Kastenwagen

Wohnmobilbezogene, technische Fragen zum Camping

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Re: Kastenwagen

Beitragvon tomruevel » 10/3/2014, 22:27

steyr hat geschrieben:
klappwohnwagen hat geschrieben:Mein Problem mit den Bremsen war auch kein Fiatproblem sondern ein Steyrproblem. Ich bin ständig überladen und hab gedacht dass man so ein schweres Teil wie ein Auto behandeln kann, seit ich es bei Bergabfahrten behandele wie ein Kleinlaster (was es von den ausmassen und vom gewicht her ist) ist auch das kein Problem mehr.


Moin,

Du bist der erst des es wagt so etwas zu schreiben.
Wo man sonst doch eigentlich nur liest, dass sich diese Fahrzeuge wie PKW fahren lassen (und dann natürlich auch so gefahren werden, oder man es zumindest versucht).
Da wird einem manchmal Angst und Bange mit welchem Tempo mit diesen Fahrzeugen im Gebirge zu Tal geheizt wird......
Grüsse
tomruevel

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Re: Kastenwagen

Beitragvon HD » 10/3/2014, 22:41

Yves schrieb
“Ich habe bei Fiat auch bisher noch nichts nachgebessert. Ich habe einen Ivecomotor mit Steuerkette in meinem "Triebkopf", bei allen 250ern hat Fiat nachgebessert und eine Kunststoffabdeckung über den Motor gebaut die kein Wasser auf den Kopf lässt und somit ist das "Problem" kein Problem mehr“

DAS, werter Yves, sehe ich viel kritischer, Feuchtigkeit im Motorraum lässt Massekontakte gammeln,
Steuergeräte spinnen, und überall Rost blühen.
Die Abdeckung über den Injektoren ist lediglich Kosmetik an einer von mehreren Stellen. Die Wasserableitung der Karosserie ist eine Fehlkonstruktion, die auch beim neuesten Facelift nicht beseitigt wurde. Soviel zum Ducato 250
Nun zum Auf- oder Ausbau
Gerade Du müsstest doch wissen, was von Ausbauern oder Aufbauern zu halten ist, die einen LeichtLKW
So vollbauen, dass er schon ungeladen bereits quasi überladen vom Hof rollt. Oder die Sache aktuell mit der Heizung.
In diesen Zusammenhang lese ich Deine Worte und deute sie wie das laute Pfeifen im dunklen Wald.
Gruß HD
Ps, wenn Du überladen fährst, ist es Deine Verantwortung, wenn ich weiß, dass der Wagen gewichtsmäßig am Limit fährt, dann muss ich mich ladungsmäßig einschränken.
Es hilft Dir auch keine Auflastung, höchstens schützt sie vor Strafe, es bleibt wie es ist, Weinsberg hat ein zu schwaches Fiatchassis für seinen Aufbau gewählt - das ist die eigentliche Krux und die änderst Du auch nicht durch eine Volluftfeder. Die Bremsengröße bleibt so wie sie ist, für 3,3 Tonnen ausgelegt, muss sie nun fast 4 Tonnen abbremsen
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Re: Kastenwagen

Beitragvon steyr » 11/3/2014, 00:24

HD ich habe lediglich den Fiat besprochen und auf den kommt es ja bei Klappi an. Den Murks den Knaus-Tabbert zusammengebaut hat, dafür kann Fiat nichts, da muss man dem Hersteller vom Aufbau auf die Finger schaun. Die immer wieder angesprochenen Feuchtigkeitsprobleme sehe ich immer noch nicht und Fiat wohl auch nicht, warum sollten sie sonst alles beim alten belassen wenn angeblich hunderttausende Ducatokunden alle ein Problem hätten? Mein Weinsberg steht Sommers wie Winters draussen und da rostet nichts, da gammelt nichts und es gibt keine Feuchteschäden an Elektronik und ich hab ja noch ein wenig mehr davon an Bord mit dem Steuergerät für die ganze Luftanlage.

Zu der Sache mit der Überladung, die ist ein zweischneidiges Schwert bei meinem Weinsberg. Er kann bis 3850kg, vom deutschen Tüv so abgenommen und eingetragen und auf den deutschen Papieren so bestätigt bei der Zulassung damals nach dem Goldschmittumbau. Angemeldet ist er hierzulande als 3,5 tonner aus dem einzigen Grund weil ich über dreieinhalbtonnen alle 6 Monate zum Tüv müsste und dazu hab ich keine Lust. Also pokern, 3850kg geladen aber nur 3,5 zugelassen. Wenns mich erwischt dann erwischts mich halt. Technisch bin ich also nicht überladen weil 3850kg für das Fahrwerk so homologiert sind. Klingt bisschen kompliziert aber wers verstehen will der verstehts. Ich bin also lediglich eine Gefahr für meinen Geldbeutel und mein Punktekonto und nicht eine Gefahr für die Allgemeinheit weil ich etwa mit einem technisch unzulässigen Fahrzeug unterwegs wäre, so viel zur Verantwortung für andere. Mein Fahrzeug ist technisch immer noch im Neuzustand, hat zwei Werkstattbesuche im Jahr zur Kontrolle bei denen vorallem immer die Bremsen kontrolliert werden und da waren ausser nach der ersten "unbedarften" Alpenfahrt, noch keine Probleme.

Die Sache mit der Fahrweise noch kurz. Die Womos fühlen sich an wie Autos und fahren sich auch so, aber man darf nicht ausser acht lassen dass man hier mit den Ausmassen eines Kleinlasters unterwegs ist. Man mag es nicht glauben, mein Steyr war ursprünglich ein 12 Tonnenlaster, ein Riesenviech wenn man davor stand aber im Endeffekt ist der Weinsberg in Länge und Breite grösser als der Steyr, der Steyr war nur 20cm höher. Wenn man in den Bergen Womos rauf und runter rasen sieht, dann sind das in der Regel unerfahrene Fahrer von Mietmobilen die meinen dass wenn das Fahrzeug fährt wie ein Auto, man es auch so behandeln kann. Aber dem ist definitiv nicht so und auch ich musste einen Satz Bremsen verbrennen eh ich das kapiert hatte. Ich kenne mein Womo nun seit 3,5 Jahren und hab alles so optimiert wie es für mich/uns sein sollte, ich habs allein nach "Augenmass" gekauft weil es uns gefallen hat, all die technischen Feinheiten oder "Unfeinheiten" wurden mir erst später gewahr als das Teil schon bezahlt war und hier vor dem Haus stand. Ich musste mein Womo erst "erfahren"

Mittlerweile bin ich mir bewust was ich da für ein Schmuckstück habe und mittlerweile will ich es auch nicht mehr hergeben, all das was der Aufbauhersteller verbockt und vermurkst hat ist gerichtet. Ich hab übrigens nicht ein einziges Mal irgendetwas bei den Knausheinis reklamiert, ich habe es selbst gerichtet weil es mir zu blöd ist unkompetenten Menschen ihren Murks zu erklären, mich erst für blöd halten zu lassen und mir dann als "Gnade für den Trottel" Hilfe anbieten lassen. Sie müssen nur mit meiner Kritik leben und der Reklame die ich für sie mache. So war es auch bei diesem Murksbetrieb Riepert in Polch, der meine Gastankanlage vermurkst hatte. Erst hab ich da reklamiert, bin nochmal hingefahren wurde verarscht und dann wurde es mir zu blöd, hab das ganze ausgebaut, defekte Teile vom jeweiligen Hersteller ersetzt bekommen und alles wieder selbst aber diesmal richtig, neueingebaut (wie damals schon beim steyr). Der Witz an der ganzen Geschichte war dann dass die Rieperts hier angerufen haben dass ich bei ihnen vorbeikommen sollte damit sie ihre Gasprüfplakette abkratzen könnten, weil die wäre nicht mehr gültig nachdem ich ihren Murks beseitigt habe. Jetzt versteht man vielleicht warum ich auch solche Spezialisten pfeiffe. Ah ja, durch mein unter Wohnmobilisten immer wieder erzählen von der Riepertgeschichte, hab ich mittlerweile einen regelrechten Riepertfanclub zusammen mit Kunden denen es dort eigentlich noch schlimmer erging als mir selbst. Den letzten aus der Reihe hab ich erst letzten Samstag beim Campinghandel kennengelernt und eh ich die Geschichte erwähnen konnte hat er mich vor denen gewarnt und mir seine Geschichte erzählt :rolleyes:
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Re: Kastenwagen

Beitragvon steyr » 11/3/2014, 00:42

HD hat geschrieben: Weinsberg hat ein zu schwaches Fiatchassis für seinen Aufbau gewählt - das ist die eigentliche Krux und die änderst Du auch nicht durch eine Volluftfeder.


Oh HD die Volluftfederung war nie im geringsten gedacht etwas am Fahrwerk oder Gewicht ändern zu wollen, auf die Auflastung hat mich erst Goldschmitt aufmerksam gemacht. Die Vollluftfederung wolten wir erstens weil wir keine Lust auf diese Frimmelei mit den Auffahrkeilen hatten und zweitens, wegen dem Federungskomfort. Da war also der reine Luxus Vater des Gedankens. Die mögliche Auflastung auf 3850 kg hab ich gerne so mitgenommen ;)
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Re: Kastenwagen

Beitragvon donalfredo » 11/3/2014, 08:19

Zu der ganzen Sache kann ich vielleicht auch ein bißchen beitragen -

ich habe mir 2007 nach 15 Jahren WoMo-Pause eines geleistet, einen Hymer auf Fiatbasis (mit Alko-Chassis).
Gleich zu Beginn wurde mir klar, daß die Bremsanlage unterdimensioniert ist und das Fahrwerk eine Katastrophe.
Dieses Wohnmobil wurde dem guten Alko-Ruf nicht gerecht, entsetzliche Wankneigung und vor allem eine ständig durchschlagende Vorderachse waren die Regel und ich war dicht davor, eine Luftfederung einbauen zu lassen, bis der Winter 2008 kam.
Freunde luden uns ein, sie im Münstertal zu besuchen, draußen lag bereits weisses und so rief ich meinen Händler an, und fragte, ob er mir helfen könne.
Er konnte, er empfahl mir Michelin Ganzjahrersreifen, die er vorrätig hatte und sofort aufzog.
Nun kommt eine Geschichte, die ich nicht glauben würde, wenn sie mir nicht selbst passiert wäre.
Diese neuen Reifen veränderten das Fahrverhalten meines WoMos spektakulär (natürlich war die Bremsanlage immer noch unterdimensioniert !!!), aber sowohl die ausgeprägte Wankneigung als auch die Durchschlagneigung der Vorderachse verbesserten sich dramatisch, ich sparte mir den Einbau der Luftfederung.
Nach zweieinhalb Jahren war uns der Aufstieg ins Hubbett leid, und wir schafften uns das aktuelle WoMo an.
Das war nicht mehr auf Alko-Basis sondern auf Fiat, und ab Werk mit einer zusätzlichen Vorderachsfeder ausgestattet.
Es rollt nicht nur deutlich geschmeidiger ab als der Vorgänger, es hat durch die deutlich breitere Hinterachse (+ 8 Zentimeter) ein viel besseres Fahrverhalten, soweit also alles im grünen Bereich.
Die Bremsanlage scheint Fiat überarbeitet zu haben, oder es wird etwas anderes eingebaut, das weiß ich nicht, mein Fahrzeug ist mit 4,25 to zugelassen (Vorgänger 3.85) und besitzt bei weitem nicht dieses Fading wie die Vorgängerbremsanlage.
In der Summe ist es wohl so, daß Fiat den besten Kompromiss herstellt, mein Freund braucht mit einer vergleichbaren B-Klasse auf Sprinterbasis (163 PS Diesel, handgerührt) 3-5 Liter mehr, und auf kurvigen Sträßchen sehe ich ihn ganz schnell viel kleiner werden, was nicht heißt, daß ich rase.
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Re: Kastenwagen

Beitragvon Tscharlie » 11/3/2014, 08:30

Hat HD schon mehrfach erklärt:

Kleine Räder=kleine Bremsen=schechtere Bremsen (normales Fiatfahrwerk 15 Zoll Räder)

Größere Räder=größere Bremsen=besseres Bremsen (Maxi Fahrwerk 16 Zoll Räder)

Unser 2,2 to Ducato (Leergewicht) kommt mit den kleinen Rädern gut zurecht, hat auch nur 100 PS = Vmax ca 150 km/h

Ein 3,5 Tonnen Wohnmobil mit wohl eher 3,6 to und guten 180 km/h ist dann fast nicht mehr zu stoppen.

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Re: Kastenwagen

Beitragvon steyr » 11/3/2014, 08:46

Tscharlie hat geschrieben:
Ein 3,5 Tonnen Wohnmobil mit wohl eher 3,6 to und guten 180 km/h ist dann fast nicht mehr zu stoppen.

Tscharlie


Bei "richtigen" Wohnmobilen mit Aufbau gibt nicht Fiat die höchstzulässige Geschwindigkeit vor sondern der Aufbauhersteller. In unserem Fall wären das 148 km/h, aber man müsste schon blöd sein so schnell mit einem Womo zu fahren, wobei wir wieder bei der LKWdiskussion wären. Wenn etwas aussieht wie ein LKW und auch so gross ist, dann sollte es auch unter deren Geschwindigkeitsbegrenzungen fallen.
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Re: Kastenwagen

Beitragvon HD » 11/3/2014, 11:51

Klappi meinte, dass er nicht einsieht ein Fahrzeug für größer 30 Tausend Euro nachzubessern.

Muss er ja auch nicht, siehe Yves, oder doch??, siehe Yves.
Ein Campingcar besteht nun mal aus Basis und Aufbau.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich vorher mit den einschlägigen Foren zu beschäftigen,
Klar, man muss dabei sehen, dass hauptsächlich User mit Problemen posten und welche, die noch keine hatten überschwenglich die “ Leichtlastwagenerei“ loben, bis sie selbst betroffen sind.

Mein Fazit: man bekommt sehr schlechte Qualität in Material und Arbeit für sein gutes Geld.
Das ist vielfach im Wohnwagenbau auch so, aber für deutlich weniger Geld.
Und will man etwas verbessern, dann sollte man es selbst machen, dann weiß man was man hat.

Für einen 3,5 Tonnen würde ich auf dem MAXIFAHRWERK mit 16 Zoll Bremsen bestehen und auch ein paar tausender dafür mehr bezahlen. Kriegte ich das nicht angeboten, würde ich nicht kaufen.
Der Motor ist nicht so wichtig, auch ein 2,2 Liter commonrail mit 100 PS, bewegt 3,5 Tonnen ausreichend gut.

Und nun macht und handelt wie ihr wollt, ich glaube, meine Meinung genügend dargestellt zu haben.
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Re: Kastenwagen

Beitragvon steyr » 11/3/2014, 12:20

HD hat geschrieben:
Mein Fazit: man bekommt sehr schlechte Qualität in Material und Arbeit für sein gutes Geld.
Das ist vielfach im Wohnwagenbau auch so, aber für deutlich weniger Geld.
Und will man etwas verbessern, dann sollte man es selbst machen, dann weiß man was man hat.

Für einen 3,5 Tonnen würde ich auf dem MAXIFAHRWERK mit 16 Zoll Bremsen bestehen und auch ein paar tausender dafür mehr bezahlen. Kriegte ich das nicht angeboten, würde ich nicht kaufen.




Das ist ein gutes Fazit und das kann ich so alles unterschreiben, ich würde nur noch eines hinzufügen das aber nur auf mich selbst zutrifft. Ich würde lieber wieder selbst ein Womo bauen und der Gedanke ist immer noch nicht vom Tisch. Als Basis müsste ich mich dann zwischen den Kasten von Crafter, Opel, Sprinter, Iveco und Renault entscheiden, es würde Hinterradantrieb oder Allrad werden, hinten Zwillingsbereifung. Der Rest so wie beim Steyr nach Mass und Bedarf aber in ordentlicher Qualität mit einem Kampfgewicht zwischen 4 und 7,5 Tonnen. In dem Bereich lässt sich für uns alles machen und ich bin absolut sicher damit weit unter dem Preis aller Hersteller zu bleiben für ein Neufahrzeug.
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Re: Kastenwagen

Beitragvon donalfredo » 11/3/2014, 12:21

Tscharlie hat geschrieben:Hat HD schon mehrfach erklärt:

Kleine Räder=kleine Bremsen=schechtere Bremsen (normales Fiatfahrwerk 15 Zoll Räder)

Größere Räder=größere Bremsen=besseres Bremsen (Maxi Fahrwerk 16 Zoll Räder)

Unser 2,2 to Ducato (Leergewicht) kommt mit den kleinen Rädern gut zurecht, hat auch nur 100 PS = Vmax ca 150 km/h

Ein 3,5 Tonnen Wohnmobil mit wohl eher 3,6 to und guten 180 km/h ist dann fast nicht mehr zu stoppen.

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Das alleine kann es nicht sein, weil der Dreiliter Duc grundsätzlich 16 Zollfelgen hat.
Zwischen meinen beiden Wohnmobilen liegt eigentlich der Unterschied nur im Single/Biturbo bei gleicher Leistung, trotzdem sind die Bremsen am Fiatfahrwerk viel besser als die am Alko-Fahrwerk, und die Federung ist auch anders.
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Re: Kastenwagen

Beitragvon donalfredo » 11/3/2014, 12:35

steyr hat geschrieben:
Das ist ein gutes Fazit und das kann ich so alles unterschreiben, ich würde nur noch eines hinzufügen das aber nur auf mich selbst zutrifft. Ich würde lieber wieder selbst ein Womo bauen und der Gedanke ist immer noch nicht vom Tisch. Als Basis müsste ich mich dann zwischen den Kasten von Crafter, Opel, Sprinter, Iveco und Renault entscheiden, es würde Hinterradantrieb oder Allrad werden, hinten Zwillingsbereifung. Der Rest so wie beim Steyr nach Mass und Bedarf aber in ordentlicher Qualität mit einem Kampfgewicht zwischen 4 und 7,5 Tonnen. In dem Bereich lässt sich für uns alles machen und ich bin absolut sicher damit weit unter dem Preis aller Hersteller zu bleiben für ein Neufahrzeug.


Dein Vergleich hinkt dahingehend, weil du als Selbstausbauer keine Crashtests machen mußt und auch keine vier Gurte einbauen, weil du genau weißt, daß du grundsätzlich nur zu zweit fährst.
Weil du keine Garantie oder Gewährleistung geben mußt, Ersatzteilvorhaltung über mindestens 10 Jahre, das kostet alles massig Geld.
Von den Werksanlagen, die finanziert werden müssen, und Leistungen für Mitarbeiter gar nicht zu reden.
Das sind so Spielchen, die den Preis ordentlich in die Höhe treiben, und auch, weil du niemals deine hunderte von Arbeitsstunden einrechnest, die ein ganz hübsches Sümmchen ergeben würden. Rechne doch einfach mal alle 80-100 Mannstunden zehntausend mehr.

Teilweise aufgezeigt, wo die Preise herkommen, hat ein Filmbericht über Volkner.
Er verbaut in seine großen Liner überwiegend Volvo-Buschassis, da Heckantrieb und Heckmotor.
Volvo weigert sich, ihm die Komponenten zu liefern (vielleicht aus Garantiegründen, wer weiß).
Also kauft Volkner ganze, komplett montierte und motorisierte Fahrgestelle, ist schon froh, daß er den Busaufbau nicht auch noch kaufen muß, und sägt sie als erstes wieder auseinander.
Weil er die Sitzposition vom Fahrer auf die Womo-Ebene bringen will/muß, weil zwischen die Achsen die Pkw-Garage eingefügt wird, das ist jedenfalls ein Puzzle unglaublichen Ausmaßes.
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Re: Kastenwagen

Beitragvon steyr » 11/3/2014, 13:29

donalfredo hat geschrieben:
Das alleine kann es nicht sein, weil der Dreiliter Duc grundsätzlich 16 Zollfelgen hat..


Was nicht richtig ist weil mein Duc ein 160er Multijet ist und 15 Zollfelgen hat. Wenn das alles so einfach wäre würden bestimmt nicht ständig Käufer in diese Fallen laufen.
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Re: Kastenwagen

Beitragvon donalfredo » 11/3/2014, 15:52

Ok, dann liege ich falsch.
Ich habe bisher immer 160er mit 16Zoll Felgen gesehen, dann war das Kollege Zufall.
Dann frage ich mich aber, warum hatte mein Vorgänger-Womo OHNE Maxifahrwerk auch 16Zöller?
Warum waren auch bei ihm die Bremsleistungen miserabel?
Das verstehe, wer will ...
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Re: Kastenwagen

Beitragvon steyr » 11/3/2014, 16:24

steyr hat geschrieben: Wenn das alles so einfach wäre würden bestimmt nicht ständig Käufer in diese Fallen laufen.

Zitiere mich nochmal selbst ;) scheint aber jetzt mit den neuen Bezeichnungen etwas durchsichtiger geworden zu sein.
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Re: Kastenwagen

Beitragvon Tscharlie » 11/3/2014, 17:56

donalfredo hat geschrieben:Ok, dann liege ich falsch.
Ich habe bisher immer 160er mit 16Zoll Felgen gesehen, dann war das Kollege Zufall.
Dann frage ich mich aber, warum hatte mein Vorgänger-Womo OHNE Maxifahrwerk auch 16Zöller?
Warum waren auch bei ihm die Bremsleistungen miserabel?
Das verstehe, wer will ...


Du schreibst ja dass Du ein Alkofahrwerk hattest, ich weiß jetzt nicht ob das nur für hinten gilt? Also so ein Ducato mit Vorderachse und Motor, der Rest vom Womo-Bauer, oder ob die Vorderachse auch von Alko war? Bei einem Womo bremsen sicher die hinteren Bremsen mehr mit als bei einem PKW oder auch leeren Kastenwagen, also auch die hinteren Bremsen sind wichtig.

Man kann sicher auch in 15 Zoll Räder gute Bremsen einbauen, aber der technische Aufwand ist viel höher, als wenn man einfach den Durchmesser um 1 Zoll, das sind ja immerhin 2,5 cm erweitern kann. Der Umfang steigt ja gewaltig.

Und natürlich kann man auch in 16 Zoll Rädern total miese Bremsen einbauen.

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