Fahr- und Wohnbericht Trigano

Caravanbezogene, technische Fragen zum Camping

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon klappwohnwagen » 18/8/2014, 21:07

Hallo Camper,

wenn ihr sehen würdet, wie mein Carport fault, trotz Kesseldruckimprägnierung und Xylamon. :D Nur weil der Erbauer 1988 die Balken hat überstehen lassen, fault das ganze Ding. 10cm mehr Glasdach an jeder Seite wären auch nicht viel teurer geworden.
Aber mein Vorurteil gegenüber Holz im Außenbereich hat sich mal wieder voll bestätigt! Mit Beton wäre das nicht passiert!

Aber zurück zu eurem Wohnwagen. Von der Optik hätte ich persönlich weiß besser gefunden. Aber Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Hauptsache euch gefällt es und es hält auch.

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon Tscharlie » 18/8/2014, 21:59

Viele Betonbrücken werden gerade neu gebaut! Weil auch Beton wenn nicht richtig behandelt nicht "ewig" hält.

Kesseldruck Impränierungen sind meiner Meinung im Freien Unsinn, denn das sind Salze, diese ziehen Wasser an = Fault.

Nichts hält richtig verwendet so lange wie Holz im Außenbereich!

Aber jedem das seine.

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon tomruevel » 18/8/2014, 23:07

Tscharlie hat geschrieben:Kesseldruck Impränierungen sind meiner Meinung im Freien Unsinn, denn das sind Salze, diese ziehen Wasser an = Fault.


Moin,

ich weiß aber, dass wir bei der seligen Bundespost durchaus kesseldruckimprägnierte Holzmasten hatten die 30-40 Jahre draußen gestanden haben.
Und die wurden seinerzeit einfach ins Erdreich, als ohne Trennung zur feuchten Erde, eingegraben.
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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon Doris » 18/8/2014, 23:27

Fast 30 Jahre steht Klapses Carport auch schon …... :D

Aus welchem Holz waren die Masten? Die Schwellen bei der Bahn waren aus Eiche und wurden mit übelstem Altöl imprägniert, vielleicht hat die Post auch sowas verwendet? ;)

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon steyr » 19/8/2014, 02:24

tomruevel hat geschrieben:Und die wurden seinerzeit einfach ins Erdreich, als ohne Trennung zur feuchten Erde, eingegraben.


So einfach auch wieder nicht, ich erinnere mich dass diese Holzmasten im Erdbereich mit Teer bestrichen waren. So hab ich das (klein)europaweit immer gesehen. Bei den Franzosen wird das heute noch so praktiziert.
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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon Tscharlie » 19/8/2014, 06:41

Meint Ihr der Trigano würde länger halten wenn wir ihn teeren und federn? ;D

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon Mephisto » 19/8/2014, 09:29

Haallooo,
übelstes Altöl? Das stimmt ja mal gar nicht.
Das wurde mit Arzneimittel gestrichen, nämlich mit Steinkohlenteer ( lithanthracis pix ) . Bestandteile sind unter anderem Aromaten und einem so geteerten Trigano entströmt immer ein Geruch nach frisch kalfert. Wie sagt Winni immer: back to the roots :D :anonym:
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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon tomruevel » 19/8/2014, 11:29

Moin,

Doris hat geschrieben:Aus welchem Holz waren die Masten?

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon klappwohnwagen » 20/8/2014, 19:45

Hallo Camper,

ob Altöl wirklich die Lösung ist, glaube ich nicht. Mein Schwiegervater schwört aber darauf. Als in dem Haus, in dem wir von 1981 bis 1989 wohnten, ein Deckenbalken im Mauerwerk abfaulte, wurde der Rest auch mit Altöl behandelt. Da die Etage noch nicht nach unten abgebrochen ist, muss es wohl die Fäulnis gestoppt haben. Wir sind aber schnell aus gezogen. Die anderen Balken sehen vermutlich nicht besser aus.
Ich war jetzt im Sommer am Atlantik. Dort habe ich im Salzwasser die Bauwerke von Adolf liegen sehen. Da hat sich, trotz Sprengung und Billigbeton, noch nicht viel zersetzt! Daher ist für mich Beton immer noch ein guter Werkstoff für den Außenbereich, natürlich nicht für den Wohnwagen. Obwohl, besagter Schwiegervater damit die Holme seines Benzes (BJ. 77) ausgegossen hatte, als diese Rostlöcher zeigten. ;D

Ich, als Laie, hätte eine verträgliche Dickschichtlasur in weiß auf das Brett gestrichen, um es farblich etwas anzugleichen. Eine Siebdruckplatte, wenn es sie denn in weiß gibt, wäre für mich auch eine Überlegung wert gewesen. Aber Tscharlie ist ja der Farbexperte und wird sich schon seine Gedanken gemacht haben.

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon steyr » 20/8/2014, 20:35

klappwohnwagen hat geschrieben:
Ich, als Laie, hätte eine verträgliche Dickschichtlasur in weiß auf das Brett gestrichen, um es farblich etwas anzugleichen.


Das Problem bei solchen Geschichten ist immer die Nachbehandlung, da muss dann erst geschliffen werden, man kämpft dann mit dem Staub und streicht neu. Ist immer mit Aufwand verbunden. Beim Ölen wischt man einfach immer nach, auf einem getränkten Lappen oder kleinen billigen Haushaltsschwamm und fertig. Da muss nicht immer alles vorbereitet werden und nichts blättert ab usw. . Mit ein paar Wischen ist alles fertig und auch gleichzeitig wieder sauber. Einfacher gehts doch nicht. Die Lasuren sind meiner Meinung nach auch immer nur Oberflächenbhandlung, das Öl dringt tiefer in das Holz ein. Aber ich lass mich gerne belehren ;)
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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon tomruevel » 20/8/2014, 22:11

Moin,

ohne die Reparatur jetzt madig machen zu wollen.
Treibt mich jetzt eher ein anderer Gedanke um:
Die fehlende Isolierung.
Die ja nicht nur bei Camping bei Minusgraden sondern gerade bei solchen Witerungsbedingungen wie diesen Sommer interessant ist. Tagsüber recht warm und vor allem feucht und dann recht niedrige Nachttemperaturen.

Wir hatten zumindest vor 2 Wochen in der Eifel die Situation, Temperaturbedingeungen wie o.g.
Und die Fenster über Nach von innen beschlagen.
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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon Doris » 20/8/2014, 23:46

In der Originalwand war auch keine Isolierung - das war einfach Pressspan mit einer Beschichtung außen und innen. Ich denke nicht, daß Massivholz schlechter abschneidet. Aber wir werden sehen. Sollte es wirklich wider Erwarten schnell kaputt gehen, sehen wir es wenigstens - Risiko 17 Euro und ein wenig Arbeit. Bei den plastikbeschichteten Teilen haben wir es erst gemerkt, als es innen wirklich Matsche war, von außen war nichts zu sehen.

Nur mal als Beispiel: Mein Bus hat innen Massivholz und als Isolierung Thermohanf. Ich hatte noch nie Kondenswasser an den Fenstern oder so, obwohl ich bei wechselhaftem und z.T. auch kalten Wetter unterwegs bin und auch mindestens 2 x tgl. im Bus koche. Auch die Isolierung fühlt sich nicht feucht an, das habe ich an mehreren Stellen überprüft. Ich denke, offenporig behandeltes Holz hat mehr Möglichkeiten, Feuchtigkeit aufgrund von Themperaturschwankungen auszugleichen wie jedes andere Material.

@Yves: Genauso ist es! Lasierte Flächen sind nur schwer bis gar nicht zu restaurieren, denn auch abschleifen funktioniert nicht immer. Geöltes Holz wird einfach nur wieder neu geölt. Mit dem Öl, mit dem das Brett eingelassen ist, habe ich unter anderem meine Massivholz Küchenarbeitsplatte behandelt, auch rund um die Spüle, also viel Feuchtigkeit. Nach ca. 4 Jahren habe ich sie zum erstmal nachbehandelt, es wäre aber noch nicht wirklich notwendig gewesen. Wichtig ist halt, welches Öl man dafür verwendet.

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon Tscharlie » 21/8/2014, 05:24

steyr hat geschrieben:
klappwohnwagen hat geschrieben:
Ich, als Laie, hätte eine verträgliche Dickschichtlasur in weiß auf das Brett gestrichen, um es farblich etwas anzugleichen.


Das Problem bei solchen Geschichten ist immer die Nachbehandlung, da muss dann erst geschliffen werden, man kämpft dann mit dem Staub und streicht neu. Ist immer mit Aufwand verbunden. Beim Ölen wischt man einfach immer nach, auf einem getränkten Lappen oder kleinen billigen Haushaltsschwamm und fertig. Da muss nicht immer alles vorbereitet werden und nichts blättert ab usw. . Mit ein paar Wischen ist alles fertig und auch gleichzeitig wieder sauber. Einfacher gehts doch nicht. Die Lasuren sind meiner Meinung nach auch immer nur Oberflächenbhandlung, das Öl dringt tiefer in das Holz ein. Aber ich lass mich gerne belehren ;)


zu klappwohnwagen: Wenn man sowas macht, dann aber allseitig!, sonst kommt es zu bösem Verzug. Und Abplatzungen der Beschichtung. Und eine "verträgliche" Dickschichtlasur gibt es unter meinen Voraussetzungen nicht.

zu Steyr: Stimmt Lasuren sind schichtbildend und man sieht durch. Lacke sind schichtbildend und nicht durchsichtig. Dickschichtlasuren gibt es eigentlich nicht, die gehören zu den Lacken. In den 80er Jahren hatten aber Lacke einen extrem schlechten Ruf, daher erfand man einfach einen neuen Namen.

zur Isolierung: Die Eriba Tourings haben am Hubdach überhaupt keine Isolierung, geht auch. Und wenn die Holzwand wirklich das kälteste Teil im Wohnwagen wäre, umso besser, dann schlägt sich dort die Feuchtigkeit nieder, und das macht der ja gar nichts. :lach:

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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon tomruevel » 21/8/2014, 08:51

Tscharlie hat geschrieben:zur Isolierung: Die Eriba Tourings haben am Hubdach überhaupt keine Isolierung, geht auch. Und wenn die Holzwand wirklich das kälteste Teil im Wohnwagen wäre, umso besser, dann schlägt sich dort die Feuchtigkeit nieder, und das macht der ja gar nichts. :lach:


Moin,

das ist doch aber Baumwollstoff der Feuchtigkeit nach außen diffundieren läßt.

Macht Holz das auch so in ausreichendem Maße?
Und wenn sich nun Kondesnwasser an der Holzplatte niederschlägt, das macht so lange nichts bis es runter läuft.
Dann ergibt sich ein neues Problem.

Ansonsten halte ich es für ein Gerücht, dass die Hubdachpanele nicht isoliert sind.
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Re: Fahr- und Wohnbericht Trigano

Beitragvon Doris » 21/8/2014, 09:31

tomruevel hat geschrieben:
Ansonsten halte ich es für ein Gerücht, dass die Hubdachpanele nicht isoliert sind.


Lieber Tomruevel,

wir haben inzwischen 2 Wände ausgebaut, nachdem die Kanten nicht kunststoffverkleidet sind sondern offen, sieht man sehr genau, was da drin ist. Isolierung war da nicht festzustellen. Die eine steht noch da, kannst gerne anschaun kommen ;D .

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