Wer soll das noch bezahlen?

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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon 68er » 15/2/2016, 16:12

Kadett weniger.

Isetta, Gogos und Prinzen haben Fan- und Kultgemeinden. Sind im Freundeskreis vertreten.

Eigenartigerweise kaum Lloyds 400/600 und Alexander TS, obschon das damals richtige Autos waren (nachdem der 400er nicht mehr aus Leukoplast zusammen geklebt wurde. Ich hatte einen wunderschönen Ganzstahl-400er in Lloyd-Blau).

Wenn mir jemand einen solchen gut erhalten vor die Tür stellen würde, würde ich ihn behalten und damit Sonntags zum Restaurant fahren.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Winni » 15/2/2016, 16:50

Hey 68er, einen Alexander habe ich letzten September mit einem Kumpel aus Tettnang abgeholt. Der macht sich den jetzt fertig, viel Rost hatte der nicht. Und der motor lief noch. Schickes auto :top:
Ich habe seit vielen jahren einen nsu prinz ll komplett zerlegt in kisten eingelagert. Irgendwann will ich da mal ran :lach:
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Tscharlie » 15/2/2016, 17:55

Lloyd ginge gar nicht, der Heulmotor ist doch schrecklich, hatte ein Onkel damals, den haben wir solange veräppelt bis er sich dann endlich einen 12 M gekauft hat.

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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon 68er » 15/2/2016, 18:00

Tscharlie hat geschrieben:Lloyd ginge gar nicht, der Heulmotor ist doch schrecklich, hatte ein Onkel damals, den haben wir solange veräppelt bis er sich dann endlich einen 12 M gekauft hat.

Tscharlie


Wer wird denn einen lloyd 400 mit einem 12m vergleichen wollen.
Das wäre ja wie Smart vs. S-Klasse.

12M hatten wir auch in der Famile. Ein Vorreiter des Frontantriebes. Da hatte ich einen DKW 1000S Saxomat (ein bisschen arg gebraucht). Fuhr wie d'Sau aberr soff auch entsprechend (was auch bei 30 DPf/l weh tat). Sieht man selten heute - immer noch ein schönes Auto (außer in der Farbe Katzen-zensiert-), die DKW "goldoliv" nannte. Dürfte man mir auch vor die Tür stellen. Vielleich noch eine Isabella dazu (die war finanziell außer Reichweite, als sie noch gebaut wurde).
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 15/2/2016, 18:50

Mir persönlich graut schon der Gedanke eine solch alte Kiste fahren zu müssen, wenn auch nur aus Spass. Wieder dieser ganze Scheiss mit feuchten Zündspulen, der ständig verkrusteten Verteilerfinger, der ewige Benzin und Ölgestank, die ständig faulen Auspuffe, schlechte Bremsen, keine ordentlichen Heizungen usw. usf. . Vor ein paar Tagen mussten wir einige Kilometer hinter einem alten MGA herzuckeln und sind fast erstickt vom verbrannten Ölgestank und den Abgasen unsauber verbranntem Benzin. Gott sei Dank konnten wir den Gestank mit einem Knopfdruck schnell aussperren. Schon der eklige Innengeruch dieser alten Kisten, wenn ich sie seh bin ich immer froh dass andere sie fahren müssen und diese ewiggestrige Automobilgeschichte mich nicht berührt. Ich bin absolut nicht der Mensch der sich nach diesen alten Zeiten zurücksehnt, weder automobil noch zeitgeschichtlich. Ich muss schon lange nachdenken um irgendetwas zu finden was gestern besser gewesen wäre als heute oder morgen. Dieses sehnsuchtsvolle Zurückschauen war nie mein Ding.

Aber wie es hier schon angedeutet wurde, ist halt jeder anders. ;D
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Winni » 15/2/2016, 19:26

Mensch Yves, da bist du aber auch ein Pechvogel, was Fahrzeuge angeht. Ich fahre ja nun seit über 40 Jahren nur Autos, die immer 25 Jahre oder älter sind, ich habe diese ganze Macken noch nicht gehabt :top: Deshalb bin ich auch seit über 40 Jahren nicht im ADAC, ich bin noch nie liegen geblieben. Liegt wahrscheinlich an der Pflege? Oder daran, dass ich mit den Autos immer extrem viel gefahren bin? Dafür sind sie gebaut. Ich verbinde mit alten Autos ganz andere Dinge und Erfahrungen als du. Genau die Einfachheit und Zuverlässigkeit schätze ich sehr :top:

zeitgeschichtlich zurücksehnen? Ne...aber Dinge von früher mögen und damit umgehen? Ja...ich habe einen 150 Jahre alten Bücherschrank, der ist mir lieber als ein modernes Billy Regal, ich habe immer noch den Schreibtisch hier stehen, an dem ich fürs Abitur gelernt habe. Wir benutzen einen Kleiderschrank von der Oma meiner Frau. Das ist alles nicht praktisch und bequem, aber irgendwie einfach schön.


Der Lloyd Alexander war eigentlich vor 50 Jahren sowas wie ein Golf Gti....sehr rasant und sportlich, den darf man nicht mit den Leukoplastbombern verwechseln, der Alexander mit Stahlkarosse war eine andere Liga!
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon 68er » 15/2/2016, 19:58

Winni hat geschrieben:Der Lloyd Alexander war eigentlich vor 50 Jahren sowas wie ein Golf Gti....sehr rasant und sportlich, den darf man nicht mit den Leukoplastbombern verwechseln, der Alexander mit Stahlkarosse war eine andere Liga!

Der TS - konnte man Käfer mit überholen.

Und die britischen Mädels an der Cote kannten ihn nicht, hielten die roten Plastiksitze für edles Leder und das Ganze für einen Sportwagen. Da musste man mit sich kämpfen, ob man sie einsteigen ließ oder sie lieber im Glauben lassen sollte.

Denn so ein Auto außerhalb des Mainstrams stärkt ja das eigene Profil unermesslich ....

1965 - wurde er da noch gebaut?
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Winni » 15/2/2016, 20:44

Der TS hatte einen Zweizylinder, aber als sogenannter Twin, das heißt per Doppelzündung laufen die beiden Zylinder im gleichen Zündtakt, hört sich an wie ein Großer :lach: :lach:

Gebaut von 1958 bis ca. 1961, bis zur Pleite von Borgward,
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 15/2/2016, 21:52

Winni hat geschrieben:Mensch Yves, da bist du aber auch ein Pechvogel, was Fahrzeuge angeht. Ich fahre ja nun seit über 40 Jahren nur Autos, die immer 25 Jahre oder älter sind, ich habe diese ganze Macken noch nicht gehabt :top: Deshalb bin ich auch seit über 40 Jahren nicht im ADAC, ich bin noch nie liegen geblieben. !


Ich bin auch noch nie liegengeblieben, aber dafür musste ich ständig an den Autos schrauben und sie warten und genau das nervt mich. Ich geb meine Autos einmal pro Jahr in einen Service und dazwischen müssen sie laufen. Wenn ich die Wahl habe Holzarbeiten zu machen oder an Autos zu schrauben, dann ist Holz meine Leidenschaft. Meine Käfers, Enten usw. habe ich mir alle aus Schrottautos selber zusammenbauen müssen, das ist nicht aus Leidenschaft zu Autos passiert sondern aus der Not heraus. Ich mag es nicht mehr an Autos zu schrauben, der Steyr war das letzte Projekt dieser Art. Autos sind für mich einzig Mittel zum Zweck, ich reise damit und schleppe mein Baumaterial damit, sonst nichts.

Ich hab erst einmal im Leben den ADAC in Anspruch genommen, damals mit dem Steyr, aber damit bin ich nicht "liegengeblieben" sondern ich hab ihn abgestellt weil ich nicht einschätzen konnte was genau das Problem ist, ich wollte nicht den Motor killen. Später nachdem er nach Hause gebracht wurde stellte sich heraus dass eine schnöde Dichtung kaputt war. Wir haben dann trotzdem den kompletten Motor aus dem Laster ausgebaut und runderneuert weil ich auf den nächsten Reisen 100% sicher sein wollte dass die Maschine hält. Das war ne gute Arbeit aber danach hatte ich die Schnauze voll. Ich wechsel nichtmal mehr die Räder selbst hab vor ein paar Monaten alles schwere Werkzeug meinem Nachbarn geschenkt, darunter ein spezialer Werkstattwagenheber der 5 Tonnen hebt. An Autos arbeiten macht nur Sinn wenn man ne ordentliche Werkstatt dazu hat wo man trocken und sauber arbeiten kann und das hab ich nicht.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Winni » 15/2/2016, 22:17

Joa, das ist die Erklärung :top: Ich habe niemals Schrottfahrzeuge besessen, sondern immer nur topgepflegte Ersthand-Fahrzeuge, ich bin da ein ganz guter Einkäufer, denke ich. Schrott hat mich nie interessiert, und ich mag alte Fahrzeuge nicht, weil sie vielleicht billig sind, ich mag ie aus ganz anderen Gründen.

Ich bastele wirklich gerne an Fahrzeugen, vom Rasenmäher, über meinen Roller bis zu Autos, das ist Entspannung. Eine super- trouper Werkstatt brauche ich da nicht für, ich finde es sogar sehr reizvoll, wenn man McGyver mäßig schrauben kann, also mit minimalem Einsatz. Da hat jeder ganz andere Ansprüche :top: Ich habe mal auf einem Treffen gesehen, wie jemand nur mit einem Schweizer Armeemesser den Motor an einem T2 Bus aus und eingebaut hat...absolut genial!!! Mit Werkzeugkoffer kann das ja jeder :lach: :lach: :lach: Ich mag aber bei allen Arbeiten so einen gewisssen Minimalismus :ja:

Mit Holz arbeite ich nicht so gerne, ich kann es nicht und habe es nie gelernt. Ich habe auch keinen wirklichen Spaß am Renovieren, macht man, klar, aber völlig emotionslos. Deine Lehmarbeiten wären ein Horror für mich.

So hat jeder komplett andere Betätigungsfelder, ist ja auch gut so.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon steyr » 15/2/2016, 22:29

Winni hat geschrieben:
Mit Holz arbeite ich nicht so gerne, ich kann es nicht und habe es nie gelernt. Ich habe auch keinen wirklichen Spaß am Renovieren, macht man, klar, aber völlig emotionslos. Deine Lehmarbeiten wären ein Horror für mich.

So hat jeder komplett andere Betätigungsfelder, ist ja auch gut so.


Ja genau das ist es, erst aus der Leidenschaft entsteht die Kreativität. So wie du es magst deinen Autos deinen "Stempel" aufzudrücken, so liebe ich es meine Seele mit der Seele meines Hauses zu verbinden. Da kann ich mich verwirklichen und etwas schaffen das ich jeden Tag sehen und anfassen kann und das mich glücklich macht.
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon daf43 » 16/2/2016, 10:22

Hallo,

wir fuhren 1963 mit einem 10 Jahre alten Brezel-Käfer (100.000 km auf dem ATM) durch Nordafrika, ich kaufte 1964 für 700 DM einen Fiat 500 (gebraucht) mit Rolldach, danach hatte ich mehrere VW-Käfer, auch einen gebrauchten NSU Prinz 2 mit Schiebedach usw.. Da gab es (zu) viel Basteleien und Reparaturen, mein Bedarf ist gedeckt.

Danach kamen dann ganz banale, aber neue/neuwertige Fahrzeuge, die für unsere weiten Reisen einfach zuverlässiger waren. Ach wie schön, einen ordentliche Heizung, leiser Motor auf der Autobahn, aber auch Sicherheitsgurte und später Airbag, ABS usw.. Diesen Fortschritt habe ich genossen, Auto-Nostalgie ist bei mir nur im Museum angesagt.

Aber wer seinen Fahr- und Bastel-Spaß an Oldtimer findet, den schätze ich und kann mich mitfreuen, auch wenn es nicht meine Sache ist.
Dieter

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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Winni » 16/2/2016, 11:03

Hat von euch wer alte möbel? Oder auch nur neues?
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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon daf43 » 16/2/2016, 11:20

Hallo,
wir ersetzen unser Möbel, wenn es uns zu alt ist/erscheint oder uns neues mehr Spaß bereitet. Warum soll ich daran hängen? das Leben geht weiter und unser Geschmack ändert sich....
Das einzig richtig Alte, was meine Frau besitzt, ist ihr Mann.
Dieter

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Re: Wer soll das noch bezahlen?

Beitragvon Mephisto » 16/2/2016, 12:00

Möbel?
Sitzgarnituren und Couchtische aus massivem Teak, dansk design, Schränke in Wohn- und Eßzimmer handmade von einem leider schon verstorbenem befreundeten Tischler nach Vorlagen von dansk design, ebenfalls massiv, aber Fichte, ein ca 1 m breites Bücherregal, deckenhoch, massiv Kirsche, da wird aber auch nikkes von erneuert :ja: .
Die Polsterung der Sitzgruppen ist wie frisch aus dem Laden, selbst die Bezüge sind ohne Schonerdeckchen :D nach über 25 Jahren materialmäßig tiptop, leider ein klein wenig ausgeblaßt.
Nö,
wenn ich tatsächlich als Letzter ins Altersheim müßte, da muß einiges mit. :lach:
Et hät noch immer jot jejange!
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