Das Leben auf dem Campingplatz

Alles was nicht direkt mit dem Fahrzeug zu tun hat

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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon steyr » 13/7/2016, 17:38

Winni hat geschrieben: es gibt neugierige Camper, die andere den ganzen Tag beobachten", ihre Schlüsse daraus ziehen, Feldstudien machen und sich so ihr Lebensbild schaffen :lach: :zzz:


Das sind so die Sachen die Du immer bei mir verstehen willst oder meinst zu verstehen. Ich kann keine Leute den ganzen Tag am CP beobachten weil wir morgens auf dem CP frühstücken, dann geh ich Duschen und wir fahren jeden Tag vom CP weg, kommen am späten Nachmittag oder so um 19:00 Uhr wieder zurück. Ich fahr doch nicht hunderte Kilometer um stillzusitzen, dann würde ich so machen wie Du, einfach um die Ecke runter zur Mosel fahren und dort am Wasser sitzen. Bei Drei Wochen Aufenthalt gibst meist einen oder zwei "Ruhetage" die sich nur auf dem CP abspielen, aber da ist dann meist Service, Wäschemachen angesagt und kein schnödes herumsitzen. Dein Blickwinkel erinnert mich desöfteren an eine CP-Nachbarin am Ottermeer in Ostfriesland. Die hat jeden Tag zusammen mit ihrem Mann am Morgen während wir beim Frühstück sassen den CP verlassen und wenn sie am späten Abend zurückkehrten, meist so gegen 19:00 Uhr, sassen wir beim Essen :D

Da sagte die Doofe einmal zu uns herüber, "Sie bewegen sich aber auch beide nicht gerne und sind ständig am Essen, wir machen den ganzen Tag Sport" :lach: :lach: Wir sind in den drei Wochen wo wir dort waren jeden Tag zweimal mit dem Hund ums Ottermeer herum und nach Wiesmoor spaziert, waren schwimmen und haben zu Fuss die Gegend erkundet. Für die Doofe sassen wir den ganzen Tag rum weil sie das einfach so in ihrem Fischkopp hatte. :rolleyes: Aber die Zeit wo ich auf dem CP bin kriege ich natürlich mit was sich um mich herum tut weil es mich einfach interessiert und eigentlich auch inspiriert weil sich bei jedem CP Aufenthalt Geschichten ergeben die es für mich lohnt aufzuschreiben, natürlich in meinem gewohnten Stil, das heisst die Geschichten sind meist nicht zum weinen :D Könnte ich malen würde das alles in Karrikaturen enden so sind es eben Satiren über Mensch und Tier. Da kommen mir natürlich solche Winnis genau richtig die als ich sie kennenlernte, sich als Parzellenlatscher outeten und heute still in der Camperecke sitzen wollen und mit niemandem sprechen. (wers glaubt ;) ) Das genaue Beobachten von Persönlichkeiten und interessanten Menschen und besonders das zuhören und nicht vergessen sind quasi meine nie versiegende Quelle für Geschichten um Geschichten. Für mich also wichtig, was andere daraus machen ist mir egal, weil ich mach ja auch aus ihnen was ich will. ;)
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon steyr » 13/7/2016, 17:44

Winni hat geschrieben:Am Ende ist es wie immer: Die Rentnergang möchte, dass alles so ist, wie es immer ist, wie es immer war, und alles, was anders ist, das soll nicht sein. Hauptsache, es ist alles beige


Die Rentnergang, zumindest hier im Forum, ist eigentlich erkennbar die, bei der immer Action ist. Die anderen laufen tagein tagaus eigentlich seit Jahren im gleichen Arbeits-Trott. Aber da ist wohl auch der Blickwinkel immer ein anderer. Bei uns war jedenfalls noch kein Jahr wie das Jahr vorher, alles ist immer noch in Bewegung und lange Weile kam in unserem Leben noch nicht vor und wenn sie mal droht, dann steigen wir gleich ins Womo, Auto, Flugzeug usw. und entfliehen Ihr. Das ist eben unsere Freiheit.
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon Doris » 13/7/2016, 17:50

Mir ist es egal, was andere auf dem Campingplatz tun. Ich stelle mich abseits, will einfach nur mein Ding machen und meine Ruhe haben, und das obwohl ich auch zuhause die meiste Zeit alleine bin. Ich mag das sehr..

Ich bin freundlich zu jedermann und natürlich gibt es mal einen Plausch beim Abspülen, aber zusammenkuscheln oder Einladungen mag ich nicht so gerne. Wenn doch, muß es menschlich einfach passen, das merke ich aber sehr schnell.

Und ja, ich bin auch gerne mal den ganzen Tag auf dem Platz, vor allem, wenn es ein Platz mit Blick aufs Meer ist. Dann wird einfach nur gebummelt, ein wenig gekocht, gelesen, oder einfach nur die Aussicht genossen.

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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon Tscharlie » 13/7/2016, 17:54

Hallo Doris,

bist Du gebunden, so eine Partnerin würde ich für gemeinsame Urlaube suchen.

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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon daf43 » 13/7/2016, 18:35

Hallo,

ich bestätigte ja schon, dass wir - wie die Winnis auch - den Aufenthalt auf dem CP hauptsächlich als unsere Ausruhzeit betrachten. Wir sind abends nach einem "harten Urlaubstag" einfach zu müde und maulfaul, um noch ausführliche Gespräche mit den Mitcampern zu suchen.

Aber ich muss aufpassen, sonst werden wir sofort in die Ecke "unkommunikativ" gestellt. Okay, wir sind nicht ständig auf der Suche nach Gesprächspartnern, aber wenn es sich ergibt, reden und lachen wir natürlich auch mit unseren Mitcampern..... huch, wir haben sogar schon gemeinsam eine Flasche Wein geleert :D :D .
Und meine Frau hat immer gelächelt, wenn ich nach dem Geschirrspülen mit den aktuellsten Infos und Tipps für die Umgebung des CP zurück kam.

Also klare Aussage:
1. Ich mag auf dem CP nicht das Geplapper über die Angebote beim nächsten LIDL, will nix über die beruflichen Glanzleistungen meines Gegenübers wissen oder aktuelle Schnorrertricks erfahren usw.
2. Mir sind nicht alle Camper grundsätzlich sympathisch (warum soll ich auf dem CP eine andere Einstellung dazu haben wie in freier Wildbahn?), aber mit netten Leuten plaudern wir auch gerne, suchen aber keine "Hockerei".
3. Wir wollen einfach nur still unsere Reisetage genießen.
Dieter

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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon Winni » 13/7/2016, 19:37

Mensch Yves,
gehört zwar nicht hierher, aber was hast du nur für eine komisch, schräge Ansicht von einer Arbeit, von einem beruf? :lach: :zzz:

"tagaus, tagein, laufen sie im selben Arbeitstrott" :lach: :zzz: :zzz: Mensch, ich arbeite doch nicht am band oder in einer Fabrik wie Charlie Chaplin :lach: :lach: Ich gestalte meine Arbeit, wie ich sie möchte, und das schon mein ganzes leben lang, es gab und gibt mir jede Menge Spaß, Freude, Glücksgefühl und auch Selbstwertgefühl. Ich freue mich eigentlich jeden Tag auf meine Arbeit , ich mache das richtig gerne. Meiner Frau geht es genauso, sie hat schon geklärt, dass sie nach ihrer Pensionierung wenigsten noch vier Stunden am Tag arbeiten "darf".
Ich bin absolut gerne unter Menschen, ich mache seit einiger Zeit Supervisionen, d.h. ich versuche in Gruppen mit Problemen Lösungen zu erarbeiten, das macht einfach so richtig Spaß, es wäre gerade doof, wenn ich das nicht mehr hätte.
Also: kein Arbeitstrott, ich möchte das unbedingt machen, und wir waren letztes Jahr rund 9000 km mit dem Wohnwagen unterwegs, das war schon okay.
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon Winni » 13/7/2016, 19:43

unkommunikativer Pälzer, ein Widerspruch in sich
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon sunshine » 13/7/2016, 20:11

Hmm, ich glaube, wir sind auch eher unkommunikative Camper. Wir suchen uns auch immer solche Randplätze aus, auf denen man möglichst keine direkten Nachbarn in nächster Nähe bekommt. Wenn wir Nachbarn haben, grüßen wir die natürlich freundlich, aber wir suchen nicht den engeren Kontakt. Im Urlaub verbringen wir gerne unsere Zeit zu zweit.
Wenn sich ein netter Kontakt ergibt, ist es okay. Aber wir suchen nicht danach.
Als wir früher mit kleinen Kindern unterwegs waren, war das häufiger der Fall. Einmal war auf Korsika ein nettes junges Paar mit Zelt neben uns. Die Kinder waren ganz vernarrt in die beiden und wir mussten sie immer von dort wegholen, sonst hätten die den beiden ständig auf der Pelle gesessen. Die haben wir mal zum Kässpätzle-Essen eingeladen, weil der junge Mann die schwäbische Kost auf Korsika vermisste.
Manchmal haben wir auch schon Zeltcamper während eines Gewitters aufgenommen, wenn die in Nöten waren.

Aber ansonsten interessieren wir uns eher weniger für andere Camper - außer vielleicht, wenn sie mit besonderem Equipment reisen.
So wie letztes Jahr im Mai der Zeltcamper, ein weißhaariger Herr, der ganz alleine mit dem Fahrrad unterwegs war, in Südfrankreich kurz vor der spanischen Grenze. Der hat sich ein Werkzeug für sein Fahrrad bei uns ausgeborgt und uns seine Geschichte erzählt. Er fährt immer alleine mit dem Zug in den Süden und fährt dann mit dem Rad umher, mit Minimal-Ausrüstung. Den fand ich klasse.
Ihm hat Wolfgang dann am nächsten Morgen ein Baguette vom Bäcker mitgebracht - und er hat sich postwendend mit einem selbstgebackenen Brot seiner Frau revanchiert... :)

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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon bieber » 13/7/2016, 20:27

Die Frau war aber doch nicht dabei und der Backofen auch nicht, das muss ja schon steinhart gewesen sein, das Brot?
Ja, ich erinnere mich, wir bekamen auch mal Croissants von deinem Mann mitgebracht zum Frühstück :ja: , das macht er wohl öfter?

Im Übrigen: worum ging es denn hier eigentlich? Um das Beobachten der andern? Oder gar das Leben der andern?
Man kann alles fragen. Aber mit der Antwort muss man dann auch leben. (Frei nach D.Hansen)
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon donalfredo » 13/7/2016, 20:53

bieber hat geschrieben:
Im Übrigen: worum ging es denn hier eigentlich? Um das Beobachten der andern? Oder gar das Leben der andern?


Das frage ich mich die ganze Zeit schon.
Der TS fängt einen Fred an über "das Leben" auf dem Campingplatz und erzählt gleichzeitig, daß er sich für andere nicht interessiert.
Schon komisch ...
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon sunshine » 13/7/2016, 20:54

Nö, Monika, das Brot war lecker.
Der Mann war am Vortag von zu Hause angereist und seine Frau hatte extra noch frisches Brot für ihn zum Mitnehmen gebacken. Sie hat kleine Brote in sogenannten Pfitzaufformen gebacken. Mit Dinkelmehl. War sehr lecker mit französischer gesalzener Butter.

PS: Ja, mein Mann macht sowas öfter. Ist ein ganz Lieber, mein Mann... :hearts:
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon Winni » 13/7/2016, 21:25

Warum alfredo? Das leben auf dem cp ohne diese labernden frohnaturen ist doch auch leben, wäre sogar recht angenehm. Noch furchtbarer sind nur noch die angeber, die ständig ihr "tolles" equipment vorführen müssen, aber das ist ein ganz anderes thema.
Irgendwas ist immer... .
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon Killerdackel » 13/7/2016, 21:28

Winni hat geschrieben:Warum alfredo? Das leben auf dem cp ohne diese labernden frohnaturen ist doch auch leben, wäre sogar recht angenehm. Noch furchtbarer sind nur noch die angeber, die ständig ihr "tolles" equipment vorführen müssen, aber das ist ein ganz anderes thema.

GääääähnGäääääähnGääääähn = übliche Wiederholungsschreibe vom Missionar.
Gibt NIEMAND bei CF ders nicht schon zigmal in praktisch identischen Worten lesen "durfte" ...
sDaggele grüßt ausm Wilden Süden = wo nicht nur Camper Urlaub machen
T3 Bulli oder Pololo zerren Dackelgarage Puck(eldimuckl) doraus + detnaus
Wenn no älle wäred wie i sei sodd
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon Winni » 13/7/2016, 21:49

ah, der dackel ist aufgestanden.....moin, moin :lach: :zzz: :zzz:
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Re: Das Leben auf dem Campingplatz

Beitragvon donalfredo » 14/7/2016, 07:34

Winni hat geschrieben: ... Noch furchtbarer sind nur noch die angeber, die ständig ihr "tolles" equipment vorführen müssen, aber das ist ein ganz anderes thema.


:lach: :lach: :lach:

Kommt dein Lieblingswort wieder zum Einsatz.
Angeber ... :lach: :lach: :lach:
Zuletzt geändert von donalfredo am 14/7/2016, 11:14, insgesamt 1-mal geändert.
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