Wer soll das noch bezahlen?

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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon daf43 » 16/2/2016, 12:27

Huch,
da ist mir eingefallen: wir haben ja immer noch unseren ersten Wohnzimmertisch, mit einer Platte aus afrikanischem Stein (was auch immer, vergessen), der ist bestimmt auch schon über 35-40 Jahre alt und der gefällt uns immer noch.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 16/2/2016, 12:36

Unsere meisten Möbel hab ich selbstgebaut, aber die gehen nach und nach mit Rauch gegen den Himmel. Wir haben einen uralten Eichenesstisch der mich tierisch nervt den aber meine Grosse liebt, dann eine uralte Eichenkomode von meiner Grossmutter. Diese Komode wird aber wohl demnächst Richtung "Shabby Chic" umgemodelt. Dann hab ich so ein altes hässliches Teil das die Meisterarbeit eines Schreiners war das ich allein deshalb schätze weil es eben so ein Herzstück eines Handwerkers war mit dem er sein neues Leben begann. Nach diesem Meisterstück eröffnete er sein Möbelgeschäft mit seiner Frau zusammen und die eigene Schreinerei die er bis zu seinem Tod betrieb.

Die Möbelstücke an denen ich wirklich hänge und die für mich was Besonderes sind, sind selbstgemacht und da steckt mein Herzblut drin. Wenn das Haus mal fertig ist und meine Werkstatt auch, dann mach ich nur noch solch sinnlose Dinge aus Holz die einfach nur schön sind, sonst aber nicht wirklich eine Funktion haben. :D Andere Möbel sind neue Ikeamöbel im Landhausstil den wir mögen, das sind schöne Teile aber wenn sie uns nerven werden sie verbrannt und ausgetauscht.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon FriendlyCamper » 16/2/2016, 14:17

Es ist echt nicht mehr so easy. Darum haben wir jetzt auch beschlossen uns für diesen Sommer erstmal nur ein Wohnmobil zu mieten, mein altes Schätzchen ist leider vor ein paar Jahren kaputt gegangen und meine Freundin soll erstmal schauen, ob ihr Urlaube im Camper gefallen. Habe auf Wunsch des Eigentümers der Webseite den Link gelöscht, Martin ein ganz neues Konzept gefunden, anscheinend kann man da auch Privat-Camper mieten. Hat jemand von euch schonmal einen Camper gemietet und was ist wichtig zu beachten? Wenn sie sich genauso wohl fühlt im Camper wie ich werden wir dann aber nächstes Jahr in den sauren Apfel beißen und einen Kauf anstreben.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon 68er » 16/2/2016, 14:30

Kann man bei denen auch als Werber verdienen?
Was zahlen die denn so?

Verträge mit privaten Vermietern würde ich immer durch einen guten Anwalt prüfen lassen (besonders die Existenz und Seriosität der Versicherungen). Auch Umsatzsteuernummer, Pannenschutz etc. hinterfragen.

Wir haben Wohnmobile gemietet, aber nur bei den daf43-Schurken. Auch da ist der Versicherungsschutz (Kleingedrucktes lesen und verstehen) das Wichtigste. Ist aber lange her. Jetzt nehmen wir in den USA einen Miet-PKW und übernachten in Motels. Billiger, einfacher und flexibler.

Blauer Himmel, kein Wölkchen, windstill. Aber wir müssen heim.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 16/2/2016, 15:14

FriendlyCamper hat geschrieben: Wenn sie sich genauso wohl fühlt im Camper wie ich werden wir dann aber nächstes Jahr in den sauren Apfel beißen und einen Kauf anstreben.


Bei einem Wohnmobilkauf beisst man nicht in den sauren Apfel, da lässt man die Korken knallen und ist glücklich. Der "saure Apfel" ist ne komische Einstellung für etwas das nur Spass bereitet ;D
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Winni » 16/2/2016, 15:44

Zum sauren Apfel wird es schnell, wenn man das Mobil zu teuer kauft ( zu groß/zu neu/ zu pompös) , wie so viele, und dann kann man sich nichts anderes mehr leisten, viele nicht mal mehr die Campingplatzgebühren, geschweige denn Sekt und Kaviar :lach: :lach: :lach: :lach: Ein buntes Leben neben dem Campen muss auch noch möglich sein, sonst ist er wirklich sauer, der Apfel :D :D :D :D
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon 68er » 16/2/2016, 15:50

steyr hat geschrieben:Bei einem Wohnmobilkauf beisst man nicht in den sauren Apfel, da lässt man die Korken knallen und ist glücklich. Der "saure Apfel" ist ne komische Einstellung für etwas das nur Spass bereitet ;D


Wenn man im Geld schwimmt, ist das sicher eine gute Einstellung.

Wenn nicht, kann es klug sein auf zu passen, dass man mit dem "Glücklichmacher" mangels Restpenunzen sein Camperleben nicht - wie viele - auf versifften Parkplätzen neben den Mülltonnen verbringen muss. Und das in steter Sorge, dass die Ordnungshüter ihrer Pflicht nachkommen. Wir fahren jeden Tag an Dutzenden solcher armen Menschen vorbeit.

Hier haben sie gerade die Strände gesäubert. Ich hatte leider keine Gelegenheit für ein Dankeschön!
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 16/2/2016, 16:29

Ja mir begegnen auch viele die auf solch versifften Plätzen mit dem Womo stehn, ich komme öfters mit solchen Leuten ins Gespräch weil auf diesen Plätzen auch meist Stationen für die Entsorgung sind und wir sie deshalb anfahren oder es eben auch Wohnmobilparkplätze sind die wir für Stadtbesuche nutzen. Aber ich kann Euch versichern dass bei den Leuten eher der Geiz ist Geil Gedanke an erster Stelle steht als der dass man sich die guten Plätze nicht leisten könnte. Es ist wirklich auffällig wie oft wir an solchen Plätzen tatsächlich Menschen begegnen mit Wohnmobilen einer Kategorie über die wir nichtmal träumen können so gross und teuer sind sie. Das letzte Mal haben wir solche in Frankreich in Concarneau gesehen. Ohne jetzt wieder böse zu sein wollen, es sind hauptsächlich Deutsche mit denen wir diese Erfahrung machen.

Das Wohnmobil ein Riesen Concorde mit Smartgarage, alles vom Feinsten. Wir kamen ins Gespräch als wir den Parkplatz nutzten um die Altstadt zu besuchen. Der übliche Tenor, es wurden gleich alle verfügbaren kostenlosen Stellplätze aufgezählt von der Picardie bis runter in den Süden, Aldis und Lidls waren auch auf der Liste. Dann fragte er ob wir später zusammensitzen könnten weil er froh war endlich mal wieder jemandem zu begegnen der seine Sprache spricht und ich sagte ihm dass wir auf einem Campingplatz in der Gegend wären. Da hat er die Augen verdreht als wären wir die grössten Blödmänner der Welt weil wir lieber auf einem ordentlichen CP anstatt so einem versifften Stadtparkplatz stehen. Die Zeit wo wir mit dem Steyr immer in Wäldern standen oder auf weiter Flur waren für mich eigentlich die Schönste, auf CP die wir so ansteuern fühl ich mich aber auch sehr wohl, aber auf den Stellplätzen egal wo und wie sie aussehn, da werden wir nie glücklich. Wir fühlen uns einfach nicht wohl und auch mit der Mentalität der Wohnmobilisten selbst kommen wir nicht so recht klar und ja es gibt einen Unterschied zwischen CP-Campern und Stellplatzcampern. Ich fühl mich unter richtigen Campern am wohlsten, egal ob Zelt, Wowa oder Womo, aber die trifft man eben nur auf Campingplätzen. Unsere Erfahrung ist, je mehr Engländer auf einem CP zu finden sind umso geeigneter ist auch der Platz für uns, da scheint es eine geheime Verbindung zu geben. :D
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 16/2/2016, 16:31

68er hat geschrieben:
Wenn man im Geld schwimmt, ist das sicher eine gute Einstellung.


In Deutschland und Frankreich kann man in jeder Preisklasse sehr gute Camper-Wohnmobile kaufen, da muss niemand im Geld schwimmen. Man kann sich über ein billiges Wohnmobil wenns einem passt, genauso freuen wie über ein sauteures ;)
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon 68er » 16/2/2016, 19:45

steyr hat geschrieben: Ohne jetzt wieder böse zu sein wollen, es sind hauptsächlich Deutsche mit denen wir diese Erfahrung machen.
Hier sind es auf den Parkplätzen vorwiegend Spanier, Briten, Franzosen und Niederländer. Deutsche sind hier in der Minderzahl (und wenn, parken sie für 5 Monate auf einem Campingplatz); Luxemburger werden einfach übersehen.

Früher standen hier an den Stränden vorwiegend deutsche Gammler mit entsprechenden Fahrzeugen. Das wird nicht mehr geduldet.

Beispiel diese Hippiebucht (der Krimi "Im Schatten der Alhambra" spielt hier; im Urlaub gut zu lesen). Ob es noch eine ist, war aus der Ferne nicht so genau auszumachen. Auch nicht, ob man immer noch so aufpassen muss, auf keine Spritze zu treten.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Winni » 16/2/2016, 19:50

Viele Leute kaufen sich mit einem Womo ein Stück Freiheit, das ist okay, aber sie denken, je größer und teurer das Ding, desto größer ist auch die Freiheit. Die ist aber völlig unabhängig von der Karre, die Freiheit findet im Kopf statt, und da kann man auch was für schmales Geld finden :top:
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 16/2/2016, 21:21

68er hat geschrieben:
Früher standen hier an den Stränden vorwiegend deutsche Gammler mit entsprechenden Fahrzeugen. Das wird nicht mehr geduldet.

Beispiel diese Hippiebucht (der Krimi "Im Schatten der Alhambra" spielt hier; im Urlaub gut zu lesen). Ob es noch eine ist, war aus der Ferne nicht so genau auszumachen. Auch nicht, ob man immer noch so aufpassen muss, auf keine Spritze zu treten.


Das ist so etwas von spiessig und "piefkisch" geschrieben und das von jemand der sich 68er nennt. Ewiggestriger würde wohl besser passen.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 16/2/2016, 21:42

Winni hat geschrieben:Viele Leute kaufen sich mit einem Womo ein Stück Freiheit, das ist okay, aber sie denken, je größer und teurer das Ding, desto größer ist auch die Freiheit. Die ist aber völlig unabhängig von der Karre, die Freiheit findet im Kopf statt, und da kann man auch was für schmales Geld finden :top:


Die Freiheit beim/mit Wohnmobil endet bei plusminus 8 meter Länge, ab der Länge bleiben Dir die besten Plätze verwehrt :lach: :lach:
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon 68er » 16/2/2016, 21:58

steyr hat geschrieben: Das ist so etwas von spiessig und "piefkisch" geschrieben und das von jemand der sich 68er nennt. Ewiggestriger würde wohl besser passen.

Das hast du wirklich schön formuliert! :heart:
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