RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#26 von voke , 06.03.2012 23:57

"wens interessiert der liests, wen nicht, der lässt es bleiben. Überall wo Steyr draufsteht ist halt Steyr drin."

Wäre eine Signatur wert.

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#27 von Gelöschtes Mitglied , 07.03.2012 17:21

Moin Moin aus der Provangs
Wir haben heute Aix en Provence besucht, sind auf Cézanne's Pfaden gewandelt, haben ein paar scharfe Französinnen und Franzosen und fast schon eine winzige Ausführung einer Weltmetropole gesehn. Im Zentrum von Aix reiht sich eine der Mega Boutique's an die andere, ebenso die Banken und eben all das was zu so einer "Zentrumsstadt" gehört. Das ganze hat echt das Flair einer Miniausgabe einer Weltstadt, natürlich nur aus der Sicht eines Dorftrottels wie unsereinem. Interessant für mich persönlich ist die Stadt weil es eine Universitätsstadt ist und es von Studenten und Studentinen nur so wimmelt. Scheinbar auch die beliebteste Studierstadt Frankreichs. Wie gut dass Studenten und Eltern die für sie löhnen müssen so weit weg und auseinanderliegen, so bleibt den "Zahlern" verborgen was ihre Schützlinge den Tag über so treiben. Die meisten jedenfalls schienen heute im Park in der Sonne zu liegen, süssen Roséwein aus "Bac in Boxes" zu trinken und dem Müssiggang zu fröhnen. Einige von Ihnen haben wir ermuntert Einsatz zu zeigen, schliesslich muss später mal jemand von Ihnen auch für unsere Rente sorgen.

Für diejenigen die mich nun hassen weil ich meinerseits die Camargue nicht sooooo leiden kann, ein kleiner Lichtstrahl am Horizont meiner geliebten Provangs. Wenn ich hier auf den schönsten Punkt in den "Victoire-Hügeln" klettere, kann ich plötzlich in Richtung Aix ein paar Kühltürme von einem Kraftwerk sehn, vielleicht sogar einer Centrale Nucléaire, oder vielleicht doch nicht weil ein untypischer riesiger Schornstein neben den Kühltürmen steht der Rauch abbläst. Die Einheimischen scheinen das ganze nicht besonders zu mögen den keiner will mir was darüber erzählen, fast wie damals am Mont Ségur wo mir nie jemand antworten wollte wenn ich nach den Schneeverhältnissen im Winter gefragt habe. Komisch aber auch die Franzosen scheinen so ihre Geheimnisse zu haben und diese für sich zu behalten.

Geschlafen haben wir letzte Nacht wie die Murmel, aufgewacht sind wir umhüllt von gefrorenen und mit Rauhreif beschlagenen Fenstern und Campingmöbeln. Hundchen wollte trinken aber sein Wasser war gefroren. Aber die Sonne ging um genau 07:06 auf und eine halbe Stunde später hatte sie so viel Kraft dass sie alles schmolzen liess. Die Heizung lief ungefähr eine halbe Stunde, das erste Mal seit fast einer Woche. Gas an Tanstellen gibts hier nicht so häufig wie ich gedacht hatte und demnächst werde ich mal nachtanken wenn sich die Gelegenheit bietet. Muss mir nur noch ansehn welchen Adapter ich brauch, scheint ein wenig komplizierter zu sein als in Lux und Deutsch. die zweimal wo ich nachfragen wollte sass so eine blutjunge Pussy am Bezahlschalter und die wollte ich nicht zu sehr überfordern. Mal sehn, Auto-Gas heisst hier auch anders und ich hoffe mal dass es das Richtige ist.

Ah gerade hat mir auch jemand endlich erklärt was der Schornstein und die Kühltürme zu bedeuten haben. Scheint aber alles ganz harmlos zu sein. Eine Centrale Thermique, also dort wird im Moment Kohle verbrannt um Energie zu gewinnen und eine Holzverbrennungsanlage ist im Plan um die Kohle zu ersetzen. Was sonst noch? Die schönen Zeiten mit Hundchen sind nun vorbei, Hundchen hat Arthrose und kann nicht mehr so lange mit uns wandern, das heisst er muss öfters im Womo zurückbleiben wenn wir unsere Touren machen. Heute war es das erste Mal und es scheint Ihn nicht weiter zu stören. Auch verzieht er sich tagsüber von selbst ins Womo wenn die Sonne mal hinter einer Wolke verschwindet und ihm fröstelt. Einmal musste es ja so kommen, mal sehn ob wir das ganze mit Chemie etwas bessern können, die Tierärztin hatte angedeutet dass es etwas Aufschub gibt. So früh, mit um die 9 Jahre hatte ich allerdings nicht gerechnet.

Aber so als Alarmanlage im Womo hat er ja auch noch sein Gnadenbrot. In Aix sind wir übrigens fast eine Stunde umhergefahren um einen geeigneten Parkplatz zu finden, der den man uns angeboten hatte, beim Fussballstadium, war total belegt mit "Forains" weil gerade Kirmess in Aix ist. Aber nach einer knappen Stunde haben wir es dann doch noch geschafft ungefähr 30 Minuten vom Zentrum weg zu parken und loszumarschieren. So viel Bewegung wie heuer, hatten wir unterwegs noch nie und es tut verdammt gut. Zu Mittag gegessen haben wir in einem ziemlich coolen Lokal das am Abend zu einer Salsa-Bar mutiert. Absolut traumhafte Loungemusik nach meinem Geschmack. Es gibt als CD auch bei Youtube Kompilationen die sich "Buddha Bar" nennen, auf denen so Lounge Musik zusammengestellt ist, und genau diese Musik von der ich jede CD auch auf dem Ipod habe, lief dort die ganze Zeit. Das Essen war ebenfalls sehr gut. Ich hatte die obligatorische gegrillte Entrecote mit Bratkartoffeln und Salat und Rita eine Quiche mit Salat und ein paar ungewohnten Beilagen. Danach den besten Espresso den ich je getrunken habe. Der ausschlaggebende Punkt gerade dort zu essen war neben dem interessanten Aussehn des Lokals, die riesige italienische Kaffeemaschine die dort über dem Tresen getrohnt hat.

Aix erwacht gerade mit der ständig scheinenden Sonne aus dem Winterschlaf und in der ganzen Stadt werden die Platanen zurechtgestutzt und es ist schon ein ungewohntes Geräusch in einer Stadt ständig Motorsägen zu hören um diese Zeit. Der CP hier ist wieder so genau nach meinem Geschmack, privat geführt, die Cheffin immer freundlich und immer präsent, die im Campingshop gekauften Artikel alle seit Wochen und Monaten im Datum abgelaufen und ich darf all die abgelaufenen Sachen testen und wenn sie noch gut sind brauch ich erst zu bezahlen Die Cheffin fragte gerade ob das Bier noch gut wäre, ich hab Ihr geantwortet dass nach der 5ten Flasche ein etwas schaler Geschack zu Tage gekommen wäre und ich die restliche Flasche nun gegen ein neues Sixpack tauschen wollte. Sie lachte und meinte mit der Antwort hätte Sie bei mir gerechnet, es wäre "une vraie réponse de garçon". Bin ich etwa sooo durchschaubar?

So nun wird mir hier auf der Wifiterrasse zu kalt und die Finger werden klamm, das wars dann mal für heute und jedem dem ich mit diesem Post vielleicht wieder auf die Füsse getreten bin, bitte ich um Nachsicht Denn passt mal gut auf Euch auf, ich war am Mittag in einer Messe und habe dort ein gutes Wort für Euch eingelegt.


RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#28 von HD , 07.03.2012 18:45

Hallo Yves - in Frankreich heisst LPG genau umgekehrt wie hier: GPL (gaz petrole liquid)

meist wird der Dish Adapter benötigt
[[File:dish.jpg|none|auto]]

Grüsse von HD

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#29 von Gelöschtes Mitglied , 07.03.2012 18:53

Siehste, wenn man den Meister ruft, bekommt man auch immer noch vom Meister eine Antwort und dazu noch gleich diejenige die mich beruhigt. Hatte genau diesen Adapter im Verdacht war mir aber nicht sicher und die Bezeichnung vom Gas ist genau die, die ich hier gelesen habe. Danke HD, wie immer hilfreich.


RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#30 von tomruevel , 07.03.2012 19:09

Moin,

Flüssiggas tanken hier, Adressenliste:

http://www.butagaz.fr

http://stations.gpl.online&#...i/index.php

Es gibt hie udn da noch blau/weiße Schilder mit der Aufschrift Gepel.
So hießen in den 80ern sämtliche Tankstellen für Autogas.

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#31 von Killerdackel , 07.03.2012 22:19

Zitat von steyr
.... Hundchen hat Arthrose und kann nicht mehr so lange mit uns wandern, ....... mal sehn ob wir das ganze mit Chemie etwas bessern können, die Tierärztin hatte angedeutet dass es etwas Aufschub gibt. ......


METACAM von Boehringer Ingelheim ist ein gutes und gut verträgliches Schmerzmittel und war drei Jahre lang TÄGLICH bei der Omadackeline im Gebrauch und kann drum empfohlen werden - Haddes Schäfle hats auf Empfehlung auch erhalten.
Weiterhin SCHÖNEN URLAUB und kommts xund zruck !!

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#32 von Gelöschtes Mitglied , 10.03.2012 16:58

Moin Moin erstmal kurz. Danke für die diversen Tipps. hundchen hat sich wieder erholt nach zwei Tagen Pause und humpelt zur Abwechslung mal gerade nicht, nur sein Hirn ist noch auf dem gleichen Stand wie vor 9 Jahren . Gas getankt hab ich heute auch zum ersten Mal und zwar bei Total, die haben hier desöfteren auch Gas. So nun mail ich mal die Gasfachfrau in der Eifel an, es gibt noch immer etwas an der Gasanlage die Riepert eingebaut hat das mir Sorgen macht und mir noch keiner erklären kontte der sogenannten Gasspezies bei Riepert. Eines hab ich aber jetzt schon herausgefunden, wenn ich zu Hause bin bau ich die Anlage um aber erst muss ich noch ne Erklärung bekommen für dieses Absperrventil mit dem roten Plastikstopfen, aus dem kommt immer wiedermal ne zeitlang Gas raus und ich find nicht sooo normal.


RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#33 von Gelöschtes Mitglied , 10.03.2012 17:29

Ooooooops, das ging aber schnell, hab gerade am späten Samstagnachmittag mit der Gasfachfrau in der Eifel telefoniert und mit ihren Angaben nach dem Fehler gesucht und gefunden. An einer Flasche ist der automatische Füllstopp kaputt und die Flasche muss getauscht werden. Das Absperrventil hat tatsächlich ein Überdruckventil hinter diesem Plastikstopfen und da geht der Druck ab der in der Flasche zu viel ist. Festzustellen war das nach abmontieren des Schlauches der die Flasche mit der Truma Duomaticinstallation verbindet. Danach musste ich die Flasche öffnen um Gas abzulassen und wenn das was dann kommt ganz weiss ist, zeigt das den Überdruck in der Flasche an. Weisser gings nicht und ich musste Gas ablassen bis alles farblos war. Den Campingnachbarn hat das auch erstmal verängstigt interessiert und nu stinkt hier alles nach Gas. Aber da kann gaaaaaaaar nix passieren. Der Spezialist bei Riepert hat mich ausgelacht und als Trottel dastehn lassen als ich mehrfach beteuerte dass ständig Gas aus dem Plastikstopfen käme und da damals als ich nochmal bei ihnen war, gerade auch noch einer der Schläuche lose hing (der sich übrigens alle paar kilometer von alleine lockert weil er zu kurz ist und unter zu viel Spannung eingebaut wurde) stand ich noch blöder da weil er nun sicher war dass das Gas von dort käme.

Warum hatte ich diese ganzen Probleme eigentlich nicht beim Steyr, wo mir jeder sagte "Oh mein Gott du darfst doch nicht selbst so eine Gasinstallation tätigen, das hast du doch gar nicht gelernt, da muss ein Spezialist ran usw. usf. ". Scheissdrauf, ich bau die ganze Anlage zu Hause aus und dann ordentlich wieder ein damit ich genau weiss wie und ob alles funktioniert. Aber egal wie, die Gasfachfrau hat heute ihrem Namen alle Ehre erwiesen und lässt mich den Riepertmurks gleich wieder vergessen. Was lernt uns das? Nicht überall wo Gasfachmann draufsteht, ist auch Gasfachmann drin. Also lieber mal den Mädels vertrauen.


RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#34 von donalfredo , 10.03.2012 17:45

In welchem Nest ist eigentlich der Campingplatz mit den "frischen" Produkten aus dem Campingladen?
Hat der Platz vielleicht sogar einen Namen?
Wäre nett - danke ...

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#35 von Kast , 10.03.2012 20:19

Zitat von steyr
...
Nun sind wir heute Morgen dort abgefahren in Richtung Provence und sind schon am neuen Ziel angekommen, dem CP. Ste. Victoire. Ein netter kleiner Platz ...


Ich nehme an, dass es sich um diesen Platz handeln könnte:
http://campingsaintevictoire.com/plan.htm

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#36 von donalfredo , 10.03.2012 22:45

Ach, danke,

hatte ich nicht gesehen ...

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#37 von morgenröte , 11.03.2012 15:53

Schön hier mitzulesen wie ihr durch Frankreich reist, nebenbei kann frau was lernen und die Camperfriends helfen sich.
Ich wünsche euch weiter eine schöne Reise und uns vielleicht ab und zu ein Bild. Wie bekommt Rita das neue Leben?

Viele Grüße Andrea

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#38 von Gelöschtes Mitglied , 11.03.2012 17:42

Moin Moin
Wir sind im Moment auf dem Municipal Camping des Cèdres in Apt. Ein netter kleiner Gemeindeplatz mitten in der Stadt, gelegen an einem Fluss dessen Bett momentan so trocken ist wie ein guter Furz. Es hat seit November letzten Jahres hier keinen Tropfen mehr geregnet. Heute haben wir eine Tour in der Umgebung gemacht und ein altes renoviertes Industriegelände besucht auf dem sämtliche Farbtöne die das Ocker hergibt, hergestellt wurden. Schön dass man in Roussillon die Industriegeschichte nicht so mit Füssen tritt wie anderswo in Europa, Luxemburg zum Beispiel. Wir haben dort in einer kleinen Brasserie auch einen Happen gegessen und so langsam scheinen wir uns den Eingeborenen anzupassen. Ohne den "quart de Rouge" gehts nicht mehr.

Danach waren wir in Gordes einem bildschönen uralten Ort in dem es so viel zu sehen gibt dass Rita die Speicherkarte des Fotoapparates gesprengt hat und wir also Morgen zurückkehren müssen um den Rest anzuschaun und zu fotografieren. Aber es gibt eine kleine Story zu dem Ort die ich hier mal kurz darlegen möchte. Ein kleiner Laden hat uns, ich schwörs, wie magisch angezogen. Es ist ein Spezialitätenladen mit allerlei Leckereien der Region und darüber hinaus. Wir gehen also in den Laden und bleiben an einer speziellen Stelle stehen und vor uns steht eine Flasche mit einer der Lieblingsspirituosen des Meisters. Reinstes Pastis des Homs und derjenige den diese Geschichte nun betrifft, darf sich auf eine weitere Flasche dieses für Ihn göttlichen Gesöffs freuen. Der Geschäftsinhaber war absolut erstaunt dass wir gerade diesen Pastis unter vielen anderen sofort im Auge hatten und meinte das er etwas für wahre Kenner wäre und er speziell diese Marke immer einlagern würde für einen seiner Kunden aus Nice. Wir erzählten ihm dass es für einen Freund wäre und er meinte dass dieser ein Experte sein müsste in Sachen Pastis. Also, die Flasche reist mit und wird ihren Weg finden.

Campingplätze sind hier zur Zeit noch absolute Mangelware, das allermeiste geschlossen obwohl schon hunderte Camper unterwegs sind. Oft begegnet man Wohnmobilisten die total genervt herumkurven weil sie keinen CP finden, es scheint doch viele zu geben die wie wir Stellplätze nicht soooo mögen. Wir greiffen mittlerweile zur Zwischenlösung. Wenn wir keinen Platz finden, fahren wir irgendwo abseits auf schmalste Strassen und campieren irgendwo wild auf einem meist wunderschönen abgelegenen Platz, so wie vorgestern. Es war ein Gedenkplatz für drei Feuerwehrmänner die dort 2003 bei einem riesigen Waldbrand ums Leben kamen. Der Platz war so dramatisch schön dass man sich fragen muss wie es die Natur schafft in nichtmal 10 Jahren dermassen sich zu erholen, obwohl damals fast alles zerstört wurde. Die Bäume ringsum in den Wäldern hatten alle noch verkokelte Rinden, hatten sich aber längst erholt un d stehen wieder in sattem Grün.

So, hier wirds nun etwas luftig und geh mal ne Jacke holen. Weitere Geschichten folgen und solange sollt Ihr mal gut auf Euch aufpassen.


RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#39 von HD , 11.03.2012 19:34

Ja, den Laden in Gordes kenn ich, aber er war leider geschlossen, als wir nach Weihnachten dort waren. So wusste ich bis eben nicht, dass es dort auch den Pastis des Homs gibt, den besten Pastis, den ich bisher genossen habe.(und dessen Schöpferpaar ich persönlich kenne, wie Rita u. Yves auch) Tja, Gordes, ebenfalls eines der schönsten Dörfer Frankreichs - es regnete,als wir Gordes besuchten, was aber seinem besonderem Zauber keinen Abbruch tat - außer vielleicht, dass die vielen Treppen und steingepflasterten Gassen etwas schlüpfrig waren - und einige Bilder hab ich auch von Gordes. Ich kann mich nur schon vorfreuen, auf das was mich erwartet -meinen herzlichsten Dank dafür.

Hier ein Bild von Gordes
[[File:dscn05131.jpg|none|auto]]
Grüsse von HD

ps. ach ja, und hier kommt er her der pastis des homs von der Causse Larzac im Depmt. Aveyron Gemeinde Nant (erstaunlich, dass es diesen Pastis bis Gordes "verschlagen" hat - aber Qualität setzt sich eben doch durch.
http://www.aromatiques-homs.com/

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#40 von Gelöschtes Mitglied , 12.03.2012 18:16

Gern geschehn HD und er wird Dich sobald wie möglich ereilen.

Von Freaks und anderen komischen Vögeln.
Wie in jeder Stadt wo man immer irgendeinen komischen Vogel trifft, sei es den „Skatermann oder die Skaterfrau“, den Berber den jeder kennt und dem man immer mal wieder etwas zusteckt wenn er einem an der immer gleichen Stelle begegnet wo er sich zum Betteln niedergelassen hat, die BMX-Velozauberer, die Katzenfrau, der Taubenmann und und und. , so gibt es auch die Campingplatzfreaks. Auf dem „Brise“ gab es den „Tantramann“. Er war plötzlich da und dann wanderte er hin und her.

Ein älterer Mann, mit langen zu einem Pferdeschwanz gebundenen grauen Haaren, einer knallweissen Designerbrille, einer langen blauen Hose, einem Wollpullover, einer roten Jack Wolfskinjacke und Ledersandalen an den Füssen. Auf dem Rücken immer ein roter Rucksack an dem es eine besondere Gegebenheit gab. Am Rucksack hingen drei Schnüre die ungefähr 4 Meter lang waren und immer in der Länge über den Boden schleifften.

Der Mann ging sowas von aufrecht dass man meinen konnte er wäre in ein Korsett gezwängt. Der Tantraman schien in sich gefestigt und allein schon sein ständiges Grinsen das er vor sich trug gab diesen Aufschluss. Aber der Tantramann hatte ein Geheimnis und es war nicht schwer zu erschlüsseln. Er muss der Guru einer ganzen Reihe von Frauen gewesen sein die ihn ständig anriefen und da er eben der Tantramann war der in einer Wolke reinsten „Zen's“ vor sich hinschwebte der immer total geerdet war weil er seine meterlangen Schnüre auf dem Boden hinter sich herzog, war sein Handyakku ständig leer und der arme Kerl verbrachte 90% seines schwerverdienten Urlaubs damit im Saniblock zu stehn, Miraden an Menschen an sich vorbeiziehen zu lassen die kacken mussten und dies auch mit Inbrunst taten, während er mit dem Handy am Ohr und dem Ladegerät an der Steckdose hing und mit seinen Jüngerinnen telefonierte.

Ich geb zu, ein schweres Schicksal, aber so als Guru hat man eben keinen Urlaub und jede seiner Seelen will gerettet sein und bedarf der Führung, auch im Urlaub.

Da hatte es der Erbsenopa vom „la Victoire“ schon besser und einfacher. Morgens um 8, und das jeden Morgen, kam Erbsenopa mit einer riesengrossen Erbsendose in den Saniblock und goss dort das Wasser aus der Dose ab um danach vor seiner „Roulotte“ den Inhalt der Dose zu verspeisen. Erbsenopa war auch einer der eifrigsten Benutzer der Toiletten und der Geruch von Vortagserbsen die gerade den Weg der Vergänglichkeit hinter sich gebracht hatten, lag immer in der Luft.

Sonst gab es aber auch besinnlicheres zu sehn. Auf dem Weg begegnete uns auch mal ein Lieferwagen am Nachmittag, der am Strassenrand stand und dessen Fahrer gerade seinen Gebetsteppich ausgebreitet hatt um auf diesem gen Mekka zu beten. Ein Bild der Stille und der Einkehrung und schön zu sehen das diese schöne Religion auch ihre friedliche Seite hat. Während Rita also mehr die Landschaft betrachtet und sich an den Sehenswürdigkeiten erfreut, ist es bei mir wie eh und je das Beobachten der Menschen die mich faszinieren weil es hier so viele verschiedene Kulturen gibt. Alle Farben des afrikanischen Kontinents, Asiaten, den ein oder anderen Franzosen und eben alles was ein altes Kolonialland wie Frankreich so zu bieten hat.

Hier auf dem Platz in Apt ist es bisher am internationalsten. Hier stehen zur Zeit Deutsche, Tschechen, Schweizer, deutschsprachig und frankophon, Belgier, Holländer, Luxemburger, Norweger und ein paar Franzosen. Alle sind freundlich und gutgelaunt, nur eine schöne Schweizerin schaut den ganzen Tag fies drein und ist ständig am rauchen. Am schwersten haben wir es aber mit unseren belgischen Nachbarn im schönen Rapido Vollintegrierten. Die älteren Herrschaften sind ständig am kochen, so wie zu Hause und da scheint schon seit 8 heute Morgen ein Stück Rindfleisch am kochen zu sein und die Gemüsebrühe in der das Fleisch kocht, riecht schon die ganze Zeit so verführerisch und bringt mich fast um den Verstand. Aber das ist halt mein schweres Schicksal das ich hier täglich erdulden muss, ein hartes Los hier im ausklingenden Winter der sich des Nachts immer mal wieder mit einem Minusgrädchen zeigt, tagsüber uns aber mit durchaus erträglichen 20 Grad , heute sogar 21 Grad begleitet. Die meteorologischen Angaben die man immer mal wieder im Net finden kann, kann ich nicht bestätigen, den angekündigten Miststrahl von letzter Woche hat es nicht spürbar gegeben und die Temperaturen liegen auch immer um mindestens 5 Grad plus oder minus, daneben.

Heute waren wir nochmal in Gordes, diesmal mit leerer Speicherkarte und haben alles fotografiert was uns unter die Linse kam. Parallel dazu hab ich gefilmt, mal sehn was ich mit dem Material später auf Youtube zustande bringe. Dann waren wir noch in einer Zisterzienser Abtei, der Abbaye Notre Dame de Sénanque, endlich mal ein nicht säkularisierter Ort in Frankreich wo noch die Seele reinsten Glaubens vorzufinden ist und wo man dann auch im Gebet einkehren kann weil der Heilige Geist vor Ort spürbar ist. Wir konnten Gott sei Dank auch an diesem geheiligten Ort die Produkte der Mönche kaufen, darunter reinstes huile essentielle pur de Lavandin, oder einfach gesagt „feinstes und pures Lavendelöl“. Jenes ist für fast alles gut und zu gebrauchen und ich liebe es, hab es fast täglich im Gebrauch für diverse Gelegenheiten. Ein wahres Geschenk Gottes und ich werde mit Rita alleine wieder zu diesem Ort zurückkehren um die blühenden Lavendelfelder der Zisterzienserbrüder in voller Blütenpracht zu bewundern.

So nun liegen hier frisch geschnittene und geputzte Poivron aus Marroko, frischer Knoblauch aus der Umgebung, der feine violette, der einen sehr intensiven Knoblauchgeschmack hat aber einem später nach dem Essen nicht böse aufstösst und die Luft stinkig macht, süsse Zwiebeln und normale Zwiebeln die gleich zu einem Schmorgemüse verarbeitet werden das als Beilage zu perfekten Entrecôtes dient, dazu ein frisches eben gekauftes Baguette. Was gäbe es Besseres als Abschluss zu einem so schönen 21 Gradwarmen Wintertag in der Provence ?


RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#41 von Gelöschtes Mitglied , 13.03.2012 13:23

Moin Moin
Glaubt es oder glaubt es nicht, hier in Apt auf dem CP herrschen gerade 24 Grad sommerlichste Temperatur mit nur leichtem Wind der aber nicht mal kühlt und so setzen wir uns mittlerweile schon in den Schatten zur Abkühlung. Heute Morgen war der Campingtisch draussen noch mit einer leichten Spur Rauhreif überzogen und schon ne knappe halbe Stunde später als die Sonne kam, sassen wir im T-shirt am Kaffeetisch und frühstückten. In der Nacht hat jemand bei einem deutschen Paar die neben uns stehn, versucht das Motorrad zu klauen. Vermutlich hab ich es sogar ohne dass es mir bewusst wurde vereitelt. Ich konnte in der Nacht schlecht schlafen und stand um halbzwei auf um mir eine Dose Bier aus der Garage zu holen. Mir schien das als letzter Strohhalm doch noch in einen leichten Suffschlummer zu fallen.

Das Bier ist übrigens holländisches und es trifft 100% mein Geschmack, ist nach Reinheitsgebot gebraut und für mich der absolute Hammer. Bavaria 8.6 heisst die holländische Plörre und kommt in halbliter Dosen daher was mir wiederum nicht soooo gefällt, aber hier im Frankenreich ist das alles normal. Vielleicht also haben sich die Motorradklauer aus dem Staubgemacht als ich meinen nächtlichen Schlaftrunk geholt habe ohne es allerdings selbst zu bemerken. Die Deutschen, denen das Missgeschick fast passiert wäre sind so plusminus in unserm Alter und nennen sich gegenseitig „Vatti“ und „Mutti“, ja genau, sogar mit jeweils doppelT. Die spinnen ja die Germanen.

Unsere direkten Nachbarn die hinter uns stehen sind frankophone Schweizer, ein sehr interessantes und schönes Paar mit zwei kleinen Jungs. Es sind Alpinisten die in der Schweiz zwei Kletterparks betreiben ansonsten aber ein komplett unabhängiges Leben führen. In der Schweiz wird alles von blutjungen Pächtern geregelt, die gerade hier zu Besuch sind und aussehn als wären sie gerade grossjährig geworden, das Paar selbst hat als Dach überm Kopf nur ihren 14 Jahre alten Concorde mit Alkoven und damit reisen sie durch die Welt. Sie kommen gerade aus der Türkei wo er als Führer auf mit ihm gebuchten Klettertouren war. Vorher waren sie auf ebensolchen von ihnen organisierten Touren in Mazedonien, Kroatien, Slowenien, Österreich, Italien, Spanien usw. .

Ein paar Wochen im Jahr fährt er auch noch durch Europa mit Kind und Kegel um die diversen Kletterparks die unter seiner Regie gebaut wurden zu kontrollieren und zu zertifizieren wozu er einer der Wenigen ist die dazu offiziell berechtigt sind. Gerade hat er mir ein Flasche Absinth Morand geschenkt weil ich ihm heute Morgen einiges an Material geliehen hab dass er für einen Frühjahrsputz gebraucht hat. Das Zeug schmeckt Klasse und wird von einem Bekannten von Ihm gebraut. Er fragte mich ob ich das Zeug mag und ich sagte ihm „keine Ahnung, ich kenn nur all die schrecklichen Geschichten die man so über Absinth gehört hat und es wäre höchste Zeit die mal zu ergründen“. So hab ich also gerade ein Schnappsglas davon getrunken, immerhin 50 % und finde dass es nicht viel anders schmeckt als Pastis, oder irre ich da? So pur lässt es sich durchaus ertragen und es macht einen guten Atem, also genau das richtige nach einem Knoblauch Mahl.

Sonst gibts nicht viel zu berichten, ausser von einer Frau die ständig voller Hysterie am Lachen ist, aber die ist Gott sei Dank am anderen Ende des CP's und ich glaube das Lachen geht einher mit dem leeren einiger Flaschen Schampus die bei ihnen auf dem Tisch stehn. Ebenfalls Schweizer in einem Womo wie ich es noch nie gesehn hab, sieht aus wie ein umgebauter Gefangenentransporter auf Autobusbasis und als ich es das erste Mal gesehn hab, stellte ich mir unweigerlich die Frage ob es mit einem Transporthubschrauber hier abgesetzt wurde weil ich mir nicht vorstellen kann wie er mit dem Teil hier auf den CP gelangt ist. Wenn man Abends an dem Teil vorbeigeht dann bollert die Heizung und ein Stromagregat und man bekommt den Eindruck dass man vor einem Stromkraftwerk steht solche Töne gibt das Ding von sich. Ich mach mal ein Foto davon für später, sonst glaubst wieder niemand.

Heute ist unser lausiger Servicetag, Rita hat Waschtag und ich hab Frühjahrsputz im Womo erledigt. Am Nachmittag gehts noch in die Stadt zum einkaufen und dann koch ich uns was leckeres. Es lässt sich hier immer noch gut aushalten und Morgen fahren wir nach Avignon. Bis dann, passt gut auf Euch auf und jedem nur das Beste.


RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#42 von HD , 13.03.2012 16:21

Hallo - aha, nun bist Du von der "grünen Fee" besessen und ein Wermutbruder. Absinth wird aus Wermuit(artemisia absinthium) gebrannt. Wermut enthält ein Nervengift namens Thujon, das man früher im verdacht hatte, warum die "Wermutbrüder" depressiv wurden, deswegen wurde die Destillation in F verboten - das hatte sich später aber als nicht richtig erwiesen und heute darf Absinth wieder gebrannt werden. Heute liegt der Alkoholgehalt bei 50%, früher waren es um die 70%,man bekommt auch heute noch 70%igen aus der französischen Schweiz.(da wurde er übrigens nie verboten, auch in Spanien nicht) Die Farbe des Absinthes ist meist leicht grünlich (Wird nach der Destillation gefärbt)
Man drinkt ihn so - Absinth ins Glas, ein Absintlöffel (gelocht) obenauf, darin ein Stück Würfelzucker, dieser wirdmit absinth beträufelt und angesteckt. Nun schmilzt der Zucker und Karamellisiert, tropft ins Glas, steckt dabei den dortiigen Absinth an.
Nun brennt auch der Absinth im glas und deswegen wird er nun mit etwas kaltem Wasser abgelöscht. - Prosit.

Absinth ist deutlich bitterer als Pastis(der aus hauptsächlich Sternanis ist). Ricard und Pernod waren ursprünglich Absinthdestillen in der franz. Schweiz, gingen später nach Frankreich und stellten die Produktion nach dem Verbot auf "Pastis" um.
Grüsse von HD

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#43 von tomruevel , 13.03.2012 16:30

Moin,

Pontarlier (so für den Rückweg) war mal das Zentrum der Absinthproduktion.

Irgendwann brannte da mla so eien Destille ab und der gute Absinth floß in den Dubs.......

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#44 von daf43 , 13.03.2012 16:58

Hallo Tomruevel,

aha, also deshalb schlägt der Doubs solche wahnsinnigen Bogen?.. ...und die Loue hat auch gleich noch etwas davon abbekommen?

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#45 von tomruevel , 13.03.2012 17:23

Moin,

....und versickert sogar mal teilweise.
Und kommt in der Loue wieder zum Vorschein.

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#46 von HD , 13.03.2012 18:53

inzwischen gibts den Absinth ja auch wieder in Fougerolles (F) - natürlich dorten destilliert.
Mit etwas Muße genossen, ist er durchaus ein Genuss. So mit Freunden abends genossen, das hat was, und wirkt immer so "bohemian" bzw, Anti-Bourgeois - Tja, die "grüne Fee" hat auch heutzutage noch was Verruchtes, Halbseidenes. Im Grunde ist mir der Pastis aber lieber.
HD

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#47 von Killerdackel , 14.03.2012 00:31

Zitat von HD
Hallo - aha, nun bist Du von der "grünen Fee" besessen und ein Wermutbruder. ..............man bekommt auch heute noch 70%igen aus der französischen Schweiz.(da wurde er übrigens nie verboten, .....


War auch in Helvetien bis vor paar Jährchen VERBOTEN, wurde aber trotzdem SCHWARZ gebrannt und unterm Ladentisch verkauft.
@ Wermutbruder Steyr:
Der Sage nach soll ein gewisser van Gogh das Zeugs inhaliert haben bevor er sich das Öhrle a wengale gestutzt hat - also AUFPASSEN !!! *grins*

 
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#48 von Gelöschtes Mitglied , 17.03.2012 20:47

Wir haben heute den uns sehr passenden Municipale des Cèdres in Apt verlassen und sind einer Strasse gefolgt die uns zu einem wahren Gottesgeschenk gebracht hat. Nein eigentlich war es nicht Gott der uns geführt hat, nur fast, es war wiedermal ein HD-Tipp. Wir sind über Moustier-Ste.-Marie Richtung Gorge du Verdon gefahren. Aber ersteinmal ging uns der rechte Aussenspiegel am Duc fast verlustig weil mich in einer S-Kurve ein Verkehrsrowdy überholt und dann geschnitten hat so dass ich ihm ausweichen musste. Der Aussenspiegel hat dabei knapp ein Katzenauge gestreift und das hat sich mit einem lauten Knall bemerkbar gemacht. Wir sind daraufhin dermassen erschrocken dass sogar der Hund vor lauter Aufregung einen Wind lassen musste der uns dann noch zusätzlich die Tränen in die Augen trieb.

Die beiden Spiegel fielen aus der elektronischen Verstellung und blieben Gott sei dank an den Kabeln hängen. Gute alte italienische Qualität, alles wieder an seinen Platz gedrückt, neu eingestellt und alles war wieder gut. Dann noch schnell gelüftet und es ging schon wieder weiter. Es gab übrigens schon einiger solcher Kampfspuren auf dieser Reise und so langsam bekommt der Weinsberg den Steyrtouch. Weil wir immer so enge Strassen fahren bleiben diese Kampfspuren nicht aus, da erwischt man mal hier einen überhängenden Ast und mal dort was weiss ich nicht alles.

Gestern zum Beispiel mussten wir durch eine Baustelle fahren die vorher nicht gezeichnet war und wo es mitten in der Stadt so eng war dass beide Aussenspiegel eingeklappt werden mussten und ich nur noch auf eigenes schätzen durchfahren konnte. Nichtmal mehr die Türen gingen auf um rückwärts zu schaun obs vorbeigeht. Ein kleiner LKW der dort stand und die Durchfahrt so schmal machte gehörte der Keramikverlegefirma Jesus Dias und dessen Segen hat dann wohl auch dafür gesorgt dass es passte. An der äusseren hinteren Kante der Ladepritsche hing die Jacke von Jesus und ich hab zwar nicht die Kante berührt aber doch die Jacke so leicht touchiert dass sie runterfiel. Auch wenn der Weini mit seinen diversen Narben schon Geschichten über solche Passagen erzählen kann, mag ich doch am liebsten so fahren, ist nicht soooo langweilig.

Also wieder auf die HD-route. In Moustier wollten wir in die Stadt reinfahren doch auch da hats gekracht, auf einer Berganfahrt lag der Weinsberg plötzlich auf und das ausgerechnet vor einem Restaurant mit vollbesetzter Terrasse. Ich reagiere mittlerweile schnell bei solch Geräuschen zumal beim letzten Mal vor einem Jahr bei einem solchen der Abwasserauslass verlustig ging, und stieg gleich in die Bremse. Ich hab nur einen Knopf gedrückt, ein paar sekunden gewartet und konnte weiterfahren, in solchen Momenten mach ich ein Kreuz und danke Gott für Goldschmitt. Ich habs aber auch als Warnung genommen und bin nur noch ein Stück weitergefahren und dann umgedreht, man sollte sein Schicksal nicht zu sehr fordern.

Weiter in Richtung Gorge du Verdon durch hunderte von Lavendelfeldern hindurch, kamen wir schon auf einer gewissen Höhe an die Kreuzung zweier Strassen wo sich ein Aussichtspunkt und ein rudimentärer Parkplatz befindet. Es ist die Kreuzung der D953 zur D8. Wenn man dort vom Parkplatz aus ein paar meter geht, trifft man auf einen Feldweg und den ein paar meter weitergegangen, auf einen kleinen ebenen runden Platz mitten am Abhang wo man dermassen schön „Wildstehn“ kann wenn man Lust hat, einen schöneren Platz findet man woanders kaum. Sieht man sich den Platz, besonders die Abhänge etwas genauer an, sieht man dass er auch unter den Einheimischen beliebt ist als Müllablageplatz. Aber das bekommt man nur mit wenn man danach sucht. Der Platz ist himmlisch schön und wäre es schon später gewesen wären wir dort wohl über Nacht stehengeblieben.

Die Fahrt durch die Gorge du Verdon ist das schönste das ich bisher erlebt habe und man meint, man hätte alles gesehn aber es gibt immer noch was schöneres und beeindruckenderes. Das war der absolute Hammer und wirkt noch nachhaltig weiter. Ich bin absolut beeindruckt. Was mich gewundert hat waren einige schöne Hotels dort oben die leerstehn und zum Verkauf angeboten werden. Eines davon, eine kleine aber feine Auberge die gerade einen neuen Pächter bekommen hatte, die Auberge des crêtes in La Palud sur Verdon, haben wir zum Essen aufgesucht. Wie immer bei diesen kleinen Restaurants mit immerhin aber noch 12 Zimmern für Gäste, haben wir sehr gut gegessen, zwei komplette Menus zu 19 Euro und sind den Vorschlägen des Garçons gefolgt der uns das Tagesmenu vorschlug. Es war dies bereits das dritte Mal dass wir so gespeisst haben und wir waren jedesmal bestens beraten.

Der Garçon hatte bei einem Gespräch vorher schon bemerkt dass er nicht aus der Gegend ist und so habe ich ihn gefragt wie es denn einen jungen Kerl wie ihn in eine solche abgelegene Gegend verschlägt, ob man da irgendwo in der Zeitung liest dass eine Stelle frei wäre und man sich dann dorthin meldet oder wie das so liefe. Er erzählte mir dass er mit seinen Eltern die Auberge im Juli letzten Jahres übernommen hätte weil der Pachtvertrag im vorherigen Restaurant abgelaufen war. Sein Vater hätte diese Auberge dann per Internet gefunden und sie würden sehr wenig Pacht bezahlen müssen dafür. Er sagte sie kämen aus dem Luberon, ob wir das vielleicht kennen würden. Wir erzählten Ihm dass wir gerade ein paar Tage in Apt verbacht hätten und da bekam er feuchte Augen.

Da kämen sie auch her erzählte er uns und ich fragte ihn dann ob er denn nicht sein vorheriges Leben mit all seinen Freunden und Bekannten dort vermissen würde. Da zeigte er auf seinen Arm und sagte mir dass ihm gerade als ich ihm die Frage gestellt hätte , eine Hühnerhaut ausgegangen wäre und er sehr traurig an die Zeit dort zurückdenken würde, aber er wäre noch öfters dort, gerade gestern Abend wäre er noch dort zu Besuch bei Freunden gewesen aber es wäre eine sehr schwierige Strecke einfach mal so die 2 Stunden hin und 2 zurück zu fahren und es ginge nicht so oft. Aber so wäre halt sein Leben, man müsste dorthin wo man sein Brot verdienen könnte und das ginge eben hier besser als in Apt.

Überhaupt haben wir auf dieser Reise noch nicht schlecht gegessen im Gegensatz zur letzten Reise. Aber man lernt dazu und bei auch nur einem Anflug von schlechtem Gefühl, macht man sich vom Acker und pfeifft auf seinen knurrenden Magen. Die Lebensmittel die wir hier kaufen, also das Gemüse, kommt zur Zeit alles aus dem sonnigen Marrokko und man glaubt nicht wie eine Paprikaschote, eine Tomate, Gourgette oder sonstwas schmecken kann wenn es aus der vollen Sonne kommt und nicht aus Gewächshäusern aus Holland oder Belgien wie der gescmacklose Mist den wir in Luxemburg zu kaufen kriegen. Wir haben jedenfalls auf dieser Reise beschlossen zu Hause so einzukaufen wie wir es hier tun und uns neue Einkaufsquellen zu suchen.

Hier ist es kein Problem in eine Epicerie zu gehn einen grünen und einen roten Poivron zu kaufen, eine Zuchini, eine Gourgette, ein paar Zwiebeln usw. Um sich ein einfaches frisches Rattatouille zu kochen. Zu Hause müsste ich ein Paket Paprikaschoten kaufen mit mindestens drei mickrigen Stück, einen Sack Zwiebeln von denen die Hälfte schon halbfaul ist usw. Usf. Auf Reisen schmeiss ich fast nix weg und alles ist immer frisch. Was hier in der Geegnd auch noch der absolute Hammer ist, ist der violette Knoblauch, man kann so viel davon essen wie man lustig ist und es wird einem nicht schlecht davon, er gibt einen sehr guten Knoblauchgeschmack aber man stinkt nicht drei Tage wenn man ein paar Zehen davon verputzt hat. Ein Hochgenuss und ich werde noch einigen kaufen und mit nach Hause bringen.

Ein ebensolches Zaubermittel hab ich im Huille Essentielle de Lavande oder Lavandin gefunden und das schlepp ich nun auch litterweise mit nach Hause. Ich hatte seit Wochen Knie und Beinschmerzen und hab die mit täglichen Einreibungen komplett wegbekommen. Das Zeug scheint laut dem was darüber zu lesen steht oder was einem die Produzenten so erzählen, ein Allheilmittel zu sein. Ständig wie ein Lavendelstrauss zu riechen ist auch nicht so übel, Rita und ich mögen den Geruch sehr gerne. Die beste Show bot uns der Lavandinmann an der Fontaine de Vaucluse. Ich lobte gerade die Auslage in seinem Geschäft, kleine Potteries die er selbst herrstellte als ich ihn auf das Lavendelöl ansprach. Er sah so aus wie jemand der alles hätte sein können, Clown, Schauspieler, Handwerker und was weiss ich nicht noch alles. In all seinen Bewegungen und seinem Handeln lag eine ungemeine Theatralik und ein überschwang. Gerade als ich ihn ihn auf das Lavendelöl ansprach verzog er voller Schmerzen sein Gesicht, kniff seine Augen so heftig zu dass das ganze Gesicht voller Furchen und Falten war und holte mit einer sicheren Bewegung aus um nach einer Plastikflasche mit Lavendelöl zu greifen.

Er hätte gerade so heftige Kopfschmerzen sagte er mit geschlossenen Augen und ergoss durch den gebogenen Plastigschlauch der Flasche einen Schwall an Lavendelöl in seine Hand dass er sobald er die Flasche abgesetzt hatte, auf beiden Handfläschen zerrieb um sich dann ebenso theatralisch die Stirn und die Schläfen damit einzureiben. Diesmal allerdings zu viel Theatralisch und mit einer Spur zu sehr ausladender Bewegung, denn ein Teil des Öls lief ihm in seine Augen und nun blinzelte er wildfluchend mit den Augen weil das Zeug brennen musste wie Sau. Trotzallem machte er noch Scherze dass man nicht zu viel Öl nehmen sollte und vorsichtig in bestimmten Jahreszeiten damit walten lassen müsste, weil man sonst ständig voller Bienen und Wespen sässe. Der Typ war wiedermal ein echtes Unikum das man getroffen haben musste.

Wir sind jetzt in Catelanne auf dem Camping Fréderic Mistral gelandet und ich sitze hier gerade mit Blick auf einen riesigen Felsen auf dessen Hochplateau eine Kapelle steht die der heiligen Mutter geweiht ist, ein monumentaler Anblick der zum weinen schön ist. Auf dem CP stehen vielleicht 4 weitere Womos und es ist schön still. Alle anderen CP's in der Umgebung waren geschlossen und das war gut so, dieser hier war eine ehemalige Ferme und ist nun ein einfacher CP mit Municipalecharackter auf dem sich gut leben lässt. Im Empfang sass ein uralte Mutti die sicher nicht weniger als 70 Jahr auf ihrem Buckel hat und die sehr freundlich war. Rita macht gerade einen kleinen Rundgang durch Castellane und schaut sich alles an.

So, das wars erstmal und nun schau ich mal zu irgendwo einen Internetzugang zu bekommen, denn machts mal gut und passt gut auf Euch auf. Wir machen uns langsam auf den Rückweg und wissen aber noch nicht wie lange der dauern wird, mal sehn.

Wir sind am Donnerstag Morgen in Castellanne abgefahren Richtung Digne les Bains. Was wir an diesem tag an Eindrücken erleben durften ist so schnell nicht mehr zu vergessen. Wir sind in der Gegend alle Cols angefahren die offen sind und auch die sind noch mit sehr hohem Schnee bedeckt. Die grossen Tour de France klassiker sind alle noch gesperrt, doch die kleineren wie der Lautaret konnten mit Winterreifen befahren werden. Wiedereinmal auf kleinen bis kleinsten Passstrassen wo man sich teils aus Reflex mitgeduckt hat wenn man mit dem Weinsberg wieder unter einem Felsübersprung durchfuhr. Die Strassen waren gut befahrbar, die Sonne knallte regelrecht vom Himmel mit einer Stärke wie ich sie zuvor noch nicht gespürt habe, an den Strassenrändern Schneehöhen teilweise bis zu 2 Metern aufgetürmt.

In Castellanne haben wir noch gescherzt wenn wir Überreste von Schnee gefunden haben und wir sagen konnten „hier ligen 50 cm Schnee, nebeneinander“, aber hier in den Hautes Alpes waren ein Meter und mehr, Realität. Ich hab sowas vorher nie gesehn, ebenso Rita nicht und ich blieb alle paar Meter stehn damit Rita sich alles aufs Bild fassen konnte. Bei den Teils gefährlich befahrbaren Passstrassen auf denen uns wie üblich auf solchen Strassen, kein einziges Womo begegnet ist, hab ich meine Kamera vermisst die nicht mehr im Einsatz ist weil die Speicherkarte voll ist. Ich hatte mir in letzter Zeit angewohnt während der Fahrt einfach so in Fahrtrichtung zu filmen um so einige spannende Momente auf Film festzuhalten. Bei der nächsten Fahrt werde ich für solche Aufnahmen ein spezielles Stativ benutzen weil mit zwei Händen fährt sich dort doch sicherer.

Am Mittag sind wir wieder in so einer schönen Auberge eingekehrt und haben herrlich gegessen. Ich glaube die Auberge hiess „Hotel-Restaurant des Alisiers“ in Montelar. Nach dem Essen besucht uns der Koch und Inhaber am Tisch und wir kommen ins Gespräch. Er ebenso wie ich ein absoluter Land Rover Freak, wobei Er das schon realisiert hat wovon ich noch träume. Mit Defender 110 oder 130, Dachzelt und geländegängigem Anhänger auf Tour gehn. Ich schwörs bei Gott, sobald meine Wampe hinter das Lenkrad eines one ten passt, steht er in frischem Glanz vor meiner Haustür.

Die wunderbaren Eindrücke dieses Tages setzten sich noch fort, kamen aber dann aprupt zur Ernüchterung. Fasziniert von dem Erlebten an dem Tag hatten wir uns zu spät Gedanken gemacht über eine Übernachtungsmöglichkeit, Stellplatz oder CP. Alle CP's der Umgebung sind ausnahmslos geschlossen und wieder stimmten all die Angaben in den diversen Campingführern mit der Realität nicht überein. Stellplätze in dem Teil nicht zu finden und so landeten wir in Les Clavaux direkt am Friedhof, wo ich den Weinsberg rückwärts in den Teil hineingesteuert habe der dazu dient einen Abfallcontainer zu Allerheiligen aufzustellen wo sich das ganze vergammelte Gerümpel vom Friedhof reinschmeissen lässt. Weinsberg hat genau reingepasst und zu dieser Jahreszeit war dieser Platz schön sauber und die Mauern boten Sichtschutz.

Es schien niemanden zu stören und am späten Abend als ich Hund nochmal schiffen liess wurde mir eine Kamera gewahr die den ganzen Platz direkt neben einer vielbefahrenen Strasse Videoüberwacht. Diese Strasse die direkt nach Grenoble führt ist der reinste Verkehrshorror. Da fahren im Sekundentakt vollbesetzte Busse durch die Gegend die die Schneetouristen und Wintersportler die Pässe rauf und runter karren. Ebenso alle paar Minuten Gendarmerie und Ambulance mit Blaulicht und Sirene. Der Wintersport scheint ne harte Nummer zu sein und da ist mächtig was los, aber Gott sei Dank ohne uns.

Wir haben uns am ganz frühen Morgen nach einer frischen Dusche dort weggemacht und waren froh diesen Höllenort an dem es sooooooo hässlich war, schnellstmöglich zu verlassen. Erst haben wir allerdings noch eines der besten Baguettes dort im Ort gekauft das wir je gegessen haben und einen Käse gekauft der schon seit drei Monaten im Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Ich hab ihn kurzerhand zurückgebracht und Madame meinte säuerlich „Ah ihr seit Touristen, hier ist das normal das der Käse noch verkauft wird, schau, die tragen alle das gleich Datum“, gab mir aber dann mein Geld zurück. Normalerweise seh ich über sowas weg aber es hat mich genervt weil in den kleinen Epiceries ständig Teile rumliegen die schon nicht mehr von dieser Welt sind. Die scheinen das echt nicht so genau zu nehmen.

Gefrühstückt haben wir dann unterwegs auf dem Parkplatz eines Hotels am Rande des See's „Lac du Bourget“ zu Tresserve. Da hab ich mich zu Tode erschrocken weil ich dachte ich würde Zeuge einer Flugzeugkatastrophe aber dann wurde mir gewahr dass sich dort am Rande des Sees ein Flugplatz befindet und es normal ist dass dort ständig Flugzeuge so tief über dem See anlanden. Die ganze Strecke bis ins Jura bringen wir schnell hinter uns weil Potthässlich. Aber dann, in meinem geliebten Jura wieder überall meterhohen Schnee und viel Wintersportbetrieb. Wir fahren wieder kleinste gerade freigeräumte Strassen und wieder macht diese Art zu fahren mir grössten Spass weil man die schönsten Landschaften sieht und keiner Menschenseele begegnet.

Naja fast keiner denn plötzlich gibts Aufregung am Himmel und nicht weit von uns landen zwei Rettungshelikopter, ein knallroter und ein gelber, ein paar Minuten später drei Rettungsfahrzeuge der Pompier, einen Renault Lieferwagen mit Allradantrieb der so hochbeinig um die Kurve geflogen kommt dass man fast den Eindruck hat er müsste umkippen. Ist er aber nicht, aber ich war wie immer fasziniert von der Technik. Es muss wohl wieder ein paar Wintersportler erwischt haben denn etwas Abseits rasten schon rotgekleidete Helfer auf Schiern mit ein paar gleitenden Krankenbahren den Hang runter. Ich glaube fast dass auf den Jurabergen noch mehr Schnee lag als wir ihn in den Alpen vorfanden und es war auch noch mehr Winterbetrieb. Dann geschah etwas komisches. Wn plötzlich zwei Zollhäusschen mit französischen Zöllnern die uns durchwinkten und wir haben uns gewundert. Wir waren doch ständig in Frankreich, wieso denn jetzt Zoll und Grenzhäuschen.

Wir fuhren unbehelligt weiter in Richtung Belfort und Scheisse, plötzlich waren wir in der Schweiz. Wir hatten wieder unbemerkt eine Grenze überquehrt und nach ein paar metern hiess uns das Zollhäuschen am offiziellen Grenzübergang mit einem schweizer Wappen Willkommen in der Schweiz. Jetzt erzählt mir mein sonderbarer Schwager seit sein Sohn in der Schweiz lebt und arbeitet, wie schwer und kompliziert die Einreise in die Schweiz jedesmal für ihn ist wenn er seinen Sohn besucht, und was das jedesmal für Formalitäten mit sich bringt und uns passiert es jetzt schon zum zweiten Mal dass wir uns in der Schweiz befinden ohne überhaupt zu wissen wie wir reingekommen sind. Das erste Mal war damals mit dem Steyr als wir uns schonmal versehentlich über einen unbemerkten Grenzübergang eingeschlichen hatten und nun heute scheinbar gleich zweimal.

Mir wär es ja egal gewesen aber Rita hängt immer noch an den Horrorstories vom Schwager und da wir ständig mit Übergewicht unterwegs sind befrchtete Sie dass es eventuel Schwierigkeiten hätte geben können. Egal, wir waren heute mal kurz illegale Einreisende und haben es den schweizer Zöllnern gezeigt. Nach ziemlich langer Fahrt durch die Wildnis sind wir schliesslich endlich wieder auf einem herrlichen Municipal „Le Champ de Mars“ gelandet Camping Caravaneige Municipal nennt und sich in Saint Laurent en Grandvaux befindet. Herrlichstes Schnee und Wandergebiet mit allem was das Camperherz begehrt. Mit allem drum und dran zahlen wir für einen Tag 16,90 eur.

Je näher wir nach Hause kommen umso schlechter wird das Wetter, Morgen könnte es sogar Regen geben meint Madame in der Réception, die sich gewundert hat weil wir nicht auf dem schönen Asphaltplatz für Womos stehn und uns lieber auf die Wiese gesetzt haben. Camper haben halt lieber Gras unter den Füssen als Beton oder Asphalt zudem nerven mich die Fernsehcamper weil man von links und rechts nur das ganze Fernsehgeduddel hört. Auch auf dieser Reise lief unsere Satelittenanlage noch keine Sekunde und Fernseher dient immer noch als Handtuchhalter. Aber dafür läuft Kindle täglich und mein Roman passt so schön zur Frankreichreise. So ich mach Schluss für heute, hier wird es langsam kalt und ich hab gestern so schlecht geschlafen, ich muss das alles nachholen. Machts gut und passt gut auf Euch auf.


RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#49 von HD , 17.03.2012 22:35

Hallo - ach, ihr wolltet SCHNEE - den hättet ihr aber auch in den Pyrenäen haben können.
Grüsse von HD

 
HD
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RE: Steyr Frankreich-Tour März 2012

#50 von Gelöschtes Mitglied , 18.03.2012 07:08

Nein den Schnee haben wir rein zufällig gefunden ich kann Schnee eigentlich nicht leiden, aber war trotzdem schön und beeindruckend ihn in solchen Massen zu sehn. Ich glaub wir fahren doch schon heute nach Hause, sind nur noch knapp 500 km, denn hier regnet es nun ununterbrochen und das lässt sich so am Ende einer Reise zu Hause viel besser ertragen.


   

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