RE: Radeln im Elsass

#1 von bieber , 07.07.2014 11:22

So, jetzt aber endlich die Nachricht für HD! Es war superoberaffengeil! Der Platz Le Moulin in Abreschviller ist genau richtig, vor allem die Lage. Direkt am Platz kann man nach links Richtung Mont Donon losradeln und nach rechts auf den Circuit de deux vallées Richtung Rhein-Marne Kanal. Und alles geteert, alte Bahntrasse, ruhige Nebensträßchen. Himbeeren und Myrtillen am Wegrand, Schiffchen die neben einem herfahren (wir sind schneller!), alles traumhaft.
Der Reihe nach: Wir kamen Donnerstagnachmittag in Abreschviller an (hin über Saarbrücken, fast 6 Stunden, zurück über Mannheim, 5,5 Stunden), bauten auf (nachdem wir endlich den Eingang gefunden hatten, zuvor waren wir auf dem Bahnhof des Touristenbähnchens gelandet) und wurden von M. Blattner begrüßt, den wir umgehend von M. Didier grüßten. Daraufhin gehörten wir zur "Verwandtschaft" und wurden preislich bevorzugt, Hund nix, und nur eine Person konnte er sehen...Der Platz leer bis auf 2 Wohnmobile, die unterwegs waren. Sanitär alt, einfach, sauber. Voll ok. Aber schwer eng im Klo, jeder Zentimeter genau abgemessen!
Nach Lorquin zum Einkaufen, Bäckerei und Epicerie in Abreschviller gesichtet und nach dem Abendbrot direkt auf die Räder und bis Sonnenuntergang noch 20 Km bis St. Quirin geradelt. Schönes Dorf, aber eines der schönsten?, naja.
Freitag morgens (keine Croissants mehr um 8.30! die neue Bäckerei geschlossen, die alte war auf) nach dem Frühstück auf den Col de Donon. Wir haben nicht den GR 5 durch den Wald genommen, sondern schlicht die Straße. Alle 5 Minuten überholte uns ein Auto, gegen Mittag kamen einige Motorräder, das war nicht schlimm.
Nach 32 Km waren wir oben und fuhren in den Wald hinein auf dem Col entre les 2 Donon. Nach ungefähr 2 km hörte ich hinter mir eine kleine Explosion, so als ob ein Sektkorken knallt. Biebermans Hinterrad war platt. Seitlich aufgeschlitzt, Schlauch geplatzt. Na toll. In the middle of nowhere, den Sommet mit dem Tempel kurz vor den Augen, kein Flickzeug, kein Werkzeug, kein Ersatzschlauch. Hundekutsche umgespannt an mein Fahrrad, Bieberman damit die Schusstour abwärts (die wär ich auch gerne gefahren!) und ich sass mit seinem platten Rad im Wald und musste anderthalb Stunden warten, bis er mit dem Auto hochkam und das Rad einladen konnte. Ich schob langsam Richtung Schutzhütte zurück und dachte, die Zeit kannst Du auch nutzen und Myrtillen pflücken, die waren da zuhauf. In Ermangelung eines Behältnisses wurde mein Helm zur Heidelbeerschüssel. In anderthalb Stunden kann man eine Menge pflücken!
Nachmittags im Declathon neuen Schlauch, Mantel, Werkzeug und eine Luxusluftpumpe erstanden. Und eine Shorts für Bieberman, der 4 dicke Jeans, aber keine kurze Hose eingepackt hatte und stattdessen in einem Schlafanzugshorty rumlief!!
Das hier wird doch länger, ich erzähl nachher weiter!

 
bieber
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RE: Radeln im Elsass

#2 von Susanne , 07.07.2014 11:26

hört sich kurzweilig an, danke fürs erzählen, bin schon gespannt auf die fortsetzung , ach das Elsaß, die Vogesen, ich liebe sie, wir sind sehr oft dort......

 
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RE: Radeln im Elsass

#3 von HD , 07.07.2014 12:22

Danke Frau Bieber für die Rückmeldung. Ich bin sehr froh, dass es euch gefallen hat (nicht jeder mag solch einfache Municipals, aber es gibt sie noch) in und um den pays de Sarrebourg, einer Gegend, in die sich nicht viele “verirren“. Und das ist mir gerade recht. Wenn man weiß wo der Eingang des CP ist, ist es ganz einfach. Ich war ja schon oft dort, aber jedesmal wenn ich auf den kleinen überschaubaren aber gepflegten Platz fahre, Jacky kommt winkend angelaufen, (manchmal trinken wir ein Bier zusammen und er erzählt, ßwas alles der Bürgermeister für den Platz nicht genehmigt hat) fühle ich mich tja, einfach “zu Hause“' Dann schnauft noch um 15 Uhr die alte Heeresbahndampflok der Firma Jung aus 1945 hinter dem Platz her, es riecht nach Öldampf, die Dampfpfeiffe trötet und mein Hund klemmt den Schwanzstummel. Gut, ok, manchmal spannen sie auch die Diesellok an.
Der Donon (Hausberg Saarlandes, denn dort entspringt unser “Nil“, die Lebensader des Landes) war ja nun ein Abenteuer, aber es hat auch was 20km ohne Haus und Dorf zu fahren'
UND NUN folgt ja noch der Kanalradelbericht, und ich kann nur hoffen, daß euch DAS auch gefallen hat.
Ach ja, Abreschviller, nix Großartiges, nix Spektakuläres, fast wie Heimat für mich, und wie oft sagte ich meiner Frau auf die Frage: wohin für eine knappe Woche: keine Frage, Abreschviller
Und wenn ihr sagt, da würden wir wieder hinfahren, freut sich der olle HD Abreschviller überhaupt erwähnt zu haben.
LG HD

 
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RE: Radeln im Elsass

#4 von bieber , 07.07.2014 13:50

Da fahren wir ganz sicher noch mal hin! Die Diesellok wurde uns zu Ehren sofort gestartet, nachdem wir aufgebaut hatten. Eine schwarze Wolke hüllte uns ein und statt zügig weiter zu fahren, hielt sie neben unserm Wohni. Die Luft war zum Atmen nicht mehr geeignet, so sind wir an den Fluss geflüchtet, der Badeweiher und Campingplatz trennt. Der Hund wurde gebadet und abgekühlt, es waren fast 30°C. Beim Morgenspaziergang bin ich dann immer mit ihm zum Bahnhof gegangen und hab mir die Abfahrtszeiten gemerkt, damit wir nur ja nicht mehr da sind, wenn sie wieder schwarzen Rauch spukt, die kleine Dampflok.

Am Samstag stand Bieberman kurz vor 8 auf und radelte zügig ins Dorf, et voila, diesmal kam er sogar mit Mandelcroissants zurück. Und sie waren auch nicht so sündhaft teuer wie in der Provence! Dann ging es ab die Post bei bedecktem Himmel Richtung Kanal. Wir fuhren bis ins Vallee de bievre, da fing es an zu nieseln und hörte auch nicht mehr auf. Es war so gegen Mittag und wir beschlosssen, dem circuit zu folgen und nach Abreschviller zurück zu fahren.Wir radelten über den kleinen Pass, wo die Grotte mit dem Heilwasser ist. Die Steigung hat es in sich, aber mit dem Ebike kein Problem. Nach kurzer Zeit war meine Jeans durch, die Regenjacke hielt dicht, die Schuhe auch, Bieberman hatte natürlich eine wasserdichte Seglerhose an, die will ich jetzt umgehend auch. Im Wohni wurde die Heizung angedreht und das nasse Zeug drüber gehängt, denn ich hatte nicht gedacht, dass man für 2 Tage mehrere Jeans brauchen könnte, zumal nicht, wenn man bei 30 °C losfährt. Wieder was gelernt, auch für 2 Tage braucht man alles doppelt. Dieser große Circuit war 36 km lang und wir hatten unser Mittagsschläfchen schon verdient.
Gegen 15h klarte es wieder auf, kurz entschlossen stiegen wir wieder auf und radelten nochmal dieselbe Richtung nach Hesse zum Rhein-Marnekanal, fanden auch den Leinpfad und fuhren direkt neben einem Boot her, aber die waren uns zu langsam. Wir sahen sie dann später nochmal an der Stelle, wo der Kanal im Tunnel verschwindet, wir standen oben und aßen einen Apfel, während sie herantuckerten und unter uns im Erdboden verschwanden. In Arzviller, wo das Schiffshebewerk ist, hatten wir dann schon wieder 27 km auf dem Tacho und es war schon fast 19h, so dass wir beschlossen, das Hebewerk für ein anderes Mal aufzuheben, wir kannten ja auch schon das bei Geesthacht. Zurück am Campingplatz zeigte der Tacho 57 Km, zusammen mit denen von Vormittags waren wir 93 km geradelt!
Neben dem Platz stand schon den ganzen Tag ein Kühllaster, der fing nun plötzlich an zu kühlen. Gefühlt alle 30 Minuten schaltete er sich für ca 5 Minuten ein und dröhnte uns zu. Wir überlegten kurz, ob wir flüchten sollten und mit dem Auto noch auf den nächtlichen Donon fahren sollten, aber wir waren zu müde und es war auch nicht so schlimm, weil das Gekühle in Intervallen kam.
Am Sonntagmorgen dann die Auflösung: Auf dem Bahnhof wurden Marktstände aufgebaut, irgend ein Festchen für die Touristen wurde vorbereitet.

 
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RE: Radeln im Elsass

#5 von HD , 07.07.2014 14:23

Aha, dann fehlt also noch das sehr schöne Stück vom Schiffshebewerk Plan online über Lützelbourg nach Saverne, sehr zu empfehlen.
Tja die Dampflok, sie fährt halt zum Vergnügen der Touristen, geheizt wird sie durch einen Ölbrenner, früher fuhren die Maschinen mit Holz. Das roch wohl besser. Die Lok wurde erst 2013 in Deutschland total überholt, was über 100Mille kostete, nun hat sie wieder 110 PS und verliert auch nicht mehr soviel Wasser.

Aber wenn mal kein Kühllaster vor dem Bahnhof steht ist es abends und nachts sehr ruhig. Ab morgens sechse beginnt aber das Tagwerk der Leute. Die Lothringer sind halt fleissige Leute. etwas provinziell, aber wenn man auf sie zugeht auch aufgeschlossen. So wie M. Blatter eben
Das Schöne, viele, die meisten in Abreschviller sprechen ganz ordentlich deutsch, halt mit Lothringer Akzent (Nein es ist nicht elsässisch) und so kann man viel erfahren ohne sehr gute Französischkenntnisse.
HD

Ps, der Naturbadeweiher ist zwar oft geschlossen, weil kein Bademeister da ist, aber man kann an zwei Stellen durch den Zaun zum Baden und es sagt auch niemand etwas dagegen fragt M. Blatter, der weiß das.

Im Übigen, der Fluss in dem Nilson badete ist die junge Saar.

ST. QUiRIN, die schöne Abteikirche hat eine Silbermannorgel, es gäbe noch mehr zu entdecken wie zB Dabo, die Cascade de Niedeck etc

 
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RE: Radeln im Elsass

#6 von HD , 07.07.2014 14:51

Und noch gleich eine Warnung, Abreschviller ist NUR ein 2 Sterneplatz, es gibt auf dem Platz NICHTS, kein Restaurant, keine Brötchen, keine Zeitung, die Toiletten sind eng, das Sanitär alt, man kann sich nicht mal die Haare fönen, weil so olle Rasiersteckdosen da sind, die können nur 100 Watt ab. Neue wurden nicht genehmigt, dann müsste die komplette Installation geändert werden wegen Feuchtraum etc. Allerdings gibt es an Waschbecken, Geschirrbecken, Wäschebecken und Duschen immer heißes Wasser. Und eine Wäscheleine gibt es bei den Toiletten. Der Platz ist auch NICHT parzelliert. Strom gibt es aber an Stromsäulen, sogar 10A. Und es gibt keine Stehtoiletten, die Franken schissen schon wie die Römer im Sitzen.
Falls jemand dorthin fährt, dann aber bitte nicht den HD für den Platz verantwortlich machen und schon gar nicht für die Gegend irgendwo im Nirgendwo. Das ist nix für Luxuscampingverwöhnte,, (Zahnärzte, sonstige gut situierte Verwöhnte etc.) Das ist ein alter Municipal in Frankreich, nee, schlimmer, in Lothringen. Man kann keine Schiffe gucken und auch das Meer ist weit, nur eine stinkende und rauchende olle kleine Dampflok pustet nanchmal du Camper an, für Nichtraucher die Hölle, man riecht ständig Rauch, Duschen nutzt da nix, der Rauch hängt im Lokschuppen gleich nebenan. Also nix für hypersensible olfaktorisch herumschnüffelnde Camper.

HD

 
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RE: Radeln im Elsass

#7 von bieber , 07.07.2014 14:59

Bei soviel Wasser drumrum, da waren ja auch noch etliche Fischteiche, hatte ich mit Mücken und Bremsen gerechnet. Aber das hielt sich doch sehr in Grenzen, Mücken gar keine und Bremsen hier und da, nicht aber auf dem Platz. Es ist auch schön, wenn man abends wieder auf den Platz kommt, zu sehen, wer da zum Übernachten an Wanderern, Radlern und einmal sogar ein Pärchen mit 2 Vespas gekommen ist. Manche reisen an, um von hier auf den GR 5, den Wanderweg von Amsterdam bis Nizza einzusteigen. Sie schlafen in "Hundehütten", und haben wirklich nur das Nötigste dabei. Manche sind auch keine richtigen Camper, das Vespapärchen zB. Am Wäschewaschbecken steht in 4 Sprachen: nur für Wäsche. Sie spült ihr Kochgeschirr da ab. Um die Ecke ist das Geschirrspülbecken, am nächsten Tag hat sie da ihre Schuhe abgewaschen. Da kommt man doch ins Grübeln, welche 5. Sprache sie wohl versteht.
Sonntag wieder herrlicher Sonnenschein, 27°C. Das geht ja gar nicht, wir sind zwar in Eile, weil wir spätestens um 17h zuhause sein müssen, aber bei dem Wetter wird noch mal geradelt. Das mit den Mandelcroissants hat wieder hingehauen und wir entscheiden uns für den kleinen Circuit, das sind nur 27 km. Heute sind viele Radler unterwegs, auch Familien mit kleinen Kindern. Und alle grüßen freundlich, ohne bonjour geht nichts. Wir sind sowieso ein Hingucker mit der Hundekutsche, alle grinsen und die Kinder rufen "le chien, regard!" Nili ist jetzt ein Profi im Kutschenfahren. Wir schnallen ihn auch nicht mehr an, er bleibt von allein drin. Das Verdeck haben wir wegen der Hitze weggelassen und nun ist er sehr zufrieden. Kein Genöhle mehr, ich glaube, er hat Spaß. Oft halten wir an und lassen ihn aussteigen. Dann muss ich mit ihm voran fahren, weil er mir besser gehorcht und an meiner rechten Seite bleibt. Wenn er wieder einsteigt, muss ich hinter ihm fahren. Dann steht er eine Weile in Fahrtrichtung und reckt mal rechts, mal links den Hals und schnuppert. Dann legt er sich gekringelt hin und guckt nach hinten zu mir. Irgendwann werden ihm die Augen schwer und er lässt den Kopf sinken. Dann sieht man nicht mal mehr, was in der Kutsche ist. Er ist ganz entspannt. Wir sind total glücklich, dass wir soviel Freiheit wiedergewonnen haben, nach den 7 Wochen Schleimbeutelentzündung, die letzlich zur Anschaffung der Kutsche geführt haben.
Bieberman hatte eine kleine Kamera am Lenker befestigt und bastelt an einem Filmchen, sollte er es auf youtube stellen, poste ich den link, dann könnt Ihr auch gucken.
Jedenfalls nochmal vielen Dank, HD, für den Tipp und wenn Du noch mehr so schöne Radelgelegenheiten weißt, her damit!

 
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RE: Radeln im Elsass

#8 von HD , 07.07.2014 15:27

Nun gut, ich hätte da noch einen Tip, bei Wissembourg mit Chateau Fleckenstein dem Gimbelhof, Wissembourg selbst, dem deutschen Weintor in Schweigen, das schon auf deutscher Seite, ansonsten Frankreich. Allerdings etwas anspruchsvoller als der Kanal eher so Anstiege wie zum Donon. Der Camping auch ein Muni mit schönem Natur- Badeweiher. Quasi Pfälzer Wald, halt nur auf der Franz. Seite.
Oder mein Lieblingssee, der Lac de Longmer, 80km weiter südlicher als Abreschviller, halt die Südvogesen auch mit einem Von, der von Xonrupt gut zu fahren ist, der Col de La Schlucht, und runter über die Meurthequelle zum Lac de Retournemer und Lac de Longemer. Hier, bei Grardmer spricht man aber kein Deutsch mehr.
Oder Saarburg (das deutsche an der Saarmündung in die Mosel, mit den Saarradweg über Saarhölzbach, Mettlach, der Saarschleife bei Dreisbach (Unten an der Saar) und Merzig, DAS ist auch eine sehr schöne Strecke an der Saar entlang, an einem anderen Tag dann der Moselradweg natürlich mit Trier und Konz, dem Museumsdorf Roscheider Hof . Als Stützpunkt halt Saarburg, ein sehr schönes Städtchen mit Burg und Wasserfall mitten im Ortskern und Weingegend
Mal sehen muss mal was aufschreiben darüber.
HD

Meine Tips sind auch hundetauglich, ins Museunsdorf Roscheider Hof in Konz darf er für Umme mit,
Nun, alle sind glücklich über den kutschierenden Mr. Nilson , incl HD

 
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RE: Radeln im Elsass

#9 von morgenröte , 07.07.2014 17:41

Wir wohnen wirklich ungünstig, wenn ich hier so mitlese. Dabei ist Braunscheig recht zentral, wenn man an den Verkehr auf der A2 denkt.

Schwarzwald ist ähnlich unserem Harz recht dunkel, leider ist der lichte Buchenwald der Elm sehr klein. Mandelhörnchen gibt es auch nicht. Geradelt wird viel im Elm, da es wenig Verkehr gibt und keinerlei Ortschaften.

Bieber, habt ich E bikes oder seid ihr so wirklich so sportlich dass ihr mit reiner Muskelkraft fahrt. Dann hätte ich beim französichem Bäcker aber richtig zu geschlagen. In der Gegend würde ich nur ans Essen denken. Ein Schluck Wein dazu ....Käse oder ein Pastetchen.

Viel Vergnügen noch
Andrea

 
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RE: Radeln im Elsass

#10 von Susanne , 07.07.2014 19:27

ist doch eine tolle gegend und der platz? nun ja, den platz selbst kenn ich nicht, aber ähnliche und ich find, die sind voll ok, da trifft man wenig touris, das ist ok.

 
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RE: Radeln im Elsass

#11 von bieber , 07.07.2014 21:44

Ebikes natürlich, guter Gott, nach 93 km mit Kutsche dran wär Bieberman auf der Stelle umgefallen!

 
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RE: Radeln im Elsass

#12 von bieber , 08.07.2014 12:14

Hier der link zum Gucken. Ist ziemlich lang der Film, aber die ersten Minuten reichen schon für einen Eindruck von der Gegend und dem Kutschhund...
http://youtu.be/djrzDFEqOnA

 
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RE: Radeln im Elsass

#13 von Gelöschtes Mitglied , 08.07.2014 14:05

Netter Film mit coolen Hauptdarstellern. Die "Ichgehebenmalpippimachenszene" gefällt mir am besten, aber auch die lachende Bieberin hört sich gut an. Hauptrolle Hund ist sowieso nicht zu toppen. Die summende Fliege gegen Schluss hat mich dann aber erschrocken und ich dachte schon ich müsste das Killerspray zucken aber dann kamen die beruhigenden Kirchenglocken und alles war wieder gut.


RE: Radeln im Elsass

#14 von HD , 08.07.2014 17:23

Ja, schön, wie Nils kutschiert wird, aaaaber ein bisschen mehr vom Campingplatz, nur ein Rundschwenk, mit der schönen Gide Communal hätte das Ganze noch etwas gewürzt
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RE: Radeln im Elsass

#15 von bieber , 09.07.2014 11:17

Hier der CP Le Moulin:
[[File:dscf1136.jpg|none|auto]]

Am Eingang gegenüber das Gite communal (Herberge für Wandergruppen):
[[File:dscf1173.jpg|none|auto]]

Das ist ein echter Blauhelm:
[[File:dscf1165.jpg|none|auto]]

Und hier verschwindet gleich das Schiffchen im Erdboden:
[[File:dscf1179.jpg|none|auto]]

 
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RE: Radeln im Elsass

#16 von HD , 09.07.2014 12:21

Eigentlich unglaublich, daß die Heidelbeeren schon reif sind. Gut, meine Gartenheidelbeeren sind auch reif,auch früh, aber Waldheidelbeeren auf fast 1000m Höhe, das ist eher erstaunlich, normalerweise finden die Fete de la myrtilles erst im August statt.

Hier dann noch die Preise des Campings

,Le Camping du Moulin

TOURISME **

Le terrain de camping communal est ouvert chaque année du 15 avril au 15 octobre.

Avant toute installation, les campeurs doivent s’adresser à M BLETTNER Jacky (accueil en haut de l’escalier du gîte : 03.87.03.75.73), justifier de leur identité, et régler la redevance pour la durée de leur séjour. S’ils sont accompagnés d’animaux domestiques, ils devront présenter les certificats de vaccinations.

La redevance par journée est fixée à :

personne : 3,00 €
enfant de moins de 7 ans : gratuit
emplacement :
tente igloo : 2,50 €
tente > 7m² : 4,50 €
caravane + voiture : 6,00 €
camping-car : 4,00 €
branchement électrique : 3,00 €
véhicule : 2,00 €
moto : 1,00 €
chien : 1,00 €
garage mort : 5,00 €
garage mort : 30,00 €/mois

Und wie man lesen kann ist der Heimtierausweis mit Tollwutimpfnachweis vorzulegen, was bei mir aber noch nie verlangt wurde. Aber wohl jeder Municipal in Frankreich hat das in seinen Anmeldeinformationen stehen und einige lassen sich den Tierausweis auch vorlegen.
Zu den Preisen ist noch eine tax de sejour von 20 Cent pro Person hinzuzuaddieren.

HD

 
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RE: Radeln im Elsass

#17 von bieber , 09.07.2014 14:54

Damit ist der "Geheimtipp" aber jetzt auch durch, HD Vermutlich wird M. Blattner sich demnächst über erhöhtes Verkehrsaufkommen wundern!

 
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RE: Radeln im Elsass

#18 von HD , 09.07.2014 15:46

Abwarten, Frau bieber. Abreschviller muss erst gefunden werden, denn WER will schon an die Saar? Und wenn, finden sie Saarburg, denn jeder aus dem Reich denkt, die Saarfranzosen schrieben Sarrebourg statt Saarburg. Dann landen sie in der Pfalz.
Und wenn, dann muß Jacky halt etwas mehr arbeiten, obwohl, eigentlich mehr reden, das tut er jetzt schon genug mit seinen Campeurs. Vielleicht gibt es dann irgendwann mal jeweils 2 leistungsfähige Steckdosen für Föns in den beiden Waschräumen. Oder Schiebtüren an den Toiletten, ich warte dort immer auf Hilferufe von darinnen verbliebenen, die nicht mehr rauskommen. Yves hätte wohl Schwierigkeiten mit dem Örtchen, auch bei mir muss der Beweguggsablauf dorten durchdacht sein.
Und außerdem, vielleicht gibt es dann, wenn mehr kommen, morgens länger frische Croissnts, dann kann auch ich länger schlafen
LG HD

 
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RE: Radeln im Elsass

#19 von Gelöschtes Mitglied , 09.07.2014 22:30

Das sind doch keine Geheimtipps, solche Plätze fahren wir meist zufällig unterwegs an schon seit wir mit dem Steyr unterwegs sind. Erst zweimal in all den Jahren gabs Nieten und wir waren froh Duschen und Toilette an Bord zu haben. Der gute Mix machts, wenn wir wie meistens, planlos unterwegs sind in Frankreich und brauchen einen Platz, dann fahren wir einfach immer den nächsten an, schauen uns den CP an und bleiben meistens stehn und haben wieder sone Perle gefunden. Die teuren Plätze suchen wir uns nur bewust raus wenn wir vorhaben länger auf einem Platz zu bleiben. Die Munis haben oft den Vorteil dass sie ausserhalb der Saison gute Stellplätze sind wo man dann nur noch stehen kann aber sonst alles geschlossen ist. Manchmal funzt die Ver-Entsorgung noch und manchmal nicht mehr und man kann nur noch einfach dort stehn als Selbstversorger.

Manchmal kommt sogar der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin selbst vorbei um Standgebühr einzutreiben und wir haben es auch schon erlebt dass wir dann den Schlüssel und/oder Zugang zu Gemeindesanis auf den Sportanlagen bekamen. Ist in Frankreich oft ziemlich witzig und improvisiert aber wenn man die Sprache gut beherrscht und sich ein bisschen durchfragen kann öffnen sich oft Türen die einem sonst verschlossen bleiben. Wenn man sich in Frankreich gegenseitig sympatisch findet geht fast alles, besonders mit dem Steyr durften wir das erfahren.


RE: Radeln im Elsass

#20 von Gelöschtes Mitglied , 09.07.2014 22:37

Zitat von HD
. Yves hätte wohl Schwierigkeiten mit dem Örtchen, auch bei mir muss der Beweguggsablauf dorten durchdacht sein.



Da hab ich am Bodensee endlich mal was ganz durchdachtes erlebt, wo man sofort gemerkt hat dass man in Deutschland ist und hier etwas nach Bedürfniss geplant wurde. Die Sanis auf dem CP waren ja schon an sich perfekt, kein farbiges Designerschnickschnack sondern funktionelles Sanitärzeug von guter Qualität wo alles gepasst hat. Aber der grösste Vorteil was ich sonst noch nie hatte, in den Duschen und Toiletten gingen alle Türen nach aussen auf und nicht nach innen wie man es meist findet. Und dieses kleine Detail machen schon bequeme Duschen und Toiletten aus wo man sich ordentlich drin bewegen kann. Keine Ahnung warum Hirnis die meisten Sanianlagen bauen mit Türen die nach innen aufgehn, son Schwachsinn.


RE: Radeln im Elsass

#21 von HD , 09.07.2014 23:19

Geheimtip? Nö, hab ich nie gesagt, ich hatte es vorher schon öfter erwähnt.
Tja, die Türen sind aus Holz, das Dach hat kaum Überstand, vielleicht sollten sie nicht nass werden? Oder, wie ich eher vermute, sie sollten im Aufschwingen niemand außen treffen.
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RE: Radeln im Elsass

#22 von donalfredo , 10.07.2014 07:37

Zitat von steyr

Zitat von HD
. Yves hätte wohl Schwierigkeiten mit dem Örtchen, auch bei mir muss der Beweguggsablauf dorten durchdacht sein.



Da hab ich am Bodensee endlich mal was ganz durchdachtes erlebt, wo man sofort gemerkt hat dass man in Deutschland ist und hier etwas nach Bedürfniss geplant wurde. Die Sanis auf dem CP waren ja schon an sich perfekt, kein farbiges Designerschnickschnack sondern funktionelles Sanitärzeug von guter Qualität wo alles gepasst hat. Aber der grösste Vorteil was ich sonst noch nie hatte, in den Duschen und Toiletten gingen alle Türen nach aussen auf und nicht nach innen wie man es meist findet. Und dieses kleine Detail machen schon bequeme Duschen und Toiletten aus wo man sich ordentlich drin bewegen kann. Keine Ahnung warum Hirnis die meisten Sanianlagen bauen mit Türen die nach innen aufgehn, son Schwachsinn.




Einfach zu erklären - alle die, die Campingartikel (im weitesten Sinne inkl. Fahrzeuge) entwickeln und bauen, machen KEIN Camping.
Das ist meine feste Überzeugung und wird bei jedem Messebesuch auf's Neue bestätigt.
Wie sonst bringt ein Hersteller (Hymer) es fertig, eine kombinierte Wasch/Kackzelle in ein hundertzwanzigtausend €uromobil zu bauen, wo man sich bei geschlossener (Lamellen-)Tür nicht mehr bewegen kann, weil man - halb erhoben - mit dem Kopf an Tür und Wand stösst, und nur bei geöffneter Tür genügend Bewegungsfreiheit hat, um sich den Hintern abwischen zu können.
Das gilt aber nur für Camper, die mehr als dreißig Kilo wiegen, und größer als ein Meter zwanzig sind.
Zur großen Belustigung meiner Frau ließ ich mir die (mangelnde) Wischtechnik vom korpulenten und deutlich untersetzten Verkäufer vorführen, eh ich ein anderes Modell ins Auge fasste - eines mit kackfähigem Bad.



Zum Bild des B 678 -

am unteren Ende (angrenzend an die Betten) ist die runde Lamellenschiebetür erkennbar.
Der Klorollenhalter befindet sich links-seitlich vom Nutzer unterhalb des Waschbeckens.
Am hinteren Toilettenende ist die Kabine deutlich unter 50 cm breit, man erhebt sich also, fummelt sich nach rechts um links unten das in Kniehöhe befindliche Klopapier greifen zu können und stößt sich beim erheben und bücken nach dem Papier formvollendet den Kopf an der geschlossenen Tür.
Was sagt uns das - Hymerfahrer kacken bei geöffneter Tür, wenn sie dieses Modell kaufen, das jetzt seit mindestens 4 !!! Jahren im Programm ist oder nutzen es niemals.

Für weitere Beispiele (ohne Zahl) stehe ich jederzeit zur Verfügung.


Und wie komme ich jetzt wieder zurück ins Elsass?
Mit dem Fahrrad.
Gut.
Die Klos in France sind breiter

 
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RE: Radeln im Elsass

#23 von Mephisto , 10.07.2014 14:08

Hallo Don, da hast Du so was von recht.
Für einszweiundachtzig und rund(e) 100 kg sind die fast all nicht gebaut. ich weiß aber auch, daß ich bei Leibe nicht der Größte -also körperlich- bin. Da reichen manchmal 5 cm in der Breite oder Länge der Kabine und gut wärs.
So,
jetzt muß ich sehen, wie ich wieder ins Elsaß komme, mit dem Rad

 
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