Wohnwagen verpacken a la Christo?

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Wohnwagen verpacken a la Christo?

Beitragvon Winni » 9/10/2015, 18:31

Letztes Jahr habe ich mir ja eine Wohnwagenhülle gekauft und war über den Winter sehr damit zufrieden, weil mein Wohnie wegen Bauarbeiten nicht unterm Dach stehen konnte. der Wohnie war nach dem Winter schön trocken, immer noch sauber und unter der Hülle war er meiner Meinung nach gut verpackt. Wie sind eure Erfahrungen mit dem Verpacken?

Ich habe sowas
http://www.amazon.de/Maypole-9432-MP943 ... h%C3%BClle
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Re: Wohnwagen verpacken a la Christo?

Beitragvon beisl01 » 9/10/2015, 19:11

Mit meinem Beisl-Wohnwagen mache ich das auch, jetzt bereits im fünften Jahr.
Genau vor dieser Zeit wurden die Dichtungsleisten erneuert und neue Dichtmasse angebracht.
Bis jetzt verwendete ich eine diffundierende Hülle, die ich damals im Landhandel für ca. 130 Euro kaufte. Jetzt hat die Hülle Löcher bekommen an den Stellen, wo die TV-Antenne ist ( eine festmontierte Caro digital von Ten Haaft) und an der ehemals montierten Radioantenne. Gleichzeitig hat aber auch die obere Schicht der Hülle gelitten, vermutlich deshalb, weil das Material nicht UV-beständig war.

Als Ersatz kaufte ich vor unserem Bodenseeurlaub Mitte September eine Hülle von der Firma CAPA. Hüllen dieser Firma werden sehr oft von Segelfliegern verwendet zum abdecken der Transportanhänger. Mangels Erfahrung kann ich aber zur Qualität der neuen Hülle nichts sagen. Nach Aussagen von segelfliegenden Kollegen soll das Material aber erheblich UV-beständiger sein als das von billigeren Anbietern. Die Preise der CAPA-Hüllen für Wohnwagen beginnen ab ca. 270 Euro für die kleinste Größe.

In den fünf Jahren, seit dem der Wohnwagen verhüllt an dem Abstellplatz auf unserem Grundstück steht, kann ich sagen, dass weder Feuchtigkeit Einzug im Wohnwagen hielt, noch ein modriger Geruch im Wagen ist. Mit dem Hygrometer (=Messinstrument zur relativen Luftfeuchtigkeit) gemessen, wurde genau die relative Luftfeuchte gemessen, die auch in der Umgebungsluft ausserhalb des Wohnwagens herrscht. Also nichts von Tropfsteinhöhle im Wohnwagen. Für mich auch der Beweis, dass entstehendes Kondensat von der Hülle nach aussen transportiert wird. Seit der Wohnwagen a la Christo verpackt ist, ist die jährliche Reinigungsprozedur auf ein Mindestmass geschrumpft. Der Wagen wird vor der winterlichen Verpackung gründlich aussen gereinigt. Im darauffolgenden Frühjahr ist dann nur noch der Wagen mit dem Wasserschlauch abzuspritzen.

Mein Fazit: Eine gute Lösung, wenn der Wagen im Freien in Ermangelung eines Hallenplatzes abgestellt werden muss.
Gruß vom beisl01


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Re: Wohnwagen verpacken a la Christo?

Beitragvon daf43 » 10/10/2015, 08:59

Hallo,
wir haben alle unsere Wohnwagen immer im Freien abgestellt und die haben es schadlos "überlebt". Im Frühjahr dann mit Wasser und etwas Waschkonservierer abgewaschen, das war's.

Es gibt genügend Zwangslüftungsschlitze, die auch bei Regen und Temperaturschwankungen nie Feuchtigkeit im Innern vermieden haben.
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Re: Wohnwagen verpacken a la Christo?

Beitragvon Winni » 10/10/2015, 10:01

Moin,
also ich habe die Hülle jetzt auch im Sommer ein paarmal übergezogen, einfach damit die Kiste nicht dreckig wird, steht manchmal unter Bäumen und so Harzflecken sind mühsam zu entfernen.
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Re: Wohnwagen verpacken a la Christo?

Beitragvon daf43 » 10/10/2015, 11:18

Hallo,
ja natürlich, Harzfleckengefahr wäre für mich auch ein Grund zum Abdecken :top: :top:
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Re: Wohnwagen verpacken a la Christo?

Beitragvon sebbarca » 10/10/2015, 15:03

Hola, buenos tardes!

Ahem, hat sich da nicht vor langer Zeit mal jemand beschwert wg. Scheuern der Hülle auf Wohnwagen? Habt Ihr damit keine Probleme? Unser WW stand bis vor wenigen Jahren unter Dach wg. Starkregen und potentiellem Hagelschaden. Seit wenigen Jahren steht er jetzt ohne Dach und damit auch in der prallen Sonne. Ich weiß nicht ob das gut ist, aber hier stehen praktisch alle so in den Winterlagern. Dafür sind die WW doch auch gemacht????!!.

Wg. Feuchtigkeit hatten wir noch nie Probleme, nicht in Deutschland und hier erst recht nicht.

Hasta luego!
Klaus
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Re: Wohnwagen verpacken a la Christo?

Beitragvon beisl01 » 10/10/2015, 17:56

Nun ist es so, mein Wowa steht teilweise unter einer Kiefer, die viele ihrer Nadeln auf das Dach des Wagens abwarf. Die Nadeln sondern recht viel Gerbsäure ab, die in Verbindung mit Nässe die Dichtmassen des Wohnwagens schädigten. Deshalb wurden auch die Dichtbänder einschließlich Dichtmasse vor fünf Jahren erneuert. Das Kiefernharz ist auch nicht zu verachten, das auf das Dach des Wagens tropfte.
Die Kiefer ist auch Schlafbaum einiger Vögel. Nach einer gewissen Zeit hatte sich auf dem Dach des Wohnwagens eine große Menge von Vogelkot angesammelt. Im Frühjahr das Dach von Harz, Kot und angesetzten Moosen zu säubern, ist schon recht anstrengende Arbeit. Es kommt also auch auf die Umstände des Aussenstellplatzes an.

Mit der Hülle gehören diese Prbleme der Vergangenheit an.

In Beiträgen, auch in anderen Foren, wird vehement vom Gebrauch einer Wohnwagenhülle gewarnt mit dem Argument der sich im Wohnwageninnern sammelnden Feuchtigkeit. Ich habe den Eindruck, dass Nichtwissen um die physikalischen Zusammenhänge zu diesen Aussagen führen. Und weiter habe ich den Eindruck, dass gerade solche Meinungen von denjenigen vertreten werden, die selbst keine Erfahrungen mit diffundierenden Hüllen gesammelt haben.

Etwas anderes ist der Gebrauch von luftundurchlässigen Plastikfolien. Ich kann mir vorstellen, dass hierbei sehr viel Kondensat sich unter der Folie sammelt. Die Feuchtigkeit aufgrund der Beschaffenheit und der Anbringung der Folie sehr schlecht abgeführt wird und so auf Dauer dem Wohnwagen schadet.

@sebbarca. Die Beschaffenheit der Innenseite meiner Hülle ist flauschartig und so weich, dass bisher weder an den Fenstern noch am Lack des Wagens Scheuerstellen auftraten. Das bei fünfjährigem Gebrauch.
Gruß vom beisl01


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