RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#1 von schwinge ( gelöscht ) , 22.07.2011 20:59

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05.06.2011 Der Wohni ist trocken gelegt, die Bremsbeläge gewechselt, das Sch-Haus ist einschließlich Wände drum rum drin, der nicht vorhersehbare Praktikumswechsel unseres „Ziehkindes“ wenige Tage vor der praktischen Prüfung, sowie die Verschiebung derselben um 10 Tage lief glatt über die Bühne – und das ebenfalls überraschende und aufregende Clearing im Familienkreis (der Termin in der Pfalz) lag hinter uns. Die Turbulenzen der vergangenen Tage hatten uns allerdings die Lust oder Kraft zu Entdeckungen, zu Neuem genommen. Vertrautes Terrain erschien uns geeigneter die geschundene Seele zu retten.

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Der olle Knaus hing gepackt und startklar am Haken. Der Generalkurs NO erschien bei der Langfristwetterprognose günstig, auch wenn aufgrund der momentanen Wetterlage ein nördlicher Schlenker gemacht wurde. Denn Starkregen und Sturmböen, beides von Südwesten her nach Nordosten über Deutschland ziehend war angesagt – zunächst galt es jedoch zu warten, bis die Unwetterwarnung für unseren Kreis aufgehoben war.

Gegen 17:00 setzte sich unser Gespann in Bewegung, B 221, A 52, A 44, A 57, A 42, A 3, A 2 und A 31 ließen uns bei mäßigem bis schwachem Verkehr und entsprechendem Wind von achtern gut vorankommen. Zeitweise so gut, dass Bedenken aufkamen wir könnten schneller sein als die Regenfront vor uns, vor allem dann, wenn der Weg über pitschnasse Straßen führte.

Auf der Höhe der A 30 verflog die Fahrlust langsam und wir machten uns Gedanken über das erste Etappenziel. Der CP in Haren/Ems wurde angesteuert. Das hatte gleich mehrere Vorteile. Zum einen gaben wir der Regenfront dadurch etwas Vorsprung, zum anderen gab es dort alte Schiffe zu bestaunen und ich konnte sehen von wo denn früher so die Kümo (Küstenmotorschiff) – Kapitäns-Eigner herkamen.

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„Ob wir denn für eine Nacht bleiben wollten... und ob wir abkoppeln wollten – es sei egal wann wir am nächsten Tag abreisen würden, nur halt nicht in der Mittagspause“. Wir wollten nicht abkoppeln, also bekamen wir einen entsprechenden Platz auf der Grillwiese.

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Haren ist ein nettes kleines Örtchen und durchaus 1-2 Nächtge Aufenthalt wert. Wer die Umgebung mit erkunden möchte wird etwas länger brauchen.

CP Haren/Ems: http://www.camping-haren.de/
Haren/Ems: http://de.wikipedia.org/wiki/Haren_(Ems)
http://www.haren.de/index.php?con_cat=2&con_lang=1

Schöner CP mit freundlichem Personal. Wir zahlten für eine Nacht zu zweit EUR 19,50 incl. allen Nebenkosten. Haren selbst wurde von uns auf die Liste der besuchswürdigen Orte gesetzt, zumal die Gegend von uns aus auch für eine WE taugt.

schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#2 von schwinge ( gelöscht ) , 22.07.2011 21:38

6. + 07. 06. 2011 Wir starteten nach einem ausgiebigen Frühstück, der genauen Inspizierung der im Museumshafen liegenden Schiffe und der Schiffsmotoren, eines Stadtrundganges und des Einkaufes von Frühstücksbrettchen als Ersatz wegen der zu Hause liegen gebliebenen Holzklötzchen für die Kurbelstützen des Wohnis, gegen Mittag.

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Der Wetterbericht versprach erst für Mittwoch Wetterbesserung an der Ostsee – also wurde als Etappenziel Nordenham anvisiert. Nein – nicht wegen Nordenham, sondern wegen dem auf der anderen Weserseite liegenden Bremerhaven.

schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#3 von schwinge ( gelöscht ) , 22.07.2011 22:21

Bei Leer wurde die Strecke (AB) langweilig. Da ich meiner häkelten Mitfahrerin was bieten wollte gab ich ins Navi „schöne Strecke“ ein – und musste feststellen, dass das Navi und ich da wohl unterschiedliche Vorstellungen haben. Vielleicht wollte es sich auch nur für die unzähligen „Halt die Klappe“ oder „dumme Kuh“ rächen. Bei der nächsten Ausfahrt wurden wir also von der AB beordert.

Friesland besteht hinter dem Deich ja überwiegend aus abwechslungsreichem grünen Nichts, durchzogen von Gräben, ab und zu ein paar Häuseransammlungen, gescheckten Kühen und ein paar Schafen. Dass dieses Nichts jedoch so viele Straßen, Sträßchen und vor allen Dingen Kreuzungen, auf den man aus unerfindlichen Gründen abbiegen soll hat, war mir bislang noch nicht aufgefallen.

Je nach Straßenzustand schaukelten, glitten oder hoppelten wir über Veenhusen, Hesel, Friedelburg bis ich den erste Wegweiser nach Varel entdeckte. Kurzerhand wurde die „blöde Kuh“ (Navi) mundtot gemacht und weiter auf Sicht gefahren. Dadurch wurde der Weg zwar nicht schöner, aber es war MEINE Strecke.

Kurz vor 15:00 Uhr holten wir dann vor dem Tor des CP Nordenham die Rückseite der Regenfront ein. Gut dass auf deutschen Campingplätzen Ordnung herrscht und Camper über Mittag eingeschlossen bzw. Ankommer ausgeschlossen werden. So konnten wir der Regenfront etwas Vorsprung geben.

Auf die Sekunde pünktlich erhielten wir Einlass. „Wir hätten gesehen, dass am Wasser noch ein Platz frei sei“. „Der sei für schwere Fahrzeuge reserviert, vermutlich würde keins kommen, aber es könnte ja sein“. Nun, in der 2. Reihe gab es auch schöne Plätze.

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Nachdem wir uns häuslich eingerichtet, das Bäuchlein gefüllt und das nähere Umfeld erkundet hatten, radelten wir noch zum Fähranleger (rund 10 km) um für den nächsten Tag die Abfahrtszeiten zu studieren.

Am nächsten Morgen lag Nebel über der Weser. Grund genug um sich im Bett nochmal umzudrehen und etwas später zu frühstücken. Aufgrund der feuchten Wetterlage fuhren wir mit dem PKW nach Bremerhaven. Unterwegs setzte durchdringender Nieselregen ein. Das ideale Wetter für einen Besuch im Deutschen Schifffahrtsmuseum.

Meiner „Reiseleitung“ hatten es die Polar- und Meeresforscher besonders angetan, mir sagte der Fischereibereich besonders zu. Erinnerungen an meine Fangreise ins Eismeer als Kind kamen wieder hoch. Interessant fand ich auch die vielen Schiffsmodelle im gleichen Maßstab. Der Unterschied zwischen „groß“ und „klein“ wird so eindrucksvoll dargestellt.. Nach ungefähr 4 Stunden hatten wir zwar noch nicht alles durch, fühlten uns jedoch nicht mehr aufnahmefähig.

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Draußen lachte die Sonne. Zunächst wurde der Magen befriedigt, anschließend schlenderten wir noch durch das Mediterraneo, durch den Museumshafen und über die Promenade (Deich) zurück zum Auto. Am Deich konnten wir noch einen Raupenfahrer bewundern, der gekonnt Sand an die wohl richtigen Stellen schob. Sein können wuchs regelrecht mit der Zahl der Zuschauer. Gut so, denn auch Bremerhaven muss mit dem an den Polkappen schmelzenden Eis fertig werden.

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Nach Blexen auf der anderen Weserseite setzten wir mit der Fähre über. Zeitlich war da noch ein Abstecher nach Burhave und Fedderwardersiel drin – schließlich wollten wir Gewissheit, dass „unser CP“ die richtige Wahl war. Nun sind Geschmäcker ja verschieden – Nordenham erschien uns „handfester“.

Zuhause (also Wohni) angekommen ging Marymaische Ihrer „Lieblingstätigkeit“ nach – für mein leibliches Wohl sorgen , während ich am Strand um die Ecke Abschied von der Weser nahm.

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Spät am Abend bemühten wir uns dann noch um vernünftige Wettervorhersagen. Die man grob mit „Unwetterwarnungen über dem Norden Deutschlands“ für den morgigen Tag beschreiben kann, kam uns bekannt vor.

zu Nordenham: http://www.nordenham.net/
zu Bremerhaven: http://www.bremerhaven.de/meer-erleben/sehenswertes/
CP-Nordenham: http://www.campingplatz-nordenham.de/

Der CP hat überwiegend Dauercamper. Längeren Urlaub wollte ich dort nicht verbringen - aber als Übernachtungsplatz für Unternehmungen in der Nachbarschaft ist er super. Die Stadtmitte mit allen Einkaufsmöglichkeiten ist mit Rad und auch zu Fuß gut erreichbar.
Wir zahlten für 2 Nächte incl. aller Nebenkosten EUR 37,00

8.-13. 06. 2011 Wir kommen selten vor 10:00 in die Pötte wenns nicht unbedingt sein muss. Das bedeutet nicht, dass wir ausgesprochene Langschläfer sind, nur wozu Eile? Nochmal rumdrehen in der Koje, nen bisschen lesen, ne Tasse Kaffee..... und dann so langsam aufstehen.

Kurz vor 12:00 hing der Wohni am Haken und wir rollten über Bremerhaven, Bremervörde und Stade, um über die B 73/B3 auf die A1 Richtung Ostsee zu gelangen – obwohl A1 und nicht A7 war eher eine spontane Eingebung die erst unterwegs getroffen wurde, nachdem NDR 2 uns hinsichtlich „super Wetteraussichten“ einfach im Stich lies (Starkregen über Friesland – NO ziehend, also hinter uns auf dem Weg Richtung Jütland und eine Regen/Gewitterfront auf der Höhe von Hannover Richtung Meck-Pomm ziehend). Rerik als nächstes Ziel wurde beschlossen – und mit etwas Glück könnte die Front vor uns durch sein, so dachten wir und sollten fast recht behalten.

So etwa auf Höhe der ehemaligen „Zonengrenze“ erwischte uns auf der A20 dann doch noch eine ausgewachsene Gewitterzelle – „verminderte Sicht durch Regen“ wurde zum Erlebnis. Abenteuerlich auch, dass die Beton-/Asphaltpiste stellenweise zur Wiesenfläche wurde (abrutschende Hänge). In diesem Zusammenhang muss ich nun auch ein Lob an alle Kraftfahrer, die zu diesem Zeitpunkt an dieser Örtlichkeit unterwegs waren aussprechen. Niemand dabei der versuchte Wasserski zu fahren oder unbedingt anhand meines Zulassungstempels ermitteln wollte aus welchem Landkreis ich komme.

Teil IV folgt.

schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#4 von Aragorn1513 , 23.07.2011 11:40

Hallo Rainer,

schöner Bericht von Bremerhaven. Da waren wir übrigens anfang Juni auch! Das deutsche Schifffahrtsmuseum hat uns auch sehr gefallen. Uns erging es aber wie Euch, nach einiger zeit ist man da einfach nicht mehr aufnahmefähig. Das Mediterrano haben wir auch heimgesucht. Die Stadt selbst ist allerdings weniger sehenswert. Was sich für uns auch gelohnt hat, war ein Besuch des Hafens. Wir sind da mit dem Auto durch und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. So viel Parkfläche für die nach Übersee oder von dort kommenden Autos hab ich vorher noch nie gesehen. Absoluter Wahnsinn!!

Gruß - Alex

 
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RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#5 von Mephisto , 23.07.2011 21:41

Ja, Haren ist eine Reise wert.
Habe es beruflich kennengelernt.
Narürlich habe ich auch das "Haarske Püntker-Patent" abgelegt und eine Urkunde und meinen ersten Elbschiffer erhalten.
Erstaunlich ist für mich immer noch die Anzahl der Reedereisitze der Seefahrt und die Anzahl der hier gemeldeten Binnenschiffe. Schifffahrt war und ist noch heute weitestgehend eine in sich geschlossene Gesellschaft.
Auf dem Foto mit den Museumsschiffen ist auch das Innenleben des zweiten Schiffes interessant, weil es in Dioramen sehr viel vom früheren Schifffahrtsleben erzählt.
Der Emsland Dom ist ebenfalls erwähnenswert, ein Bauwerk von solcher Größe, das ich in dem platten Nebelland nicht erwartet hätte.

 
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RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#6 von Susanne , 24.07.2011 15:52

hallo,

da ich die ecke dtld überhaupt nicht kenne, danke für den bericht.

 
Susanne
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RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#7 von sebbarca , 24.07.2011 16:00

Muy bien!

Bilder und Berichte von der Waterkant! Das sind die seltenen Zeiten an denen ich Heimweh bekommen könnte. Trotz des Wetters

Schönen Dank!
Hasta luego!
Klaus

 
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RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#8 von schwinge ( gelöscht ) , 24.07.2011 23:32

Hi,

haben lieben Besuch bekommen, von daher gehts erst später weiter.

Gruß, Rainer

schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#9 von schwinge ( gelöscht ) , 28.07.2011 19:51

@ Alex - hast die Recht, die Stadt selbst ist eher bescheiden - aber die "Wasserseiten" einfach klasse. Bei einem Tag haben wir natürlich nicht alles geschafft - soll ja auch noch Erholung sein.
@ Mephisto - Haren war für uns ne echte Überraschung

doch nun weiter........ Ihr erinner Euch noch - Fahrt von Bremerhaven nach Rerik mit Starkregen...


Rerik erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen kurz nach 17.00 Uhr.

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Wir entschieden uns für den Campingpark, einmal wegen der Nähe zum Städtchen, zum anderen lockte natürlich der ACSI-Card-Platz (EUR 13,00 - auch über Pfingsten).

„Wenn wir 5-6 Nächte bleiben wollten“, so die Dame an der Rezeption, „dann ginge nur Platzhopping oder der noch nicht ganz fertige Mobilhafen“. Hmmmm...... Also – Mobilhafen inspiziert und ein Plätzchen ganz nach unserem Geschmack gefunden. Ausreichend Platz, Blick in die eine Richtung - Ostsee lachte uns an, Blick in die andere Richtung - das Treiben auf dem großzügigen Spiel- und Grillplatz sorgte für Kurzweil. Das Sani-Gebäude war auch schnell zu erreichen und wir hatten so überhaupt nicht das Gefühl auf einen CP bzw. Mobilhafen zu stehen.

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Rerik 2011 – das war erst mal faulenzen/gammeln, über die Steiger im Salzhaff schlendern und auf der Seebrücke den Blick über den Horizont schweifen lassen.

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schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#10 von schwinge ( gelöscht ) , 28.07.2011 20:33

Auf dem Programm stand aber auch Warnemünde,

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und Kühlungsborn.

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schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#11 von schwinge ( gelöscht ) , 28.07.2011 20:48

Außerdem vor Ort eine Dolmentour,

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das T 1-3 Treffen,

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die Begutachtung desOstseecamps Seeblick (wollten ja wissen ob unsere Wahl richtig war), eine
Steilküstentour sowie Schimpfen am Absperrzaun der Halbinsel Wussow.

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Schließlich galt es noch ungebetene Gäste zu verscheuchen, die uns einen Pfingstsonntagsbesuch abstatteten und im Wohni breit machten (Ameisen).

schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#12 von schwinge ( gelöscht ) , 28.07.2011 21:02

14.-17.06.2011 Kaum ein Ostseeurlaub ohne Travemünde, vor allem dann, wenn es (fast) auf dem Weg liegt. Auf dem Priwall gibts ne Schaukel. Auf dieser Schaukel (vielleicht auch deren Vorgänger) begann 1970 jene Bekanntschaft mit kupferfarbenen langen Haaren, ausdrucksvollen dunklen Augen und vielen frechen Sommersprossen, die meinen Lebensweg grundlegend änderte und auch auf dieser Fahrt meine Reisebegleitung war.

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Doch zunächst wollte uns Rerik nicht preis geben. Beim Check vor der geplanten Abfahrt gegen 13:00 Uhr streikte die Blinkanlage wenn der Wohni angeschlossen war. Nach Demontage des Steckers war ich etwas erschrocken. Dass das Innenleben dermaßen schnell (2 Jahre) gammeln kann...... Als Hauptproblem entpuppte sich dann mangelnder Querschnitt (weil rott) der Masseleitung. Das Wetter war stabil und so kam das vordere Steckerteil mit etwas Isolierband umwickelt in das entsprechende Gegenstück, zusätzlich ein fliegendes Massekabel zwischen PKW und Wohni. Auf dem Priwall wird Zeit für eine gründlichere Lösung sein.

In Rerik zahlten wir übrigens für 6 Nächte über Pfingsten EUR 102,00 incl. Kurtaxe, 10,00 EUR Guthaben für W-Lan und 12,00 EUR Guthaben fürs Sanigebäude. Bei W-Lan bin ich mir nicht ganz sicher obs nur vergessen wurde zu berechnen

http://de.wikipedia.org/wiki/Rerik
http://www.rerik.de/
http://www.campingpark-rerik.de/
http://www.rostock-heute.de/warnemuender...kulpturen/22306

schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#13 von schwinge ( gelöscht ) , 28.07.2011 21:35

Eine Stunde später starteten wir dann und rollten über die B 106 (mit einer kurzen Abstecher über die A 20) zum Priwall, wo wir inkl. Einkaufspause in knapp 2 Stunden landeten.

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Wir waren uns einig – der Priwall hat sich verändert, leider nicht zu seinem Vorteil. Die Jugendherberge – ausradiert, das Krankenhaus ein leerstehender langsam verfallender Gebäudekomplex, ganz in der Nähe zum Strand unbebautes, langsam verkommendes Gelände (ehemaliger CP), der einzige CP (für Jedermann) betroffen vom Sanierungsstau (kein Wunder wenn der Pachtvertrag nur noch jährlich verlängert wird), die Fährverbindung nach Travemünde kostet nun, am Passathafen zerfallende Gebäude.

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Lübeck möchte wohl das Stadtsäckel füllen. So entstand/entsteht ein Landaal-Green-Park mit schmucken Häuschen im skandinavischen Stiel, die sich wesentlich langsamer als geplant veräußern lassen. Krankenhaus- und DJH-Gelände, Teile des Passathafens sowie den dahinter liegenden CP (jener mit den kurzfristigen Pachtzeiten) hat ein Investor gekauft und kommt mit seinem (in meinen Augen schlechten) Konzept nicht zu Potte. Selbstverständlich gibbet auch eine Bürgerinitiative gegen die Pläne und mit eigenem Konzept. Wäre schön, wenn ein bisschen davon verwirklicht werden könnte.

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schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#14 von schwinge ( gelöscht ) , 28.07.2011 21:54

Es ist ja nicht so, dass wir uns auf dem Priwall gelangweilt hätten oder alles öde fanden, ist auch kein Wunder, wenn sogar jedes Sandkorn Erinnerungen weckt.... So genossen wir denn die restlichen Urlaubstage, schlenderten über die Halbinsel, durch Travemünde, machten kleine Ausflüge und reparierten nebenbei den Stecker (Anhängerkupplung), der, nachdem alles zusammengeschraubt war mit Kettenfett geflutet wurde.

FOTO- 38-44 (eventuell umordnen)[[File:foto38.jpg|none|auto]]
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schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#15 von schwinge ( gelöscht ) , 28.07.2011 22:35

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Wetter.... ach ja, das gabs auch. Es zeigte sich nach jener „Waschanlagenfahrt“ vor Rerik überwiegend von der angenehmen Seite, soll bedeuten viel Sonne, kaum Regen und angenehme Temperaturen so um die 22°.

18.+19.06.2011 – Alles hat ein Ende...... so saßen wir denn mit gemischten Gefühlen nach einem ausgiebigen Frühstück über der Straßenkarte und dem ACSI-Card-Führer, um unsere „dumme Kuh“ zu füttern. Wenig Lust verspürten wir beim Gedanken über die A1 in die Heimat zu rollen. A7 war aber auch keine wirklich schöne Alternative – also Landstraße Richtung Südheide sollte es sein. Gepackt war schnell, Zeit für eine Abschiedsrunde über den Priwall und die Unterschrift auf den Listen der Bürgerinitiative fand sich auch noch.

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In Travemünde zahlten wir incl. aller Nebenkosten, sowie Kurtaxe und Streifenkarten für die Fähre (einkaufen geht auf dem Priwall im Prinzip nicht) für 4 Nächte EUR 125,50

http://www.strandcamping-priwall.de/index.html
http://www.bipriwall.de/
http://www.priwall.de/

Gestartet wurde dann kurz von 12.00 Uhr. Lübeck, Ratzeburg, Lauenburg, Lüneburg, Bergen lagen am Wegrand, alles Orte die sicherlich 1 oder 2 Tage Aufenthalt wert gewesen wären.

Wir landeten in Winsen/Aller und suchten uns auf dem CP ein Plätzchen direkt am Ufer aus. Noch bevor die Stützen runter gekurbelt waren zog eine Regen/Windbö über die Wiese und lies den Wohni ordentlich wackeln – das wars dann aber auch, so dass noch vor dem Abendessen ein gemütlicher Erkundungsspaziergang gemacht werden konnte.

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Am nächsten Morgen weckten uns schon „mitten in der Nacht“ Lautsprecher durchsagen auf der anderen Uferseite (Reitturnier). Beim Frühstück wurden wir von Paddlern auf der Aller freundlich begrüßt – und ausnahmsweise rollten wir mit dem Gespann schon um 11:30 vom Platz..... um wenige 100m später ne Spontanpause zu machen, denn in Winsen war so ne Art Stadtfest zwecks Einweihung eines Marktplatzes.


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Spät Mittags, oder wars schon früher Nachmittag machten wir uns dann endgültig auf den Heimweg, der uns über die A7/A36/A2/A3/A40/A57/A44/A52 und B221 führte. Da die Fahrt gegen die vorherrschende Windrichtung ging blieb es nicht aus, dass wir dabei mehrere Regenschauer durchfuhren.

Der CP kostete uns EUR 15,00
http://de.wikipedia.org/wiki/Winsen_(Aller)
http://www.campingplatz-winsen.de/
http://www.heidebluetenfest-meissendorf.de/index.html

Nun steht der Wohni zu Hause und wartet darauf wieder rollen zu dürfen. Mal schauen, vielleicht am 2. Juli WE – es soll da in Friesland NL nen CP geben, in dem die sanitären Anlagen in ausgemusterten Tonnen (Seezeichen) untergebracht sind – klingt verlockend.

schwinge

RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#16 von platin65 , 29.07.2011 13:26

Vielen Dank für den schönen Reisebericht. Einige der Orte kenne ich auch. In Winsen auf dem Platz standen wir Ende Mai, allerdings nicht unten an der Aller. Die tollen Bilder haben den Bericht so herrlich abgerundet.

 
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RE: Immer hinter der Regenfront her - I

#17 von Kast , 29.07.2011 15:18

Schöner Bericht. Danke für das "Mitnehmen".

 
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Ostern 2011, Frankreich
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