RE: Herbst in der Camargue

#1 von sunshine , 02.11.2012 23:31

Hallo Camperfriends,
hier nun, wie versprochen, ein paar Zeilen über über unseren Kurzbesuch in der Camargue - und natürlich noch ein paar weitere Bilder.






 
sunshine
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RE: Herbst in der Camargue

#2 von sunshine , 02.11.2012 23:39

Wir starten am Donnerstag den 25. Oktober.
Zum ersten Mal reisen wir so spät im Jahr mit unserem Wohnwagen. Unser Ziel ist Les-Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue, wo es noch zwei zu dieser Jahreszeit geöffnete Campingplätze gibt.
Schon das Packen gestaltet sich ungewohnt: Anstatt der luftigen Sommerbettwäsche kommt kuscheliges Flanell auf die Betten, anstatt der FlipFlops kommen Stiefel in die Schuhkiste und anstatt Badezeug kommen Winterjacken, Wärmflasche und Heizlüfter in die Staukästen.

Wir fahren um halb sieben bei völliger Dunkelheit los. Die Wetterprognosen sind nicht gerade prickelnd und mein Mann fragt erst im Auto nach ein paar Stunden Fahrt, ob ich mir das wirklich gut überlegt habe. Er habe sich zu Hause nicht mehr getraut, nachzufragen, weil er Angst hatte, ich könnte noch einen Rückzieher machen.
So fahren wir durch den Hochnebel, der der aufgehenden Sonne kaum eine Chance lässt und die Fahrt durch die trübe, herbstlich gefärbte Landschaft erscheint uns seltsam unwirklich.
Auf der Autoroute du Soleil fahren wir das Rhônetal entlang gen Süden. Erst als wir bei Montélimar die „Porte du Soleil“ passieren, kommt die Sonne zum Vorschein und das Thermometer klettert auf 22 Grad. Gegen halb fünf kommen wir in Saintes Maries an – bis auf eine Tank- und Kaffeepause bei Lyon sind wir durchgefahren.
Weil wir auf dem Campingplatz „La Brise“ schon waren, steuern wir zuerst den etwas weiter vom Ort entfernten „Le Clos du Rhône“ an, der am Meer an der Mündung der Petit Rhône liegt.
Bei den Plätzen haben wir freie Auswahl und verziehen uns etwas nach hinten in die ruhige Ecke, müssen dafür aber ein paar Schritte zum einzigen geöffneten Waschhäuschen ganz vorne laufen. Rasch bauen wir das Vorzelt auf und kaufen anschließend im Campingplatzladen Baguette und eine Flasche Rosé aus der Camargue, um noch gemütlich draußen zu sitzen – schön! Gegen zehn setzt der angedrohte Regen ein.

Am Freitag regnet es noch den ganzen Morgen. So fahren wir zuerst mal nach Aigues Mortes zum Einkaufen und tanken auch gleich noch vergleichsweise günstigen Diesel (1,32 €).
Gegen 15 Uhr reißt der auffrischende Wind erste Lücken in die Wolkendecke und die Sonne wärmt noch schön. Ich setzte mich mit meinem Buch in die Sonne und Wolfgang verzurrt das Vorzelt mit Sturmband und Sturmheringen, weil es am Samstag Sturmspitzen bis zu 100 km/h geben soll.

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RE: Herbst in der Camargue

#3 von sunshine , 02.11.2012 23:47

Am Samstag ist es dann wieder sonnig mit lockerer Bewölkung. Wir fahren mit den Rädern nach Saintes Maries, bummeln durch das Städtchen und finden die Kirche verschlossen – Mittagspause!
Wir radeln noch aus dem Ort hinaus bis hinter den Campingplatz „La Brise“, wo der dortige Womostellplatz noch gut gefüllt ist.
Abends gibt es noch einen Abendspaziergang ans Meer zum Sonnenuntergang anschauen und anschließend eine Pizza im Campingplatzrestaurant, wo wir die einzigen Gäste sind.
Der für heute angekündigte Stierkampf wurde auf Grund der Witterung leider abgesagt.

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RE: Herbst in der Camargue

#4 von sunshine , 02.11.2012 23:55

Sonntag ist dann Sturmtag!
Der Mistral rüttelt am Wohnwagen und am Vorzelt und hat bereits ein Stück vom Kederband unseres Zelts abgerissen.
So zieht Wolfgang nach dem Frühstück seine dicke Jacke an, parkt das Auto auf die Windseite vor dem Zelt und steigt auf einen herangeholten Müllcontainer, um das Vorzelt zu flicken, das er vorübergehend mit einer seiner Klemmzangen fixiert hatte.
Die Arbeit dauert eine Stunde und hinterlässt Blutflecken an Zelt und Wohnwagen.
Wir trauen uns nicht, weg zu gehen, weil wir Bedenken haben, dass unser Zeug davon fliegt. Aber was hätte man sich bei dem heftigen Sturm auch ansehen sollen?

Auch für heute wurde der Stierkampf abgesagt. Erst abends lässt der Wind ein klein wenig nach und die Sonne zeigt sich unter den tiefhängenden Wolken, so dass wir doch noch etwas rausgehen können.
Ein wunderschönes Abendlicht und ein herrlicher Sonnenuntergang entschädigen ein klein wenig für diesen Sturmtag.

Am Montag weckt uns die Sonne – aber es ist bitterkalt, 5 Grad zeigt das Thermometer!
Wir radeln früh nach Les Stes. Maries und stellen die Räder bei der Kirche ab. Wieder können wir nicht rein, weil eine Messe gefeiert wird. So spazieren wir zum kleinen Wochenmarkt, wo Salami neben Dessous, Gemüse neben Make Up Artikeln und sogar Matratzen angeboten werden. Der Samstagsmarkt musste wegen des Wetters auch ausfallen. Heute ist es nun strahlend sonnig, aber der Wind pfeift bitterkalt und die Einheimischen sind in Stiefel, Pelze und Mützen gehüllt.
Ein halbes Stündchen später können wir dann in die eigenwillige Kirche gehen und die drei Marien anschauen, die dem Ort ihren Namen gaben. In der Krypta, wo Sara, die Schutzheilige der Gitans steht, ist es wegen der vielen Kerzen mollig warm.

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RE: Herbst in der Camargue

#5 von sunshine , 02.11.2012 23:59

Wir radeln dann weiter, den La Digue à la mer entlang zum knapp 20 Kilometer entfernten Phare de la Gacholle, wo sich ein kleines Informationszentrum zur Küstenlandschaft befindet.
Tausende von Flamingos und eine Unzahl anderer Wasservögel bevölkern die Etangs, in denen das Sonnenlicht glitzert.
Es ist eine herrliche Tour, wenn auch sehr anstrengend. Meistens habe ich am Rad die Berggänge geschaltet, um besser vorwärts zu kommen und seitliche Windböen versuchen immer wieder, mich vom Fahrrad zu pusten. Was sie nicht schaffen, hätte beinahe eine Sanddüne geschafft, die ich nicht rechtzeitig gesehen habe. Bei den Sanddünen muss ich absteigen und schieben, während Wolfgang mit den breiteren Reifen seines Mountainbikes oft durchfahren kann.
Ich bin trotzdem hingerissen von der Dünenlandschaft, die hier an die Atlantikstrände erinnert. Und wir sind so gut wie alleine unterwegs auf dieser Tour.

Am Leuchtturm und beim Rückweg in den Dünen machen wir kleine Pausen und radeln dann, vom Wind heftig durchgepustet, zum Campingplatz zurück.

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RE: Herbst in der Camargue

#6 von sunshine , 03.11.2012 00:02

Hier auf dem Campingplatz ist es erfreulicherweise völlig windstill. Schnell wechsle ich meine verschwitzten Klamotten und dann fahren wir nach Aigues Mortes, diesmal aber mit dem Auto. Genug Bewegung für heute!

Wir wollen die „Bac du Savage“, die Fähre über die Petit Rhône nehmen, aber genau vor uns geht die Schranke runter, nachdem noch ein großer Pulk Reiter auf die Fähre durfte. Na gut, dann nehmen wir eben die Brücke!
Aigues Mortes, die Stadt der „toten Wasser“ fasziniert durch seinen vollständig erhaltenen, mittelalterlichen Mauerring mit Stadttoren, Wehrtürmen und Schießscharten. Ursprünglich lag die Stadt direkt am Meer, heutzutage ist sie durch die Verlandung knapp 9 km davon entfernt. Wir schlecken ein Eis, bevor wir durch die schattigen Gässchen bummeln, die noch erstaunlich belebt sind. Allerdings haben schon viele Straßencafés ihre Stühle hochgestellt.

Nach einem Einkauf im Super-U fahren wir zum Campingplatz zurück. Nach dem Ende der Sommerzeit wird es hier nun auch schon kurz nach 18 Uhr dunkel. Ein riesiger Vollmond bestrahlt die großen Schirmpinien vor der Stadt und leuchtet uns auf dem Heimweg.

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RE: Herbst in der Camargue

#7 von sunshine , 03.11.2012 00:10

Am Dienstag weckt uns wieder die Sonne, aber es ist morgens noch kälter als am Vortag – nur 2 Grad, sagt unser Autothermometer.
Aber die Sonne erwärmt schnell die Luft.

Heute gehen wir mit dem Auto los und fahren die D 37 am Étang de Vaccarès entlang, vorbei an Stierherden und Pferdekoppeln. Hier bekommt man einen kleinen Eindruck von der Größe des Etangs – eine unglaubliche Weite mit Wasser bis zum Horizont!

Wir fahren bis nach Saline-de-Giraud, wo die Salzberge und Salzseen im Sonnenlicht glitzern. Eigentlich wäre ich gerne mit der Kon Tiki, dem alten Schaufelraddampfer, der direkt hinter unserem Campingplatz losfährt, ein wenig auf der Petit Rhône herum getuckert, aber der Rückweg wäre nicht rechtzeitig bis zur Abfahrt zu schaffen gewesen. Zu diese Jahreszeit gibt es nur noch eine Fahrt pro Tag.

So schlage ich stattdessen einen kleinen Rundgang durch den Parc Ornithologique vor. Wir lösen die überraschend teuren Tickets (7,50 € – normalerweise sind die Preise für solche Einrichtungen in Frankreich vergleichsweise moderat.
Es gibt zwei insgesamt ca. 7 Kilometer lange Rundwege zu erwandern, einen großen und einen kleinen - wir erlaufen sie beide. Die Attraktion des Parks sind eindeutig die Flamingos, die man hier ganz aus der Nähe betrachten und beobachten kann. Und natürlich gibt es viele andere Wasservögel zu sehen, sowie Eulen, Adler und andere Raubvögel in Volieren.
Der große Rundweg ist für die Beobachtung der Vögel nicht mehr so ergiebig, aber einige weiße Camargue-Pferde mit Wasservögeln auf dem Rücken lenken die Blicke auf sich, ebenso ein Nutria in einem der unzähligen Kanäle.

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RE: Herbst in der Camargue

#8 von sunshine , 03.11.2012 00:17

Insgesamt waren wir fast drei Stunden unterwegs – ein schöner Spaziergang durch die Camargue-Landschaft!

Im kleinen Supermarkt in Les Stes. Maries kaufen wir Rindfleisch und Gemüse und Wolfgang zaubert einen „Pot-au-feu a la Camargue“ auf dem Kocher im Vorzelt. Ich trinke ein Gläschen Muscat dazu, Wolfgang den „Gris“, den leckeren, leichten und hellen Rosé, der hier angebaut wird.

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RE: Herbst in der Camargue

#9 von sunshine , 03.11.2012 00:19

Mittwoch ist wieder ein kompletter Regentag – Schnürlregen den ganzen Tag.
Wir faulenzen im mollig warmen Wohnwagen – Heizlüfter sei Dank! So vertreiben wir uns die Zeit mit Lesen und schauen abends auf dem Läppi eine DVD an – „Big Fish“, passend zum Wetter. Und ich schreibe diese Zeilen, während der Regen aufs Wohnwagendach prasselt.
Zeit also, ein kleines Resümee zu ziehen:
Trotz der widrigen Wettervorhersage sind wir losgezogen, um die Camargue mal im Herbst zu erleben. Natürlich hätten wir gerne ein bisschen mehr Sonne und Wärme gehabt, aber da wir wussten, was auf uns zukommen würde, haben wir uns mit den schlechten Tagen arrangiert und uns einfach erholt – ich zumindest.
Und die guten Tage haben uns für die schlechten entschädigt.
Haben wir es bedauert, hierher gefahren zu sein? Ein ganz klares „Nein“!
Die Camargue hat im Herbst, wenn die Touristenströme (und die Mückenschwärme!) verschwunden sind, ihren ganz eigenen Reiz.
Es war einfach schön, den Flamingos zuzusehen, wie sie hochmütig im Étang de Vaccarès herumstolzieren. Es hat Spaß gemacht, Salzluft zu schnuppern und sich den Wind um die Nase pusten zu lassen, eindrucksvoll waren auch das windgepeitschte Meer und die herrlichen Sonnenuntergänge.

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RE: Herbst in der Camargue

#10 von sunshine , 03.11.2012 00:21

Wir stehen am Donnerstag auf, bevor uns die Sonne wecken kann, um zu packen. Das Vorzelt ist noch elend nass.
Nach dem Frühstück, das wir sogar in der Morgensonne hätten einnehmen können, wären Tisch und Stühle nicht schon im Auto verstaut gewesen, verlassen wir kurz nach zehn den „Le Clos du du Rhône“. Wir bezahlen 20 Euro für die Nacht, mit Strom – den wir todsicher in Unmassen verbraucht haben (ich sag nur „Heizlüfter“…).
Ein bisschen wehmütig sind wir schon, denn dieser milde, sonnige Morgen gibt einen Eindruck, wie es auch hätte sein können.
Wegen des Feiertags sind in Frankreich keine LKW unterwegs und so wird es eine entspannte Heimfahrt. Die 820 Kilometer bis nach Hause packt mein zuverlässiger Fahrer in einem Rutsch, bis auf den obligatorischen Tankstopp bei Lyon.
Gegen halb acht kommen wir in der Heimat an.

 
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RE: Herbst in der Camargue

#11 von IX_MAX , 03.11.2012 00:50

Es war ein sehr schöner Trip - der anderen Art - Ich hoffe durch meine - nun fast -unendliche Freitzeit öfter dieses zu erleben. Schöner Bericht - sunshine

 
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RE: Herbst in der Camargue

#12 von Gelöschtes Mitglied , 03.11.2012 09:32

Danke Sunshine, schöne Fotos, schöner Reisebricht und es kommt alles auch schön rüber. Aber leider bereitete die Camargue uns keinen Zauber und das einzig schöne dort war dass ich mit meiner grossen Lebensfreundin zusammen war. Wir werden dort wohl keine Spuren mehr hinterlassen.


RE: Herbst in der Camargue

#13 von platin65 , 03.11.2012 10:03

Danke Sunshine fürs mitnehmen auf Eure erste Herbst/Winterreise. Schöner Bericht und tolle Bilder.

 
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RE: Herbst in der Camargue

#14 von sebbarca , 03.11.2012 10:03

Hola, buenos dias!

..... ach ja, Seufzer, schöner Urlaub, großer Seufzer, am Wasser mit Wind in schöner Gegend, ganz großer Seufzer!!!!

Sehr schöne Bilder, ich würde auch gern los.....

Hasta luego!
Klaus

 
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RE: Herbst in der Camargue

#15 von tomruevel , 03.11.2012 10:44

Moin,

danke für den ausführlichen Bericht.

Hat doch was, der Süden im Herbst...........

 
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RE: Herbst in der Camargue

#16 von Kast , 03.11.2012 11:56

Danke für den schönen Reisebericht und die stimmungsvollen Bilder.
Ich denke Ebene ist, wenn man nicht in ihr lebt, zunächst gewöhnungsbedürftig, aber sie hat auch ihren Reiz. Man beginnt Flora und Fauna der näheren Umgebung besser zu betrachten. Auch der Blick in die Ferne ist sehr schön.
Wechselhaftes Wetter ist eine Herausforderung. Wenn man ihr trotzt, dann empfindet man den Urlaub besonders schön. Jedenfalls sind diese Urlaube mir in positiver Erinnerung geblieben. Ich denke, es wird Euch auch so gehen.
Ach ja, ich leide gerade unter Fernweh.

 
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RE: Herbst in der Camargue

#17 von HD , 03.11.2012 12:22

Ahhhhh - ein Deja Vu.
Ersmal Danke, Iris, fürs Mitnehmen. ein schöner Bericht.
Vorweg - ich hatte etwas Bedenken, wenn man jemanden etwas vorschlägt, ist es für einen selbst befriedigender, wenn es diesem auch gefällt. Gute Erfahrungen machte ich diesbezügl. mit der Camargue nicht aber die Steyr's werden dort ja keine Spuren mehr hinterlassen.
Aber bei Euch, Iris, hat es ja etwas geklappt mit dem Vorschlag - und, glaube mir,viel anders ist esim Winter zwischen Weihnachten und Mitte Januar diesen Jahres auch nicht gewesen, außer, dass die Sonne mehr schien und die Temp. nicht über 16 Grad am Tage hinauskam.

Zum Platz Clos du Rhone, nur als Hinweis: er hätte mit ACSI Card genau 16 Euro gekostet, alles incl. wie Strom und Tax. Ab Mitte November schliesst er aber, auch der "La Brise" ist bis 17. Dezember geschlossen, der La Brise öffnet aber wieder am 17. Dezember und bleibt dann auch über die Feiertage das weitere Jahr über bis mitte Nov. geöffnet. (der Clos du Rhone bleibt über Winter geschlossen) Der Lsa Brise kostet normal für 2 Pers. 17,40 Euro/Tag incl. Strom und Tax in der NS. (Beide Plätze sind auch unter gleicher Leitung.
ACSI Card nimmt der "La Brise" nicht, aber Camping-Checks - 15 Euro/Tag all inclusiv. Für diese 2,40 Euro Ersparnis kaufe ich aber nicht vorab Camping Checks, die ja auch vorbezahlt werden müssen und auch verfallen wie ich meine.

Die beiden Plätze nehmen als Strompauschale wie ich glaube 4,70 Euro/Tag -nicht wenig, aber im Herbst/Winter heizt fast jeder mit einem Elektroheizgerät oder Truma Ultrahead oder Alde elektr. Wasserheizung. Das summiert dann die Kilowatt am Tag.
Das ist nicht unwichtig für jene, die auch einmal im Winter hinwollen, denn Frankreich hat andere Gasflaschen als hier - Durch das Heizen mit Strom spart man mitgebrachtes Gas ein, und ich verbrauchte innerhalb 3 Wochen nocht nichtmal eine 11kg Flasche.

Hund(e) kosten auf beiden Plätzen in der NS nichts mehr, in der ACSI Card ist sowieso ein Hund enthalten. Dagegen sind in der Hauptsaison Hunde auf beiden Plätzen enorm teuer. Aber in der HS kann mir die Carmargue gestohlen bleiben, allein wegen der Mücken. Allerdings war sie für mich traumhaft schön im Winter.

Ich werde, so es klappt, jedenfalls im Herbst/Winter meine Spuren wieder in der Camargue hinterlassen und vielleicht geht es Euch
, Iris und Wolfgang, ja genauso.
LG HD

 
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RE: Herbst in der Camargue

#18 von sunshine , 03.11.2012 13:25

HD, da wir schon mal (wenn auch kurz) in der Camargue waren, wussten wir ja, was uns landschaftlich und örtlich erwartet.
Wir waren schon in Les-Saintes-Maries-de-la-Mer, in Aigue Mortes und auch auf dem Campingplatz "La Brise", allerdings im Hochsommer.
Vielleicht haben wir den "La Brise" diesmal deshalb gemieden, weil er uns wegen der Schnakenüberfälle in sehr unguter Erinnerung geblieben ist.

Diese ACSI Card werden wir uns nun auch besorgen, weil wir vermutlich in Zukunft öfters mal im Frühling oder Herbst reisen werden. Das ist nun in meinen Schulferienzeiten möglich, da Wolfgang nicht mehr auf seine jährlichen Urlaubstage angewiesen ist.
Zu Weihnachten werden wir wohl nicht reisen in naher Zukunft, da es unsere erwachsenen Kinder immer noch unter den heimischen Tannenbaum zieht.
Und ich gebe gerne zu, dass ich das sehr schön finde...

 
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RE: Herbst in der Camargue

#19 von Winni , 03.11.2012 13:47

Hey Iris, netter Bericht. Schön!!! Wenn meine Frau in 10 Jahren in Rente geht, können wir da vllt auch mal hinfahren

Mit Weihnachten....unsere Kinder und Enkel haben sich schon angemeldet, es wird wieder ein großes Familienfest. Ich denke derzeit schonmal so ein bischen in Richtung Entenbraten....ist ja in 7 Wochen!!!

 
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RE: Herbst in der Camargue

#20 von HD , 03.11.2012 14:16

Um mal zu Wintercamping und Weihnachten etwas abzuschweifen:
Na ja, an Heilig Abend sind wir gerne bei meiner Mutter zusammen mit meiner Schwester, die bei ihr im Haus lebt. Sie ist bei uns das alleinige Elternteil, das noch lebt. Und die Aufregung an einem Tag in ihrer Wohnung reicht dann auch für sie. Kinder haben wir nicht, also kann es bei uns am 25. oder 26. Dezember losgehen. Wintercamping im Schnee? -na ja, für wenige Tage darf es auch mal Schnee sein, aber für 3-4 Wochen mögen wir das Mittelmeer mit seinen meist milden Temperaturen mehr. Und ZU weit soll es auch für 3-4 Wochen nicht sein. Meine Schwester bekommt in der Nachweihnachtszeit keinen Urlaub und meine Mutter ist 86. Da beruhigt es etwas, wenn man mit 9 Stunden Fahrt zu Hause sein kann.
An diesen beiden Tagen zu verreisen ist eine nette Erfahrung. Frankreich kennt diesen Weihnachtsrummel wie hierzulande nicht, mal vom Elsass abgesehen. Aber auch in Lothringen wird nicht dieses Brumborium veranstaltet wie hier. Im Jura und Burgund beispielsweise muss man schon genau hinschauen um die Weihnachtszeit zu erkennen.
Monatelang überwintern? nein, Wintercamping? aber ja.
HD

 
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RE: Herbst in der Camargue

#21 von Gelöschtes Mitglied , 03.11.2012 14:47

Zitat von HD
Gute Erfahrungen machte ich diesbezügl. mit der Camargue nicht aber die Steyr's werden dort ja keine Spuren mehr hinterlassen.
Aber bei Euch, Iris, hat es ja etwas geklappt mit dem Vorschlag -




Da wirst Du wohl nie drüber hinwegkommen dass unter dutzenden sehr guten Tipps von Dir an uns, mal für uns eine Niete dabei war. Dabei wären wir sowieso mal dahin gefahren weil es ein Teil Frankreichs war den wir noch nicht kannten. Aber wenns Dich beruhigt, wir haben dort auf dem Markt das beste Brot gekauft das wie je gegessen haben, die besten Poivrons, die beste Stierwurst und sehr gutes Olivenöl. Lauter Sachen die wir dann wieder glücklich in der Provnce veputzt haben


RE: Herbst in der Camargue

#22 von HD , 03.11.2012 16:17

Ja, Yves, das beruhigt mich etwas.
Grüsse von HD

 
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RE: Herbst in der Camargue

#23 von daf43 , 03.11.2012 17:22

Wenn ich HDs Darstellung lese, kann ich dem Gedankengang leicht folgen.

Bei uns ist allerdings nach etwa 100 Reisetagen im Jahr von November bis Ende März Ruhezeit, wo wir die Familie und Freunde pflegen und die Zeit zum Wandern, zum Kochen und zum Planen nutzen.

Ohne jetzt angeben zu wollen, aber die "Winterzeit" ist in der Vorderpfalz (ja, auch bei Iris) nicht soooo übel wie in vielen anderen Regionen. Es ist eigentlich immer ein paar Grad wärmer, fast wie anderswo im Frühling. Nebel und Schnee sind regelrecht die Ausnahme.
Dazu kommt, dass wir neben den Weinorten mit unzähligen netten Einkehrmöglichkeiten noch den Pfälzer Wald mit den vielen Wanderhütten haben, auf der anderen Rheinseite den Odenwald, ebenfalls mit unendlichen Wandermöglichkeiten.
Im Gegensatz zu dem fürs Wandern oft zu heißen Sommer beginnt jetzt erst so richtig die Wanderzeit.

Wetterfrust, Langeweile und Bewegungslosigkeit sind daher für uns im Winter ein Fremdwort und das ist der Grund, warum wir in dieser Zeit nicht an eine Fahrt in den Süden denken.

 
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RE: Herbst in der Camargue

#24 von Rolf ( gelöscht ) , 03.11.2012 18:04

Hallo Iris!

Ein schöner Bericht und tolle Fotos haben mich mitgenommen - vielen Dank dafür!!!!

Wir kennen die Camargue ja auschließlich aus Oster- oder Herbsturlauben, allerdings immer nur von Tagesausflügen. Es gefällt uns dort immer wieder gut - aber im Sommer müssen wir dort nicht hin!

Gruß
Rolf

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RE: Herbst in der Camargue

#25 von gerd ( gelöscht ) , 04.11.2012 11:14

Schöner Bericht, schöne Bilder, Danke!

Ich war damals auch begeistert von der Camarque, kann einer sagen was er will. Ich mag Weite und Übersicht!

gerd

   

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