RE: Schöne Tage im Nachbarland

#1 von LuckyMan ( gelöscht ) , 20.06.2006 09:21

Am Freitag vor Pfingsten starteten wir nach Winterswijk, denn wir mußten mal wieder bei Obelink vorbei und einige Vorräte auffüllen (Gaskartuschen für den Grill etc.).

Auf dem Platz "De Italiaanse Meren" trafen wir uns mit Freunden und einer Arbeitskollegin.
Der Camping-Platz ist immer wieder empfehlenswert. Er hat zwar keinen Schnick-Schnack, aber schöne große Stellplätze und saubere Sanitäranlagen. Also bestand unser Programm in den nächsten Tagen aus Faulenzen, Grillen und Einkaufen bei Obelink.

Ab Pfingsmontag waren wir dann allein, beschlossen aber noch diese eine Nacht auf dem Platz zu bleiben und erst am Dienstag Richtung Workum aufzubrechen und uns dann ein paar schöne Tage am Ijsselmeer zu machen.

Als wir ankamen, sagte uns der Platz "It Soal" irgendwie gar nicht zu und auch bei einem kleinen Rundgang wich dieser Eindruck nicht. Ausserdem war es bereits 18 Uhr und die Rezeptionistin trommelte schon. Also gedreht und weitergefahren, und zwar nach Biddinghuizen in der Region Flevoland auf den Platz "Riviera Beach". Dort bekamen wir einen Platz ziemlich genau 50 Meter vom Strand entfernt. Den ersten Abend verbrachten wir grillend bei 6 Grad Aussentemperatur in dicke Klamotten eingepackt. Das änderte sich aber am Mittwoch grundlegend und der Sommer hielt Einzug. Ab mittags war es dann schon sehr warm, aber mit ein wenig Wind waren auch diese Temperaturen gut zu ertragen.

Nach der ersten Nacht fanden wir dann heraus, dass ein Platz in der Nähe des Wassers auch durchaus Nachteile haben kann. Der Strand war bevölkert von Schwänen, ich schätze mal es waren zwischen 200 und 250. Bis dahin wußte ich dass Schwäne solch große Haufen produzieren können, also war erstmal Slalom angesagt auf dem Weg zu den Sanitäranlagen.

In den folgenden Tagen wurde viel gelesen und ein wenig das Rad bewegt. Allerdings sind die Städtchen auf Flevoland nix für uns, denn wir mögen es älter und klein. Da aber Flevoland erst um 1960 dem Meer durch Trockenlegungen abgerungen wurde, ist die Architektur natürlich entsprechend. Am vorletzten Tag fuhren wir nach Harderwijk und fanden was wir suchten. Ein kleines Städtchen mit Brücken und einen Hafen.

Von diesem Platz aus, wollten wir eigentlich weiter in die Nähe von Arnheim, uns dort mit Freunden treffen und dann den Burger's Zoo besuchen. Aber bei den Temperaturen haben wir uns umentschieden und sind Richtung Edam gefahren, den Platz dort kennen wir schon recht gut und es gefällt uns dort immer wieder. Wir hofften auf ein wenig Wind, denn 33 Grad sind definitiv nix für uns. Mittwochs mittags kamen wir in Edam an und bauten dann bei gut 30 Grad das Vorzelt auf. Eigentlich wollte es beim Sonnendach bewenden lassen, aber als es sich dann abends abkühlte, habe ich es doch komplett aufgebaut und, man weiß ja nie, mit ca. 40 Heringen und Sturmband gesichert.

Nach dem Aufbau war erstmal Abkühlen im Ijsselmeer angesagt...Möööönsch...war das frisch *lächel

In der Nacht hörte ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Ich tippe mal auf Windstärke 8, aber der Wohnwagen stand genau richtig, nämlich mit der hinteren rechten Ecke (ohne Fenster) im Wind.

Unsere Freunde im Zelt hatten allerdings eine sehr unruhige Nacht, denn das große Iglu-Zelt hat sich schon mächtig bewegt. Aber wir alle und auch das gesamte Material haben diese Probe problemlos überstanden, es mußte nur einige Leinen am nächsten Morgen nachgespannt werden.

Dann machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch das schöne Städtchen Edam und wir zeigten unseren Freunden mal wie gut Gouda schmecken kann ("Brokkel overjarig" heißt das Zauberwort, ein Gouda, der ca. 3 Jahre alt ist und genauso bröckelt wie ein Parmesan). Dann gab es noch das obligatorische Kopje Koffie und Appelgebak mit Slagroom. In den folgenden Tagen wurde wieder entspannt und am Freitag war es dann endlich soweit. Die Matjes-Saison wurde endlich eröffnet. Also fuhren wir nach Volendam und deckten uns mit "Nieuwe Haring" ein und ich kann nur sagen, es war göttlich. Man kann sich nicht vorstellen, dass es sich um einen ganz ordinären Hering handelt.

Freitags fuhren wir dann noch nach Alkmaar und wollten zum Käsemarkt, aber irgendwie dauerte das Frühstück wohl zu lange und wir erlebten nur noch das Abbauen. Aber auch das Städtchen ansich ist eine Reise wert und eine Grachten-Rundfahrt ist Pflicht. Allerdings sollte man ein wenig gelenkig sein, denn die niedrigste Brücke ist nur 67 cm hoch, da ist also Sitzen im Gang angesagt.

Am Samstag haben sich dann unsere Freunde wieder verabschiedet und wir ließen den Urlaub ruhig ausklingen. Wir haben in Ruhe das Vorzelt abgebaut und verstaut und dann Samstag abend vor dem nackten Wohnwagen gesessen.

Sonntag dann in Ruhe den Rest verräumt, geduscht, gezahlt, angespannt und losgedüst.


LuckyMan

RE: Schöne Tage im Nachbarland

#2 von oceanline , 20.06.2006 16:01

Hallo Lucky Man,

schön das Dir und Deiner Frau der Urlaub so gut gefallen hat und dass Ihr auch noch Glück mit dem Wetter hattet.

Aber gestatte mir mal eine Frage:
Warum isst man in Edam Gouda Käse - Edamer wäre doch " einheimischer " oder irre ich mich ?

Gruss oceanline ( Uwe )


 
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RE: Schöne Tage im Nachbarland

#3 von wombiroo ( gelöscht ) , 20.06.2006 18:41

Zitat
Dann machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch das schöne Städtchen Edam und wir zeigten unseren Freunden mal wie gut Gouda schmecken kann...


Genau diese Frage drängt sich mir auch auf! Wo ist der Edamer zur "Kasprob´" dort? Bei uns im Aldidl-Kühlregal, oderwas?
Ansonsten war´s sicherlich ein schöner Urlaub, netter Bericht, aber mit den Brücken "67cm", das ist doch recht flach zum durchlaufen, zum drunter schlafen allerdings bestimmt gemütlich, wenn man mal kein Zelt dabei hat... :zw :blough
Die frischen Matjes allerdings... - da könnte man für morden, denn so lecker sind die hier in Deutschland, vor allem weit weg vom Wasser, nie zu bekommen, zumal die jungen ""Nieuwe Haring"" wie Du schreibst, mmmmhhhh!


wombiroo

RE: Schöne Tage im Nachbarland

#4 von kiwi ( gelöscht ) , 20.06.2006 21:25

Hallo Lucky Man,
das ist ein sehr schöner Bericht. Er macht schon richtig Lust auf den Urlaub, denn wir fahren auch sehr gerne nach Holland. Bis jetzt ist es aber immer Nordholland/Callantsoog geworden. Noch gute 4 Wochen und wir fahren auch los.
Gruß
Kiwi


kiwi

RE: Schöne Tage im Nachbarland

#5 von LuckyMan ( gelöscht ) , 21.06.2006 06:37

Zitat von oceanline

Aber gestatte mir mal eine Frage:
Warum isst man in Edam Gouda Käse - Edamer wäre doch " einheimischer " oder irre ich mich ?




Moin Moin...

Also...soweit ich weiß, genaue Infos habe ich leider noch nicht, ist es mit dem Edamer in Edam wie mit den Berlinern in Berlin...

In Berlin gibt es keine Berliner, sondern Pfannkuchen und in Edam wird kein Edamer verkauft. Genaueres weiß vielleicht unser Touringfahrer oder der Expat?? *grübel*


LuckyMan

RE: Schöne Tage im Nachbarland

#6 von anrape ( gelöscht ) , 21.06.2006 09:02

Moin Marcus,

na da hattet ihr ja wohl einen schönen Urlaub!

Ihr seid ja genau wie wir immer auf der Suche nach alten/historischen Ecken!

Campen bei Obelink - ich glaub' DAS lasse ich denn doch mal lieber :zw :blough

Schöne Grüße,

Peter


anrape

RE: Schöne Tage im Nachbarland

#7 von LuckyMan ( gelöscht ) , 21.06.2006 09:10

Nee nee Peter..gecampt haben wir auf einem normalen Platz *grins*


LuckyMan

RE: Schöne Tage im Nachbarland

#8 von WaNL ( gelöscht ) , 23.06.2006 22:59

Also.............Limburger haben wir hier in Limburg auch nicht........Nennt sich wohl Gebietsschutz


WaNL

RE: Schöne Tage im Nachbarland

#9 von wombiroo ( gelöscht ) , 23.06.2006 23:25

Aromaschutz... ops:


wombiroo

   


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