RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#26 von HD , 09.01.2012 20:20

Hallo - den Treadtitel kann ich bestätigen, auch von Weihnachten bis gestern -ich komme gerade aus der Provence und Camarque zurück (und weiss nicht warum ich schon zurückgefahren bin, aber halt die gefühlten Pflichten )

Es war eine meiner schönsten Reisen überhaupt, 14 Tage Sonne pur, blauer Himmel, Flamingos's, weisse Pferde, schwarze Stiere, jede Menge Vögel, wenig Menschen, keine Mücken, Temperaturen meist so um die 16 grad im Schatten,mal mehr, mal weniger, der wärmste Tag war der 1. Januar. Über Tag brauchte man nicht heizen und man konnte in der Sonne draussen frühstücken - abends wurde es erst um 18 Uhr dunkel.

Wirklich herrlich, sehr empfehlenswert, dazu von mir nur 830km -vielleicht schreibe ich mal einen Erfahrungsbericht, wie man auch mit WW und 11 kg Gas prima zurechtkommt - ich hatte 2 11 kg Pullen randvoll mit und bringe 1 1/4 wieder voll mit zurück.

Ach ja, natürlich war ich auch etwas in der Provence und Camarque unterwegs, sogar im Vaucluse - das "Van Goch" Sanatorium war sogar für Umme ebenso die Ausgrabungen von Gladum -und in Baux war eine kleine lebende Schafherde mit kleinen Lämmern auf dem Kirchplatz "zum Anfassen".

Standquartier war Saintes Maries de la Mer - eine gute Empfehlung mit geheiztem Sanitär und direkter Strandlage sowie hübschem Ort in Jahreswechselerholung für Mensch und Tier - (und nicht zugemüllt - obwohl einige italieneische Urlauber es tatsächlich versuchten - sorry, aber ich "sah" es so)
Und nächste Jahr im Winter bin ich wohl wieder dorten - nur länger
HD

ps.ach ja, wir zahlten 16 Euro pro Tag incl. 16A Strom, - für 2 Pesronen, Campingbus und Tax (Kurtaxe der Gemeinde) - unser Hund war kostenlos) und incl. geheiztem Sanitärhaus, keinen Duschmarken, Toilettenpapier auf den Aborten und heissem Spülwasser.
Landstrasse ist in Frankreich immer noch kostenlos und der Liter Diesel kostet bei Supermarkttanken so um die 1,35 Euro.

 
HD
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#27 von Winni , 09.01.2012 21:45

Hey HD, schön wieder von dir zu hören. Und hört sich sehr gut an....

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#28 von Tscharlie , 10.01.2012 07:42

Hallo HD,

welchen km/h Schnitt fahrst Du auf den französischen Landstraßen? Für uns wären das 1200 km über Karlsruhe, oder 1100 über Italien (dann aber wieder hohe Maut). Bis Mühlhausen wären wir ziemlich flott, aber wie lange brauche ich von Mulhouse auf Landstraßen in die Camarque, oder was kostet das Maut für unser Gespann?

Dass die Sonne so spät untergeht liegt daran dass das relativ weit im Westen der Zeitzone liegt, zumindest im Vergleich mit Kalabrien. Dort geht die Sonne früh auf, uns macht das nichts da wir sowieso reletiv früh ins Bett gehen aber auch früh aufwachen.

Doris will schon lange mal in die Richtung, mal sehen obs uns zum Jahreswechsel 2012/13 dorthin verschlägt.

Tscharlie

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#29 von HD , 10.01.2012 13:56

Hallo Martin - ich habe ein Münchner Ehepaar mit 2 Hunden in Saintes Maries getroffen, die bleiben immer bis Ende März auf dem CP "la Brise" (zu natürlich günstigeren Konditionen als wir 14-Tage Urlauber und sie zahlten auch für die Hunde nichts), die fahren immer über Mulhouse.

über Mulhouse hast Du eine schnelle und fast gänzlich 4-spurig ausgebaute Landstrasse bis Besancon. - Willst Du nun eine bernachtung einlegen, fahr von Belfort über VESOUL nach Besancon - in VESOUL hast Du einen ganzjährig geöffneten CP "le Lac" mit geheiztem Sani und Strom.

Oder Du nimmst ab Becancon die kostenpflichtige A35 "La Comtoise" bis Beaune, in Beaune an der Allee Charles de Gaulle, neben dem Hotel Mercure ist ein kostenloser Stellplatz mit Strom (ein Jeton-Automat- geht mit EC Karte und Geheimnummer auch auf deutsch) ist direkt dabei, 1 Jeton kostet 3,60, dafür kriegt man 4 Stunden Strom, 8 Stunden kosten das Doppelte, alsi 2 Jetons. Das ganze ist selbsterklärend.

Eine andere Option geht von Becancon über die Landstrasse durch das Jura über Lons-le-Saunier, Bourg-en-Bresse nach Lyon - direkt bei Lyon gibt es den Campingplatz INDIGO International in DARDELLY, direkt neben dem Novotel und Ibis Hotel an der Strasse "Porte de Lyon" - geheiztes Sani, Strom, aber nicht so billig,mit Hunden und Strom kostet er 26 Euro.

Von Dardelly fährst Du direkt (es sind nur 1km) auf die zwar kostenpflichtige A6 Richtung Marsailles - ABER, der Ring um Lyon und die 4-spurige Durchfahrt durch Lyon inclusive dem Tunnel in Lyon sind NICHT kostenpflichtig - nimm die durchfahrt durch Lyon, man sieht schön das Rhoneufer.

Jetzt hast Du noch 300km vor Dir bis Saintes Maries de la Mer - Die Landstrasse läuft meist neben der Autobahn her, durch das Rhonetal, es folgt irgendwann Valence, Avignon und Arles - und von Arles sind es keine 30km mehr.

Auf gut und meist 4-spurig ausgebauten Landstrassen schaffe ich einen Stundenschnitt von 65-75km, auf 4-spurigen Landstrassen wie bis Becancon bin ich schneller, denn dort kann man locker 90km schnell fahren, wenn man will. Auf Landstrassen mit relativ vielen Kreisverkehren wie von Lyon bis Valence ist man mit einem Stundenschnitt von 55 schon giut bedient.

Meine Hinreise: 8 Uhr weg von zu Hause über Lux. tanken, dann Metz, Nancy, Epinal -Besancon (hier treffen unser Strecken zusammen), dann Lons, Bourg-en-Bresse, Dardelly bei Lion - dann war ich um 16 Uhr zur Übernachtung auf dem CP Indigo international (550km hatte ich dann geschafft und NUR Landstrasse)

Der Rest war auch ein Klacks, um 9:30 uhr weg vom Indigo und um 16 Uhr in Saintes maries auf den CP aufgefahren.

Kaum Verkehr, denn es war der 1. Weihnachtstag, keine LKW, ab Valence nur noch Sonne, vorher trüb und kalt.

Zurück ging es wieder die Rhone hoch, ich kam gut bei wenig Verkehr bis Beaune - es reichte sogar noch für einen abendlichen tadtbummel, denn Beaune ist sehenswert und war weihnachtlich und sehr dezent geschmückt.
Und dann wiedert ab 10 Uhr Beauner über Nancy, Metz nach Luxemburg (Schengen) tanken, dort unsere A8 bis nach Hause abends um 18 Uhr Ankunft.

So Gott will, bin ich jedenfalls nächstes Jahr wieder von Weihnachten bis mindestens Ende Januar dort.

Ich hatte ja den Vergleich, was Land, Gegend, Campingplatz angeht, denn ich war ja auch im November auf den CP Thurium in Corigliano Calabro - ich habe mich NICHT NUR wegen der kürzeren Strecke für die Camarque entschieden. Die Camarque und die Provence dahinter bieten ungleich VIEL MEHR am Meer

Noch was, offiziell kosten Hunde auf den CP la brise etwas, ein Tipp, frage nach einen Prix FORFAIT(ein Sonderpreis) für 2 Wochen (egal ob du solange bleibst oder nicht) und dann kosten die Hunde nichts.
Ich hab auf em la Brise noch NIE etwas für einen Hund bezahlt, auf der Internet Preisliste sind sie sogar garnicht erwähnt. Es ist nur für den Sommer eine zusätzliche "Einnahmequelle", wenn der CP sowieso proppenvoll ist.

Es war kein "Angeschmuse" auf dem Platz, man stand ausreichend weit weg voneinander - und die kleinen hunde waren nicht angeleint -obwohl Pflicht - sagt keiner was - französisches Laissez faire eben. - es wird allerdings erwartet, Hundehäufchen aufzusammeln und in den Restmüll zu entsorgen.

Dass wir NUR Sonnentage hatten hatte ich schon erwähnt - oder? Im Übrigen, Duschmarken sind in Frankreich absolut UNÜBLCH, ebenso kostenpflichtige Müllsäcke - und Spülwasser ist fast überall heiss.

Gruss HD

Und NOCH etwas für deine Planung: Der CP la Brise in Saintes Maries de la Mer ÖFFNET ERST am 17. Dezember - danach bleibt er aber geöffnet.
Vom 1. November bis 17 dezember ist er jedes jahr geschlossen.

Hmm -oder Du fährst zuerst nach Losheim am See, das du ja kennst - der CP ist übrigens offen, - von Losheim dann über Mettlach, Orscholz nach dem lux. Remich, dann ein stückchen die Mosel lang nach Schengen, dann über die franz. Grenze nach Sierck-les-Banis, dann bis kurz vor Thionville, dann über Metz auf der bis hinter Nancy kostenlose A31, dann die vierspirige N57 bis Epinal- tja, dann halt nach Besancon

GRUNDGTIGER ich hab ja noch was vergessen - also Euer Trigano/Rapido kostet in Froongreisch auf der Autoroute ja GARNIX, total für UMME das Ding, weil UNTER 2m hoch - der Bus aber kostet Classe 2 (wie meiner auch) da ÜBER 2m hoch.
man kann sich die Kosten, auch für Teilstücke - der Autobahn ja ansehen, z.B. beim Michelin Routenplaner. - so gesehen fahrt ihr in F ja billiger als in Italien auf den Autobahnen. Man kann bequem an den Mautstellen per Karte bezahlen: Ticket in den Schlitz, dann Gebührenanzeige abwarten, dann EC, Visa, oder Mastercard in den Schlitz neben dem Ticketschlitz, dann Karte entnehmen (funzt ohne Geheimzahl), dann Quittung drücken und entnehmen.

Mit Geheimzahl funktionieren NUN auch unsere Karten jederzeit, auch nachts an den Supermarkttankstellen oder unbesetzten Markentankstellen - da NU die geheimzahl neben dem Magnetstreifen auch auf dem Chip gespeichert ist - vorher war die Geheimzahl nur auf dem Magnetstreifen und den konnten die franz. Automaten nicht lesen. Auch die Campingplätze nehmen meist auch alle Karten. - der CP la Brise gibt auf ACSI oder ADAC keine Rabatte. - ach ja,man sagte mir in Saintes Maries de la Mer gibt es eine zugewanderte deutsche Tierärztin, die spricht natürlich perfekt deutsch, einfach, wenn es denn sein muss, auf dem CP nach ihr fragen, man kennt sie (gibt ja ne Menge Reit-Pferde dort)

Oh, eine Sache hab ich übersehen, Ihr fahrt ja oft DURCH bis zum Ziel - mal überschlagen, dann seid ihr wohl so um die 17-19 Stunden unterwegs von Tuntenhausen über Mulhouse bis in die Camarque -kostenlos auf der Route Nationale u. Route Departement.
Über die franz. Autobahnen natürlich schneller - hier mit Pinkelpausen so 14 Stunden schätze ich bei so 100-110 km/h - dafür düfte es dann einen Weg komplett so knapp 100 Euro kosten per Tarif Classe 2 für den Bus mit Trigano. Man spart dabei aber auch etwas Sprit ein - per Autobahn


War sonst noch was?
- ach ja, in den 16 Euro CP Preis war ja pauschal 16A Strom enthalten(keine Abrechnung über Zähler) - ich hab sowieso meinen Ecomat 2000 wie hier z.B.
http://www.marine-sales.de/1243-Ausruest...ml?from=froogle
dabei.

Tagsüber brauchte ich sowieso nicht heizen, da waren es über 20 rad im Bus - nachts brauchte ich aber auch keine Gasheizung, der Ecomat 2000 Basic war völlig ausreichend. Auch der Kühli lief deswgen auf Strom - und deswegen hatte ich bei Ankunft zu Hause 1 und eine viertel Flasche noch voll mit Gas.

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#30 von daf43 , 10.01.2012 16:21

Hallo HD,
schön, dass ihr wieder heil zurück seid.

Mit dem Wetter war es natürlich ein Glückstreffer; "normalerweise" bläst da eher ein heftig kalter Wind, das haben mir frühere Camper berichtet, aber man darf ja auch Glück haben.

Die mautfreie Fahrt wurde mir zumindest in Zentralfrankreich (z.B. auf der Fahrt zur Ile de Ré durch die immer mieser werdenden Straßen, auch 4 spurige, vergällt.
Durchs Rhonetal sind die Straßen zwar besser (wie lange noch?), aber im Frühjahr oder Herbst haben die vielen LKWs und die vielen Kreisverkehre und Ampeln genervt.
Im Winter herrscht da sicher viele weniger Quellverkehr und es sind keine Touristenmassen unterwegs, so dass zu dieser Zeit die mautfreie Fahrt in den Süden mir zumindest ein Versuch wert wäre.

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#31 von HD , 10.01.2012 17:25

Hallo Dieter - ich traf dort ein Münchner Ehepaar, die kommen nun schon 8 Jahre vom 17. Dezember bis Ende März auf diesen Platz.
Manchmal bläst dort ein kalter Nordwind das Rhonetal herunter, aber da die Sonne scheint kann der Wind durch eine Mütze und einen Windblouson etwas "ausgebremst" werden, denn die Sonne hat trotz relativem Tiefstand noch wesentlich mehr Heizkraft als hierzulande.
Auch die Flamingos sind in einem früheren Jahr schonmal eingefroren, aber das ist sehr selten und nicht jedes Jahr, dass die Temperatur weit unter Null fällt. Wie mir die Münchner erzählten, ist es meist zu Weihnachten und Neujahr sonnig - klar, wir hatten Glück, aber auch letztes Jahr war es um die Zeit warm -sogar noch wärmer als dieses Jahr.

Für uns jedenfalls war es eine sehr schöne Reise, mit Eindrücken, wie man sie im Sommer nicht haben kann, alles, Mensch und Tier erholt sich von der Sommerplage, der Hitze und der Mücken, und so auch wir. Die Provence - dort waren wir natürlich auch, Arlesmit seinem röm/griechischen Theater und der Arena hat seinen ganz eigenen Reiz ohne viele Menschen - im Theater waren wir ganz alleine. Baux ok, da waren einige Touristen, aber eben auch wegen der weihnachtlichen Tierschau, St. Remy war leer, ebenso Gladum und das van Goch Sanatorium. und in Gordes - eines der schönsten Dörfer Frankreichs, im Vaucluse, hat es geregnet, ebenso in Fontaine de Vaucluse - allerdings gleichzeitig schien in der Camarque die Sonne - und wenn man mal fast alleine durch Aigues Mortes läuft, das hat was.

Aber - bitte sehr, jeder wie er mag,man MUSS dort nicht hin, Ich hatte mir das weihnachtliche Reiseziel schon für voriges Jahr vorgenommen, da kam leider etwas dazwischen. Kalabrien wäre für mich keine Alternative, ich habe es mir 2x angesehen und verworfen.( ok, ich bin Frankreichfan, und somit nicht ganz objektiv. Dann schon eher Spanien oder gar Sizilien.)
ICH werde es nächstes Jahr wieder tun, so es geht, soviel steht fest zum FEST. Allein schon wegen dem Nationalparl Camarque und seinen Tieren. - während die Italiener Sing- und Zugvögel abknallen. - so ein wenig "Schublade" muss schon sein

Grüsse von Saarlänner HD

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#32 von sunshine , 10.01.2012 17:49

Willkommen zurück im grauen Deutschland, HD!
Irgendwann mach ich dir das mal nach mit Weihnachten in Südfrankreich - wenn es mal die Kinder nicht mehr unter den heimischen Weihnachtsbaum zieht...
Aber so wie es aussieht, kann das noch etwas dauern.

Hast du auch Krippen in der Provence angeschaut?
Irgendwo hab ich mal gelesen, dass die eine besondere Tradition dort haben.

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#33 von HD , 10.01.2012 17:59

Hallo Iris - oh ja, aber eigentlich nur 3 - die schönste davon - weil lebende - war in Les Baux de Provence -meine Liebste mag Krippen -meist sind sie ja in Kirchen, da darf der Hund nicht reinund ich warte dann draussen. Die andere war in St. Remy und auch eine schöne war in Gordes. In Arles waren mir die heidnischen Stätten lieber

Die Tiere in der Camarque, die lebenden, die waren mir eigentlich lieber als die Krippen. Diesmal zog ich die Camarque aus diesem Grunde und wegen der fehlenden Mücken dem Hinterland vor. - Ich habe sie niemals so hautnah und schön erlebt wie diesen Winter.
Gruss HD

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#34 von sunshine , 10.01.2012 18:16

Vom Meer im Winter träume ich im Moment noch.
Ich würde auch gerne mal am wilden Atlantik im Winter entlangspazieren, mich vom Wind durchpusten lassen und die Natur ohne Menschen genießen.
Aber nur so zwei, drei Tage - und dann ab in die Sonne.
Die Sonne fehlt mir im Moment so sehr - bin nur ein halber Mensch zu dieser grauen Jahreszeit.

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#35 von Rolf ( gelöscht ) , 10.01.2012 19:54

@ Iris:
Die Nordsee ist zwar kein wilder Atlantik, aber zum Durchpusten reicht's allemal. Daher waren wir in Weihnachtsferien auch schon mehrfach dort. Diese Zeit in der Provence zu verbringen, wird wohl noch mehr als 10 Jahre ein Traum bleiben . . .



Noch mal zum Fahren auf Landstraßen in F:

Ich habe Kreisverkehre in F immer gemocht: Sie transportieren größere Verkehrsmengen als Ampelkreuzungen (oder noch schlimmer: Kreisverkehr MIT Ampeln in D ) und sind häufig liebevoll gärtnerisch gestaltet.
Allerdings habe ich feststellen müssen, dass neuerdings vielerorts eine Kreisverkehritis grassiert: Kreisverkehre summieren sich im 200m-Takt auf bis zu 10 Stück bei kleinen Ortsdurchfahrten, oder mitten auf gut befahrbaren Landstraßen werden unbedeutende Nebenstraßen per Kreisverkehr angebunden usw usw. Die Veränderung fällt einem dann besonders auf, wenn man Routen, die man schon häufiger gefahren ist, nach 3 bis 5 Jahren erneut fährt. Wir sind im Sommer die Strecke von Noirmoutier nach Aizay-le-Rideau (ca. 250km) per Landstraße gefahren - nach dem 50. (!!) Kreisverkehr haben wir aufgehört zu zählen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit geht dabei genau so nach unten wie der Spritverbrauch (durch ständiges Beschleunigen) ansteigt - aus dem Kreisverkehr-Fan ist ein Kreisverkehr-Genervter geworden

Gruß
Rolf

Rolf

RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#36 von HD , 10.01.2012 20:09

Ja, auch durchs Rhonetal sind die vielen Kreisverkehre nervig - eigentlich wollteich auf die A6 und A7, aber meine Frau war mal wieder dagegen -sie mag keine Autobahnen, während ich sie ,je älter ich werde, immer mehr bevorzuge - es fährt sich entspannter und auch spritsparender. Die Kostenseite ist heuer für uns nicht mehr so wichtig wie früher, dank etwas "Altersüberhangs"

Am nevigsten sind jedoch oft die Ortsumfahrungen (natürlich mit Kreisverkehren) durch Industrie- und Supermarktbetrieben so ab 16:30 nachmittags, dann ist dort Einkaufsstau.

Die anderen Strecken, außer dem Rhonetal, die ich vorher beschrieb "laufen" aber noch mit nicht allzuvielen Kreisverkehren recht flott.
HD

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#37 von morgenröte , 11.01.2012 09:19

So viele Beiträge zu Frankreich und nicht einmal HD erwähnt den Wein, der macht auch schwindelig wie die ollen Kreisverkehre.
Kann man als Womofahrer keinen Wein mehr kosten, weil man immer noch fahren muss? Oder ändern sich die Gewohnheiten beim Fahrzeugwechsel?

Gruß Andrea

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#38 von HD , 11.01.2012 13:10

Was mich betrifft ,liebe Andrea, haben sich die Fahrgewohnheiten und die Weintrinkgewohnheiten gegenüber meinem Eriba-Touring WW keinesfalls geändert.
Wie damals fahre ich auch heute mit dem großen Campingbus vorwiegend auf Campingplätze (wenn ich mir das nicht mehr leisten kann, gebe ich Camping und/oder Reisen ganz auf.) Und, wie damals,lege ich meist so um die 400 km eine zwischenübernachtung ein, meist auf Campingplätze - ok, jetzt mit dem Bus auch schonmal auf Stellplätzen
Und was den Wein angeht, wir haben jeden Tag eine Flasche genossen, zum Fleisch oder Pasta roten, aber zum Fisch, Tintenfisch oder Krustentieren auch weissen Wein. - natürlich französischen Wein.

Hier mal ein Szenenfoto von CP in der Camarque -man beachte den Sonnenstand und die Uhrzeit.
[[File:dscn05541.jpg|none|auto]]

Oder hier der Beweis, dass auch Wohnwagen im Winter fahren unsere Nachbarn - es war ein italienisches Paar mit einem "Senfhund" wie unserer.
(der lange Schatten bin ich)
[[File:dscn05531.jpg|none|auto]]

Und hier ein paar Flamingos beim Abendessen
[[File:dscn05371.jpg|none|auto]]
[[File:dscn05361.jpg|none|auto]]

LG HD

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#39 von morgenröte , 11.01.2012 13:54

freie Flamingos habe ich noch nie gesehen, wohl aber Pferde in Südfrankreich

So einen kleinen Bilderbericht könntest du uns ruhig gönnen lieber HD!

Gruß Andrea

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#40 von HD , 11.01.2012 14:17

Es sind wirklich wilde Flamingos, sie stehen nie einzeln, sondern immer in Gesellschaften, man hegt sie nicht und vor einigen Jahren verendeten viele von ihnen, als sie einmal wegen ungewöhnlich kalter Witterung festfroren, denn sie schlafen auf einem Bein im Wasser, den Kopf im Gefieder, die Beine sind fast gänzlich undurchblutet und die Flamingos bemerken nicht, dass sie dann nachts festfrieren - sie können sich dann nicht mehr befreien und auf festes Land flüchten.
Man liess sie sterben und verhungern, viele hätte man auch retten können, aber Naturpark ist halt Naturpark und der Mensch greift nicht ein.

Wilde Pferde? - die Tiere die ich sah, gehörten wohl jemanden, auch gehören viele zu Reiterhöfen und sind als Reittiere ausgebildet
Die Stiere lässt man schon eher frei grasen, bis man sie dann in große Gatter treibt um sie - nun ja zu verladen, töten, zu essen.
Die Kühe hält man geflissentlich zusammen, die Kälber werden mit Muttermilch aufgezogen.Sie geben um Milchwirtschaft zu betreiben zu wenig Milch.

Aber es gibt nicht nur wilde Flamingos, sondern jede Menge Reiher, Raubvögel, Möven und sonstige Vögel zu sehen -

Ich bin nicht der große "Fotograph" und ich mache kaum Bilder - Ihr müsst halt etwas Phantasie haben bei meinen Beschreibungen.
HD

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#41 von daf43 , 12.01.2012 13:34

Hallo HD,
ich bin ja eigentlich kein Wintercamper (mehr), dafür fahren wir oftmals schon sehr früh (Ende März) wieder los und können durchaus auch noch ein paar Campingtage in den November legen.
Andererseits juckt mich so ein "Ausflug" wie du es getan hast, immer noch mehr als ein Überwinterungsurlaub in Südspanien.
Von der Camargue aus könnte man zudem bei extrem schlechtem Wetter ja jederzeit zügig nach Hause kommen.

 
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RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#42 von Gelöschtes Mitglied , 12.01.2012 16:16

HD, du hast mich mal wieder inspiriert . Ich war auf der Suche nach einer Reiseroute in die Sonne für Ende Februar, ohne irgendwelche Berge mit Schneegefahr überqueren zu müssen. Der Süden von Frankreich war mir schon in den Sinn gekommen, allerdings brauchte es deine Schilderungen, um mich davon zu überzeugen, dass es tatsächlich Sinn macht, um diese Jahreszeit hinzufahren. Obwohl, wer weiss, vielleicht war es um Weihnachten dort gemütlicher als im Februar/März.

Jetzt ziehe ich mir noch Sunshines ausführlichen Bericht rein, und dann kann's losgehen mit der Planung .

Liebe Grüsse,
Rita


RE: „Le Soleil de Provence“ – mal wieder...

#43 von HD , 12.01.2012 17:19

Hallo meine Liebe von iwwer da Mousel - Ein Tag an dem ich noch eine schöne Frau inspirieren kann, nenne ich einen glücklichen Tag.

Die schneearmste Route ist wohl von Schengen über Sierck, bis Bas-Ham - dort gleich am Intermarche Kreisvrkehr auf die bis Toul kostenlose A31 über Metz und Nancy - weiter dann (ab Toul gebührenpflichtig) entweder bis Beaune und dort auf den Stellplatz neben Hotel Mercure an der Ave.Charles de Gaulle (das reicht dann noch für einen kleinen Bummel durch die herrliche Altstadt direkt dabei. Am Stellplatz gibt es auch Stom gegen Gebühr des Ver- und Endsorgungs-Säulenanbieters "Flotte bleu".

Oder etwas weiter direkt von der Autoroute 6 als "Centre touristique" beschildert bei Lyon den Campingplatz INDIGO international, im Vorort Dardilly, Porte de Lyon, neben dem Novotel und Ibis Hotel. Berheizte Sanis und Strom -

Wenn es euch nicht auf so um die 30 Euro ankommt, fahrt dann wieder auf die A6 auf, durch Lyon und den Stadttunnel (kostenlis) , dann bis zumindest Valence auf der Autobahn (das Rhonetal ist nicht besonders sehenswert, außer man mag Industrie und Kraftwerke) - Bei Valence kann man dann abfahren, es geht dann über Avignon runter nach Arles (das sollte zumindest dann irgendwann auf dem Ausflugsprogramm stehen) von dort sind es noch 30km bis Saintes Maries de la Mer.

Die Strecke über Epinal an den Vogesen entlang und durch den Jura ist sicherlich schöner um nach Lyon zu fahren (Du könntest wieder Dole besuchen, oder auf den CP leLac in Vesoul gehen) aber etwas weiter und wettertechnisch nicht so unproblematisch wie über Toul an Dijon vorbei.

Natürlich kann niemand eine Garantie auf das Wetter im Rhonedelta geben, es kann schonmal etwas windig sein vin Norden her, aber meist werdet ihr wohl Sonne haben, Trefft ihr dort auf dem CP ein Ehepaar aus München( Münchner Autonummer am Alkovenwohnmobil) (beide hinken etwas und sie haben einen größeren schwarzen Hund namens Blacky und eine kleinere ältere hellbeige Hündin namens Ätna,fahren meist Fahrrad) dann sagt ruhig mal einen schönen Gruß von dem Typen mit Fersensporn und Baskenmütze und dem Klapprad, seiner marschierfreudigen viel dünneren Frau und der schwanzlosen spanischen Hündin Fara aus dem kupferfarbenen Ducato Campingbus. Das Ehepaar (beide so um die 70) wollten bis Ende März bleiben.

Liebe Grüsse von HD

ps an Dieter aus Friesenheim - auch Lust bekommen? das würde mich freuen.
un, Dieter, es ist wirklich die kürzeste Tour aus von Dir nach Südfrankreich ans Meer - und dann noch gut zu befahren (ok die Route über Chamberry, Grenoble, am Verdon vorbei nach Aix ist schöner) Die Zwischnstationen wie beschrieben haben offene CP's, aber Du kannst mit WW auch den Stellplatz in Beaune nehmen, musst nur dort abkuppeln und das Auto direkt gegenüber parken, da die Stellplatzbuchten nicht so lang sind wie ein Gespann)
Also, mach LOS in die Camarque und Provence - dort ist es (noch) nicht mondain und preiswert.
HD

 
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