ÖLwechsel

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ÖLwechsel

Beitragvon Winni » 25/3/2015, 09:43

Moin,
gestern Abend in Frontal21 wurde gezeigt, welche Unsummen mit den Ölwechseln in Deutschland erzielt werden, in anderen europäischen Ländern macht man das gar nicht, oder anders:

Man kann das "verbrauchte" Öl filtern ( Öl-Dialyse) und dann wieder verwenden, geht am Auto, dauert 20 Minuten und kostet nur einen Bruchteil eines Ölwechsels. Die luxemburgische Armee macht das seit 2001, und kauft seitdem kein Öl mehr, und muss kein Altöl mehr entsorgen, auch große Busunternehmen und Spediteure folgen diesem Muster.

Aber die Öl-Lobby macht endlos Druck, weil ein kompletter Markt zusammenbrechen könnte. Die Dekra hat ein Öl nach 150.000 km mit einem neuen verglichen, und die gleichen Werte ermittelt....

Ich finde es spannend.
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon tomruevel » 25/3/2015, 11:00

Moin,

wir haben in der 80er/90er einen Nebenstromölfilter genutzt.
Bei den damals sehr kurzen Intervallen eine tolle Sache.
Allerdings nahm bei allen Fahrzeugen irgendwann der Ölverbrauch zu.
Nach einem kompletten Ölwechsel war dann wieder alles wie gewohnt. Ohne Nachfüllbedarf zwischen den Intervallen.

D.h. irgendwas ist dann doch am Öl "verschlissen".
Ein späteres fahrzeug hatte ein Wechselintervall von 30.000km.
Wenn man das Öl so lange führ kam beim Wechseln am Schluß etwas ein halber Liter pastöse schwarze Pampe heraus. Ich hatte dann ein/zwei Mal einen Öldruckverlust nach dem Starten, meist zum Ende des Wechselintervalls. Ich habe dann alle 20.000km gewechselt und hatte seitdem Ruhe, keine Pampe, kein Öldruckverlust.
Es kommt also scchon eien Menge Dreck im Öl zusammen und wenn man das nicht herausfiltert sieht es wohl schlecht aus.

Und in anderen Länder Europas macht man das nicht??
Die Servceintervalle sind teilweise noch viel kürzer.
Die Rumäniscchen Dacia haben beispielsweise deutliche kürze Intervalle als diejenigen die für nördlicher gelegene Märkte ausgeliefert werden.
Grüsse
tomruevel

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Re: ÖLwechsel

Beitragvon steyr » 25/3/2015, 12:07

Es gibt auf dem Markt einen einfachen kleinen Tester mit dem man die Ölqualität mit einem einzigen Tropfen vom Ölpeilstab testen kann. Kostet nicht viel und spart enorm Geld. Dieses Ding ist bei Globtrottern sehr verbreitet und passt in jede Westentasche.
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon Winni » 25/3/2015, 13:58

Ne, Tom and all,
das Öl wird ja in den Intervallen gereinigt, auch beim Dacia. Und nicht mit Filtern IM Fahrzeug, sondern mit einem externen Dialysegerät. Es wird das alte Öl aus dem Auto gelassen ( wie beim Ölwechsel) , darin gefiltert und es fließt dann wieder in den Motor. Das wird in Europa fleißig gemacht, nur in Deutschland darf man wieder nicht. Das spart enorme Resourcen und ist umweltfreundlich.

http://www.zdf.de/frontal-21/angeschmie ... 10824.html

Man muss auch nicht das Öl auf seine Güte selber kontrollieren, nur zum Ölwechselintervall zum Freundlichen, Öl filteern lassen, und weiter gehts.
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon steyr » 25/3/2015, 14:14

Winni hat geschrieben:Es wird das alte Öl aus dem Auto gelassen ( wie beim Ölwechsel) , darin gefiltert und es fließt dann wieder in den Motor. Das wird in Europa fleißig gemacht, nur in Deutschland darf man wieder nicht. Das spart enorme Resourcen und ist umweltfreundlich. .


Ja warum will man das wohl nicht? Weil es den Kunden trotzdem Geld kostet weil derjenige der es macht sein Gerät kaufen und unterhalten muss und ein Mechaniker muss die Prozedur machen. Am Ende kommt wohl finanziel das Gleiche bei rum wie bei einem Ölwechsel und dann will man auch neues Öl. Oder meinst Du ein Boschservice oder eine Werkstatt würde sowas dann für lau machen. Bei Flottenbetrieb mag sich das ja rentieren, aber beim Privatmann mit Sicherheit nicht.
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon Winni » 25/3/2015, 18:39

Also deine luxemburgische Armee macht das seit 2011, und der Obersoldat von den "Dingos" sagte gestern im TV, dass die Armee pro Jahr rund 50.000 Euro an Ölkosten spart, nur durch dieses System. Eine echte Ansage, für einmalig 24.000 ein Gerät kaufen, oder?

Ein paar Werkstätten in Deutschland bieten die Dialyse für 35,- Euro komplett an ( bei 5 Litern ÖL) , was kostet ein Ölwechsel????
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon steyr » 25/3/2015, 19:20

Winni hat geschrieben:Also deine luxemburgische Armee macht das seit 2011, und der Obersoldat von den "Dingos" sagte gestern im TV, dass die Armee pro Jahr rund 50.000 Euro an Ölkosten spart, nur durch dieses System. Eine echte Ansage, für einmalig 24.000 ein Gerät kaufen, oder??


Ja wir sind eben die Besten, endlich merkts mal jemand. :D
Mein Vater hat übrigens bis zu seinem Tod, fast 40 Jahre in dieser Armee als Mechaniker gearbeitet und wir waren als Kinder und auch noch als Erwachsene mit unseren Kindern oft in der Kaserne. Wirklich sehr cool dort auf dem Herrenberg. Ich bin von kleinauf mit Militärtechnik aufgewachsen immer standen zu Hause Jeeps, Kleinlaster und grosse LKW's aus dem zweiten Weltkrieg die mein Vater für irgendwelche Vereine restaurierte herum, besser kanns nicht gehn. Krieg ist scheisse, aber das Material dazu einfach Top. :top:
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon Tscharlie » 25/3/2015, 21:26

Militärfahrzeuge sind kein Maßstab, wieviel km fahren die im Jahrzehnt? 25000 km wenns hoch kommt.
Das "Dialysegerät" ist genauso Abzocke wie der Ölwechsel. In Nahverkehrsbussen wurde der erwähnte Nebenstromfilter getestet. Auch nach 300.000 km Stopp and Go, kein Mehrverschleiß am Motor zu messen, gegenüber Reverenzbussen die einen normalen Ölwechsel bekamen. Durchgesetzt hat sich die Technik nicht, welcher mitteleuropäische Autofahrer würde das machen lassen? Vielleicht 1 %, dem Rest ist das doch egal, Hauptsache dem Auto gehts gut.

Nett die Idee bei BMW, Inspektionsintervalle nach Beanspruchung, oder nach Kassenlage, denn bei jedem update können die eingeben was sie meinen, oder kontrolliert das jemand?

Ach ja der Panda fährt 40.000 km bis zum Ölwechsel, da kommt kein teures 5W 30 rein, sondern billiges 10 W 40, er fährt noch immer mit dem ersten Zahnrieimen, nun schon 230.000 km da wären schon 3 neue drin, Kosten? mehr als das Auto heute noch wert ist.

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Re: ÖLwechsel

Beitragvon Killerdackel » 25/3/2015, 22:24

Tscharlie hat geschrieben:....
Ach ja der Panda .... fährt noch immer mit dem ersten Zahnrieimen, nun schon 230.000 km da wären schon 3 neue drin, Kosten? mehr als das Auto heute noch wert ist. ....

Falls Euer bäriger Motor ein Freiläufer sein sollte kannst das gern so machen - passiert ja (fast) NIX wenn Zahnriemen reißt.
Alle Motoren, die keine Freiläufer sind - und davon gibt's JEDE MENGE - kannst nachm Zahnriemenriß in die Tonne treten.
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon Tscharlie » 26/3/2015, 05:28

Das ist natürlich richtig, aber wer sagt dass ein neuer Zahnriemen nicht auch reißt? Hatte ich persönlich schon bei einem Opel Kadett Diesel. Aber der 1,2 Liter Fiat Motor Benzin ist ein Freiläufer.

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Re: ÖLwechsel

Beitragvon steyr » 26/3/2015, 08:30

Tscharlie hat geschrieben:Das ist natürlich richtig, aber wer sagt dass ein neuer Zahnriemen nicht auch reißt?
Tscharlie


Wir hatten das schon zweimal, einmal bei einem Honda civic und einmal bei unserem Volvo Kombi. Jedesmal kompletter Satz mit Laufrollen und Spanner und allem was dazugehört vom Profi gemacht und gerissen nach ein paar kilometer. Jedesmal durften wir die Kosten selbst tragen weil sich niemand verantwortlich fühlte.
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon klappwohnwagen » 26/3/2015, 10:01

Hallo Camper,

beim Ölwechsel hat sich aber schon einiges getan! Im Sommer hatte ich einen Mercedes Feuerwehrwagen BJ. 1/1945 (!) gesehen, da stand ein großes Schild am Armaturenbrett: "Ölwechsel alle 1000km". Bei meinem Käfer 1200, Bj 1967 musste ich noch alle 5000km das Öl wechseln. Jetzt, bei meinem T5 nur noch alle 30.000km. Bei meinem Transit weiß ich das nicht genau, da muss ich erst noch mal nachschauen. Die Werkstatt meinte nur, wenn es angezeigt werde. :D
Bekannte kaufen das Öl im Internet und bringen es dann zum Ölwechsel mit. Das spart auch viel Geld!

Viele Grüße aus Münster
Unterwegs mit einem Eura 580LS
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon Killerdackel » 26/3/2015, 23:45

steyr hat geschrieben:.... Jedesmal kompletter Satz mit Laufrollen und Spanner und allem was dazugehört vom Profi gemacht und gerissen nach ein paar kilometer. Jedesmal durften wir die Kosten selbst tragen weil sich niemand verantwortlich fühlte.

Kannitverstan !!
Werkstatt ist versichert, wenn se pfuscht und selbstverfreilich gibt's gesetzliche Gewährleistung auch fürn Zahnriemenwechsel.
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Re: ÖLwechsel

Beitragvon Tscharlie » 27/3/2015, 07:08

Ja mei:

Als Autofahrer braucht man Werkstätten, die müssen "vorgehalten" werden, bis man sie mal braucht. Nun sind wir nicht bereit beim Neukauf einen Betrag zu bezahlen die es dem Hersteller ermöglicht die Werkstatt zu unterhalten, wir sind auch bereit sind die tatsächlichen Kosten einer Werkstatt bei Bedarf zu bezahlen, deshalb müssen die Werkstätten irgendwie eine "Zwischenfinanzierung" darstellen, das sind die Inspektionen. Denn ganz ehrlich, was wird denn bei einer Inspektion gemacht?

Und letzlich wird ja das Öl aus dem Ölwechsel ja nicht weggeworfen, sondern genauso behandelt wie diese Maschine das macht.

Die Sparsamkeit, hat eben auch eine Schattenseite, die weil sie eben im Schatten liegt nicht sofort sichtbar wird.

Ich finde das bei Autos eher lustig, dass das gleiche bei der gesamten Medizin auch so läuft, läßt mir allerdings das Blut in den Adern gefrieren.

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Re: ÖLwechsel

Beitragvon steyr » 27/3/2015, 09:04

Killerdackel hat geschrieben:[/size][/color]Werkstatt ist versichert, wenn se pfuscht und selbstverfreilich gibt's gesetzliche Gewährleistung auch fürn Zahnriemenwechsel.


Das ist ganz einfach zu erklären. Wenn ich zweimal hintereinander mit einem Auto liegenbleibe, ist mein Vertrauen in diese Maschine und sein Zuverlässlichkeit so gestört dass ich es nicht mehr benutzen will und es dann schleunigst verkaufe. Würde ich dann auch noch das Geld für so eine Geschichte einfordern dann bauchts ein Gutachten, dann ein Gegengutachten undundund. Das bedeutet Streit-Unruhe-Disharmonie und das will ich in meinem Leben nicht wenn ich es selbst verhindern kann. Geld ist einfach nur Geld, nach ein paar Wochen hat man es abgeschrieben und verschmerzt. Der Verlust von Lebensqualität den Streit immer mit sich zieht, an dem muss man viel länger "nagen" und das will ich nicht.

An meinem Weinsberg gab es anfangs für einiges an Geld verschiedene Reparaturen. Kaputter Tisch, kaputte Wasserschläuche, kaputte Wasserpumpe, kaputte Klappen und Schubläden-Verschlüsse, alles in der Garantiezeit. Händler ein Arsch, Womokonzern Ärsche, also hab ich es selbst gerichtet und wusste ab da dass alles gut ist. Hätte ich gestritten um alles ersetzt zu bekommen hätte es am Ende wohl geklappt. Aber dann hätte der Händler mit dem ich gestritten hätte an meinem Mobil herumgearbeitet und es mit seiner schlechten "Energie" die ganze Atmosphäre vergiftet und wieder einen schnellen Murks hingeknallt. Sowas will ich nicht und brauch ich nicht. Kanns ja selber richten und weiss nachher mit wem ich nix mehr zu tun haben will. Meine Ruhe und Lebensqualität die kommt nicht von irgendwoher und ohne Anstrengung, sowas muss man sich hart erarbeiten und dann weiss man wie kostbar es ist.

An Truma und Dometicteilen gab es auch das ein und andere Problem, das wurde dann per Mail an die jeweiligen Firmen herangetragen und es kamen per Post innerhalb von wenigen Tagen kostenlose Ersatzteile. Meist klappt es so rum und jeder ist zufrieden. Es ist doch so dass einem das Leben ungefragt immer wieder Probleme aufdrückt wo man nix gegen tun kann. Also vermeidet man allen Ärger den man selbst kleinhalten oder von vornherein beseitigen kann.
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