Womo - Dieselheizungen

Wohnmobilbezogene, technische Fragen zum Camping

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Womo - Dieselheizungen

Beitragvon donalfredo » 29/1/2020, 12:58

... hat jemand Erfahrung damit?

SIE sollen stinken und relativ laut sein.
Das macht sich im web breit, sicher bezogen auf Heizungen, die sich im Motorraum befinden.

Nun habe ich gelesen, daß Truma mittlerweile auch eine Dieselheizung anbietet ...
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon Daniel » 29/1/2020, 13:37

Hallo,

Zusatz-/Standheizungen sind doch in vielen Dieselpkw verbaut. Geruch ist Sache der Abgasführung und der Windrichtung.
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Daniel

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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon Lofottroll » 29/1/2020, 13:54

Wolfgang, ich habe eine Webasto-Standheizung im Tiguan. Ja sie ist laut und stinken tut sie auch. Nur im PKW mache ich sie ja schon vorher an, damit es warm ist wenn ich abfahre. Ich höre und rieche es nicht. Im Wohnmobil als einzige Heizung möchte ich sie nicht haben.
schöne Grüße von der Elbe

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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon klappwohnwagen » 1/2/2020, 22:41

Hallo Camper,

die Dieselheizungen werden momentan gerne in Wohnmobile eingebaut, weil man dann den Raum für die Gasflaschen sparen kann. Der Kühlschrank wird dann auch nur noch mit 12V betrieben. Beides spart Zeit bei der Produktion und der 12V Kühlschrank auch noch Geld bei der Herstellung. Gekocht würde dann nur noch mit 2,5kg Kartuschen. Diese Weisheiten habe ich von meiner Wohnmobilwerkstatt, auf Nachfrage hin, bekommen. Gleichzeitig wurde mir auch gesagt, dass viele Werkstätten sich nicht mit Dieselheizungen auskennen würden und daher keinen Service durchführten. Außerdem habe man Angst vor Verschmutzungen während des Ausbaues, im Inneren des Wohnmobiles.

Auf den Wohnmobilstellplätzen hört man manchmal ein leichtes Klicken, wenn die Dieselheizung anspringt. Aber störende Geräusche habe ich persönlich im Inneren meines Wohnmobiles, auch nachts, noch nie wahrgenommen. Ich meine mich jedoch erinnern zu können, beim passieren eines dieselbeheizten Kastenwagens einen leichten Geruch wahrgenommen zu haben.
Bei den im Süden Europas oder auf den Molen an der deutschen Nordseeküste üblichen Abständen der Wohnmobile von 1m bis 1,5m zum Nachbarn, stören die Dieselheizungen aber nicht. Ich habe sie auch noch nie gerochen.

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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon tomruevel » 2/2/2020, 01:19

Moin,

auf Seite 2 der Betriebsanleitung zur D6 steht folgendes, Zitat:

Für einen längeren Betrieb in Höhenlagen von 1500 bis
2750 m ist ein zusätzliches Höhenset (Art.-Nr. 34610-01)
erforderlich.


Was immer das jetzt ist.
Hier isset: https://www.camppartner24.de/Ersatzteile/Truma/Ersatzteile-fuer-Truma-Combi/Hoehenset-fuer-Truma-Combi-D6.html
Den Preis kann man ja mal auf sich wirken lassen.

Der Reisemobilbauer spart erstens Gewicht (also keine 2x11kg mehr sondern vielleicht 1x5kg) und Platz für irgendwelchen Chichi.
Unpraktisch erscheint mir die Dieselheizung im Winter.
Ist die Gasflasche alle geht man zur Campingplatzrezeotion und kauft eine neue Füllung. Ist der Dieselvorrat verbraucht, macht man das Ding erst fahrfertig und eiert dann zum Tanken, danach alles wieder retour.
Nur dann wenn man wirklich regelmäßig fährt spielt das keine Rolle.
Grüsse
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon donalfredo » 2/2/2020, 05:10

Moin.
Na ja, man kann ja auch die Vorteile sehen.
Nicht nur der Hersteller spart 2x11 Kg Gewicht (und den dafür erforderlichen Platz) - der Camper freut sich ja auch.
Wer keine Aluflaschen nutzt, spart einen Dreiviertel Zentner.
Dann - mein Wohnmobil beispielsweise hat einen 100Liter Dieseltank.
Mache ich irgendwo Camping, dann kann ich aber lange heizen ...
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon tomruevel » 2/2/2020, 13:55

Moin,

die Vorteile sind ja durchaus da.

Eine 11kg Gasflasche hat ungefähr 120kWh Energie.
Macht etwa 13l Diesel.
Das reicht für wie viele Tage, wenn es richtig kalt ist??

Wenn man dann vergessen hat den großen Tank mit zu bestellen, heizt man aber nicht mehr lange.
Grüsse
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon donalfredo » 2/2/2020, 14:09

Warum, spröde Gegenfrage, gehst du immer von "richtig kalt" aus?
ICH beispielsweise habe jede Lust an winterlichem Camping verloren. Wintersportler sind wir sowieso nicht.
Heizung nutzen wir übergangsweise, und, natürlich, um warmes Wasser zu produzieren.

Wenn ich deinem erwähnten Camperprofil entspräche, wäre ich ja schon mit dem Wohnmobil falsch bedient.

Ganz kurz und knapp gesagt - die von mir angedachte Dieselheizung soll mich der Gasflaschensuch- und Schlepperei entheben.
Wenn wir nach einigen Tagen weiterfahren, dann gibt es überall eine Tanke, aber nicht überall Gas.
Und der serienmäßige 70Liter Dieseltank ist doch ein Wort.

Frühjahr mit kühlen Nächten, Herbst mit den ebensolchen, ein beheiztes Heim und keinen Ärger mit den Nachbarn über Stink und Krach ...
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon tomruevel » 2/2/2020, 15:11

Moin,

eigentlich genau dann wenn viel Wärme nötig ist man schnell bei dem Thema Nachschub landet.
Genau dann wird es interessant.

Wer also eher in wärmeren Region unterwegs ist hat doch das Problem eher nicht.
Außer er gehört zu den Bedürftigen, die dann eher keinen Campingplatz aufsucht.
Grüsse
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon klappwohnwagen » 4/2/2020, 22:08

Hallo Camper,

die Frage ob Gas oder Diesel, stellt sich besonders für Camper, die ins Ausland reisen. Eine 11kg Flasche reicht für 3 Tage heizen im Winter. Findet man anschließend keine Firma, die die deutschen Flaschen wieder auffüllt, sieht es dumm aus oder man besitzt einen ausländischen Adapter für die Flaschen.
Die Alternative wäre ein Autogastank. Aber trotz 100kg Autogas, hatte mein Abteilungsleiter große Probleme auf seiner Wohnmobiltour vom Rio de la Plata nach Feuerland. In Uruguay und Argentinien gibt es kein Autogas zu kaufen. Da war er froh, dass auf der Fähre sein illegaler Gasvorrat nicht entdeckt wurde. In Chile gibt es wieder Autogas zu kaufen. Nicht jeder fährt so weit. Aber schon in Finnland sieht es düster mit deutschen Flaschen aus. In Norwegen gibt es nur eine Firma, die sie füllt. :D Da sind dann schon Dieselheizungen angesagt. Im Hochsommer ist das nicht so tragisch, aber in der Übergangszeit schon. Bei 2 A bis 4 A auf den Campingplätzen, ist Elektroheizen beim Wintersport in Italien, auch keine Alternative. Die blauen 2,5kg "Flaschen" von Campingaz sind in ganz Europa und Nordafrika zu kaufen. Sie werden daher häufig zum Kochen in Fahrzeugen mit Dieselheizung eingesetzt. Die Zwerge sind allerdings ziemlich teuer.

Daher finde ich persönlich, wenn schon gasfrei, dann auch der Kocher!

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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon donalfredo » 4/2/2020, 22:29

Eines sollte auch nicht vergessen werden - die teils völlig unterschiedlichen Maße der Flaschen.
Bürstner beispielsweise bringt es fertig, und ordnet bei Teilintegrierten die Gasflaschen hintereinander in den Küchenblock rollend an.
Unser Nachbar auf dem Womo-Stellplatz vergangenes Jahr an der Saar hatte schon allergrößte Probleme, seine normalen 11kg-Flaschen zu verstauen.
Der Einschub hatte auf jeder Seite einen guten Zentimeter Platz und oben so gut wie keinen.
Ein weiteres, beachtliches Problem war das Schlauchgewurstel bei einem Auszug von ca. 70 Zentimetern Länge.
Wohnmobilkonstrukteure machen eben keine Camping - meine Erkenntnis seit vielen Jahren.
Wer dann sieht, was es in Europa für Flaschenmaße gibt, Schraubadapter hin oder her, dem wächst der Gedanke nach einer Alternative ...
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon holiday » 20/5/2020, 00:43

Hallo,
Klappwohnwagen hat es ja schon geschrieben.
Wer ins Ausland fährt ist über die Möglichkeit mit Diesel zu heizen froh. Da reichen schon ein paar Wochen über Winter in Spanien. Die Dieselheizung kann auch während der Fahrt laufen. Die Gasheizung nur wenn ein Crashsensor verbaut ist.
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon R.Fuller » 20/5/2020, 10:20

Moin,

ich denke eine Dieselheizung ist für ein WoMo sinnvoll.
Da im Allgemeinen der WoMo-Fahrer häufig den Platz wechselt, kommt er immer an einer Tanke vorbei.
Grüsse aus Hannover
Ralf


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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon donalfredo » 20/5/2020, 13:13

Die allgemeine Geräuschentwicklung scheint Truma, nachdem sie jetzt auch Dieselheizungen herstellen, in den Griff zu kriegen.
Was stört, vor allem wenn Wohnmobilisten dicht gedrängt stehen, ist das permanente Ticken der Kraftstoffpumpe.
Auch SOLL, wie ich schon gehört habe, die Wärmeentwickung mit einer guten Gasheizung nicht ganz vergleichbar sein.
Große Temperaturunterschiede im Fahrzeug, vor allem im kälteempfindlichen Führerhaus, scheinen normal ...
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Re: Womo - Dieselheizungen

Beitragvon Touringgit » 1/6/2020, 10:22

donalfredo hat geschrieben:...
Auch SOLL, wie ich schon gehört habe, die Wärmeentwickung mit einer guten Gasheizung nicht ganz vergleichbar sein.
Große Temperaturunterschiede im Fahrzeug, vor allem im kälteempfindlichen Führerhaus, scheinen normal ...


Moin, die Unterschiede sind sicher nicht unerheblich, wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht oder gar Äpfel mit Kohlköppen. So wie es viele verschiedene Gasheizungen gibt, von der einfachen kleinen manuell einzustellenden Gasheizung ohne Warmluftverteilungssystem über verschiedene andere bis hin zur voll elektronisch geregelten wasserführenden Gasheizung, die auch den allerletzten Winkel in großen Fahrzeugen mit ihrem Rohr- und Konvektorensystem erwärmt, so gibt es vergleichbares doch auch bei Dieselheizungen, angefangen von dem zur "Standheizung" nachträglich erweiterten Zuheizer, der zuerst den Motorkreislauf erwämt und dann erst ein bisschen (Rest-) Wärme durch die seriemäßigen Lüftungsdüsen schickt, über verschiedene andere (Einbauort innen/außen, mit/ohne Warmluftverteilungssystem, Erwärmung Innenluft oder nur angesaugte Außenluft) bis hin zur voll elektronisch geregelten wasserführenden Dieselheizung, die auch den allerletzten Winkel in großen Fahrzeugen mit ihrem Rohr- und Konvektorensystem erwärmt. Bei 2 identischen Fahrzeugen mit nahezu identischem Heizsystem, mit identischer Heizleistung, sollte es da nicht egal sein, ob die benötigte Wärme mit Gas, Diesel, Benzin oder im Stand auch mit Strom erzeugt wird?
Schöne Grüße
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