RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#1 von sunshine , 25.09.2012 22:19

Hallo, liebe Camperfriends,
hier noch ein kleiner Bericht von unserem Pfingsturlaub:

Pfingstsonntag 27.5.12
Wir starten gegen 14 Uhr, müssen aber zuerst noch einen kleinen Schlenker fahren, weil unser Sohn mein Auto hat und ich das Navi darin vergessen habe. Im S-Max ist zwar auch ein Navi, aber die Campingplätze sind nur auf dem mobilen Tom-Tom.
Unsere erste Etappe ist kurz, nur knapp drei Stunden Fahrt.
Hinter Belfort verbringen Freunde von uns das lange Pfingstwochenende. Sie machen das schon seit Jahren und wir haben schon oft versprochen, bei ihnen mal Station zu machen. Gegen 17 Uhr erreichen wir den CP „Val de Bonnal“ wo die Freunde versammelt beieinander sitzen. Es sind 6 Paare mit bestimmt 12 Kindern aller Altersstufen, sowie 3 Hunden. Fast alle sind mit luxuriösen Test-Womos der Fa. Bürstner unterwegs, die größten sind 9 Meter lang. Da passt unser über 30 Jahre alter Wilk wie die die „Faust auf‘s Auge“ dazwischen. Die freundlichen Spötteleien kennen wir längst und ertragen sie gelassen – wir haben ja alles was wir brauchen und wollen.
Wir docken mit unserem Campingtisch und zwei Stühlen an das Ende der langen Tafel an und werden gleich zum Abendessen eingeladen. Berndi hat im „Dutch Oven" auf Holzkohlenglut für 30 Leute Gulasch geschmort und in allen Wohnmobilen werden gerade Nudeln gekocht und Salat vorbereitet.

Der Campingplatz liegt herrlich am Ufer des „L‘ Ognon“ und direkt vor dem Campingplatz gibt es einen Kajak-Verleih. Das Sanitärgebäude ist ganz neu und die geräumigen Duschen sind luxuriös.
Attraktion sind jedoch die Seen, die man über eine Brücke über den Fluss erreicht. Hier werden kleine Hütten in völliger Abgeschiedenheit vermietet. Man kann wählen zwischen Baumhäuschen hoch in den Wipfeln mächtiger alter Bäume oder Hütten, die mitten im See liegen und teilweise nur mit einem Ruderboot zu erreichen sind. Nach dem Essen umrunden wir die Seen mit geliehenen Fahrrädern und sind begeistert. Die Seehütten sehen aus wie die Häuser aus „Der kleine Hobbit“ und die Baumhäuser wie wahrgewordene Kindheitsträume. Herrlich einsame Spazierwege führen um die Seen. Es gibt einen Badesee und zwei Angelseen und natürlich auch zusätzlich einen Pool. Außerdem gibt es WIFI und wir bezahlen € 24 incl. Strom für eine Nacht.
Mit unseren Freunden verbringen wir einen sehr vergnüglichen Abend.

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sunshine
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#2 von sunshine , 25.09.2012 22:23

Pfingstmontag 28.5.12
Nach einem Frühstück in der Morgensonne nehmen wir Abschied von den Freunden die größtenteils noch bis Dienstag bleiben.

Wir fahren auf den Routes National durch das Franche Comte, das am Feiertag ausgestorben wirkt. Im Burgund, in der Nähe von Beaune, wollen wir Station machen.
Der städtische Municipal liegt zentral und wirkt hübsch und gepflegt, aber die geräumigen Stellplätze sind meist rundum mit Hecken parzelliert und das mag mein Schatz nicht so sehr.
Also fahren wir weiter nach Meursault, das inmitten der Weinberge liegt und lassen uns auf dem Campingplatz „La Grappe d’Or“ nieder, wo wir , 7 km von Beaune entfernt, einen herrlichen Blick über die Ebene des Burgund und das Meer von Weinreben genießen können.

Nachdem alles fertig ist, machen wir einen Bummel durch Beaune, besichtigen die „Remparts“, die fast vollständig erhaltene Stadtmauer, das „Hotel Dieu“, das schon geschlossen hat und natürlich die Stiftskirche Notre Dame.
Es beginnt gerade zu tröpfeln und der Platz vor der Kirche ist leer. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen, nur auf einer Stufe neben einem Blumenkübel liegt einsam und verlassen ein Laptop. Weil der Regen heftiger wird nehmen wir das Notebook an uns und gehen in die Kirche, um nicht nass zu werden. Nach der Besichtigung der Kirche ist draußen weiterhin niemand zu sehen, so dass wir den Laptop in unser in der Nähe geparktes Auto legen.
Wir bummeln noch etwas durch die Stadt. Zurück am Auto startet Wolfgang den Rechner und kommt ohne Kennwort in die Dateien. Also nehmen wir das Gerät mit, in der Hoffnung, in den Dateien den Besitzer ermitteln zu können. Es im Nieselregen liegen zu lassen macht keinen Sinn.
Wir besorgen uns noch zwei Flaschen weißen Burgunder und brutzeln am Campingplatz eine Reste-Nudelpfanne. Der Regen hat die Luft etwas abgekühlt, so dass es ein Jacken-Abend wird – aber ein trockener.
Schön, wie nach und nach die Lichter überall in der weiten Ebene unter uns angehen und ein klarer Sternenhimmel für den nächsten Tag schönes Wetter verspricht.
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sunshine
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#3 von sunshine , 25.09.2012 22:27

Dienstag 29.5.12
Frühstück in der herrlichen Morgensonne!
Wolfgang hat im Fund-Laptop drei Telefonnummer finden können und ruft sie der Reihe nach an, in der Hoffnung den Eigentümer des Notebooks zu ermitteln. Er kann allerdings nur Nachrichten auf der Mailbox hinterlassen.
Ansonsten trödeln wir in der Morgensonne und versuchen im Urlaub anzukommen nach den zwei betriebsamen Tagen und dem Fest mit vielen Gästen zu Wolfgangs Geburtstag. Am Nachmittag ziehen wir los. Wolfgang möchte über die Weindörfer zum „Canal du Centre“ fahren und ich möchte in Beaune das „Hoten Dieu“ besichtigen. Also fahren wir zuerst nach Santenay und dann nach Beaune.

Schon oft sind wir an Beaune vorbeigefahren, oftmals mitten in der Nacht. Immer haben mich der beleuchtete Stadtmauerring und die bunt glasierten Dächer des Hospitzes „Hotel Dieu“ fasziniert.
Besonders hat mir nun der Innenhof gefallen, wo man die wunderschöne burgundische Architektur des Gebäudes bestaunen kann. Der Rundgang durch die verschiedenen Krankensäle endet beim berühmten Weltgerichtsaltar des Rogier van der Weyden, einem Meisterwerk aus dem 15. Jhd.
Lohnenswert ist die Besichtigung alleine schon für dieses Kunstwerk.
Am Abend, wieder am Campingplatz, meldet sich nun der Notebook– Eigentümer. Er wohnt in der Nähe von Paris und war zu Besuch bei Schwester und Schwager, die am Platz der Notre Dame Kirche wohnen. Wolfgang vereinbart, das Notebook morgen vor der Weiterreise dort vorbei zu bringen.

Mittwoch 30.5.2012
Ein sehr warmer und sonniger Morgen. Nach dem Frühstück verlassen wir den Campingplatz, auf dem wir uns sehr wohlgefühlt haben. (Wir bezahlen € 21,50 pro Nacht.) In Beaune finden wir tatsächlich nahe der Innenstadt einen Parkplatz mit dem Gespann. Wolfgang übergibt den Laptop dem Schwager des Eigentümers, der sich tausendmal bedankt und uns eine Flasche Burgunderwein vom Weinberg der Tante schenkt. Der junge Mann hatte sein Auto am Platz vor der Kirche beladen und wollte das Notebook ganz zum Schluss einpacken und hatte es übersehen. So blieb es auf den Stufen zum Kirchplatz zurück, bis wir es fanden und vor dem Regen und eventuell weniger ehrlichen Findern retteten.

Um halb elf Uhr starten wir in Richtung Süden.
Zunächst geht unsere Fahrt ziemlich lange am Canal du Centre entlang, auf Vichy und Clermont Ferrand zu. Bei Clermont Ferrand erreichen wir die Autoroute A75, die Maut-frei bis Beziers führt.
Eine herrliche Strecke; über eine sehr lange Distanz verläuft die A 75 in 1000 Meter Höhe und bietet viele tolle Ausblicke.

Eine kleine Pause machen wir beim „Viaduc de Garabit“, das Monsieur Gustave Eiffel entwarf und baute.
Gegen 17 Uhr erreichen wir Millau und lassen uns ohne längeres Suchen auf dem „Camping des Deux Rivières“ nieder, wo wir direkt am Ufer des Tarn einen Stellplatz bekommen. Es ist der stadtnächste Platz und deshalb zur Rush-hour etwas durch den Straßenverkehr beeinträchtigt, da er direkt bei der Brücke über den Tarn liegt. Vermutlich werden wir uns morgen nach einem ruhigeren Platz umsehen.
Beim „Leclerc“ in Richtung Albi (mit tollem Blick auf das Viaduc Millau) machen wir einen raschen Einkauf und genießen nach dem Essen (Hähnchen von der Rotisserie und Salat) einen lauen Abend mit dem Rauschen des Tarn als Hintergrundmusik. Es wird auch abends zusehend ruhiger am Platz, so dass wir beschließen, nicht sofort weiterzufahren und stattdessen etwas zu relaxen.

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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#4 von sunshine , 25.09.2012 22:31

Donnerstag 31.5.12
Da wir im Schatten der hohen Bäume am Ufer stehen, haben wir leider keine Morgensonne am Frühstücksplatz.
Der Campingplatz ist soweit in Ordnung. Die Sanis hier sind neu renoviert und okay, allerdings nicht nach Geschlechtern getrennt, was mich aber keinesfalls stört.
Es gibt kostenfrei WIFI auf dem Platz und Baguette auf Vorbestellung. Wir haben uns andere Campingplätze in der nahen Umgebung angesehen und die haben uns auf den ersten Augenschein nicht besser gefallen. Einzig der „St. Lambert“, der ruhig am Eingang zur Dourbie Schlucht liegt, schien uns recht vielversprechend, ist allerdings 3-5 Kilometer von Millau entfernt.
Den Morgen vertrödeln wir, ich mit Büchern und Gitarre, Wolfgang mit Läppi und Fotos.

Mittags fahren wir dann los zum „Chaos Montpellier de Vieu“.
Ein schmales Bergsträßchen führt in vielen Kurven und Kehren dort hoch. Der große Parkplatz ist fast leer. Wir bezahlen den Eintritt und entscheiden uns für die Haupttour, den rotmarkierten Weg durch dieses Felsenchaos. Er wird mit ca. 2 Stunden Gehzeit ausgewiesen.
Es ist eine sehr schöne Tour und nur wenige Menschen sind heute unterwegs. Teilweise ist etwas Klettern angesagt, man wird aber immer wieder mit herrlichen, weiten Ausblicken auf bizarre Felsformationen belohnt.
Den Rückweg nehmen wir durch die George du Tarn, auf die wir zunächst von hoch oben kommend, einen fantastischen Blick haben. Mein Schatz ist da in seinem Element mit den kleinen Bergsträßchen. Auf dem Weg sehen wir sogar einen Geier über der Schlucht kreisen – einen echten! Ein vermeintlicher am Vortag entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als Drachenflieger.

Am Campingplatz zurück, brutzelt Wolfgang eine Eintopf dem er den Namen „Tarn-Topf“ gibt. Er schmeckt sehr lecker und ist mit Kalbfleisch, viel Gemüse sowie ordentlich Oliven gemacht. Danach genießen wir einen milden Abend.
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#5 von sunshine , 25.09.2012 22:35

Freitag 1.6.12
Kein Wölkchen ist am Himmel zu sehen – es verspricht wieder ein schöner Tag zu werden.
Nach dem Frühstück spazieren wir nach Millau auf den Markt. Ich liebe diese Märkte – Wolfgang zum Glück auch.
Der Markt ist eher bäuerlich, trotzdem ein regelrechter Rausch für die Sinne, was die Farben, Geräusche und Gerüche betrifft. Millau ist ein echt liebenswertes Städtchen ohne viel Schnickschnack, was aber schon südliches Flair verströmt. Wir erstehen grünen Spargel, Kirschen und ein wenig Schinken und Salami.
„Anglaise?“, will der junge Mann am Charcuterie-Stand wissen. „ No, Allemande“. „Hohoho, Chelsea !“, lachen die Umstehenden leicht schadenfroh. Wir lachen mit. Da haben die Bayern im Champions League Finale wohl eine historische Niederlage erlitten.

Nach einer kleinen Mittagsruhe am Campingplatz fahren wir durch die Gorges de la Jonte in Richtung Meyrueis, um die Geier zu besuchen.
Schon bevor wir den Parkplatz des „Belvedere des vautours“ erreichen, sehen wir sie über der Schlucht ihre Kreise ziehen, bestimmt um die 40 Stück.
Auf dem großen Parkplatz steht ein einsames Fahrzeug. Wir lösen die Tickets und betrachten die Ausstellung, wo man viel Wissenswertes über die Geier zusammengetragen hat. Als wir die Aussichtsterrasse betreten, ist kein Mensch dort. Wir schauen durch die aufgestellten Fernrohre hoch zu den Geiern. Ein Angestellter, sichtlich froh, mal etwas zu tun zu haben, kommt zu uns und richtet unsere Fernrohre auf ein in der gegenüberliegenden Felswand sichtbares Nest aus.
Als ich hindurchsehe, landet gerade die Vogelmutter und füttert ihr Junges. Wir sehen eine Weile zu, bis der Angestellte wieder kommt und uns anbietet, wenn wir wollten, würde er uns einen Film zeigen. Wir sind ganz alleine dort und bekommen ihn mit deutschem Untertiteln vorgeführt. Faszinierende Aufnahmen! Für das Reservat wurden in der Region eigens die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Behandlung verstorbener Tiere geändert. Eigentlich müssen Kadaver umgehend entsorgt werden. Hier ist es erlaubt bzw. sogar gewünscht, dass diese auf den Feldern oder wo auch immer liegen bleiben, um für die Geier als Nahrung zur Verfügung zu stehen. Gefahren hinsichtlich Seuchen bestehen nicht, da die Geier umgehend diese Kadaver finden und vollständig vertilgen.

Nachdem wir noch eine Weile in die Schlucht und zu den Geiern geschaut haben, fahren wir weiter nach Meyrueis.
Auf einer Strecke von 20 Kilometern durch die malerische Schlucht begegnen wir kaum einer Handvoll Fahrzeuge. In Meyrueis biegen wir ab, die Schlucht hoch in Richtung Grand Causses. Das schmale Sträßchen windet sich hoch auf fast 1000 Meter Höhe zur über der Schlucht gelegenen Hochebene. Eine ganz einsame, wilde Gegend, in der kaum Ansiedlungen auszumachen sind. Auch hier treffen wir kaum Fahrzeuge oder Menschen. Es geht weiter nach Treves, um wiederum in einer steilen, kurvigen Abfahrt in die Dourbie Schlucht und durch sie wieder nach Millau zurückzufahren.
Wir machen noch einen kleinen Abstecher nach Nant, um einen Blick auf den vielgepriesenen Campingplatz „Val de Cantobre“ zu werfen. Er liegt wirklich traumhaft schön mit herrlichen Ausblicken auf das Dourbie Tal und das Felsendorf Cantobre.
Schließlich geht die Fahrt durch die lieblichere Dourbie-Schlucht zurück nach Millau. Wir genießen einen sommerlich warmen Abend mit Spagetti mit grünem Spargel, weißen Burgunderwein und zum Dessert erste rote Kirschen.

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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#6 von sunshine , 25.09.2012 22:42

Samstag 2.6.12
Noch einmal ein schöner Tag, wenn auch nicht so klar wie der gestrige.
Heute wollen wir in die Gorges du Tarn fahren.

Aber natürlich kann man nicht hier in Millau gewesen sein, ohne sich das technische Wunderwerk, das Viadukt von Millau näher angeschaut zu haben. Also machen wir zuerst einen Abstecher zum Autobahnrastplatz bei der Brücke, den man auch ohne Autobahn anfahren kann. Dort gibt ein sehr schönes, mittelalterliches Haus, das restauriert und umfunktioniert wurde als Ausstellungszentrum für die Region. Im Inneren zeigt man mit viel Multimedia ( gut gemacht – wie es die Franzosen lieben!) Landschaft und Lebensweise der Region – eintrittsfrei. Nach dem Besuch besteigen wir den Aussichtspunkt und bestaunen das riesige Bauwerk aus Beton und Stahl. (Gesamthöhe 343 Meter - der Eifelturm ist 324 Meter hoch. Die Fahrbahn ist auf 245 Meter Höhe, Länge ist 2 460 Meter. Nach 20 Jahren Planung erfolgte der Baubeginn im Oktober 2001 und die Fertigstellung im Mai 2004).

Hinterher fahren wir in die Tarnschlucht.
Bei Le Rozier-Peyreleau sehen wir wieder einige Geier am Himmel ihre Kreise ziehen.
Am "Pas de Sousy" halten wir an und besteigen den Fels über eine Eisentreppe. 50 Cent muss man dafür berappen, um von der Plattform aus auf die Felsblöcke im Fluss zu blicken - und natürlich hat man einen herrlichen Blick in die Schlucht. Wir sind auch hier ganz alleine auf der Plattform – schön!
Es ist tatsächlich nur wenig los um diese Jahreszeit – oder liegt es an der Tageszeit?? Obwohl wir die Tarn-Schlucht schon kennen, sind wir wieder fasziniert von dieser wunderschönen Naturlandschaft.
In St. Chely-du Tarn machen wir wieder einen Stop. Knapp nach einem engen Tunnel biegt ein schmales Sträßchen ab und über eine einspurige Brücke erreicht man das Dorf. Zwischen den pittoresken Häusern stürzt ein Wasserfall in den Tarn. Wir spazieren zur schlichten aber eindrucksvollen Felsenkapelle und besuchen den daneben gelegenen Kunstgewerbeladen, der in der alten Mühle angesiedelt ist. Das Innere ist erstaunlich – überall in dem Gebäude rauscht Wasser durch verschiedene Kanäle.

Hinter Ste-Enimie haben wir vor 20 Jahren mal gecampt, bis zu diesem Platz wollen wir fahren. Aber es gibt ihn nicht mehr. Ein Kajak-Verleih ist jetzt dort.
So wenden wir kurz vor Ispagnac und fahren in der Schlucht wieder zurück, durch die engen Felsentore und die teilweise 500 Meter hohen Steilwände.
In Ste. Enimie halten wir nochmals an, schlendern ein wenig durch die schmalen Gässchen und machen uns dann auf den Weg zum Campingplatz.
Der Himmel hat sich inzwischen bedeckt, aber es ist immer noch 30 Grad warm. Unvorstellbar, dass es am Sonntag nach der Vorhersage nur noch halb so warm sein soll. Abends fallen ein paar Regentröpfchen, aber nur kurz. Um halb elf Uhr sitze ich immer noch im Träger-T-Shirt draußen.
Es waren wunderschöne Tage hier im Aveyron. Vielleicht ist gerade diese Zeit - Mai/Juni – die beste, um diesen Landstrich zu besuchen, wenn der Duft von Heu und Blüten in der Luft liegt, wenn feuerroter Klatschmohn die Felder sprenkelt und sich noch keine Blechlawinen durch die engen Schluchten drängen.

Als wir zu unserem Platz zurückkommen, hat sich zwischenzeitlich ein großes Wohnmobil auf dem Platz neben uns niedergelassen. Wieder mal ein Kuschler – die aufgestellten Fenster des Wohnmobils berührten fast unseren Wohnwagen.
Gegen halb elf setzt plötzlich ein lautes Brummen ein. Staubsauger? Wasserpumpe? Nach einiger Zeit wird es jedoch etwas leiser – eine Klimaanlage, vermuten wir. Auf jeden Fall brummt es die ganze Nacht. Man kommt sich vor, als ob man neben einer Fabrik campt. Wenn das das Camping der Zukunft sein soll, kaufe ich mir ein Zelt und campe nur noch dort, wo diese dicken Womos mit ihren Klimaanlagen nicht hinkommen.
In der Nacht setzt der angedrohte Regen ein, bleibt aber ein sachter Landregen.

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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#7 von sunshine , 25.09.2012 22:47

Hier noch ein paar weitere Fotos von der Tarnschlucht:

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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#8 von sunshine , 25.09.2012 22:51

Sonntag 3.6.12
Gegen halb elf verlassen wir den Campingplatz. Wir bezahlen für 2 Erwachsene mit Strom € 16 pro Nacht. Das ist okay.
Die Betreiber waren sehr freundlich, die Sanis neu renoviert und sauber (mit Toilettenpapier und Fön) und wir haben uns dort sehr wohlgefühlt. Wolfgang trifft noch den Kuschler und nimmt es sich heraus, ihm zu sagen, dass er mit seiner Klimaanlage noch viele Freunde finden wird.
Wir verlassen das Tal auf der südlichen Seite der großen Brücke. Die Pylonen verschwinden in den Wolken und wir fahren durch dichten Nebel auf 900 Meter Höhe, wo das Thermometer nur noch 13 Grad anzeigt – Bibber!!!

Wir nehmen wieder die A75 (bis Beziers kostenlos), die über die Hochebenen des Zentralmassives führt, bevor sie sich in Kurven von 900 auf 200 Meter Höhe hinunter schraubt, mit 7,5% Gefälle.
Die Laster und Gespanne werden hier auf 50 km/h herunter gebremst. Unten in der Ebene angekommen zeigt das Thermometer wieder 20 Grad an – immerhin.
Aber eine bleigraue Wolkendecke liegt über dem Land.
Das doofe Navi leitet uns ab Beziers quer durch die Botanik auf holperigen Mini-Sträßchen.

Gegen 13 Uhr erreichen wir schließlich in Gruissan den Campingplatz „Les Ayguades“, der direkt am Meer liegt. Eine Punktlandung – 5 Minuten vor der Mittagspause.
Die junge Dame an der Rezeption markiert uns ein paar Plätze auf dem Plan, alle in der zweiten Reihe. Wir wollen aber lieber ganz nach vorne. Das sei „difficile“ mit dem Caravan, sagt sie. Okay, die junge Dame möchte Mittagspause machen, also schauen wir selber.
Gleich 5 freie Plätze nebeneinander gibt es direkt am Strand. Also fahren wir so einen an, hängen aber vorsichtshalber mal noch nicht ab, falls wir doch noch umziehen müssen. Um 14 Uhr geht Wolfgang dann gleich zur Rezeption, um zu sagen, welchen Platz wir haben wollten „Pas problem!“ – „Na, also !“.
Nun stehen wir in der 1. Reihe auf einer riesigen Parzelle und stellen den Wohnwagen so, dass er uns Windschatten gibt. Der heftige ablandige Wind reißt erste Lücken in die dichte Wolkendecke. Wolfgang verzurrt das Sonnensegel / Vordach mit dem Sturmband.
Wir hatten noch am Tarn eingekauft und abends brutzelt Wolfgang Rindersteaks. Der Abend ist recht kühl und es bleibt ordentlich windig.

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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#9 von sunshine , 26.09.2012 14:50

Montag 4.6.12
Beim Frühstück sehen wir zu, wie der Wind die letzten Wolkenreste aufs Meer hinaus pustet. Aber es wird den ganzen Tag so windig bleiben.

Nach dem Frühstück erkunden wir ein wenig die Umgebung und fahren zuerst nach Gruissan.
Das unscheinbare Örtchen liegt am Etang de Gruissan und wird von einer Burgruine auf einer Felsspitze dominiert. Am besten erhalten ist noch der Turm Barberousse. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick über das Dorf, den Etang mit den rötlich schimmernden Salinen und das hügelige Hinterland (das sehr schöne Wandermöglichkeiten mit kleinen Schluchten bietet und auch für Biker interessant sein soll).
Von oben sehen wir, dass heute Markt ist – passend für uns. Also bummeln wir anschließend über den Markt, der erstaunlich weitläufig und lebendig ist.

Im Anschluss daran geht’s dann zur Halbinsel St.Martin, wo auch der Camping Municipal am Etang liegt. Er befindet sich günstig in Spaziernähe zum Ort, bietet aber nicht so einen schönen Blick auf den Strand und das Meer, wie wir ihn am „Les Ayguades“ haben.
In nächster Nähe, die Straße entlang, ist eine Saline, die es sich lohnt zu besuchen. Es gibt dort eine kleine Salz-Boutique mit einer kleinen kostenfreien Ausstellung zur Salzgewinnung in der Region – nebenan ist ein auch ein kleines Restaurant, wo man insbesondere Austern „huitres“ bekommt. Wir kaufen ein Pfund „Fleur de Sel und einen Rosé St.Martin von der Halbinsel hier, wo die Weinreben direkt an die Etangs angrenzen.
Wir müssen uns noch mit Lebensmitteln eindecken und auch tanken, also geht es anschließend nach Narbonne zum Intermarché, ca. 15 km im Hinterland gelegen. War doch Narbonne in früheren Zeiten direkt am Meer gelegen, ist es nun durch Verlandung so weit ins Hinterland gerückt.

Zurück am Wohnwagen suchen wir den Windschatten und die Sonne und gegen Abend gibt es gegrillte Doraden und Salat.
Ein blutroter riesengroßer Mond taucht aus dem Meer auf – schön!!

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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#10 von sunshine , 26.09.2012 14:56

Dienstag 5.6.12
Ein Bilderbuchmorgen – windstill und die Sonne scheint vom tiefblauen Himmel, so dass es schon beim Frühstück recht warm ist.
Wir sind immer noch alleine in unserem Teil des Platzes. Dieser Teil scheint neu zu sein, da die Bäume und Anpflanzungen sehr jung sind. Im älteren Bereich, wo die Plätze mit hohen Hecken eingefasst sind, stehen die Camper dicht beieinander, aber um uns herum sind in der 1. und 2. Reihe sieben Plätze frei.
Der „Les Ayguades“ ist wohl ein toller Platz für die Vorsaison. Der breite weitläufige Strand ist nur sporadisch bevölkert und die Camper dürfen vorne am Strand stehen, während die festen Mobilhomes im hinteren Teil platziert sind – wohl wegen den Winterstürmen.
Die Sanis in unserem Bereich sind recht neu mit geräumigen Duschen. Ein paar Stehklos gibt es aber auch. Mit 112 Touristenplätzen gehört der „Les Ayguades“ zu den eher kleineren Plätzen. Der Schwerpunkt liegt deutlich bei den Mobilhomes.
Wir faulenzen in der Sonne, lesen, ich spiele Gitarre – hier stört es nicht, Wolfgang schnitzt und abends gibt es Merquez und dazu mediterranen Nudelsalat.

Mittwoch 6.6.12
Der Morgen ist bedeckt, aber warm. Es wird ein diesiger Tag bleiben.

Heute wollen wir uns Narbonne ansehen.
Wir stellen das Auto in einer Tiefgarage in der Innenstadt ab, beim Canal de la Robine. Schade, dass der schöne Platz unter den Platanen am Kanal momentan eine riesige Baustelle ist. Über die Kanalbrücke, die von Häusern und Geschäften flankiert wird, gelangen wir zur Innenstadt, deren Zentrum der Rathausplatz ist.
Hier sticht sofort das Palais des Archevéques ins Auge und die im Hintergrund sichtbaren Türme der Kathedrale St. Just et St.Pasteur.
Obwohl die Kathedrale unvollendet bleibt, eine historische Bauruine sozusagen, ist sie ein imposantes Bauwerk. Im Inneren fällt auf, dass an vielen Reliefs die Köpfe zerstört wurden – Informationen hierüber ließen sich nicht finden. Sehr schön sind auch die gotischen Gewölbe des angrenzenden Kreuzganges.

Nach dem Bummel durch die belebten engen Gässchen kehren wir nach einem Einkaufs- Stopp zum Campingplatz zurück, der schön in der Abendsonne liegt.
Mein Schatz will zum Abschluss nochmals schön kochen und bereitet ein Menü vor. Es gibt warmen Ziegenfrischkäse mit Honig und Walnüssen auf Blattsalaten mit feinem Dressing. Danach gibt es Rinderfilet an pikanter Sauce mit gerösteten Kartöffelchen und grüne Bohnen im Speckmantel. Nur das Dessert ist aus dem Kühlregal.
Heute sieht man zum ersten Mal nicht den Mond am wolkenverhangenen Himmel.

[[File:2012pfingsturlaub_378.jpg|none|auto]][[File:2012pfingsturlaub_370.jpg|none|auto]][[File:2012pfingsturlaub_371.jpg|none|auto]][[File:2012pfingsturlaub_374.jpg|none|auto]][[File:2012pfingsturlaub_366.jpg|none|auto]][[File:2012pfingsturlaub_385.jpg|none|auto]]

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#11 von sunshine , 26.09.2012 14:58

Donnerstag 7.6.12
Ein ganz trüber und kühler Morgen. Das Tief über Nordwesteuropa scheint seine Fühler bis zur Mittelmeerküste auszustrecken.

Wir packen gemütlich zusammen und verlassen den Campingplatz gegen 11 Uhr. Für zwei Erwachsene plus Strom zahlen wir pro Nacht € 17,50 – ein fairer Preis für den direkt am Meer gelegen Platz. (Aber das ist natürlich der Vorsaison-Preis).

Ab Beziers geht es wieder auf die mautfreie A75. Kurz vor dem steilen Aufstieg zu den Hochebenen werden wir von der Autobahn ausgeleitet – Vollsperrung in beiden Richtungen. Große LKW werden dann aber wieder auf die A75 geschickt, während PKWs und Gespanne den Aufstieg über die Route Nationale fahren müssen. In vielen Serpentinen (deshalb wurden bestimmt die LKW auf die A75 zurück geleitet) geht es aufwärts.
Die Straße ist recht gut ausgebaut und dient wohl öfters als Umleitungsstrecke.
Weiter oben ist ein großer Transporter LKW ebenfalls verunglückt, in einer Kurve den Hang tief hinunter geschossen – war wohl zu schnell unterwegs.
Eine Menge Leute stehen herum, aber eine Bergung kann erst nach der Aufhebung der Umleitung erfolgen, sonst geht hier gar nichts mehr. Es hat den Anschein, als sei dieser Aufstieg der A75 ins Zentralmassiv sehr unfallträchtig.

Es geht nun wieder auf die A75 zurück – eine wirklich schöne Strecke! Der Ginster an den felsigen Hängen ist aufgeblüht und man fährt durch ein gelbes Blütenmeer. Unsere Rückfahrt führt uns nun auch über das Viaduc de Millau – eindrucksvoll! Kostet allerding € 10,10 für das Gespann - aber das wird auch die einzige Maut sein, die wir in diesem Urlaub bezahlen werden. (Bis 2079 sollen die Kosten für die Brücke durch die Maut erwirtschaftet worden sein, habe ich irgendwo gelesen).

In der Auvergne lockert die Bewölkung auf und die Sonne scheint. Bei Clermont Ferrand verlassen wir die A75 und fahren Richtung Moulins. Unterwegs tanken wir bei einem Carrefour – und sparen ganze 15 Cent pro Liter im Vergleich zu Tankstellen an der Strecke.

Wir steuern den kleinen Ort Diou an bzw den dortigen an der Loire gelegenen Municipal. Schon am Ortsrand steht ein Schild „Camping ferme“. Vorletzten Sommer wollten wir hier schon einmal Station machen, aber da war der Platz auch schon vorrübergehend geschlossen. Also fahren wir weiter nach Digion, wohin wir auch damals schon ausgewichen waren und schauen nach dem dortigen Municipal. Da es schon halb sieben ist, bleibt nicht mehr viel Zeit zum Suchen.
Als wir dort am Loire Ufer die Wohnwagenstützen runter drehen, folgt der erste Wolkenbruch. So wird es ein kühler Abend, an dem wir nicht lange draußen sitzen.

Freitag 8.6.12
Wir frühstücken im Wohnwagen, denn es ist richtig kühl. Es bleibt aber trocken und um 10 Uhr verlassen wir den Municipal (€ 17,70) und fahren auf Frankreichs gut ausgebauten Nationalstraßen (RN) über Chalon-sur-Saone, Dole, Besancon, Belfort und Mulhouse zurück in die Heimat, wo wir um 16 Uhr ankommen – bei strahlendem Sonnenschein wohlbemerkt.

[[File:2012pfingsturlaub_363.jpg|none|auto]][[File:2012pfingsturlaub_394.jpg|none|auto]]

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#12 von sunshine , 26.09.2012 16:01

So, das war er, unser Frühsommer-Frankreich-Aufenthalt.
Schön war es wieder - wie immer eigentlich in Frankreich!
Wir haben Altbekanntes neu entdeckt und auch Neues gefunden - auch wie immer eigentlich...






 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#13 von Kast , 26.09.2012 16:37

Hallo Iris, danke für den ausführlichen Bericht mit den schönen Bildern!
Damit ist unsere Lust nach Frankreich zu reisen wieder geweckt.

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#14 von HD , 26.09.2012 17:06

Merci, liebe Iris, für diesen schönen Bericht

Ich werde ihn mir kopieren und auf meinem USB Stick über Reiserouten Campingplätze, E-books und Bilder ablegen - danke für Deine Genehmigung des copy right

Ich hoffe, in ein paar Tagen werde ich sie wieder fahren, "meine" schönste Autobahn die A75, (die durch alle 4 Departements der Auvergne führt und einen umweg lohnt und dort hat die Strasse auch ihren besonderen Reiz, man sieht die alten Felsendörfer und Bastiden - sowie hinter Millau, wenn es hininter ans Meer geht und man die mediterrane Luft schon spürt und riecht.) Und, so es passt, werde ich in Nant Station machen - aber nicht mehr auf dem Val de Cantobre -ich zahle keine 5 Euro für den Hund -sondern direkt unterhalb am Doubie-Ufer. Zu Nant habe ich eine besondere Beziehung, aber das ist eine andere Geschichte - und außerdem muss ich noch pastis des hommes kaufen, ich kann nicht erwarten, das Yves mich damit versorgt

Ich habe das Tarn Tal ohne Brücke gesehen, als die Brücke im Bau war und die fertige Brücke - mich deucht, ich war dorten schon öfter und mich zieht es immer wieder hin, ins Aveyron, esmuss wohl "Liebe" sein. (stärker als beispielsweise an den Verdon)
Liebe Grüsse von HD

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#15 von Mephisto , 26.09.2012 20:16

Sehr schöner Bericht,
es ist immer wieder erstaunlich was man selbst und was andere fotografieren wenn man in der selben Ecke war. Wenn ich eure Bilder seh, dann hab ich das Gefühl, daß Eine oder Andere überhaupt nicht gesehen zu haben.
Aber Frankreich ist im Frühjahr wieder dran.
Allerdings erst mal eine Woche offiziell wegen Jubiläum der Jumelage in die Vendee (Nähe La Roche sur Yon). Mal sehen, obs anschließend wieder die Bretagne wird oder von Nantes aus die Loire hoch oder ob wir nach vielen Jahren wieder ins Baskenland fahren.

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#16 von sunshine , 27.09.2012 08:59

Zitat von Kast
Hallo Iris, danke für den ausführlichen Bericht mit den schönen Bildern!
Damit ist unsere Lust nach Frankreich zu reisen wieder geweckt.


Karin, ich habe auch gleich wieder Lust auf Frankreich bekommen, als ich den Bericht reingesetzt habe.

@ HD: Wir sind schon öfters Teilabschnitte der A75 gefahren und auch schon runter bis Beziers. Immer hat uns diese tolle Strecke fasziniert - und dass sie keine Maut kostet, ist noch ein zusätzliches Schmankerl...
Als wir das letzte Mal in den Gorges du Tarn waren, gab es die Brücke noch nicht. Wolfgang und ich mögen die Auvergne auch sehr und bleiben immer wieder dort hängen. Wenn im Frühjahr die Wetterprognose besser gewesen wäre, wären wir vermutlich gar nicht bis ans Mittelmeer runtergefahren.

Zitat
Wenn ich eure Bilder seh, dann hab ich das Gefühl, daß Eine oder Andere überhaupt nicht gesehen zu haben.


So geht es mir auch immer, Meffi!

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#17 von Susanne , 27.09.2012 09:12

schöner bericht iris, danke, in teilen uns ebenfalls bekannt, auf dem val de bonnal haben wir vor jahren den schnellsten wetterumsturz erlebt, innerhalb von 4 min war die sonne weg und es kamen solche sturmböen, dass wir nachbars markisen retten mussten (sie waren nicht da) und die markisen standen ohne abspannung.

in millau standen wir auf demselben campingplatz, allerdings im oktober, aber ansonsten hatten wir damals nahezu dasselbe programm

es ist einfach schön, so durch frankreich zu reisen

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#18 von Gelöschtes Mitglied , 27.09.2012 09:34

Schöner Reisebericht und ein paar Anmerkungen dazu. Am Anfang die Sache mit den Wohnmobilen. Mit einem 9 Meter Womo würdet Ihr bei eurer Art zu campen nicht glücklich werden, gross heisst nicht immer besser. Mit den grossen Wohnmobilen verkommt man zum schnöden Stellplatzcamper, besonders in Frankreich. Die schönsten CP in Frankreich die wir bisher gefunden haben konnten wir mit unserem 7meter Mobil gerade noch so anfahren. Auch z.b die ganz kleinen Strecken um und in die gorge du tarn gehen mit unserem womo auch so gerade noch. Die grösse des Camperfahrzeugs geht einher mit dem verkleinern der Camperfreiheit weil vieles nicht mehr möglich ist. Uns blieben bisher Kuschelnachbarn mit Stromagregat und Klimanalage erspart, sie sind die Camperpest sondergleichen aber es gibt noch eine Steigerung, US-Wohnmobile gibt es mit aussenliegenden Monsterflachbildschirmen und Surroundanlagen sowie aussenliegenden Hifianlagen. Ich mags mir nichtmal vorstellen so etwas mal neben mir stehen zu haben

Eure Pfingsttour hat auch beim mir Erinnerungen hervorgerufen, den Val du Cantobre hättet ihr ruhig mal anfahren sollen, der ist wegen seiner Lage schon sein Geld wert, dort kann man direkt in die umliegenden Dörfer und Berge wandern und die Vautours kreisen direkt oberhalb des Platzes um ihre Nester und man kann alles vom Platz aus beobachten. Wirklich herrlicher Platz. Besonders gut hat mir das Mohnblumenfoto gefallen. Ich trink jeden Morgen meinen Kaffee aus meiner Lieblingstasse mit dem Motiv http://lafair.de/Jumbotasse-Poppy-aus-Bone-China?go=2 Das sind meine absoluten Lieblingsblumen. Die Laptopgeschichte fand ich auch Klasse, das ist gelebte Menschlichkeit und Freundlichkeit, eine bessere Visitenkarte kann man in keinem Gastland hinterlassen.


RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#19 von conny , 27.09.2012 16:34

Wie immer wunderschön, Iris. Vielen Dank für's Mitnehmen.

Dass Ihr vor Zäunen steht ist neu ... .

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#20 von sunshine , 27.09.2012 16:45

Conny, solange man durch die Zäune gucken kann, ist es für uns okay. Und sie bieten ja auch einen kleinen Schutz.
Aber ohne wäre natürlich schon schöner...

Yves, ich brauche bestimmt kein Neunmeter-Womo.
Für uns ist der Wohnwagen okay. Wir stellen den irgendwohin und ziehen mit dem PKW dann unsere Kreise. Und irgendwann zieht es uns weiter.
Für manche Touren (z.B. durch Korsika) könnte ich mir ein kleines Womo schon vorstellen, aber so ein richtig großes würde ich nicht haben wollen.

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#21 von bieber , 27.09.2012 19:38

Viielen Dank für den tollen Bericht! In Mersault haben wir genau da gestanden, wo Ihr auch wart. Beim ersten Mal, das war auf der Heimreise einer Osterferientour. Beim zweiten Mal sind wir wieder auf einer Ostertour schon auf der Hinfahrt auf den Grappe d'or und da war er zu unserm Horror sowas von voll, dass wir uns irgendwo dazwischenquetschen mussten, war ja nur für eine Zwischenübernachtung. Seit damals sind wir ihn dann nicht mehr angefahren.

Kannst Du Dich noch erinnern, ob es Mücken gab auf dem Platz in Gruissan?

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#22 von sunshine , 27.09.2012 20:37

Als wir in Gruissan waren, gab es keine Mücken, bieber.
Fragst du wegen dem Etang? Der hat ja Salzwasser, und ein Fluss oder andere Gewässer waren nicht in der Nähe.

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#23 von bieber , 28.09.2012 10:23

Wir fahren ja am 3. nochmal Richtung Pyrenäen, evt. Spanien. Da wäre das ein netter Platz für einen Zwischenstopp gewesen, aber -wie so oft im Herbst- seit 15.9. geschlossen. Schade. Wir haben eine schöne Alternative bei Perpignan, auch direkt am Meer, aber da hat es im Herbst Mücken. Das kürzt dann die schönen Abende draußen enorm ab...

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#24 von HD , 28.09.2012 16:10

Hallo bieber - vielleicht treffen wir uns dann ja auf dem Camping: Loisir de Vacances Languedoc "Les Ayguades" - den Iris beschreibt - der hat noch bis Helloween offen, also bis 31.Oktober. (der passt mir gerade nach Nant)
Mein Auto ist ein kupfermetallicfarbener FIAT Ducato Campingbus - die Buchstabenkombination NACH der 1. Buchstabenkombination z.B.HH für Hamburg lautet dann für die 2. Buchstaben: HD VOR den dann folgenden Zahlen.
Gruss HD

ps. ich MAG die "sunshine getesteten Campingplätze" - sie hat da einen ähnlichen Geschmack wie ich

 
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RE: Frankreich: Burgund-Tarn-Narbonne

#25 von sunshine , 28.09.2012 16:25

HD, hast du dort am Campingplatz "Les Ayguades" angerufen?

Auf der Preisliste für den Campingplatz werden nur Preise bis 15. September ausgewiesen.
Auf der Preisliste für die Mobilhomes dagegen bis 3. November.
Nun werden sie aber die Infrastruktur des Campingplatzes nicht stilllegen, solange noch Mobilhome-Gäste da sind, denke ich jetzt mal.

Hier der Link zur Website: Camping Les Ayguades in Gruissan
Ich würde - falls noch nicht geschehen - einfach dort anrufen oder eine Mail schreiben.

Zitat
ps. ich MAG die "sunshine getesteten Campingplätze" - sie hat da einen ähnlichen Geschmack wie ich


Jep, wir zwei brauchen keinen besonderen Schnickschnack auf CPs...

 
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