RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#1 von sunshine , 18.10.2010 18:58

Hallo Camperfriends,
hier mein Reisebericht vom Sommerurlaub - vielleicht habt ihr ja Lust, ein wenig mitzureisen?

Sonntag, 15.August:
Um 8 Uhr morgens brechen wir auf. Wir fahren zuerst durch deutschen Regen und dann durch französischen. Alles ist grau, grau, grau.
Bei Chalons sur Saone machen wir Rast. Wir stellen fest, dass wir doch etwas zu optimistisch geplant haben, denn unser anvisiertes Ziel an der Dordogne können wir erst gegen 19 Uhr erreichen – so lange wollen wir nicht fahren.
Für die Dordogne haben wir heute früh eindeutig zu lange geschlafen. Wir zuckeln also weiter auf der „Route Express“ durchs Burgund, wo der Himmel eindeutig eine Tendenz zu hellgrau zeigt. Ja, es kommt sogar die Sonne heraus und die Wolkenlücken werden immer zahlreicher und größer.
Ich blättere während der Fahrt im „Guide Oficiel“ und suche nach einem Campingplatz zwischen Moulins und Montlucon.

Wir steuern dann Neris Les Bains an und dort den „Camping Municipal du Lac“ (14,67 € für 2 Personen, Strom ist inklusive, Hunde sind erlaubt).
Neris Les Bains ist ein überraschend betriebsames Städtchen, in das man vom Campingplatz aus zu Fuß gelangen kann. Gegen 16 Uhr sind wir am CP und finden ein ruhiges Plätzchen, wo wir sogar angespannt stehen bleiben können. Nach dem Aufbau des Sonnensegels setzen wir uns in die Sonne.
Später machen wir einen Spaziergang, zuerst zum See hinunter. Es gibt keine Stellplätze direkt am See.
Dann überqueren wir auf dem langen Fußgänger-Viadukt die Schlucht und gehen schließlich wieder zurück in Richtung Städtchen, wo wir eine Kleinigkeit essen wollen.
Neris Les Bains ist ein liebenswertes Provinzstädtchen, das versucht, sich mit Thermalbad, Theater und Casino einen ein wenig mondänen Anstrich zu geben. Erstaunlich, wie viele Damen hier in mörderisch hohen Stilettos unterwegs sind.
Ein schöner Abend verlockt zum Draußensitzen beim Essen.
Zurück am Campingplatz fallen dann doch noch sanft ein paar Regentropfen. Noch ein Gläschen Prosecco im Kerzenschein und schon ist es Zeit fürs Bett.
Es regnet die ganze Nacht.

Montag, 16.August:
Der Morgen ist trocken, aber kühl. Um 10 Uhr sind wir wieder „on the road“. Von Montlucon fahren wir nach Gueret auf der Route National. Bei E.Leclerc tanken wir und kaufen ein paar Vorräte.
Dann geht es weiter durch das sonnige Perigord über Limoges, Perigueux und Bergerac in Richtung Spanien. Über die Route Nationale ist es ein gemächliches Vorwärtskommen, aber wir haben es ja nicht so eilig. Schade, dass die Sonnenblumenfelder im Limousin schon weitgehend verblüht sind.

Gegen 17 Uhr steuern wir einen Campingplatz in der Nähe von Marmande an. Der „Camp Municipal Au Jardin“ liegt ganz hübsch in Meilhan Sur Garonne, direkt zwischen dem Kanal und dem Fluss. Es ist eine kleine Wiese mit ein paar Bäumen und die Rezeption ist nicht besetzt, aber ein Camper holt den Schlüssel und öffnet uns die Schranke in Teppichstangenhöhe – ein PKW könnte drunter durchfahren. Später geht dann der Monsieur über den Platz und erledigt die Anmeldung der Neuankömmlinge vor Ort. Ich bezahle 7,60 € (mit Strom) und kaufe gleich noch Duschmarken (Hunde sind erlaubt). Es ist überall viel Platz, so dass wir angespannt stehen können.
Nach dem Essen spazieren wir über die Kanalbrücke nach Meilhan, das oben am Berg liegt. Über unzählige Treppenstufen kommt man hoch in den Ort. Dort ist wirklich „der Hund begraben“. Es gibt eine schöne Aussichtsterrasse, von wo aus man auf den Kanal, die Garonne und weit über das Land blicken kann. Das Restaurant dort hat leider heute geschlossen.
Nach dem Spaziergang genießen wir einen lauen Abend vor dem Wohnwagen. Wir schmunzeln über unseren Nachbarn, der mit Geländewagen, Igluzelt und Hund unterwegs ist. Als wir um fünf ankamen, saß er in seinem Campingstuhl und schaute mit einem Glas Wein in der Hand Fernsehen. Den Fernsehapparat hatte er neben seinem Jeep aufgebaut. Um halb acht verzog er sich mit dem Hund und dem Fernseher in sein kleines Zelt und schaute dort weiter.

 
sunshine
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#2 von sunshine , 18.10.2010 19:02

Dienstag, 17.August:
Weil es so ein herrlicher sonniger Morgen ist, trödeln wir ziemlich und sind erst um viertel vor elf auf der Piste.
Zuerst geht es auf kleinen, weißen Sträßchen am Kanal entlang, bis wir wieder auf eine größere Straße stoßen. Nach einem Tankstopp bei Monsieur Leclerc fahren wir auf der Route Nationale in Richtung Mont de Marsan.
Ich navigiere mit der Karte, weil unser Navi uns immer über die Autobahn schicken möchte. Von Mont de Marsan geht es über Orthez in Richtung Puerto de Iberia.

In Saint-Jean-Pied-de-Port halten wir an. Hier steht alles im Zeichen der Jakobspilger, die von diesem Ort aus dem Camino in Richtung Santiago de Compostella folgen. Es ist nicht ganz einfach, mit dem Gespann einen Parkplatz zu finden, aber schließlich finden wir etwas Geeignetes und bummeln dann ein wenig durch die Gässchen. Die sind auch recht nett anzusehen, aber doch ziemlich überlaufen. Wir schlecken ein Eis und fahren dann weiter, von hier aus sind es nur noch 64 Kilometer zu unserem ersten Ziel Pamplona in der Region Navarra.
Über den Pass Puerto de Ibañeta (1057 m) überquert man die Pyrenäen und ist dann in Roncesvalles in Spanien. Endlose Kurven und Serpentinen, mit dem Gespann aber gut zu befahren, führen nach Pamplona.
In Saint-Jean-Pied-de-Port zeigte das Thermometer 27°an, meine persönliche Lieblingstemperatur – nicht zu kühl und nicht zu warm.

In Pamplona sind es dann sogar 31°. Wir steuern den Campingplatz „Ezcaba“ bei Eusa/Oricain an, der ca. 7 Kilometer nördlich von Pamplona liegt.
Als wir den Wohnwagen abhängen, bricht der Schraubhebel ab, mit dem das Bugrad festgestellt bzw. gelöst wird, ab. Na prima!
Hat schon mal jemand einen Wohnwagen ohne das Bugrad bewegt? Das ist gar nicht so einfach, aber zum Glück sind wir ja nicht so schwächlich. Da hatten wir wirklich Dusel, dass wir das Bugrad nicht unterwegs verloren haben.
Wir genießen einen warmen „Draußensitzabend“.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#3 von sunshine , 18.10.2010 19:08

Mittwoch, 18.August:
Nach einem gemütlichen Frühstück im Morgensonnenschein brechen wir auf zum Parque National Bardenas Reale.

Zuerst geht es durch Pamplona Richtung Tafalla. Dort sind überall noch Absperrungen angebracht und viele Menschen sind in der traditionellen weiß-roten Kleidung unterwegs. Vermutlich sind hier kurz zuvor die Stiere durch die Straßen gelaufen. Auf einem Plakat lese ich, dass abends Stierkampf in der Arena ist.
Wir fahren weiter in Richtung Arguedas und über schmale Sträßchen in Richtung Blanca Bardenas Reale, der weißen Wüste.
In Santacara, einem kleinen Ort, wird unsere Fahrt jäh unterbrochen. Mitten auf der Straße ist ohne Vorwarnung eine Absperrung, dahinter tänzelt ein junger schwarzer Stier mit geblähten Nüstern und Schaum vor dem Maul. Drei junge Männer reizen den Stier und wenn er mit gesenkten Hörnern auf einen davon zustürmt, bringt der sich mit einem gekonnten Sprung auf ein Podest oder über die Barrikaden in Sicherheit. Natürlich schauen wir dem Spektakel eine Weile zu, bevor wir weiterfahren.

Kurz nach Arguedas (auch hier stehen noch die Absperrungen) zweigt ein kleines Sträßchen in die Wüste ab. Gleich zu Beginn gibt es ein paar Gehöfte, wo Stiere für die Stierkämpfe gezüchtet und aufgezogen werden. Auf den Koppeln, wo die Herden stehen, wächst kein Grashalm. Die armen Tiere stehen auf der blanken Schottererde herum.
Auf einer schmalen asphaltierten Straße geht es durch die menschenleere Wüstenlandschaft. Nach mehreren Kilometern kommt dann ein Informationszentrum zum Nationalpark und noch etwas weiter entfernt zweigt dann eine Schotterpiste ab, die zur Attraktion der Wüste führt, zum „Castildetierra“, der Burg aus Erde.

Die berühmte Felsformation der Bardenas hat eine Handvoll Besucher angelockt.
Vor allem Offroader sind auf den Schotterpisten in ihrem Element, aber auch mit einem Ford S-MAX kommt man dorthin. Die karge Wüstenlandschaft mit ihren verfallenen Steinhütten und Dornensträuchern wäre eine perfekte Filmkulisse für einen Wildwestfilm. In der dagegen vergleichsweise fruchtbaren schwarzen Bardena Negra wird Getreide und Gemüse angebaut. 415 km² umfasst dieses Wüstengebiet in Navarra.

Nach unserer kleinen Offroadtour fahren wir wieder in Richtung Pamplona.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#4 von sunshine , 18.10.2010 19:13

Unser nächstes Ziel ist Puente la Reina, wo sich die beiden Routen des Jakobswegs vereinen.
Die wunderschöne sechsbögige „Brücke der Königin“, Namensgeberin und Wahrzeichen des Ortes, wurde im 11. Jahrhunder extra für die Pilger über den Rio Arga gebaut. Durch enge Gässchen gelangt man zur romanischen Kirche Iglesia del Crucifijo, die leider ihre Tore verschlossen hat. Auffällig sind in den Gassen die schönen Torbögen und Tore sowie die Schnitzereien an den Dachvorsprüngen.

In einem Haushaltswarengeschäft fragt mein Mann nach der Schraube für das Bugrad und erhält einen Stadtplan, wo ein Landmaschinenhändler eingezeichnet ist. Dort holt mein Mann dann die Schraube für das Bugrad.
Leider reicht die Zeit nicht mehr für den geplanten Abstecher in die Innenstadt von Pamplona, aber irgendwie reizt uns beide die riesige Stadt auch nicht sonderlich und so kehren wir nach einem größeren Einkauf in einem riesigen Supermarkt wieder auf unseren Campingplatz zurück. Unser Platz ist übrigens schweineteuer – 27 €. Aber immerhin sind warme Duschen und die Benutzung des Pools inklusive. Na ja, länger als zwei Nächte werden wir sowieso nicht bleiben. Wir haben von unserem Platz aus zwar einen hübschen Blick ins Tal, aber der Autolärm von der vielbefahrenen Straße ist doch deutlich zu hören.

Nach dem Abendessen (gegrillte Lammsteaks mit Spinat und Brot) packt mein Schatz die große Werkzeugkiste aus, um das Bugrad zu reparieren. Das abgebrochene Schraubenstück steckt noch im Gewinde. Wolfgang bohrt das Teil mit dem Akkuschrauber/bohrer an, um es fassen zu können und mit viel Geduld herauszudrehen. Dann wird die Schraube reingedreht und nun kann man das Bugrad mittels eines Schraubenschlüssels verstellen.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#5 von sunshine , 18.10.2010 19:20

Donnerstag, 19. August:
Heute ist es am Morgen bedeckt, aber warm. Um elf Uhr sind wir auf der Autopista in Richtung Küste. Über Viktoria-Gasteiz geht es in Richtung Bilbao.
Die Autobahnen sind größtenteils frei, wir müssen nur zweimal bezahlen, insgesamt 7 Euro. Von Bilbao geht es über Santander in Richtung Llanes. Wie riesige Moloche kauern die beiden großen Städte an der Küste und verlocken mit den Randgebieten mit ihren Industrieanlagen eher weniger zu einem Besuch dort. Nach Santander beginnt es kurz zu regnen, sieht aber in Richtung Llanes schon wieder heller aus.

Ich habe einen Platz in der Nähe von Llanes ausgesucht, den „Camping La Paz“ bei Vidiago. Das Zufahrtssträßchen dorthin ist schmal und gleich an der Rezeption geht es sehr steil den Berg hoch. Auweia, was habe ich denn da ausgesucht. Der Platz liegt wunderschön auf einer Klippe über dem Meer – die Zufahrt ist aber leider von unten. Aber schon kommt ein CP-Mitarbeiter herbeigeeilt und erklärt uns, dass wir am Parkplatz abkuppeln sollen, weil die Wohnwagen mit dem Landrover zum Platz hochgezogen werden.

Wir melden uns also an der Rezeption an (teurer, teuer!) und dann wird unser Wohnwagen an den Landrover gehängt. Es ist schon ein seltsames Gefühl, plötzlich hinter dem eigenen Wohnwagen herzufahren. Der Senor steuert einen Platz hinten am Hügel an, zu dem ein autobreites, von Mäuerchen gesäumtes Sträßchen kurvig leicht bergan führt. Der Platz liegt unter hohen Bäumen und ist durch den Hügel vom Meer getrennt. Wolfgang springt sofort aus dem Auto und erklärt, dass dieser Platz uns nicht gefiele und wir gerne zum Meer sehen wollen. Nun spricht der Senor in sein Funkgerät, wendet anschließend und fährt das Sträßchen wieder hinunter. Auf halber Strecke kommt uns dann ein Gespann entgegen. Ein Neuankömmling, der mit uns in der Rezeption war, wollte wohl nicht warten, bis der Landrover wieder frei war. Nun soll er rückwärts wieder das enge Sträßchen runter, fährt sich aber schon in der ersten Kurve fest. Also steigt der Senor aus seinem Landrover und steigt in das Auto des Neuankömmlings, um das Gespann rückwärts wieder den Berg hinunter zu fahren. Ohne eins der Mäuerchen zu streifen macht er das ganz lässig. Nun wird unser Wohnwagen die steile Auffahrt hinaufgezogen – und da ist es ja, das Meer. Der neue Platz, auf den er den Wohnwagen rückwärts schiebt, ist viel schöner.
Wir bedanken uns mit einem 5 Euro-Schein. Wolfgang sucht verzweifelt seinen Schraubenschlüssel, den wir ja wegen des Bugrads zum Abkuppeln brauchen und den er vorher in der Hektik irgendwo ins vollgestopfte Auto gepfeffert hat. Senor grinst gelassen, holt aus seinem Fahrzeug einen Schraubenschlüssel und löst das Bugrad zum Abkuppeln.
Als Wolfgang gerade die Stützen runterlassen will, kommt eine spanische Dame und erklärt uns, dass sie in zehn Minuten fahren werden und ob wir vielleicht lieber ihren Platz nehmen wollen, der einen noch schöneren Meerblick hat. Natürlich wollen wir. Wolfgang springt ins Auto, um an der Rezeption Bescheid zu geben und danach wird der Wohnwagen wieder angehängt (schraub, schraub… – diesmal an unser Auto, um ihn auf den anderen, schöneren Platz zu schieben. Hier ist dann noch mal Maßarbeit angesagt, weil der Platz genau wohnwagenlang ist und diverse Mäuerchen beachtet werden müssen.
Von Hand müssen wir dann noch mehrmals hin- und herschieben, bis wir endlich optimal auf dem Terrassenplatz stehen. Wir lassen uns in die Campingstühle sinken und schauen aufs tiefblaue Meer hinunter.
So haben wir uns das doch vorgestellt! Da hat sich das Schwitzen doch gelohnt und als Belohnung kommt sogar noch die Sonne hervor.

Es wird noch ein herrlich sonniger Abend und nach dem Essen (Pasta mit grünem Spargel und Tomatensalat) steigen wir auf eine der höchsten freien Parzellen hoch und schauen zu, wie die letzten Strahlen der Abendsonne die Küste und die Bergketten dahinter in ein diffuses, warmes Licht taucht, bevor sie endgültig hinter den Felsen verschwindet.
Bei der Anmeldung haben wir angegeben, dass wir bis Montag bleiben wollen.
An diesem schönen Platz wollen wir ein wenig entspannen und die Seele baumeln lassen.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#6 von sunshine , 18.10.2010 19:25

Freitag, 20. August bis Mittwoch, 25. August:
Zwei herrlich sonnige Tage folgen, an denen wir nicht viel tun:
Spaziergänge ans Meer hinunter oder hoch über den Klippen sowie ein kleiner Bummel in Llanes und einfach nur Faulenzen, Lesen, Musik hören und aufs blaue Meer schauen.

Und wie man oben am Datum schon sehen kann, bleiben wir länger als ursprünglich geplant an diesem schönen Platz.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#7 von sunshine , 18.10.2010 19:30

Llanes gefällt mir gut.
Nur schade, dass der Hafen, der mitten in der Stadt liegt, gerade eine Großbaustelle ist. Ein Kanal führt vom Meer in die Stadt und hier werden gerade die Mauern saniert und der Grund ausgebaggert. Das muss eben auch mal sein. Man kann sich aber gut vorstellen, wie hübsch der Hafen mit Wasser und Booten aussehen würde.
Die Gässchen in Llanes finde ich besonders reizvoll, weil sie von keinerlei Eisreklame, Ansichtskartenständern oder irgendwelchem Souvenirkitsch zugepflastert sind. Man sieht die Geschäfte erst, wenn man unmittelbar davorsteht und in manchen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Wir halten Ausschau nach Schuhen für Wolfgang. Er findet keine, aber dafür erstehe ich ein Paar hübsche Sandalen in einem Geschäft, wie ich es aus meiner Kindheit kenne: Regale mit Schuhschachteln vom Boden bis zur Decke und eine hölzerne Bank, auf die man sich zum Anprobieren der Schuhe setzt.
Hübsch anzusehen ist auch die frühgotische Kirche „Santa Maria“, deren Mauern von üppigen Bougainville-Blüten überwuchert sind. Überall grünt und blüht es in dieser Stadt, wirklich wunderschön!

Auch die Küste ist hier traumhaft schön – Blumenwiesen oder Kuhweiden bis zum steilen Felsabsturz und kleine, von Felsen eingerahmte Sandstrände mit türkisfarbenem Wasser, die man oft nur zu Fuß erreichen kann.

Am Samstag ist es am späten Nachmittag sehr heiß, fast schon schwül. Wir rechnen mit einem Gewitter, das aber nicht kommt, dafür aber ein sehr lauer Abend.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#8 von sunshine , 18.10.2010 19:41

Es folgt ein bedeckter, aber warmer Sonntagmorgen.
Am Nachmittag machen wir einen Ausflug nach Ribadesella. Das Fischerstädtchen liegt an der Mündung des Fiume Sella, der den Ort in zwei Hälften teilt, verbunden durch eine 300 Meter lange Brücke. Obwohl die Geschäfte heute am Sonntag geschlossen sind, herrscht einiger Trubel. Die vielen Restaurants sind gut besucht – sonntags zwischen 14 und 15 Uhr scheint ganz Spanien im Restaurant zu Tisch zu gehen.

Fasziniert schauen wir zu, wie hier der Sidra, der Apfelwein ausgeschenkt wird: Aus einem Meter Höhe wird der Sidra ins Glas geschenkt, um ihn zum Schäumen zu bringen. An allen Restaurants stehen kleine, hölzerne Bottiche, über die die Kellner und Kellnerinnen die Gläser halten, um dann den Strahl gekonnt von hoch oben ins Glas zu lenken. Mein Schatz übt das natürlich gleich auf dem Campingplatz, zu Anfang mal mit Wasser. Es ist in der Tat gar nicht so einfach, ins Glas zu treffen.
Wir spazieren ein wenig durch das betriebsame Städtchen und es kommt sogar die Sonne heraus.

Auf der Rückfahrt sehen wir, dass in Vidiago ein Fest ist.
Und tatsächlich kommt eine Gruppe junger Männer, Frauen und Kinder in Trachten auf den Campingplatz, um dort vor dem Restaurant, begleitet von ein paar Dudelsackspielern und dem Geklapper von Kastagnetten, einige Volkstänze vorzuführen. Wir schauen natürlich zu und nutzen anschließend auf der Restaurantterrasse das kostenlose W-LAN, um nach unseren Mails zu sehen und ein wenig zu surfen.

Der Abend bleibt dann warm, aber die Sonne lässt sich nicht mehr blicken.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#9 von sunshine , 18.10.2010 21:52

Dafür erstrahlt die Sonne am Montagmorgen umso schöner.
Der Himmel ist strahlend blau mit ein paar Schönwetterwölkchen und man kann zum ersten Mal ganz deutlich die Berge im Hinterland sehen, die sich bisher in Wolken hüllten. Es scheint ein perfekter Tag für eine Tour in die Berge zu werden. Eigentlich wollten wir ja heute weiter, aber wir bleiben noch ein bisschen länger – es ist so schön hier!
Die „Picos de Europa“ locken meinen Schatz schon, seit wir hier sind. Gegen elf starten wir unseren Ausflug und fahren durch die imposante „Desfiladero de la Hermida“, eine gut 15 Kilometer lange Schlucht, die tief ins Gebirge führt. In der Mitte der Schlucht liegt das Dorf La Hermida. Die Wände der Schlucht sind dort so hoch und eng, dass sechs Monate im Jahr kein Sonnenstrahl ins Dörflein fällt. Hier möchte ich nicht leben, denke ich.

Weiter geht es auf der N 621 nach Potes und von dort nach Fuente Dé, das 21 Kilometer und 800 Höhenmeter von Potes entfernt liegt. 11% Steigung werden angezeigt, aber das Sträßchen ist gut ausgebaut.
Auf 1078 m liegt dann Fuente Dé, das im Wesentlichen aus einer Talstation, einigen Hotels, einem Campingplatz sowie mehreren Parkplätzen besteht. Von Fuente Dé aus kann man mit der Seilbahn hoch zur Bergstation „El Cable“ auf 1834 m fahren. Kühn schwebt die Kabine am Seil ohne einen einzigen Zwischenpfeiler nach oben. Wir überlegen, ob wir hochfahren oder lieber hier eine kleine Tour laufen wollen. In Anbetracht der Schlange vor der Seilbahn und des Preises (15,50 € pro Person) entscheiden wir uns für eine kleine Wanderung und laufen direkt an der Talstation los.
Durch schattige Wälder geht es meist bergauf, bei 30 Grad genießen wir den Schatten. Die vorsorglich eingepackte Fleece-Jacke ist überflüssig. Zwei Stunden dauert unsere kleine Tour, die uns immer wieder schöne Ausblicke auf die Bergriesen beschert.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#10 von sunshine , 18.10.2010 21:56

Danach fahren wir wieder Richtung Tal und legen einen Stopp in Potes ein.
Das Städtchen, das gerade mal 1500 Einwohner zählt, ist ganz schön trubelig. Trotzdem gefällt es uns gut, vor allem, weil der traditionelle Baustil hier gewahrt wird – die meisten Häuser sind aus Naturstein gebaut und malerische Bogenbrücken überspannen den Rio Quviesa. Schön ist auch der „Torre del Infantado“, der im 16. Jahrhundert als Palast erbaut wurde und heute das Rathaus beherbergt. In Potes kaufen wir dann gleich noch im Supermercato für das Abendessen ein und fahren dann wieder zur Küste zurück.

Nach dem Abendessen (Gemüseeintopf mit Lammfleisch und Brot) kommt plötzlich ein Sturm auf, der alle Camper zu ihren Behausungen eilen lässt. Kurz darauf hört man von allen Seiten das metallische Klack-Klack – Sonnensegel, Zelte und Vorzelte werden mit zusätzlichen Schnüren gesichert. Der Sturm dauert aber nur ganz kurz und bringt einen feinen Sprühregen mit sich, der aber auch nur eine knappe halbe Stunde anhält.

Der Dienstagmorgen ist dann sehr grau und wir schlafen lange. Nachdem wir unseren Aufenthalt hier schon um zwei Tage verlängert haben, wollen wir am Mittwoch dann weiterziehen. Aber wir sind noch unschlüssig, wohin es gehen soll. So wälzen wir nach dem Frühstück Camping- und Reiseführer und ich suche in der Nähe von Bilbao einen schönen Platz, weil ich mir gerne das Guggenheim-Museum ansehen möchte. Ich finde aber nichts, was mich anspricht und mein Mann orientiert sich dann eher in die andere Richtung.
Wir suchen dann auf der Restaurant-Terrasse ein wenig im Internet nach Campingplätzen, weil unser spanischer Führer nicht sehr viel hergibt.
Der Tag bleibt grau und wir faulenzen einfach. Ich mache es mir mit meinem Krimi gemütlich und Wolfgang erkundet ein wenig mit dem Mountainbike die Gegend. Gegen 17 Uhr verziehen sich die Wolken und machen der Abendsonne Platz.

Am Mittwochmorgen ist dann wieder herrlicher Sonnenschein ohne ein Wölkchen am blitzblauen Himmel.
Nach dem Frühstück packen wir zusammen und kurz nach elf wird unser Wohnwagen wieder vom Landrover nach unten geschleppt.
Wir verabschieden uns vom „Camping La Paz“, auf dem es uns richtig gut gefallen hat. Beide finden wir, dass dies landschaftlich einer der am schönsten gelegenen Plätze ist, auf dem wir jemals waren.
Die Sanis sind recht einfach (Duschen mit Vorhängen) aber immer blitzeblank. Das Waschhäuschen, das wir nutzten, steht an einem Felsabsturz, so dass man in den offenen Duschen mit weitem Blick in die Landschaft duschen kann.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#11 von sunshine , 18.10.2010 22:05

Wir haben uns für die Weiterfahrt in Richtung Bilbao entschieden.
Zuerst steuern wir den Campingplatz „Orinon“ an, der am gleichnamigen Strand zwischen Laredo und Castro-Uridiales westlich von Santander liegt.
Schon bei der Anfahrt von oben sehen wir, dass der Platz unglaublich vollgestopft ist. Es sieht so aus, als ob die Wohnwagen Dach an Dach stehen. Der weite Strand ist zwar sehr schön, aber die Betonklotzsiedlung neben dem Campingplatz trübt das Bild.
Also fahren wir weiter, weil wir bei Noja einen weiteren Platz ins Auge gefasst haben. Wir durchfahren das verbaute Laredo, das an einer breiten Flussmündung liegt und fahren weiter nach Santona. Dort folgen wir dem Schild „Camping Municipal“. Der Platz liegt direkt am Strand, aber zwischen einem stacheldrahtbewehrten Mauerwerk (entweder ein Militärareal oder ein Gefängnis) und dem Friedhof. Auch dieser Platz sieht voll aus und so fahren wir weiter in Richtung Noja.
Den „Camping Joyel“ schaut sich Wolfgang dort an. Ein riesiges Areal, aber hier wäre ein ruhiges Plätzchen zu finden gewesen. Weil es noch früh am Nachmittag ist, wollen wir lieber noch ein wenig weitersuchen, behalten aber den „Joyel“ mal im Hinterkopf.

So fahren wir also weiter an der Küste entlang und gelangen nach Isla, wo wir wieder einem Schild folgen. Und so landen wir beim „Camping Playa de Isla“, einem netten kleinen Platz direkt am Meer. Die Plätze mit Meerblick sind leider alle belegt, aber wir finden ein ruhiges Plätzchen im hinteren Platzteil, wo man einen weiten Blick zum Küstengebirge hat und hinter einem benachbarten Maisfeld das Meer hervor blitzen sieht.
An der Campingplatz-Bucht gibt es einen kleinen Sandstrand und sogar eine Slipanlage, wo die Boote per Kran vom Campingplatz an den Strand hinunter gehievt werden. Der Platz ist vorwiegend von Spaniern besucht und die schönsten Plätze sind von den Saisoncampern belegt. Das Sanitärgebäude ist recht neu, komfortabel und sehr gepflegt. Es gibt auch ein Restaurant auf dem Platz (mit Internetpool, 1 € für 15 Minuten) sowie einen kleinen Einkaufsmarkt.
Nach dem Abendessen setzen wir uns noch ein wenig auf die Felsen am Meer. Die Sonne verschwindet hier recht früh hinter dem Hügel, aber der Strand des gegenüberliegenden Noja liegt noch lange in der Sonne.

Am nächsten Tag soll es nach Bilbao gehen.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#12 von sunshine , 18.10.2010 22:10

Donnerstag, 26. August:
Am Morgen ist es neblig, aber sehr warm.
Wir machen ein Mini-Frühstück und fahren dann ins ca. 80 Kilometer entfernte Bilbao.
Guggenheim-Museum, ich komme!

Unser Auto stellen wir in einer der Tiefgaragen ab und laufen in Richtung Museum.
Das futuristische Gebäude ist auch in natura so imposant, wie ich es von den Bildern her kenne. Wir umrunden das Gebäude und setzen uns dann zuerst mal in ein kleines Straßencafe für ein zweites Frühstück.

Gut gestärkt kaufen wir dann die Eintrittskarten für die Ausstellung. Besonders gut gefällt mir die Henri Rousseau- Ausstellung mit vielen bekannten Werken des Künstlers. Auch die Anish Kapoor- Ausstellung fand ich sehr sehenswert, vor allem die farbigen Plastiken und die Spiegelplastiken sowie seine bewegten Plastiken aus blutrotem Wachs.
Mit den bunten Schrottplastiken eines Künstlers, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, konnten wir dagegen beide nicht viel anfangen.

Insgesamt stiehlt aber für mein Empfinden das spektakuläre Museumsgebäude den ausgestellten Exponaten ein wenig die Schau.

Nach einem kleinen Bummel durch die angrenzenden Stadtviertel machen wir uns wieder auf den Rückweg. Am Stadtrand kaufen wir noch in einem der riesigen Einkaufzentren ein paar Lebensmittel, bevor wir auf der kostenlosen Küstenautobahn in Richtung Isla fahren.
Obwohl es sich nachmittags zunehmend bedeckt, war es ein ausgesprochen warmer Abend.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#13 von sunshine , 18.10.2010 22:15

Freitag, 27. August:
Beim Frühstück sind wir noch unschlüssig, ob wir zusammenpacken und ein Stückchen weiterfahren oder ob wir noch bleiben sollen.

Ich würde mir gerne noch den „El bosque animado de Oma“ anschauen, der in der Nähe von Gernika liegt. Von Isla aus sind das aber ca. 80 Kilometer.
Weil sich die Campingplatzsuche in diesem Teil Nordspaniens etwas hingezogen hatte, wäre es am heutigen Tag vermutlich zu spät für diesen Ausflug geworden und am Wochenende sind solche Ausflugsziele erfahrungsgemäß gut frequentiert. Also beschließen wir, nochmals die kostenlose Küstenautobahn Richtung Bilbao zu fahren, müssen dann aber für das letzte Stückchen von Bilbao nach Gernika 1,15 € bezahlen.

Gegen 14 Uhr stellen wir das Auto am Restaurant bzw. am Parkplatz der Höhle „Santimamine“ ab und laufen los.
Zuerst geht es durch das Tal von Oma. Es ist warm und sonnig und bei den kurzen aber heftigen Anstiegen kommen wir ganz schön ins Schwitzen. Nach einer Dreiviertelstunde erreichen wir den „Bosque animado de Oma“, den „beseelten Wald“, auch „Bosque Pintado“ (bemalter Wald) genannt. Der baskische Künstler Agustin Ibbarola hat hier ein besonderes Kunstwerk geschaffen. Er hat Gruppen von Bäumen bunt bemalt, insgesamt rund 500 Stämme. Damit man die einzelnen Kompositionen aus einem idealen Blickwinkel betrachten kann, muss man einen genau markierten Standpunkt einnehmen. So entdeckt man in der Bewegung dargestellte Umrissfiguren, geometrische Formen oder bunte Muster, die sich aus Einzelteilen zu einem Ganzen zusammenfügen. Sehr eindrucksvoll! Auf jeden Fall ein lohnender Ausflug, für den man ca. 3 Stunden Fußmarsch einplanen sollte.
Es liegt ein besonderer Zauber über diesem bunten Wald, wenn sich die Sonnenstrahlen zwischen die dunklen Baumwipfel stehlen und die Farben zum Leuchten bringen - der Wald strahlt für mich eine tiefe Ruhe aus.

Den Rückweg nehmen wir durch die Eukalyptuswälder hoch über dem Tal, wo es an diesem heißen Tag schön schattig ist. Zum Abschluss haben wir uns ein kühles Erfrischungsgetränk am Restaurant verdient, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

Gernika besuchen wir nicht.
Mir ist der Ort durch Pablo Picassos berühmtes Gemälde „Guernica“ bekannt, das das Massaker darstellt, das die Deutschen 1937 an der dortigen Bevölkerung anrichteten und wo mehr als 1000 Menschen starben und ebenso viele verletzt wurden. An diesem Ort mag ich als Deutsche in Urlaubsstimmung einfach nicht herumspazieren, auch wenn mich die „Heilige Stadt der Basken“ durchaus interessiert hätte.
Auf dem Rückweg fahren wir vom strahlenden Sonnenschein in einen Regenschauer, der auch am Abend den Campingplatz noch erreicht, als wir gerade beim Abendessen sitzen, aber nicht länger als eine Viertelstunde dauert.

 
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#14 von sunshine , 18.10.2010 22:20

Samstag, 28. August:
Nach einem gemütlichen Frühstück packen wir zusammen und sind gegen halb zwölf wieder unterwegs.
Zuerst geht es auf der uns inzwischen wohlbekannten Küstenautobahn in Richtung Bilbao und von dort aus weiter in Richtung San Sebastian, wo die Straße wieder Maut kostet.

Wir hatten uns den Ort Hondarribia ausgesucht, der zwischen San Sebastian und der französischen Grenze liegt. Dort fahren wir zuerst den „Camping Faro de Higuer“ an, der hoch über dem Ort nahe beim Leuchtturm liegt. Ein kurviges Sträßchen führt dort hoch. Der Platz ist noch gut belegt mit spanischen Saisoncampern und wir bekommen einen asphaltierten Platz angeboten. Nö, Asphaltcamping für 30 € die Nacht mögen wir nicht. Ich muss aber sagen, dass es für Zeltcamper schöne Plätze auf diesem terrassierten Platz gegeben hätte.

Also fahren wir den Berg wieder runter zum „Camping Jaizkibel“. Dort ist irgendein Fest, so dass der Campingplatz voll ist und keinen Platz mehr für uns hat. Nun ist guter Rat teuer. Wolfgang schaut im Navi nach Plätzen in der Nähe und während ich noch überlege – Hendaye, ist das nicht schon in Frankreich? – passieren wir schon, ohne es zu merken, die Grenze.

Na gut, schauen wir uns eben ein paar Plätze in Hendaye an. Keiner haut uns vom Hocker, aber weil es schon nach 16 Uhr ist, lassen wir uns im „Camping Eskualduna“ nieder. Plätze mit Blick zum Meer hatten wir sowieso nicht gesehen.
Hier hört man noch ziemlich den Straßenlärm, aber bei den anderen Plätzen, die wir angeschaut hatten, kam noch der der nahen Bahnlinie dazu. Nachdem alles aufgebaut war (viel Platz um uns herum!) fahren wir wieder rüber nach Spanien, um nochmal zu tanken (billiger als in Frankreich) und Lebensmittel einzukaufen. In einem riesigen Supermarkt ergänzen wir unsere Vorräte und kaufen für das Abendessen Dorade ein.

Sonntag, 29. August:
Herrlicher Sonnenschein – wir fahren ins knapp 10 Kilometer entfernte Saint- Jean-de-Luz, wo wir noch nie waren.

Ein sympathisches Städtchen trotz des Sonntagstrubels und einiger weniger Bausünden am schönen Sandstrand. Die meisten Gebäude sind hier im traditionellen baskischen Baustil mit dem schönen roten Fachwerk gehalten und es gibt so viele hübsche Geschäfte, die einen dazu verlocken, etwas Geld unter die Leute zu bringen. Wir essen ein Eis in einem der netten Straßencafes am Hafen, schauen uns die „Eglise-St.-Jean-Baptiste“ an und schlendern durch die quirligen Gässchen und erstehen ein paar Mitbringsel sowie ein Paar hübsche Ohrringe für meine Ohren.
Anschließend schauen wir uns noch ein paar Campingplätze an. Zwei gefallen uns auf Anhieb: Der „Camping Playa“ und der „Interplages“, die beide direkt am Meer liegen und einen herrlichen Blick bieten. Sollen wir umziehen? Unser jetziger Platz hat den Vorteil, dass alles um uns herum frei ist und wir unsere Ruhe haben. Fünf Minuten zu Fuß und wir sind an der herrlichen Steilküste. Die Küstenplätze bei Saint-Jean-de-Luz sind dagegen noch ziemlich vollgestopft, vor allem deutsche Urlauber tummeln sich hier.

Abends machen wir noch einen Spaziergang am Klippenweg gegenüber von unserem Platz und schauen zu, wie die Sonne versinkt. Ach was, wir bleiben noch einen Tag, beschließen wir.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#15 von sunshine , 18.10.2010 22:27

Montag, 30. August:
Heute wollen wir uns San Sebastian ansehen, wenn wir schon mal hier sind. Die größeren Städte hatten wir ja bisher ausgespart. Und San Sebastian ist gerade mal 22 Kilometer von hier entfernt.

Zuerst fahren wir nach Hondarribia, wo wir ja ursprünglich campen wollten, und von dort aus auf den Hausberg „Jaizkibel“. Von der Wallfahtskirche „Noestra Senora Guadalupe“ hat man einen schönen Blick über die französische Küstenlinie. Wir spazieren ein wenig durch das in der Nähe liegende, verfallene Fort und fahren dann weiter hoch zur Gipfelregion. Hier oben hat man wirklich einen umwerfenden Rundklick und auch die Abfahrt auf der anderen Seite bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf Berge und Meer.

In San Sebastian fahren wir in ein Parkhaus, wo 1,85 m Höhe angegeben sind. Wolfgang ist unsicher, ob das mit dem Fahrradständer passt, steigt aus und schätzt anhand seiner Körpergröße, dass es gerade reichen müsste. Wir schauen beide nach oben durchs Glasdach, als wir unter der rotweißen Messlatte durchfahren – da macht es plötzlich „Rrrums“. Wolfgang hat zu spät bemerkt, dass der Spanier vor uns anhält und so hängen wir hinten drauf. Erstaunlicherweise hat er keinen Schaden an seinem Fahrzeug und wir auch nicht. Glück gehabt!

Am Rio Urumea entlang laufen wir Richtung Meer und dann durch die schattigen Altstadtgassen. Hier, in der nordspanischen Hauptstadt der Tapas, suchen wir eine der unzähligen Tapas-Bars auf und probieren einige der leckeren Häppchen, die hier „Pinchos" bzw. baskisch „Pintxos“ genannt werden. Sehr lecker auf jeden Fall! In der Altstadt findet sich eine Tapas-Bar neben der anderen.
Am Stadthügel „Monte Urgull“ vorbei spazieren wir zum Hafen, schauen aber nur hoch zur Christusfigur, ohne den Hausberg San Sebastians zu erklimmen.

Auf dem Rückweg halten wir noch in Hondarribia an und laufen dort ein wenig durch die Straßen. Besonders gefallen mir die baskischen Häuschen mit dem bunten Fachwerk. Jedes steht für sich, so dass zwischen zwei Häusern jeweils ein kleines Gässchen in die nächste Straße führt.
Nach San Sebastian kommt uns Hondarribia sehr beschaulich vor.

Morgen werden wir weiterfahren, beschließen wir am Campingplatz, wo wir die letzten Abendsonnenstrahlen genießen.
Nach Sonnenuntergang wird es heute empfindlich kühl – die ersten Herbstboten!
Auch das satte Sommergrün trägt hier bereits einen leicht gelblichen Schleier und die Alimentation wird am Dienstag zum letzten Mal geöffnet haben.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#16 von sunshine , 18.10.2010 22:35

Dienstag, 31. August:
Ein warmer, sonniger Morgen! Beim Telefonat am Vorabend berichtet unser Sohn von Regen und 13 Grad in der Heimat.
Und da soll man Lust haben, langsam an den Heimweg zu denken?

Zuerst fahren wir die schöne Küstenstraße an der Corniche entlang nach Saint-Jean-de-Luz.
Hier wollen wir schauen, ob die Küstenplätze „La Plage“ oder „Interplages“ vielleicht noch ein nettes Plätzchen für uns haben. Haben sie leider nicht – die Plätze sind noch gesteckt voll mit den Späturlaubern aus dem Süddeutschen Raum, zu denen wir ja auch gehören. Ein weniger nettes Plätzchen wollen wir nicht und so fahren wir eben weiter.
Vielleicht noch zwei Tage an der Cote Argent in den endlosen Kiefernwäldern, Dünen und Sandstränden?
Wir biegen ab nach Moliens, wo wir den „Camping Saint Martin“ anschauen. Auch er ist noch gut belegt mit Deutschen, hat aber genügend freie Plätze.
Doch irgendwie ist der Strandbuden-Charme nicht unsere Welt und wir fahren weiter in Richtung Bordeaux.
Vielleicht noch ein wenig an die Dordogne, überlegen wir.

So fahren wir die vierspurig ausgebaute Route Nationale in Richtung Bordeaux. Zeitweise wandelt sie sich in eine Autobahn, ist aber kostenfrei.
In Bordeaux geht es Richtung Libourne und dann Richtung Bergerac. Nun geht es an der Dordogne entlang und wir halten Ausschau nach Campingplätzen in der Nähe von Saint Emilion und Castillon-la-Bataille. Der am Dordogne-Ufer liegende Muni von Castillon ist recht hübsch, aber vorne am Ufer müssten wir uns zwischen zwei Camper zwängen und das wollen wir nicht so gerne.
Lieber suchen wir noch ein wenig weiter. Wir fahren wieder Richtung Saint Emilion zurück und folgen einem Schild „Camping La Plage“, das an der Hauptstraße nach Saintes Terre abzweigt. Und hier finden wir das Plätzchen, das wir unterbewusst gesucht haben: Ein winziger Platz am Ufer der Dordogne. Eine Rezeption gibt es nicht, aber an einem Wohnwagen nahe des Eingangs hängt ein Schild „Accueil“.
Von dort eilt Madame herbei und öffnet uns das schmiedeeiserne Tor. Alle Uferplätze sind frei und gerade mal 5 Camper verteilen sich auf der baumbestandenen Wiese. Schön – hier bleiben wir gerne! Im Guide Oficiel ist der winzige Platz mit 30 Touristenplätzen angegeben.

Wir hängen ab und fahren zum nahegelegenen E.Leclerc, um etwas zum Grillen zu besorgen. Und dann genießen wir unser ruhiges Fleckchen. Zum Essen gibt es allerdings noch guten Spanischen Wein aus Rioja, obwohl wir hier mitten im Weinbaugebiet des Medoc sitzen.

Mittwoch, 1. September:
Nachts hatte es sich auf 8 Grad abgekühlt, aber unser Frühstücksplätzchen liegt in der warmen Morgensonne. Wir denken an unseren Sohn, der nach Abschluss seiner Ausbildung heute seinen ersten Arbeitstag an seiner ersten Arbeitsstelle antritt.

Wolfgang bezahlt gleich bei Madame (12 € pro Nacht), weil sie darum gebeten hatte, da sie am Donnerstag bis in die Nacht weg sei. Und er kauft ihr noch ein paar Flaschen Wein ab, die sie nebenbei anbietet.
Nach dem Frühstück reisen einige Camper ab, so dass wir mit einem älteren holländischen Ehepaar die einzigen Gäste bleiben. Wir genießen die Morgensonne und Madame schrubbt derweil ihr winziges Sani-Häuschen (3 Toiletten, 3 Duschen, 3 Waschkabinen und ein Waschraum für Männlein und Weiblein zusammen) mit einer Hingabe, als ob es ihr heimisches Badezimmer wäre. Und das ist es für sie ja auch, da sie im Wohnwagen campt.

Am Nachmittag machen wir eine Radtour ins 10 Kilometer entfernte Städtchen St. Emilion.
So sind die Räder wenigstens nicht ganz umsonst mitgereist. Zuerst geht es auf schmalen Teersträßchen durch ein Meer von Weinreben. Die Weinstöcke sind hier ganz akurat gestutzt und werden sehr kurz gehalten, so dass die Trauben knapp über der Erde hängen. Der von der Gironde angeschwemmte Kies besitzt wohl die Eigenschaft, die Sonnenwärme des Tages zu speichern und sie nachts wieder abzugeben und dieser Vorteil wird hier beim Weinbau genutzt. Es geht vorbei an unzähligen Chateaus, wovon die meisten wie normale Bauernhöfe aussehen – aber hin- und wieder ist auch ein malerisches Schlösschen dabei.
St. Emilion liegt auf einem Hügel. Als 14% Steigung angezeigt werden, schiebe ich mein Rad, denn es ist ein heißer Tag. St. Emilion ist ein hübsches Weinörtchen mit kopfsteingepflasterten Gässchen, hellen Häusern und Ziegeldächern und über allem thront der hohe Glockenturm. Wir besuchen die schöne Kirche und den Kreuzgang und lassen uns anschließend in einem der schattigen Straßencafes nieder, von wo aus wir bei einem Eis und einem Gläschen kühlen Rosé dem Treiben zuschauen. Eine Weinhandlung reiht sich an die andere: „We are shipping all over the world“ steht an vielen geschrieben. Wir überlegen, ob wir uns zum Abendessen ein Fläschchen Bordeaux für 2600 Euro gönnen sollen. Nö, das tun wir natürlich nicht, aber mein Schatz ersteht stattdessen zwei kleine Rebstöcke, die er in den Garten pflanzen will. So radle ich auf dem Rückweg mit zwei Weinstöcken im Fahrradkorb durch die endlosen Weingärten.
Es ist heiß und nach der Strampelei suchen wir auf dem Campingplatz beide den Schatten. Bisher sind keine neuen Camper dazugekommen.

Der Abend ist wieder mild und nach dem Abendessen (Blattsalate mit Cocktailtomaten, Pinienkernen und Streifen gebratener Entenbrust) schauen wir auf die Fluten der Dordogne und genießen ein Gläschen Wein, diesmal aus der Region. Uns fasziniert beide, dass man selbst hier im Landesinneren am Wasserstand der Dordogne den Einfluss der Gezeiten so stark feststellen kann.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#17 von sunshine , 18.10.2010 22:39

Hier noch ein paar Impressionen aus Saint Emilion:

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#18 von sunshine , 18.10.2010 22:46

Donnerstag, 2. September:
Da wir eine Fahretappe von nur 450 Kilometer geplant haben, lassen wir es morgens ruhig angehen. Wir bleiben im Bett, bis die Morgensonne unseren Frühstücksplatz erreicht hat. Wolfgang radelt dann Baguette holen und ich koche Kaffee.
Danach frühstücken wir in aller Ruhe, räumen zusammen, duschen und überlassen gegen halb zwölf das hübsche Fleckchen den beiden niederländischen Campern alleine.

„Ich fahre so gerne durch dieses Frankreich“, sagt mein Schatz.
Weiß ich doch längst, und vor allem auf den ganz kleinen Sträßchen durch die kleinen Ortschaften.

Zuerst geht es durch Bergerac und Perigeux, danach vorbei an Limoges und Clermont Ferrand in Richtung Moulin. In Diou haben wir einen kleinen Platz am Loire-Ufer ausgesucht. Als wir dort ankommen, staunen wir nicht schlecht über das „Ferme-Schild“ am Eingang. Irgendwas wird hier umgebaut.
Also fahren wir weiter, 20 Kilometer bis Digoin sur Loire.

Dort lassen wir uns auf dem „Camping Municipal La Chevrette“ (16,50 € nieder, direkt am Ufer der Loire. Wir finden ein ruhiges Eckchen, wo wir sogar angespannt stehen bleiben können. Bei der Einfahrt in den CP hatten wir einen Pizza-Stand erspäht und so gibt es heute schnelle Küche, aber es gibt einen schönen, roten Bordeaux dazu. Nach dem Essen gehen wir zu Fuß ins Städtchen. (Der Campingplatz liegt am Stadtrand und man hört ein klein wenig den Straßenverkehr). Direkt vor dem Campingplatz liegt ein großer Womo-Stellplatz, zwar schön am Loireufer, aber brechend voll. Da haben wir es schon hübscher.
Am Wochenende ist hier Messe, ein riesiges Areal ist abgesperrt und mit Zelten und Ständen versehen. Autos, technische Geräte, Landmaschinen und Einrichtungsgegenstände sind ausgestellt.

Und in Digoin entdecken wir, wie so oft in Frankreich, ein historisches Kleinod, eine Kanalbrücke aus Quaderstein, die 1834 erbaut wurde und in elf anmutigen Bögen die Loire überspannt. Schön!

Nach dem Abendspaziergang genießen wir den letzten milden Abend in Frankreich, bevor wir am Freitag den Heimweg antreten.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#19 von sunshine , 18.10.2010 22:48

Freitag, 3.September:
Über Chalon, Beaune, Besancon, Belfort, Mulhouse geht es nach Hause, wo wir am späten Nachmittag eintreffen.

Ja, das war er, unser Nordspanienurlaub - eine ganze Menge Frankreich war aber auch dabei.
Und wir haben beide Länder sehr genossen.
Schön war es!

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#20 von donalfredo , 18.10.2010 23:31

Hallo Iris,

schöner, einfühlsam geschriebener und bebilderter Reisebericht.
Da freu ich mich jetzt schon auf Samstag, wenn wir durch Frankreich fahren (und Tankstellen suchen)...

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#21 von Kast , 19.10.2010 00:16

Hallo Iris,

danke für den schönen, ausführlichen Reisebericht. Ihn zu lesen ist für mich ein klein wenig Urlaub machen. Der Bericht und die die Bilder machen Appetit dorthin zu fahren.
So schön Spanien sicher ist, deine Beschreibungen der französischen Orte sprechen mich besonders an.
Werde morgen (heute ) gleich das ganze noch einmal lesen, jedoch mit der danebenliegenden Landkarte.

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#22 von HD , 19.10.2010 13:24

Hallo - Danke, Iris, dass Ihr mich etwas mitgenommen habt durch Frankreich und Nordspaniens Costa Verde
Einiges kannte ich, aber vieles ist mir neu. Ja, die Nordküste Spaniens ist (bei gutem Wetter) eine der schönsten Küsten. Kühe mit Glocken um den Hals, saftige Weiden un Matten, Bauernhöfe mit überhängenden Dächern - wie Schwarzwald oder Schweiz aber am Atlantik.
Du scheinst bewusst die Preise der spanischen Campingplätze ausgelassen zu haben, mir verleiden diese überzogenen Preise momentan die Lust auf Spanien - aber ich hab ja Frankreich direkt vor der Tür - mir geht es übrigens genauso wie Deinem Schatz auf Frankreichs Strassen und Orten -
Viele Grüße von HD

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#23 von conny , 19.10.2010 13:40

Leider konnte ich nicht alles lesen, aber die Bilder sprechen für sich ... wunderschön

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#24 von daf43 , 19.10.2010 13:52

Hallo,
das ist doch ein Witz

wir waren von 31.08.bis 04.09. auch auf dem CP in Digoin!!!
Jetzt, wo ich die Bilder sehe: den S-Max mit dem roten Wohnwagen hintendran habe ich spätnachmittags sogar auf den Platz fahren sehen.

Sachen gibt´s

Gruß daf43

 
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RE: Nordspanien - und Frankreich, Sommer 2010

#25 von sunshine , 19.10.2010 14:13

Zitat von HD
Du scheinst bewusst die Preise der spanischen Campingplätze ausgelassen zu haben, mir verleiden diese überzogenen Preise momentan die Lust auf Spanien...


Die spanischen Campingplatz-Preise habe ich nicht bewusst weggelassen, HD, sondern die französischen extra für dich aufgeschrieben...
Aber du hast natürlich recht, zwischen 25 und 32 € mussten wir in Spanien für die Plätze bezahlen.
Da ist Frankreich wesentlich billiger.
Ich glaube, der Platz am Garonne-Kanal und der in Saintes Terre würden dir gut gefallen.

Zitat
...wir waren von 31.08.bis 04.09. auch auf dem CP in Digoin!!!
Jetzt, wo ich die Bilder sehe: den S-Max mit dem roten Wohnwagen hintendran habe ich spätnachmittags sogar auf den Platz fahren sehen.


Wo standest du denn, Dieter?
In der Nähe von dem gesprächigen Belgier mit dem kleinen Hund vielleicht?

 
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