkaufen) kurz eine aufgehabt. Halb so schlimm.


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#13 von bieber , 23.07.2020 11:17

IMG_4877.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Weiß zufällig jemand, was das für Tierchen sind? Die klebten an den Steinen im Wasser, vorne Zecke hinten Wurm


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#14 von donalfredo , 23.07.2020 11:42

Ich hätte glatt auf die Rasse "Hülse" getippt.
Sind vom Stamm der Patronen ...


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#15 von bieber , 23.07.2020 20:30

Nein, die lebten. Vorne der schwarze Teil krabbelte wie Zecken


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#16 von morgenröte , 25.07.2020 15:57

Schöner Bericht mit tollen Bildern, entdeckt hatte ich ihn schon eher, aber nun am PC sieht man einfach mehr.
Nilli hatte ich mir ganz anders vorgestellt.

Uns hat Slovenien auch gefallen, Autobahn sind wir ungewollt drauf gekommen, unser Pech. Wir fanden das Land sehr international und hatten immer einen Touristensender laufen, der dreisprachig sendet, sogar mit Verkehrsfunk.

Eure Bergbilder macht Lust auf losfahren, das Nebelbild ist klasse. Danke fürs Zeigen.

Es gibt eine Übersetzerapp von Google, die kann man sogar mit Kamera nutzen und liest dann gleich auf deutsch. In Finnland ist ja sogar das Abschreiben schon schwierig.

Gruß Andrea

 
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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#17 von bieber , 25.07.2020 18:05

Gut zu wissen, Andrea. Ich bin nicht so der Appbenutzer, aber für den Ernstfall und längeren Aufenthalt sollte man sich in der Tat damit ausrüsten. Slawische Sprachen sind mit nix verwandt, was ich so gelernt habe an germanischen und romanischen Sprachfamilien. Da ist Herleiten schwierig. Erzähl doch mal ein bisschen von Eurer SlowenienTour, hast du auch Fotos? Wo hat es dir denn am besten gefallen?


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#18 von ben2018 , 25.07.2020 18:13

Hallo,

sehr schöne Bilder, Monika. Der Großglockner wäre auch unser Ziel gewesen. Aber der alte Hund geht vor. Die Campingplätze machen auch ein schön leeren Eindruck ohne diese nervigen Massen-Touristen.

Gruß ben

PS: Die Bilder passen alle auf meinen Rechner. Geht doch.


 
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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#19 von donalfredo , 25.07.2020 18:17

Ich habe mich damit auch eine kurze Zeit beschäftigt, habe es aber aufgegeben.
Die Unterschiede sind zu groß.

Unsere Nachbarn haben tschechische Wurzeln, sowie kroatische, serbische und montenegrinische.
Wenn sie (Tschechin) spricht, versteht niemand nix.
Er ist Allrounder, da die Sprachbasis seiner drei Sprachen gleich ist.
So, und das isses auch schon.
Dann ist montenegrinisch mit kroatisch so verwandt wie friesisch mit schwäbisch.
Gar net.
Eigentlich eigene Sprachen mit identischer Schrift.
Einen Ausreisser gibt es natürlich wie fast immer und überall - das sind die Albaner.
Bevor ich mich damit beschäftigt habe, habe ich mich gewundert, warum es in Italien soviele Albaner gibt.
Jetzt weiß ich es.
Albanisch gehört eigentlich zu den romanischen Sprachen, entsprechend verwandt sind sie.

Also, ganz ehrlich gesagt, da fahre ich lieber in Heimatnähe nach Frankreich, Italien oder auch nach Spanien, da komme ich blendend zurecht ...


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#20 von Winni , 25.07.2020 19:29

Ben, man ist immer selbst ein Teil der Massen an Tourismus....man kommt auch in keinen Stau, man selbst ist immer Teil des Staus


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#21 von bieber , 25.07.2020 20:27

Teil von nix bleibt immer noch nix Kein Stau, und wenig Masse. Allerdings gefühlte Unmengen an Kastenwagen unterwegs. Allein in Friedburg gleich mehrere Pössl. Direkt neben uns ein ganz neuer, ausgeliefert genau vorm Shutdown im März. Dasselbe Modell wie unser, nur 3 Jahre frischer. Und der Besitzer wollte alles genau sehen, was wir verändert hatten an unserm. Ich glaube, er war insgeheim entsetzt: Schmeißen die doch die Sitzbank raus für den Köter! Sein Argument war immer der Wiederverkaufswert. Er macht nix, was den Wiederverkaufswert schmälert. Es lag mir auf der Zunge zu fragen, ob er mit dem Teil fahren oder es nur wiederverkaufen will.
Don, man kommt mit Englisch sehr gut durch in Slowenien, viele sprechen sogar Deutsch. Das tu ich mir nicht an, slowenisch lernen zu wollen. Aber wenn wir wieder hinfahren, will ich wenigstens Guten Tag, Auf Wiedersehen und Danke sagen können . Die sagen ja nicht mal "Hallo", wenn man sie beim Wandern trifft. Die grüßen alle mit einem gemurmelten "namm". Das hab ich dann auch gemurmelt


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#22 von morgenröte , 25.07.2020 21:14

RE: Slowenien und Österreich

Leider ohne noch ohne Bilder, aber das kommt irgendwann.

 
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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#23 von Winni , 25.07.2020 21:20

Jo Bieber, der Wiederverkaufswert... da grübeln die Leute tagelang über die Ausstattung, Farbe vom Velours, oder des Teppichs, und dann kommen Gummimatten drauf und Schonbezüge und man hat gar nichts davon


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#24 von donalfredo , 25.07.2020 21:26

Als wir unseren Hymer bestellten, haben wir anstelle des Hubbettes Möbel einbauen lassen.
Gab's damals zum Nulltarif.

Ich weiß nicht, wie oft der Verkäufer gesagt hat: denken sie an den Wiederverkaufswert, denken sie an den Wiederverkaufswert.
Hab ich zu ihm gesagt: das ist mir völlig schnurz.
Ich kaufe das Womo für den Spaß und unseren Nutzen und nicht zum Wiederverkaufen ...


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RE: Österreich/Slowenien Juni/Juli 2020

#25 von sebbarca , 25.07.2020 23:52

Hola, moin!

Zitat von bieber im Beitrag #21
... Don, man kommt mit Englisch sehr gut durch in Slowenien, viele sprechen sogar Deutsch....

So ist es! Die jüngere Generation kann meist gut Englisch, die Älteren sprechen gut Deutsch.
Hasta luego!
Klaus
P.S.: Vielen Dank für die Informationen über Slowenien. Mein früherer Arbeitgeber hat ein Werk in Novo mesto das ich häufig besuchte. Mein Traum ist es mal privat mit Wohnwagen irgendwann in der Nach-Corona-Zeit wieder nach Slowenien zu fahren.


Die Basis einer gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb.
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