RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#1 von daf43 , 23.09.2015 18:22

30. August bis 19.September 2015.

Einleitung: Bereits vor 2 Jahren haben wir festgestellt, dass wir beim Campingurlaub unseren Wohnwagen eigentlich nur noch zur Übernachtung nutzen, weil wir tagsüber dauernd unterwegs sind und abends keine Lust mehr zum aufwändigen Grillen bzw. Kochen haben. Außerdem: im Alter essen wir schon weniger als früher.

Nach dem Wohnwagenverkauf haben wir 2014 und im ersten Halbjahr 2015 für verschiedene Reisen in Deutschland (Nordsee, Schwarzwald, Bayr. Wald) und Österreich Ferienwohnungen gemietet (eigentlich nur aus Platzgründen im Vergleich zum Zimmer, denn wieder mit Kochen beginnen wollten wir nicht).
Im Juni 2015 haben wir dann erstmals eine Rundreise geplant und für die Aufenthalte in Österreich und Kroatien Zimmer Frühstückspensionen gemietet und kamen gut klar damit.
Jetzt wollten wir natürlich auch eine wohnwagenlose Rundreise nach Frankreich "wagen" (einem Land, wo wir mit Wohnwagen eigentlich immer zufrieden waren).

Da Ende August/Anfang September noch in die Sommersaison fällt, haben wir uns entschlossen, die Zimmer vorzubuchen. Wir wussten ja, wohin und wie lange wir wollten. Weil das Vorbuchen über booking.com beim Kroatienurlaub im Frühjahr in Österreich, Slowenien und Kroatien so problemlos ablief, haben wir wieder dort gebucht.


30.08. Ludwigshafen - Le Puy-en-Velay (777 km, direkt).

Nachdem in den Campinforen oft die Strecke über Metz als angenehmer als die über Mulhouse geschildert wurde (mit Wohnwagen hatte ich eine andere Erfahrung), haben wir diese mal wieder probiert.
Trotz recht viel Sonntagsverkehr kamen wir zügig voran (außer dem "üblichen" Stau vorm Tunnel in Lyon).
Hier ist mir erstmals die dämlichen 130 kmh-Beschränkung auf die Nerven gefallen: Jeder fährt so etwa 130 kmh, der eine mit, der andere ohne Tempomat, mal etwas schneller, mal etwas langsamer. Irgendwie "eiert" man im Pulk mit, läuft auf den Vordermann auf, muss den überholen, beim nächsten macht man etwas langsamer, dann wird man von dem vorhin überholten wieder selbst überholt: ein ganz doofes "Spielchen", das nervt. Wie gern möchte man da kurz Vollgas geben, um aus dem Pulk zu entwischen!!
Nach Lyon ging es Richtung St.Etienne und danch wurde es merklich ruhiger. Die Berglandschaft verlockt uns zu einem Abstecher an die Loire, wo wir in der Nähe eines kleinen Städtchens auf einer Bank am Fluss die Gegend und die Sonne auf uns einwirken ließen.

Übernachtung:
Für den Aufenthalt hatten wir ein Zimmer in Chaspinhac, in der Nähe von Le Puy gebucht, ein (mit Table d'hote): Das ist eine kleine Pension, bei dem die Gäste das Frühstück (und Abendessen) zusammen mit den anderen Gästen und der Gastfamilie in einer großen Tischrunde einnehmen.
Für uns erst etwas ungewöhnlich, aber dann ganz nett, wenn sich Gäste aus verschiedenen Ländern bereits beim Aperitif bemühen, ihre bekannten und unentdeckten Sprachkenntnisse hervorzuholen.
Sowohl Frühstück als auch Abendessen waren üppig und liebevoll vorbereitet.


In Le Puy gibt es ein paar Vulkanfelsen, auf denen eine Madonna bzw. Kirchen stehen. Auch als Ungläubige wollten wir uns diese außergewöhnliche Landschaftsbilder anschauen; und sie sind sehenswert.
Auch die berühmten Linsen aus Le Puy ("lentilles verdes" durften wir probieren. Gekocht waren sie so braun wie die üblichen Linsen und schmeckten auch so, naja.
Außerhalb der Stadt geht es sehr geruhsam zu, es gibt auch keine ***Ziele, aber die Fahrt zu der oberen Loire, die sich oft durch eine Schlucht windet aber auch zwei Stauseen machten bei dem guten Wetter auch Spaß.


02.09. Le Puy-en-Velay - Octon (Nähe Lac du Salagou) (260 km).

Nachdem tomruevel wiederholt diesen See hervorgehoben hat, wollten wir auch hin, zumal in der Nähe noch der "Cirque de Moureze" (Felsgebilde) zu finden ist.
Auf der Fahrt machten wir einen Zwischenstopp in Mende, einer sehr gepflegt wirkenden Kleinstadt mit berühmter Steinbrücke (naja) und schöner Kirche (ja) und schönen Bummelgassen und dann auf der hoch gelegenen Autobahn (meist über 800 m) und das Viaduc bei Millau.

Übernachtung:
In Octon, einem einsamen Dorf, hatten wir ein Zimmer in einem Hotel/Restaurant in der Ortsmitte gebucht. Ein großes bäuerlich wirkendes Sandsteinhaus empfing uns. Aber der Weg zum Zimmer, oh Schreck: vorbei an der Küche, an der Abstellkammer, den Kühlschränken, durch einen Flur mit düsterer Treppe ging es zu unserem Zimmer: Überraschung: sauberes, großes Zimmer mit schönem Blick.
Das Frühstück, schön im Innenhof serviert, war eine äußerst geizige Angelegenheit: karges französisches Frühstück mit Croissants und Weißbrot und zwei wirklich nur fingerhutgroße Marmeladeschälchen und zwei winzige Butterstückchen (für 2 Personen!)
Natürlich kann man Marmelade und Butter nachbestellen, dann muss man zum Brötchentisch gehen und drum bitten, dann kommt (irgendwann) noch so ein Fingerhut, nö, das ist nix, besonders wenn dafür 9 € pro Person verlangt werden.
Allerdings konnte das am Abend servierte, phantastische Menü zum vernünftigen Preis wieder versöhnen.


Der Lac du Salagou ist ein nicht allzu großer Stausee, der -ungewöhnlich -von roten Hügeln und rotem Sand umrahmt ist und es gibt den verlassenen Ort (Celles), aus dem die Bewohner vor dem Bau des Staudamms zwangsumgesiedelt wurden. Hinterher hat man bemerkt, dass Celles garnicht überflutet worden wäre; naja, ein kleiner Messfehler halt).
Bei den Felsen von Moureze, unser eigentlicher "Aufhänger", waren wir doch etwas enttäuscht. So aufregend waren die "fantasievollen" Felsformationen nun doch nicht. Es gab zwar ein Wanderweg, aber der lief einfach durch dieses Felsental und da die Wege extrem steinig und vom einer Regenflut noch ausgewashcne waren, haben wir unsere Haxen geschont und die (für uns) interessanteren Felsen nahe der Straße nach Salasc fotografiert.

Eigentlich wollten wir das im Reiseführer gelobte, nahe liegende Lodeve besichtigen, aber wir waren schockiert von dem ärmlichen Eindruck des Ortes, also schnell weiter zum "Pont de Diable" am Herault, wo man - inzwischen mit ordentlich angelegten Wanderweg- herumspazieren und im gestauten Fluss baden kann.

Die geplante Fahrt zum Aussichtspunkt für die "Cirque de Navacelles" haben wir wegen dunkler Wolken gestrichen und uns lieber im Hotel ein köstliches Abendessen gegönnt.
Als am nächsten Tag das Wetter immer noch kühl (17 °C) und bedeckt war, sind wir nach Sete gefahren und haben bei 26 °C etwas Wärme und frische Muscheln genossen.


05.09. Octon - Sitges (E) 450 km.

Heute morgen wieder nur 16 °C, wie freuen wir uns auf Sitges im warmen (?) Spanien. Aber zuvor mussten wir noch tanken. Da ist uns aufgefallen, wie wenig Tankstellen es in Frankreich nur noch gibt. An der ersten, bei einem Supermarkt, da standen die Franzosen - wohl als Wochenendvergnügen? - in einer ewig langen Schlange, nö. Dann tanken wir halt auf der Autobahn.
Als ich dort eingereiht war, stellte ich fest: Tanken nur mit Karte. Macht nix, Mastercard eingeschoben. Denkste, statt wie üblich zu unterschreiben, muss nun die PIN eingegeben werden. PIN?, die habe ich noch nie benutzt, die habe ich im Handy versteckt. Ich hätte wohl besser die EC-Card eingeführt (?). Hintendran standen schon weitere Tankwillige, also schnell "canceln" und weiterfahren.
Inzwischen wurde der Tank immer leerer und auf den Navi (Poi's) wird keine weitere Tankstelle angezeigt. Aber wir wussten ja, in Argeles-sur-Mer, unserem früher häufigeren Urlaubsort, da gibt es ganz in der Nähe eine Tankstelle beim Supermarkt und dort haben wir dann - auch erst nach ewiger Warterei - endlich tanken dürfen.
Die Aufregung ließ uns hungrig werden und so haben wir uns "geopfert" und erst mal eine Portion Muscheln ("moules catalane" verdrückt.

Dann ging es zügig weiter Richtung Barcelona. Eigentlich wollte ich als alter Barcelona-Kenner (aber seit 14 Jahren nicht mehr dort) quer durch Barcelona an der Küste entlang nach Sitges fahren.
Am Samstag herrschte ein wahnsinniger Verkehr und nach einer Umleitung wurde ich von den minimal 10 Straßenschildern pro Abzweig oder Kreuzung verwirrt und das Navi drehte sich wegen der verschlungenen Auf- und Abfahrten und Tunnels nur noch im Kreis. So habe ich klein beigegeben und wir sind doch die Barcelona-Westumfahrung gefahren und in Sitges, bei inzwischen 25-27 °C, war alles wieder gut.


Übernachtung:
Da uns der Trubel in Sitges bekannt war, haben wir ein Hotel etwa 3 km im Landesinnern gebucht ("Hotel Desitges"). Diese ruhig gelegene Business-Hotel hatte zwar auch Hotelgäste, die beruflich unterwegs waren, aber die Mehrheit waren doch Urlauber. Dieses nüchtern/moderne Hotel mit neuwertigen Sanitäranlagen und (nicht angestrebter) Klimaanlage bot uns morgens ein Frühstücksbuffet mit großer Auswahl und frisch zubereiteten Kuchen und "Tortilla de patatas".


Vorm Hotel gab es Parkplätze und so konnten wir die 3 km zum Strand fahren und dort in Sitges in einer Seitenstraße kostenlos parken.
Wir kannten Sitges ja ganz gut und wussten, dass dieser trubelige Ort auch schöne Sandstrände hat und so gegen Ortsende, wo wir immer geparkt haben, war der Sandstrand kaum besucht (direkt am Ort war alles viel dichter).
Sitges hat sich ja seit Jahren als Hochburg für Schwule und Lesben einen Namen gemacht. Aber es gibt dort ebenso viele Urlauberfamilien aus Spanien (Barcelona liegt vor der Haustür) und anderen Ländern.
Insgesamt beeindruckt die tolerante, entspannte Atmosphäre, wo jeder auf seine Art leben und urlauben kann.

Wir waren ja über eine Woche in Sitges, haben häufig den Badestrand und das 27 °C warme Meer genossen und mittags oder abends im Ort gegessen (viele Restaurants und Pintxo-Lokale (baskische "Tapas"). Urlaub halt.
Das Wetter wurde etwas unbeständiger und windiger, aber für den Strandbesuch war es allemal geeignet.
Wir waren deshalb auch nur einmal im geruhsamen Nachbarort Vilanova i la Geltru und in Torredembarra mit seiner schönen Altstadt, ja und etwas im Landesinnern bis fast zum Montserrat (da waren wir schon oben).

Pintxos und Paella usw. haben uns den vom Schwimmen erzeugten Hunger gestillt, ja und Wein gab es auch (hihi). Das war unsere Zielvorgabe für Sitges.

13.09. Sitges - Argeles-sur-Mer (240 km)

Bei der Rückfahrt haben wir gleich die Westumfahrung um Barcelona genommen und kamen problemlos in Argeles bei 24 °C an.


Übernachtung:
Wieder hatten wir ein Bauernhaus (Gite) mit Zimmer- und Fewo-Vermietung gewählt, aber außerhalb vom Ort, etwa 2 km im Wald. Wie schon in der Bewertung erwähnt, war der verschlungen zu erreichende Abzweig zum Wald ohne die Koordinaten fürs Navi kaum zu finden. Über einen schmalen Waldweg gaaanz tief im Wald überraschte uns ein modernisiertes Bauernhaus in absolut ruhiger Lage.
Statt des gebuchten Zimmers mit Frühstück wurde uns eine riesige Ferienwohnung überlassen, mit großem Balkon und Blick auf den hauseigenen, beheizten Pool (28°C) und bis hin zum Meer am Horizont, klasse.
Das Frühstück auch hier wieder sehr umfangreich, Im Freien vor Küche des Hauses bzw. bei kühlem Wetter drinnen.


Argeles betrachten wir auf Grund vieler Campingurlaube (seit 1978 immer mal wieder) fast als zweite Heimat (unser Sohn auch).
Insofern haben wir die 3 Tage Aufenthalt genutzt, um die bekannten Wege und Märkte zu begehen, sind nach Collioure gewandert (mit Bus zurück) und haben jedesmal an dem in der Ortsmitte von Argeles-Plage gelegene, genau im Weg stehende Weinprobierstand eine Probe nehmen müssen (oder zwei?).
Geheimtipp: Muscat mousseux, eisgekühlt.

Weil aber das Meer leider nur noch 19 °C hatte und ein oftmals kräftiger Wind wehte, war mit Schwimmen im Meer nix mehr für uns. Aber wir hatten ja einem beheizten Pool im Garten.
Dafür sind wir dann an einem Tag zur Stadtbesichtigung nach Perpignan gefahren.

Hinweis: inzwischen gibt es dort unten einen Pendelbus, der von Cerbère (span. Grenze) bis nach Perpignan und zurück fährt. Und das für 1 € pro Fahrt ! (allerdings pro Zustieg, wenn man also unterwegs aussteigt, muss man erneut zahlen). Also spottbillig.


17.09. Argeles-sur-Mer - Bavillier bei Belfort (831 km).

Lange haben wir überlegt, wo wir einen Zwischenstopp einlegen sollen, aber die "üblichen" Etappenplätze wir Dole, Beaune, Ardeche usw. kennen wir doch von vielen Stopps der letzten Jahrzehnte.
Da fiel uns Belfort ein, bisher als Etappenort immer zu nahe an zuhause.

Übernachtung:
In einem Vorort von Belfort wird ein Gite angeboten, wieder ein schönes Haus mit 3 vermietbaren Zimmern, dazu ein riesiger garten mit Sitzgruppen, ein Pool (Wasser im Herbst für uns schon zu kalt (20°C)), Whirlpool im Freien (heiß).
Die 3 Zimmer im 1. OG sind bewusst "bäuerlich" aber neuwertig eingerichtet, Bad und Toilette jeweils getrennt, sehr angenehm, zum wohlfühlen.
Der zuvorkommende Hausherr serviert ein schönes Frühstück, z.T. mit selbstgebackenem Brot.


Da wir vor etwa 40 Jahren in Belfort waren, stand jetzt "Neuland" vor uns. Die Altstadt haben wir gleich am ersten Abend besucht (Abendessen) und am nächsten Tag die riesige Zitadelle und nochmal Alt- und Neustadt (die war weniger interessant).
Nach nur 17 °C am Morgen wurde es wärmer und sonniger, so sind wir am späteren Nachmittag durch herrliche Wälder (schöner als die Garrigue !) noch hoch zum Elsässer Belchen gefahren. Dort waren es nur noch 10 °C, aber ein herrlicher Blick.
Die Rückfahrt ging über Masevaux mit seinen alten Häusern und sehr blumenreicher Dekoration: Elsass halt.


19.09. Belfort- Ludwigshafen (331 km)

Auf der Rückfahrt durchs Elsass muss man sich immer wieder entscheiden, welchen der touristisch herausgeputzten Orte man besuchen will. Dieses Mal haben wir uns für Riquewihr und Ribeauvillé entschieden und trotz der vielen Touristen ist es dort einfach schön.
Dann fuhren wir weiter in die Pfalz und die Heimat hatte uns wieder.



Fazit: wir hatten schon etwas "Bedenken", einen Nichtcampingurlaub in Frankreich zu machen, wo wir so viele schöne Campertage erlebt haben.

Aber die ausgewählten Übernachtungen waren alle top-sauber, täglich oder fast täglich gab es frische Bettwäsche und Handtücher und viele netten Gespräche mit den anderen Gästen, manchmal mit Händen und Füßen, ließen uns nie den Wohnwagen vermissen, sorry, liebe Camper.


Anmerkung: ich mache eigentlich nur noch Personen-Fotos und deshalb stelle ich hier keine Bilder ein.

 
daf43
Beiträge: 2.452
Registriert am: 05.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#2 von sunshine , 23.09.2015 19:12

Das klingt nach einer tollen Tour, Dieter - danke für deinen Bericht!

Einige Orte, die du besucht hast, kenne ich gut, andere gar nicht.
Von der Madonnenstatue von Le Puy kann ich ein Bildchen beisteuern.

[[File:provence05ii011.jpg|none|auto]]
Und von Collioure.

[[File:img_2353.jpg|none|auto]]

Zitat von daf43
Jeder fährt so etwa 130 kmh, der eine mit, der andere ohne Tempomat, mal etwas schneller, mal etwas langsamer. Irgendwie "eiert" man im Pulk mit, läuft auf den Vordermann auf, muss den überholen, beim nächsten macht man etwas langsamer, dann wird man von dem vorhin überholten wieder selbst überholt...


So geht es uns auch jedes Mal, wenn wir ohne Wohnwagen unterwegs sind.

Zitat
Hinweis: inzwischen gibt es dort unten einen Pendelbus, der von Cerbère (span. Grenze) bis nach Perpignan und zurück fährt. Und das für 1 € pro Fahrt !


Das ist uns auch sofort aufgefallen, als wir im Frühling in Cerbère waren. Finde ich gut.

Zitat
Das Frühstück, schön im Innenhof serviert, war eine äußerst geizige Angelegenheit: karges französisches Frühstück mit Croissants und Weißbrot und zwei wirklich nur fingerhutgroße Marmeladeschälchen und zwei winzige Butterstückchen (für 2 Personen!)


Hm, das französische Frühstück ist auch nicht so unseres. Wir frühstücken im Urlaub gerne ausgiebig und lassen dafür das Mittagessen ausfallen. Das ist beim französischen Frühstück nicht möglich, da muss man dann zu Mittag essen.
PS: Hast du den Wohnwagen wirklich nie vermisst?

 
sunshine
Beiträge: 9.829
Registriert am: 04.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#3 von Kast , 23.09.2015 19:54

Danke fürs "Mitnehmen". Den einzelnen Station zu folgen hat mir Spaß gemacht.

 
Kast
Beiträge: 1.896
Registriert am: 22.01.2009


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#4 von sebbarca , 23.09.2015 21:03

Hola, buenos noches!

Ich glaube bei solch einer Reise ist es eigentlich egal, obmit oder Wohnwagen. Persönlcih würde ich das eher mit Wohnwagen machen, da ich beruflich viel in Hotels unterwegs bin (und die unfaßbare Preis-Qualitäts-Relation beim Frühstück in Frankreich kenne). Aber bei den Pensionen ist das vielleicht schon anders. Als weiteres würde mich dann die Reserviererei stören, aber das scheint ja auch möglich zu sein. Und letztlich habe ich leidvolle Erfahrungen mit Pensions- und Hotelbetten gemacht, da ist mir mein Wohnwagenbett lieber.

Abgesehen von solchen Technica: schöne Tour! Beim Cirque de Navacelles habt Ihr wirklich was versäumt, der hat mich schwer beeindruckt. Auch der Lac de Salagou, dort waren wir zweimal.

Schönen Dank für den Bericht, einiges werden wir sicherlich später mal besuchen.

Hasta luego!
Klaus

 
sebbarca
Beiträge: 1.752
Registriert am: 07.05.2008


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#5 von HD , 23.09.2015 21:09

An dem Lac de Salagou finde ich nix Tolles. Das Meiste kenne ich, einiges nicht, aber die Gegenden als solche schon.
Sorry, wäre nicht meine Sache eine Route in vorgebuchte Hotels, Pensionen etc zu fahren.
Ich brauchei Spontantät, ich fahre auch nicht nach vorgeplanten Reiserouten.

Ohne Wohnwagen WOMO würde ich eine gebuchte Ferienwohnungen vorziehen und diese als Basis für Erkundigungen nutzen. Das liegt mir mehr und habe ich auch schon oft getan.
Ist zwar auch nicht sehr spontan aber ich mag mehr einen festen Ankerpunkt. WW oder WOMO bietet mir das, und dann damit rumreisen.

Interessant einen solchen Bericht zu lesen, danke dafür
Gruß HD

 
HD
Beiträge: 12.085
Registriert am: 04.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#6 von Susanne , 23.09.2015 21:12

danke für den "nichtcamping"-reisebericht, ich merke, wir müssen mal wieder richtung Spanien

 
Susanne
Beiträge: 4.627
Registriert am: 04.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#7 von daf43 , 24.09.2015 09:19

Hallo,
* den Lac du Salagou haben wir auch nicht so toll empfunden.
* das Vorbuchen macht uns nichts aus, zumal wir durch unsere Reisen ein ganz gutes Gefühl entwickelt haben, wie lange wir bleiben möchten.
* im Buchungssystem kann man auch Unterkünfte buchen, die sich kurzfristig stornieren oder umbuchen lassen (das sind aber zugegebenermaßen eher die größeren Hotels, die wir weniger mögen).
* wenn wir, wie bei den Reisen in den letzten beiden Jahren, an einem Ort bleiben, dann bevorzugen wir natürlich auch eine Ferienwohnung.
* wenn man (das habe ich testweise geprüft), außerhalb der Saison fährt, kann man sich morgens durchaus noch eine Übernachtung für abends buchen. In allen Unterkünften wäre noch Platz gewesen. Allerdings hat booking.com nur bestimmte Kontingente belegt, so dass das Hotel bei booking.com zwar ausgebucht sein kann, aber trotzdem noch freie Zimmer haben kann.


* Ja wir haben - wie ich schrieb - durchaus "befürchtet", dass wir in der Campinghochburg Frankreich den Wohnwagen doch vermissen. Aber nein, wirklich nicht.

Dazu muss ich aber auch sagen, dass wir, durchaus im Gegensatz zu HD, nicht nur auf einem Camping Municipal an einem kleinen Flüsschen Urlaub machen möchten (diese Ruhe finden wir zuhause und im Pfälzer Wald), sondern wir möchten schon dahin, wo es Sehenswürdigkeiten und Orte gibt, wo etwas los ist (allerdings nicht so extrem wie St. Tropez ).
Und in diesen touristischen Hotspots gibt es in der Nebensaison jede Menge freie Zimmer, aber die CP sind noch immer brechend voll.

 
daf43
Beiträge: 2.452
Registriert am: 05.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#8 von bieber , 24.09.2015 10:06

Danke für den Bericht! Die Tour hätte ich so auch genossen. Wir bleiben aber noch lange beim Campen, weil wir immer soviel Geraffel mitschleppen. Biebermans Bett ist sehenswert, wenn er sich so richtig ausgebreitet hat. All seine Kameras, Objektive, Computer, Bücher...manchmal muss er abends etwas aufräumen, damit er noch Platz zum Schlafen hat. Man schleppt halt relativ unbegrenzt den halben Hausstand mit. Und dann der Hund, ob der in allen Pensionen willkommen gewesen wäre? So haben wir einfach mehr Freiheit.
Aber in manchen Gegenden ärgert es mich schon, dass sich auf den CP alles knubbelt und einfach kein einsames Plätzchen zu finden ist. Ein Bauernhaus im Wald klingt da schon viel besser. Ich such ja immer nach einfachen CP möglichst ein bißchen abseits der Touristenhotspots, aber gelegentlich ist das schwer. Vor allem, weil genau die oft erst im Mai öffnen und Ende September schon wieder schließen.

 
bieber
Beiträge: 1.461
Registriert am: 07.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#9 von tomruevel , 25.09.2015 00:32

Moin,

und danke für den schönen Reisebericht.

Man könnte ja glatt sofort losfahren.
Wenn man nicht schon dort wäre, am Salagou.

Den See finden wir dann schon toll.
Dafür muß man vielleicht öfter da gewesen sein. Weil es nicht immer diese Farbenspiele zwischen dem Wasser und den roten Felsen gibt, auch nicht immer die Sonnenuntergänge.
Wir hatten 3 Tage bewölktes Wetter mit gelegentlichem Sonnenschein und starkem Wind. Genau das ist die Situation wo sich die Farbschattierung ständig ändert.
Ich habe einige Wanderungen von Liausson aus gemacht, u.a. über den Bergkamm von dem aus man die Ort Liausson und Moureze sieht. Und eben das Mittelmeer mit den Landmarken Mont St. Clair (Séte) und dem Loup (Agde) mit der dazwischen liegende Nehrung sowie dem Bassin de Thau.
Schön sind auch die Wanderungen durch die zerklüfteten Uferbereiche mit dem roten Gestein.
Na, und unsere Hund findet das sowieso toll sobald Wasser dabei ist. Inzwischen hat er wieder die typische Farbe angenommen: Rote Pfoten und roter Bauch.

Im Frühjahr hatten wir noch ein Rundfahrt gemacht. Den Salagou hinauf bsi zum Quellgebiet, über den Paß hinab in Tal des Orb. Dieses Tal hinauf, am Stausee vorbei und in einer großen Rechtskurve mit tollen Panoramen hinab nach Lodéve. Lodéve bröckelt ein wenig, mit einem gewissen Charme. Dort ist am 12./13. September wohl ein starkes Hochwasser durchgerauscht. Es ist auch ein Stück der A 75 weggespült, es gibt eine Umleitung. Die Lergue haben wir bisher nur fast trocken erlebt, diesmal hat sie viel Wasser.

 
tomruevel
Beiträge: 1.479
Registriert am: 09.12.2008


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#10 von Tscharlie , 25.09.2015 07:59

Na da scheint doch Interesse für einen Reisebericht mit "nur Auto" zu sein, denn eigentlich geht es hier im Forum ja ums unterwegssein, womit und wo man übernachtet ist ja nur Nebensache.

Tscharlie

 
Tscharlie
Beiträge: 10.966
Registriert am: 04.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#11 von Winni , 25.09.2015 12:54

Genau so ist das, danke fürs mitnehmen,daf, man könnte das ja auch mit nem camper machen....

 
Winni
Beiträge: 15.114
Registriert am: 04.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#12 von daf43 , 25.09.2015 15:23

Hallo,

wegen Camping möchte ich nochmals betonen, dass uns nicht der 100-fache Frankreich-Urlaub im Wohnwagen genervt hat, sondern Camping in unserem neuen Zielgebiet Deutschland (und nahes Umland).
Dort haben uns die ausgeprägten "Dauercamping-Rituale" - auch bei Urlaubscampern - zunehmend gestört und das haben wir jetzt mit Fewo, bzw. bei Kurzzeit auch mal Zimmer, umgangen.

Insofern hatten wir ja bei der Frankreich-Fahrt schon unsere Bedenken, den Wohnwagen zu vermissen, aber es war auch ohne Wohnwagen gut und auch angenehm, einfach mal an den "üblichen" Wohnwagen -Zwischenübernachtungsorten z.B. im Rhonetal vorbei zu fahren .

 
daf43
Beiträge: 2.452
Registriert am: 05.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#13 von tomruevel , 25.09.2015 17:33

Zitat von daf43
wegen Camping möchte ich nochmals betonen, dass uns nicht der 100-fache Frankreich-Urlaub im Wohnwagen genervt hat, sondern Camping in unserem neuen Zielgebiet Deutschland (und nahes Umland).



Moin,

wenn mal vielleicht 10% unserer Übernachtungen auf Campingplätzen in D stattgefunden haben.....

Was generell nervt sind einfach organisatorische Eigenheiten.
Allem voran diese dämliche und bevormundende Mittagsruhe.
Und die teilweise umständliche Handhabung von allerlei Regularien bei der An-/Abreise, Stromabrechnung usw.
Und als Extrembeispiel dann auch die vorgeschrieben Ausrichtung des Caravans auf dem Stellplatz (in eine Kurort in Franken).

 
tomruevel
Beiträge: 1.479
Registriert am: 09.12.2008


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#14 von sunshine , 25.09.2015 18:16

Wie ihr wisst, mache ich auch gelegentlich mal Urlaub im Ferienhaus, im Mobilhome und bei kleinen Städtetouren auch mal im Hotel.
Was mich daran am meisten stört ist die Tatsache, dass ich zumeist vorab buchen muss.
Irgendwie mag ich mich nicht so gerne so früh festlegen. Beim Campen ist man einfach frei und kann nach Lust, Laune und Wettervorhersage entscheiden, wohin man fährt. Zumindest zu den Zeiten im Jahr, wo alle Campingplätze geöffnet haben.
Im späten Herbst, im Winter und im zeitigen Frühjahr sieht das natürlich wieder ganz anders aus.

Im Moment bin ich gerade am Schauen nach einem Mobilhome für die erste Novemberwoche, weil unsere Herbstferien so spät sind dieses Jahr.
Viele nette Plätze (in Südfrankreich) schließen am Tag nach Allerheiligen. Letztes Jahr haben wir ohne zu buchen ein Mobilhome am Meer bekommen. So würde ich es gerne dieses Jahr wieder machen.
Oder HDs Vorschlag am Gardasee - aber ganz kurzfristig - je nach Wettervorhersage.

Das Schöne am Campen ist für mich vor allem die Freiheit und die Sponanität.

 
sunshine
Beiträge: 9.829
Registriert am: 04.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#15 von daf43 , 26.09.2015 10:21

Hallo Iris,
das Mobilhome-Mieten war eigentlich auch unser erster angedachter "Ausweg" als Wohnwagenersatz. Allerdings haben uns die erschreckend hohen Preise bisher davon abgehalten, denn die Mobilhomes sind meist für 4-6 Personen ausgelegt (auch wenn's dabei bestimmt eng wird) und entsprechend saftig kalkuliert. Insofern haben wir noch keine eigene Erfahrung.

 
daf43
Beiträge: 2.452
Registriert am: 05.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#16 von sunshine , 26.09.2015 11:31

Mobilhomes haben wir bisher nur zweimal im späten Herbst gemietet, Dieter.
Da gibt es oft recht günstige Wochenangebote zwischen 200 € und 300 € für die großen Mobilhomes. (Beispiel: Bollene)
Ich würde immer eins mit zwei Schlafzimmern bevorzugen, so dass man einen Raum fürs Gepäck hat. So groß sind die Zimmerchen ja nicht...
Am Meer ist es natürlich ein wenig teurer:
(Beispiel: Cote Bleue - gut, da hatten wir ein recht großes Häuschen mit Meerblick - es gab dort auch günstigere).

In Salon de Provence im Nostradamus z.B. bezahlt man derzeit 18,40 € pro Nacht im Mobilhome mit 2 Schlafzimmern.
Dort (ist ein netter Campingplatz) waren wir zwar mit dem Wohnwagen, aber die Mobilhomes sind überall ähnlich.

In der Hochsaison sind die Mobilhomes natürlich keine Alternative.

 
sunshine
Beiträge: 9.829
Registriert am: 04.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#17 von daf43 , 26.09.2015 16:52

Hallo,
ich habe mal für Ende September ein Beispiel hochgerechnet: mit Handtücher, Bettwäsche, Parkplatz und Endreinigung komme ich auf 85 €/Tag.

Eine vergleichbare Ferienwohnung in Martigues

http://www.booking.com/hotel/fr/residenc...otal;ucfs=1&;

kommt dort zu der Zeit auf 50 €/Tag, man muss keine Endreinigung zahlen, allerdings wohl Bettwäsche.

Das ist der Grund, warum wir noch "wankelmütig" sind.

 
daf43
Beiträge: 2.452
Registriert am: 05.03.2006


RE: Ohne Wohnwagen nach Frankreich und Spanien bis Sitges.

#18 von morgenröte , 27.09.2015 10:41

Ein schöner Reisebericht, egal wo man schläft. Kleine Pensionen in denen man Kontakt zu einheimischen hat finde ich auch gut. Das gemeinsame Abendessen am großen Tisch wuerde mir auch Spaß machen. Alles was selbst bestimmt ist, ist echter Urlaub. Termine auf die Minute habe ich alltags genug.

Liebe grüße Andrea

 
morgenröte
Beiträge: 2.048
Registriert am: 05.03.2006


   

Herbst 2015
Tipps Zingst, Wismar usw aus dem Tageschat

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz