Camping in my garden

Fragen rund ums Zeltcamping

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Camping in my garden

Beitragvon Tscharlie » 22/8/2013, 06:28

Kam gestern im Radio B2:

Camping in my garden

eine interesante Variante bei der man sicher Land und Leute bestens kennenlernen kann.

Werde ich mal versuchen,

Tscharlie
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M. Ghandi
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Re: Camping in my garden

Beitragvon morgenröte » 22/8/2013, 07:25

Tolle idee, aber bei wildfremden Gästen würde ich mich nicht mehr aus dem Haus trauen.
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Re: Camping in my garden

Beitragvon Susanne » 22/8/2013, 07:46

das ist ne echt tolle idee, leider ist mein garten dazu zu klein, ansonsten könnt ich mir das direkt auch vorstellen
grüßle Susanne
------------------------------------------------------
würde doch jeder gründlich lesen und seine Antwort gründlich überdenken
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Re: Camping in my garden

Beitragvon Daniel » 22/8/2013, 12:25

Hallo,

der erste, von mir geklickte, Link führt zu einer Zeltwiese vor einem Campingplatz, aber sonst eine gute Idee.
Every day for us something new
Open mind for a different view
And nothing else matters

Gruß vom Niederrhein

Daniel

http://www.doggen-berg.de
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Re: Camping in my garden

Beitragvon daf43 » 22/8/2013, 14:14

Nix für uns,

sowohl als Gast als auch als Gastgeber.
Dieter

"Lieber verreisen als vergreisen".
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Re: Camping in my garden

Beitragvon steyr » 22/8/2013, 21:19

Ich hab mich da mal in der FB-Gruppe angemeldet und berede das Morgen mit Rita. Ich hatte schon öfters hier Backpacker, Tramps, Berber, oder Fahrradreisende die ich eingeladen hab auf einem unserer Grundstücke zu campen. Da gab es immer volles Program mit bekochen, Seightseeing und auch schonmal dem einen oder anderen Sponsoring. Einer bleibt mir besonders in Erinnerung. Dieter aus Deutschland. Der war total auf Alkohol und war überzeugt Er würde sterben, Frau verlassen, Arbeit verloren, der Klassiker halt. Aber Er wollte unbedingt noch vor seinem Tod den Atlantik sehen und so trampte Er in Deutschland los und ging zu Fuss in die Normandie. Unterwegs kam Er dann tatsächlich vom Alkohol los und nachdem er sein Ziel erreicht hatte machte Er sich auf den Weg nach Hause.

Eines Tages, ich hab grad im Garten gearbeitet, besser gesagt Zaunpfähle gesetzt, sah ich durch unser Dorf so eine total heruntergekommene Person latschen die wirklich furchtbar aussah. Ich bin natürlich sofort hinterher und hab Ihn auf ein Essen eingeladen. Er freute sich, und ging erstmal unter die Dusche. Der Klassiker stand auf der Karte, das Essen was ich erstmal jedem den ich so kennenlerne auftische. Bratkartoffeln, irgendein Stück Fleisch und Salat. Dieter ass und war glücklich in dem Moment aber doch etwas bedrückt. Er machte sich Sorgen um seine Eltern denen Er in all den Jahren viel Misere bereitet hatte und hoffte Sie gesund wiederzufinden bei seiner Rückkehr. Das erwärmte natürlich mein Herz und so wollte ich dass Er so schnell wie möglich nach HAuse kam. Dieter bekam von mir das volle Programm, ich fuhr Ihn erst zu Tanke wo ich Ihm einen Beutel Tabak und Zigarettenblättchen spendierte (absolute ausnahme dass ich sowas kaufe aber ich spürte sein bedürfniss danach). Dann fuhr ich Ihn nach Trier zum Bahnhof, kaufte Ihm ein Zugticket nach Koblenz und wartete mit Ihm auf dem Bahnsteig bis sein Zug kam.

Dieter war aber nicht der Einzige der hier zu Ehren kam, deutsches Stundetenpaar, neuseeländisches Paar und einige an die ich mich nur noch sehr "fern" erinnern kann. Angst oder Bedenken gab es nie, es war immer das Gefühl in dem Moment genau das zu tun was nötig war. Dieter zum Beispiel hat mir später noch mehrmals geschrieben und sogar 100 Mark zurückgeschickt was aber nicht nötig gewesen wäre. Dann brach leider der Kontakt ab und ich fürchte dass der Gute wieder unter die Räder kam. Einmal war auch eine Reisegruppe dabei die hier eine Panne hatte. Es waren Araber, Moslems. Wir haben dann hier bei mir in der Garage das Auto repariert und das war womöglich geklaut weil das Türschloss und das Lenkradschloss fehlten :rolleyes: . Ich Blödmann hab denen dann noch weil es kalt war und Winter, einen Schnapps angeboten den sie aber dankend ablehnten. :D Sie fuhren dann weiter und hatten meine Batterie vom 2CV vorne im Fussraum stehn um irgendwie Strom zu haben denn ihre Batterie war kaputt :lach:

Das allerbeste aber war eine Gruppe Polen die hier strandeten weil Sie kein Benzin mehr hatten. Die Kids lagen draussen am Bach in den Zelten und deshalb war der Haustürschlüssel auf der Tür. Ich hab jahrelang meine Polenwitze gerissen und dann weck ich in der Nacht auf weil ich ausländisches Getuschel vor der Tür höre und schau aus dem Fenster und frag was los sei. Da sagt ein alter Mann zu mir als er mich sieht. "He musst du passen auf, hast du Schlüssel auf Tür, ist gefährlich wegen Einbrecher". :lach: :lach: :lach: Die bekamen dann Sprit von mir das bis zur Tanke reichte und durften die Nacht aber noch draussen auf meinem Parkplatz verbringen. Am nächsten Morgen fuhr ich dann vor auf die nächste Tanke und sie waren alle glücklich. Fazit, diese Camping in my Garden-Geschichte, wäre für mich genau das Richtige. :D
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Re: Camping in my garden

Beitragvon Evi » 9/12/2013, 14:00

Hallo steyr,

deine Geschichten über all die Gäste, die du bereits bei dir auf dem Grundstück aufgenommen hast, hören sich echt spannend an.
Sind die Personen, die du genannt hast alle die du aufgenommen hast oder waren es noch mehr in letzter Zeit? :)
Ist eine tolle Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen und etwas Gutes zu tun bzw. anderen zu helfen.

Gruß Evi
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Re: Camping in my garden

Beitragvon Winni » 9/12/2013, 20:24

Ich glaube für mich wäre das nichts. Ich bin durch meinen Job soviel mit Menschen zusammen, auch auf eine sehr intime Art und Weise, da brauche ich im Urlaub Distanz und möglichst wenig Menschenkontakt.
Irgendwas ist immer... .
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Re: Camping in my garden

Beitragvon Evi » 9/1/2014, 10:07

Das kann man natürlich auch verstehen. Ist wahrscheinlich auch nicht für jeden etwas :).
Für mich wäre es wahrscheinlich auch gewöhnungsbedürftig am Anfang. Doch wenn man mit den Leuten, die man bei sich aufnimmt, gut klar kommt, kann es sicherlich gut werden.
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Re: Camping in my garden

Beitragvon steyr » 9/1/2014, 14:36

Nein, über Camping in my garden hab ich noch keinen hier aufgenommen. Das waren einfach so Zufallsbekanntschaften die ich von mir aus angesprochen habe. Ich hab irgendwie ein "gutes Händchen" für Leute in irgendeiner Not und dann reagiere ich halt darauf. Da war schon alles dabei und lass mich auch nur von meinem Gefühl leiten nicht vom Verstand, weil dann würde ich wohl öfters wegschauen. Wir wohnen hier uf der Haupstrasse die unser kleines Land vom Osten mit dem Norden verbindet und dazwischen liegen einige Jugendherbergen und d kommt allerhand hier vorbei.

Auf unserer letzten Womoreise hab ich wieder so einen getroffen und bin spontan umgedreht um auf den Parkplatz zu fahren wo er sass, das heisst er sass nicht sondern ging komisch auf und ab. Er war Deutscher aus Hamburg, ein Maurer der in Deutschland nicht mehr in seinem Beruf arbeiten darf weil er einen Herzinfarkt hatte und danach wurde ihm von den Ärzten verboten wieder auf dem Bau zu arbeiten, irgendsowas von der Berufsgenossenschaft hat er mir erzählt.

Ganz interessantes Schicksal, ich hab mit ihm geredet, mich für ihn interessiert, ihm meinen "leatherman" geschenkt und ein Fresspaket mit Würsten, Käse und Orangen. Geld hat er abgelehnt, dafür war er zu stolz. Sein komisches auf und abgehn hat er mir auch erklärt. Er lebte im Süden Frankreichs eine zeitlang unter anderen Berbern und wurde des Nachts mal überfallen und man rammte ihm ein Messer ins Bein. Seither schläft das Bein immer während dem Fahrradfahren ein und wird total gefühllos und deshalb muss er dann alle paar km anhalten, aus dem Sattel steigen und diese Übungen machen. Er kam gerade wieder mit dem Fahrrad aus Deutschland, seiner Heimat Hamburg und war wieder unterwegs in den Süden. Ich hab auf der einen Seite immer tiefes Mitleid mit solchen Menschen, auf der anderen Seite finde ich sie ungemein interessant und bewundere sie für all den Mut den sie haben genau so zu leben wie sie es tun, auch wenn damit sehr viel Dramatik verbunden ist.
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Re: Camping in my garden

Beitragvon Evi » 9/1/2014, 14:53

Das Schicksal des Mannes ist wirklich sehr interessant und man muss ihn wirklich dafür bewundern, dass er trotz seiner Erlebnisse und seiner Verletzung am Bein noch so eine weite Reise auf sich nimmt und alles mehr oder weniger gut meistert.
Wie du schon sagtest steyr, mit solchen Menschen kann man einerseits Mitleid haben aber andererseits sollte man sie auch für ihren Mut und ihre Kraft bewundern.
Evi
 

Re: Camping in my garden

Beitragvon steyr » 9/1/2014, 16:21

Aber so meine Erfahrung, diese "Berber" sind oft Menschen die dasselbe Schicksal teilen. Sie ziehen alles Böse an wie ein Magnet und über jedem einzelnen solchen Schicksals scheint es als würde sich alles schlechte was es nur geben kann, ergiessen. Der Hamburger war wie gesagt Maurer, dann die Krankheit und danach Arbeitslosigkeit und das obwohl er arbeiten wollte. Dann ging er mit dem Fahrrad auf die Reise weil er sich selbst zeigen wollte dass er es noch draufhat und im Süden Frankreichs lernt er dann eine Frau kennen. Er baut ihr und sich ein Haus und als es fertig war schmeissen sie ihn raus und die Frau mitsamt ihrer Familie übernehmen das Haus. Dann ist er wieder obdachlos, fängt an zu trinken und wird eines Nachts überfallen. Dann zieht er zwischen Frankreich und Spanien umher und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, besonders in Spanien verdient er gutes Geld als Handwerker.

Ich hinterfrage diese Geschichten nie und hör mir einfach alles an so wie es mir erzählt wird. Geld wollen die meisten nie annehmen aber wenn sie so von sich erzählen bekommt man meist einen Hinweis was ihnen gerade fehlt. Der Hamburger war unglücklich weil man ihm beim Überfall sein Leathermanmesser/werkzeug geklaut hatte mit dem er an seinem Fahrrad herumreparieren konnte und so hab ich ihm meines geschenkt. Er war glücklich und ich hab mich danach auch wohl gefühlt also geht es nach solchen Begegnungen irgendwie jedem danach besser :D aber ich bin noch lange darüber am nachdenken und vergesse solche Geschichten/Schicksale nie. Komisch eigentlich dass ich immer auf solches treffe, Freunde verarschen mich schon manchmal deswegen. Wenn irgendwo z.b. ein Tier wegläuft, läufts mir früher oder später über den Weg oder sitzt bei mir hinterm Haus und ich finde auch immer ganz schnell den Besitzer/Halter. Ich schein sowas irgendwie auch anzuziehen :rolleyes:
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