Die Erfindung der Flügel

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Die Erfindung der Flügel

Beitragvon sunshine » 30/3/2018, 15:50

"Die Erfindung der Flügel" von Sue Monk Kidd bekam ich zum Geburtstag geschenkt und habe es kürzlich fertig gelesen.
Das Buch hat mich sehr berührt und mir in Erinnerung gerufen, dass das Ende der Sklaverei in Amerika noch gar nicht sooo lange her ist.

Das Buch beginnt in Charleston 1803, in den Südstaaten von Amerika und es geht um die Anfänge der Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei. Es erzählt die Geschichte von Handful, einer Sklavin und Sarah, der Tochter eines Gutsbesitzers.
Die elfjährige Sarah bekommt zu ihrem Geburtstag die zehnjährige Hetty, genannt Handful als Geschenk.
Sarah ist rebellisch und und will dieses Geschenk nicht, sie will Handful einen Freibrief geben, doch das erlauben ihre Eltern nicht.
Als Kinder werden die beiden dann sowas wie Freundinnen und Sarah bringt Hetty heimlich das Lesen und Schreiben bei, was damals strengstens verboten war.
Aber auch Sarah ist nicht wirklich frei. Als Tochter eines Richters wächst sie zwar wohlbehütet auf, aber ihr sehnlichster Wunsch, Anwältin zu werden wie einer ihrer Brüder, ist in dieser Zeit, wo Frauen unterdrückt werden und Männer im patriarchalischen System das Sagen haben, unmöglich .

Eindrucksvoll und fesselnd schreibt die Autorin Sue Monk Kidd über die Unmenschlichkeit der Zeit der Sklaverei. Abwechselnd erzählt sie die Geschichte aus Sarahs und Handfuls Sichtweise.
Der fiktive Roman Sue Monk Kidds basiert in Teilen auf der tatsächlichen Lebensgeschichte der Sarah Moore Grimké (1792 – 1873) und hat mich sehr gefesselt.
Grüße aus dem Schwarzwald!
Iris

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